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  #1 (permalink)  
Alt 15.07.2013, 12:43
Legende
 
Registriert seit: 10/2002
Beiträge: 881

Standard Eine Kurzgeschichte in 3 Teilen

Erschienen in der Romanserie "Professor Zamorra".

Geht einfach ohne das nötige Vorwissen an die Sache ran, kommentiert, kritisiert ... Okay, etwas Vorwissen sag ich kurz: in der Serie ist die Hölle ein wenig wie ein "normales Land" aufgebaut. Ganz oben steht der KAISER (LUZIFER), darunter der Ministerpräsident (Von Band 902-950 wars eine Frau), dann kommt der Höllenfürst (Den Posten hatte über rund 400 Bände eine Dämonin inne, die danach aufgestiegen ist) und darunter der ganze Rest. Und ehe wer fragt: nein, es gibt keine Wahlen. Murks den Machthaber ab, dessen Posten du willst, und gut is

Teil 2 gibts in 1 bis 2 Tagen, Teil 3 zum Wochenende. Man will euch ja auch etwas leiden lassen (Sofern es dann Kommis gibt - ich muss ja wissen ob ihr weiterlesen wollt.)

--------------------------------------

Frankreich, Mittelalter

»Die Ungläubigen müssen getötet werden!«
»Meister, ist das wirklich der Wille Gottes?«, fragte der kleine Junge
zweifelnd.
»Ja, Gottes Wille ist, dass alle an ihn glauben. Wer das nicht will,
muss hingerichtet werden!«
»Aber …«
»Du bist noch ein Kind. Noch verstehst du das nicht. Doch bald
schon wirst auch du in unserem Sinne kämpfen!«

*

Der kleine Junge saß alleine in seiner karg eingerichteten Kammer.
Er verstand einfach nicht, wieso man das Volk mit Gewalt bekehren
musste. Immerhin … Wer sollte den Herrn noch anbeten, wenn sie
alle tot waren? – Aber … es war Verschwendung!
Dennoch spürte er, dass es der Wille Gottes war – und dem musste
man gehorchen.
Schon früh war der Junge von seinem Vater in die Obhut der Mönche
des kleinen Klosters gegeben worden. Sicherlich, weil sein Vater
gewusst hatte, dass er nur zwei Wochen später sterben würde. Obwohl
wohl sein Vater ein gläubiger Mensch gewesen war, hatte er hin und
wieder dem Alkohol zugesprochen: Und dieses Mal war es einmal
zuviel gewesen! Teilhart war – vollkommen betrunken – von der
Zinne seines eigenen Schlosses in die Tiefe gestützt. Auch wenn es
nur ein kleines Schloss war, hoch genug war es, und so war der
Sturz tödlich.
Der Junge wollte eines Tages ein eigenes Schloss besitzen. Nicht so
ein kleines Ding wie sein Vater hatte. Nein, größer, mächtiger würde
es sein … und furchteinflößender!
Er wusste bereits, wo er sein Schloss errichten würde. Nahe am
Ufer der Loire. Er wusste sogar schon, wer das Schloss bauen würde.
Die Ungläubigen!
So konnten sie vor ihrer Hinrichtung noch eine sinnvolle Aufgabe
erfüllen. Ja, das war ein Gedanke, der dem kleinen Jungen namens
Leonardo deMontagne gefiel. Und vielleicht würde man einige der
Arbeiter ja auch zu Tode foltern können …?
Nicht das Leonardo so etwas mochte, aber so würden sich sicherlich
andere Ungläubige doch noch zum wahren Glauben bekennen.
Für den Jungen war es nur eine Frage der Nützlichkeit. Wozu die
Leute hinrichten, wenn sie vorher doch noch helfen konnten? Der
Junge begab sich nun in die kleine Kapelle, um den Herrn zu lobpreisen.

