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Alt 08.05.2018, 18:33
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Zitat von Artemis Beitrag anzeigen
Wirklich gute RPGs müssen auch auf dramaturgischer Ebene gut sein, und es braucht mehr als eine holzhammermäßig zusammengeknüppelte Story, die komplett nur aus mehr oder weniger zufällig zusammengewürfelten Elementen besteht. Neben vielem anderen braucht es gute dreidimensionale Figuren sowie ein starkes zugrundeliegende Grundthema der Geschichte.
Jepp. Siehe UiD. Wie Grandy mit Musik umgeht und die Szenen aufbaut hat das ganze schon fast was von Spielfilmen. Und gerade in der übergeordneten Aktstruktur merkt man, dass er aus der P&P Szene kam. Jeder Akt stellt für sich genommen quasi sein eigenes Abenteuer mit eigenen Motiven, dramatischen Strukturen und eigener Atmosphäre dar, welche wiederum allerdings durch das zentrale Ziel Wahnfried zu besiegen zusammengebunden wird.
Natürlich kann man hier auch ein wenig Kritik anbringen und so ist z.B. gerade die Episode auf Burg Rabenstein sehr abgeschottet vom Rest des Plots und wird eigentlich nur durch den alten Spielleitertrick des "world building" in den Plot eingebunden. Dies kann ich aber gerne vergeben und übersehen, da gerade diese Episode vermutlich die besten dramaturgischen Momente hat und in sich selbst am besten aufgebaut ist.
Ebenso könnte man Bernhelms Los als einen Keil sehen, der nur unbequem in das Gewebe des Plots hineingewoben ist und für den es eigentlich keinen richtigen Platz in der Geschichte gibt. Hier lässt sich allerdings mildernd anführen, dass gerade durch diese Querstellung im Plot diese Episode den Erkundungsaspekt im Spiel enorm bereichert und die sowieso zugrundeliegende P&P ähnliche gameplay struktur nur noch erweitert.

Gott, ich könnte endlos über dieses Spiel schwadronieren.
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