Thema: Dark Souls
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Alt 26.08.2012, 16:39
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Yok Yok ist offline
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Aus unerfindlichen Gründen schmiert mein Rechner alle paar Sekunden bei Dark Souls ab, allerdings sah das bisschen was ich von der PC Fassung spielen konnte (Undead Burg und Hälfte von Undead Parish) genau so aus wie die Konsolenversion, war super spielbar mit dem 360-Controller und die negativen Kritiken aus dem Vorfeld klingen nun nicht mehr so realistisch, wobei mir mittlerweise klar ist: Dark Souls ist kein Maus+Keyboard Spiel. Kann mir nicht vorstellen, dass man damit weit kommt.

Zum eigentlichen Spiel:

Bin auf der Konsole mittlerweile gut 30 Stunden drin und habe definitiv weniger als die Hälfte des Spiels geknackt. Seit A Link to the Past hat mich kein Spiel mehr in eine Welt geschmissen und gesagt: "Hier, mach ma'!"

Ok, am Anfang gibt es so etwas wie ein Tutorial, wo man lernt, wie man Knöpfe auf dem Controller drückt, jedoch sind das vielleicht grade mal 10% des komplexen Kampf- und Levelsystem die einem erklärt werden. Man muss ALLES selbst herausfinden.

Und daraus resultiert auch der Schwierigkeitsgrad, der dank einigen Reviews für mich ins falsche Licht gerückt wurde (dachte am Anfang eher an Super Meat Boy als RPG):

Das Spiel ist nur solange schwer, bis man es verstanden hat. Dark Souls lässt einen erst weiter, wenn man die "Spielregeln" gelernt hat. Natürlich gibt es da noch die Open World, wo man gerne mal niedergemetzelt wird, weil man einfach noch zu schwach bzw. unwissend ist. Aber für mich ist das genau der Punkt, der Dark Souls so genial macht: Es gibt keine Grenzen, außer der eigene Skill.

Dadurch wird das Spiel aber längst nicht zum Trial and Error: Man sagt Hinterhalte voraus, findet auf Anhieb Schwachstellen von Gegnern und schafft es dadurch vielleicht auch mal ohne zu sterben zum nächsten Bonfire.

Was aber nicht bei den Endbossen zutrifft: Man wird sterben, gar kein Zweifel. Hatte ich bei Skyward Sword nichteinmal vor einem unbekannten Boss gespeichert, weil ich eh wusste, dass es ein Spaziergang wird, konnte ich bei Dark Souls nur hoffen, dass der nächste Checkpoint nicht allzuweit vom Boss entfernt war. Das Wort Endboss hat hier endlich wieder eine Bedeutung: Man fühlt sich völlig OP, wenn man diese riesigen Viecher besiegt. Wenn man aber hektisch wird, dann wars das. Die Bossmusik trägt natürlich kein Stück zur hektischen Atmosphäre bei...

Eine Stelle gab es bisher die ich nicht schwer, sondern ziemlich unfair fand:

 
Der Capra Demon. Der Bosskampf findet in einem Raum statt, der so klein ist, dass der Boss selbst, kaum Platz darin findet. Dieser Boss bringt noch 2 Adds mit, sodass man von 3 Viechern gleichzeitig auf engstem Raum eingekesselt wird. Bin mehrere Male in den ersten 4 Sekunden nach Kampfbeginn gestorben, nur um wieder 5 Minuten zum Boss zu laufen und sofort wieder zu sterben. Hätte zwar nach Boss-Strategien suchen können, aber ein Walkthrough würde die Stimmung versauen. Gibt vielleicht irgendwo eine gute Strategie gegen das Vieh.


tl;dr Gutes Spiel, muss jetz weiterzocken. Zwar bin ich noch zu schwach für das nächste Storyrelevante Gebiet, aber mir fallen auf Anhieb noch 5 Gebiete ein, die ich in der Zeit noch erkunden kann.

Geändert von Yok (28.08.2012 um 18:40 Uhr)
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