*

Ca. 850 Jahre später …

Das Schloss lag nahe an dem Ufer der Loire, im Herzen von Frankreich,
inmitten eines kleinen, schönen romantischen Tals. Hier kannte
jeder jeden. Geheimnisse hatte man hier kaum welche – irgendwann
wurden sie ohnehin gelüftet. Die kleine Kapelle des Dorfes
sah besonders im Schein der untergehenden Sonne wunderschön
aus. Richtig romantisch!
Es war, als könnte jederzeit ein Hirsch durch die Landschaft laufen
und röhren. Ein Traum für jeden naiven Maler, die Urlauber. Und
auch die Bewohner.
Dabei war die Geschichte des kleinen Dorfes, dessen Name nur sie
selbst kannten – wenn überhaupt – blutig. In der Vergangenheit hatte
der grausame Leonardo deMontagne das Schloss, in dem heute
der Parapsychologe Professor Zamorra wohnte, durch Sklaven errichten
lassen. Tausende Sklaven hatten dafür ihr Leben lassen müssen.
Mysteriöserweise war Leonardo einst ein gläubiger Christ gewesen,
ein Kreuzritter. Beide Männer hatten sich sogar einst kennengelernt,
als Zamorra, Nicole Duval, seine Freundin, Sekretärin
und Kampfgefährtin, und Zamorras Freund Bill Fleming durch den
Stein des Satans in die Vergangenheit geschleudert worden waren.
Leonardo war dort eindeutig ein Kämpfer des Guten gewesen. Zumindest,
wenn man das so nennen konnte, wenn man aus Gründen
der Gläubigkeit andere folterte und tötete. Doch damals hatten andere
Verhältnisse geherrscht. Wieso also war Leonardo dann im
Laufe der Jahre zum Dämon geworden, der letztendlich wegen seiner
Boshaftigkeit sogar aus der Hölle verstoßen worden war? Diese
Frage stellte sich Zamorra auch heute noch immer wieder. Eine Antwort
hatte er noch nie finden können. War es ein Fluch? Ein Fluch,
der die Familie der deMontagnes traf?
Nein! Daran glaubte der Professor nicht.
Doch ohne, dass er es ahnte, stand diese Frage kurz davor, beantwortet
zu werden. Sogar schon sehr bald. Aber hätte er es geahnt,
und darüber hinaus gewusst, welchen Preis er dafür würde zahlen
müssen …
Er hätte er sich diese Frage niemals wieder gestellt.

*

Asmodis, der ehemalige Fürst der Finsternis, lachte vor Vergnügen.
Er hatte mit der schönen jungen Frau, mit der er sich gerade vergnügte,
einen Glücksgriff getan. Er glaubte fast, dass er die Hölle
auf Erden bekam. Das reinste Paradies, sozusagen. So angenehm
hatte der Dämon, der sich selbst gerne als guter Dämon bezeichnete,
seine Zeit schon seit mehreren Wochen nicht mehr verbracht.
Plötzlich empfing der ehemalige Fürst der Finsternis ein magisches
Signal. Man befahl ihn in die Hölle! Obwohl er nun ein guter
Teufel war, musste er dem Ruf Folge leisten. Immerhin wusste er,
dass man ihn nur im Notfall rufen würde. Hatte Zamorra mal wieder
ein Zeitparadoxon ausgelöst, welches ein paar Nebenwirkungen
hatte?
Beim letzten Mal waren ja die Spiegelwelten entstanden – ein Chaos,
auf das Asmodis verzichten konnte.
Trotz alledem würde sich der Exfürst noch das Vergnügen mit der
jungen Dame für wenige Minuten gönnen, ehe er das Mädchen auf
magische Weise dazu brachte, einzuschlafen. Er freute sich schon
darauf, wieder zu ihr zurückzukommen.
»Schade, immer wenn’s am schönsten ist!«, moserte er.
Dann drehte er sich dreimal im Kreis und verschwand. Zurück
blieb eine übelriechende Schwefelwolke.

*

Der den Ruf an Asmodis gesandt hatte, war niemand Geringeres als
die Nummer zwei in der Hölle: Lucifuge Rofocale, der Ministerpräsident
des Satans. Wobei dieser Lucifuge aus der Spiegelwelt kam,
die Zamorra zuerst kennenlernte. Der Präsident aus dem Universum,
in dem der Meister des Übersinnlichen zu Hause war, war vor
einigen Jahren vom dunklen Lord umgebracht worden …
Der Spiegelweltdämon übertraf sein Original in punkto Grausamkeit
um Längen. Asmodis traf mitsamt einer Schwefelwolke im
Thronsaal des mächtigen Dämons ein. Zu seinem Erstaunen waren
weitere Dämonen aus dem höllischen Hochadel versammelt. Stygia,
die Fürstin der Finsternis und somit die Nummer drei in der Hölle.
Ssacah, der wieder einmal wiedergeboren worden war. Wohl nur,
um sowieso bald wieder abzunippeln, dachte Asmodis amüsiert. Auch
Nesetaa, eine mächtige Hexe, war anwesend. Eigentlich war es Nesetaa
egal, was in der Hölle vor sich ging. Wenn also selbst sie erschienen
war, dann musste es ernst sein. Auch Baphomet hatte sich
die Ehre gegeben und zahlreiche andere Dämonen die Asmodis seit
ewigen Zeit nicht mehr gesehen hatte.
Eigentlich hatte er deswegen gedacht, dass diese Narren vernichtet
wären. Nun gut, dachte sich Asmodis, die Lage muss wirklich ernst
sein …

ENDE DES ERSTEN TEILS

Geändert von Loxagon (17.07.2013 um 19:49 Uhr)
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