Einzelnen Beitrag anzeigen
  #109 (permalink)  
Alt 22.03.2018, 11:37
Benutzerbild von Lord_Data
Lord_Data Lord_Data ist offline
*wuff wuff*
 
Registriert seit: 09/2003
Ort: Buer im Pott :D
Beiträge: 4.965
Lord_Data eine Nachricht über ICQ schicken
Standard

Ich habe das Gefühl, dass es langsam ausufert und wir uns in Detaildiskussionen verstricken, die leider im Forum sehr nervig fortzuführen sind. EIne mehrwöchige Podiumsdiskussion fände ich hingegen sehr interessant. ;-) Deshalb verzichte ich jetzt auf eine Detailantwort.

Zitat:
Das Grundsätzliche Problem was ich mit der Behandlung der AfD, oder grundsätzlichen Positionen die von der AfD gehalten werden habe ist, dass so wie ich es sehe man Deutschland nach min/max-Prinzip aller Wohlstandsmetriken optimieren würde, man Flüchtlinge nicht aufnehmen würde, dieses also keineswegs eine besonders absurde sondern eine sehr rationale Position ist und keineswegs so abwegig wie immer dargestellt, auch in diesem Forum.
Für mich ist ein Grundsatzproblem an der AfD Folgendes:
Man kann von mir aus gegen die Aufnahme von Flüchtlingen sein. Wenn man es, wie in deinem Fall, volkswirtschaftlich begründet, kann ich es ja noch einsehen, aus blankem Rassismus natürlich nicht. Aber: die AfD ist eine Partei mit Gesamtprogramm, das man immer mitwählt. Und das sind abenteuerliche Standpunkte drin, die sich teilweise radikal von Wahlprogramm zu Wahlprogramm ändern (ich erinnere mich, dass in einem früheren Programm für ein Ende der repressiven Drogenpolitik geworben wurde und zwei Jahre später für eine Verschärfung).
Wieso ist den Wählern die Asylfrage so wichtig auf Kosten anderer Punkte, die (so würde ich vermuten) gegen ihre eigene Position geht? Die AfD ist wirtschafts-liberal in vielen Punkten, fischt aber auch bei sozial schwachen, die auf einen Sozialstaat angewiesen sind. Abseits aller rechten Polemik finde ich so eine Politik schon bescheuert.
Flüchtlingspolitik ist ein Thema von vielen. Wieso aber ist das für so viele so immens wichtig, insbesondere da auch die finanziellen Nachteile, die du aufzählst, mittel- bis langfristig sind und indirekt?

Zitat:
Ich sehe derzeit die Aufnahmeposition nicht wirklich argumentativ belegt speziell mit universalethischen Argumenten. Ich sehe nur Argumente basierend auf situativer Ethik. Gerade die Bundesrepublik Deutschland, bzw. alle Gebietskörperschaften und Institutionen müssen meinem Verständnis nach ihr Verhalten universalethisch begründen können. Wenn das handeln eines Staates nicht universalethisch begründet ist herrscht meiner Meinung nach keine Gleichheit vor dem Gesetz.
Ich glaube, ich weiß nur ungefähr, was du sagen willst, kannst du das nochmal genauer erklären?
Mit Zitat antworten