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Alt 23.03.2018, 08:44
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Zitat:
Bevor ich dafür bin, will ich erst mal wissen, was hier überhaupt der Plan ist.
Das ist tatsächlich eines der herausragenden Probleme gewesen. Klar, die bürokratische Infrastruktur war überfordert, aber niemand wusste, was wie wo gemacht wird. Die Unterbringung der Flüchtlinge war vielerorts ein akutes Problem, man agierte sehr planlos. Tatsächlich würde ich fast behaupten, dass es gar keinen Masterplan gab und man von Tag zu Tag gedacht hat ....

Zitat:
Meiner Meinung nach haben Afghanistan, Irak, Syrien und Lybien bewiesen, dass es uns als Westen nicht möglich ist stabile Staaten zu schaffen, von daher halte ich dieses: Wir müssen die Fluchtursachen bekämpfen für eine naive Traumvorstellung, wenn wir nicht radikal rekolonialisieren.
Ich denke Tunesien im arabischen Frühling hat gezeigt, wie aus einem Land heraus selbst Besserung entstehen kann. Wenn die unzufriedenen einfach geflohen wären, hätte sich nichts geändert. So hart es ist, denke ich, dass diese Länder ihre eigene Entwicklung, die durchaus auch blutig ist durchmachen müssen.
Naiv, ja, aber ich sage ja auch nicht, dass man einen Demokratieminister vor Ort schicken soll. Aber man müsste sinnvollere Entwicklungshilfe geben; Korruption ist in Afrika quasi das Hauptproblem, weswegen die Staaten an sich machtlos sind (oder diktatorisch regiert werden und es kommt nichts beim Volk an). Da kann man doch nicht hoffen, dass es besser wird, und dann in 10 Jahren schimpfen, dass die ganzen verarmten Afrikaner einfach nach Europa wollen (wenn die Alternative Verhungern oder anderer Tod in der Heimat ist)
Es geht nicht darum, dass wir als Wächter der Demokratie in der Welt ständig eingreifen, aber stabile liberale Systeme sollten unterstützt werden. Stattdessen unterstützt man z. B. Saudi-Arabien - das ist doch nicht erklärbar und unverantwortlich meiner Meinung nach.

Vielleicht komme ich mal dazu, deine Literatur abzuarbeiten. Sarrazin nehme ich aber nichtmal in die Hände.
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