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  #16 (permalink)  
Alt 30.09.2012, 19:19
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Zitat:
Zitat von Szadek Beitrag anzeigen
Hast du dich mal damit auseinandergesetzt, was für Menschen du damit helfen würdest?
Es ist ja nicht so. Und seit wann kann man sich aussuchen, wem man hilft?

z.B. Thema Blutspenden. Das ist eine richtige Sysiphos-Arbeit eigentlich. Viel Blut geht drauf um Alkis das Leben zu retten, die, wenn se ausm KH raus sind, eh wieder saufen, oder selbstverschuldet kranken (z.B. Fette), die sich zu Hause direkt wieder ein Schnitzel reinhauen.

(Quelle: Meine Freundin, Krankenschwester. Viele bei ihr gehen deshalb nicht Blut spenden, weil sie es als Verschwendung ansehen. Ich denk mir aber, dass es doch ok wär, wenn schon einem Menschen geholfen wär)

Mir ist recht egal, was für einem Menschen ich damit helfen würde. Was wäre, wenn er der nächste Hitler wird? Komm ich dann in die Hölle, trotz meines Altruismus?
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  #17 (permalink)  
Alt 30.09.2012, 20:51
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Zitat:
Zitat von Lord_Data Beitrag anzeigen
Es ist ja nicht so. Und seit wann kann man sich aussuchen, wem man hilft?

z.B. Thema Blutspenden. Das ist eine richtige Sysiphos-Arbeit eigentlich. Viel Blut geht drauf um Alkis das Leben zu retten, die, wenn se ausm KH raus sind, eh wieder saufen, oder selbstverschuldet kranken (z.B. Fette), die sich zu Hause direkt wieder ein Schnitzel reinhauen.

(Quelle: Meine Freundin, Krankenschwester. Viele bei ihr gehen deshalb nicht Blut spenden, weil sie es als Verschwendung ansehen. Ich denk mir aber, dass es doch ok wär, wenn schon einem Menschen geholfen wär)

Mir ist recht egal, was für einem Menschen ich damit helfen würde. Was wäre, wenn er der nächste Hitler wird? Komm ich dann in die Hölle, trotz meines Altruismus?

Das sind auch so lächerliche Argumente, ich weiß bspw dass mein Blut niemals jemandem gespendet wird, trotzdem geh ich jedes mal hin.


Mh... witzig wie manch einer grundsätzlich alles für sich behält nur weil er Angst hat es könnte jemand bekommen der es in seinen Augen nicht verdient hat. Witzig find ich diese Doppelmoral von fast allen Menschen, einerseits sagen sie jedem muss geholfen werden andererseits sagen sie bei selbstverschulden lieber abkratzen lassen. -_-
__________________
Wenn du ein Tier wärst, welches wärst du.

Also bei meinem Lebensstil hoff ich eine genveränderte Kuh mit so 6-14 Lebern.
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  #18 (permalink)  
Alt 30.09.2012, 21:13
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Schwierige Sache, das.
Eigentlich bin Ich der Meinung, dass sich meine Organe ungeachtet meines Zustandes in meinem Körper befinden sollten.
Andererseits ist's mir aber auch ziemlich egal, was nach meinem Tod mit meinem Kadaver geschieht. Wenn man doch noch jemandens Leben retten kann, auch gut.
Auch wenn Ich stark bezweifele, dass auch nur eines meiner Organe dann verwertbar sein wird.

Vielleicht sollte man zumindest die vorläufige Eintragung zur Organspende zur Pflicht machen, oder auch nicht, mir egal.
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With a thousand lies and a good disguise.
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  #19 (permalink)  
Alt 30.09.2012, 21:55
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Zitat:
Zitat von Wahnfried Beitrag anzeigen
Andererseits ist's mir aber auch ziemlich egal, was nach meinem Tod mit meinem Kadaver geschieht. Wenn man doch noch jemandens Leben retten kann, auch gut.
Wie gesagt, deinen Kadaver ist für einen Transplantationsmediziner wertlos. Dein Körper muss intakt sein (ob der Geist auch es sein muss, ist Auslegungssache), sonst nützt es niemanden.
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"You won't be able to win with those cards...!"

Log Commercial

Bisher durchgespielte SMW-Hacks: 88
Wer Hacks diesbezüglich hat, nur zu.
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  #20 (permalink)  
Alt 30.09.2012, 23:19
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Zitat:
Zitat von Lord_Data Beitrag anzeigen
Viel Blut geht drauf um Alkis das Leben zu retten, die, wenn se ausm KH raus sind, eh wieder saufen, oder selbstverschuldet kranken (z.B. Fette), die sich zu Hause direkt wieder ein Schnitzel reinhauen.
Zitat:
Zitat von Zhao Yun Beitrag anzeigen
Witzig find ich diese Doppelmoral von fast allen Menschen, einerseits sagen sie jedem muss geholfen werden andererseits sagen sie bei selbstverschulden lieber abkratzen lassen.
Wobei ich gerade nicht so richtig verstehe, was an Fettleibigkeit und Alkoholismus selbstverschuldet sein soll.

Zur Organspende:
Grundsätzlich halte ich das für eine vernünftige Sache. Jemand, der seine Organe spendet, tut in meinen Augen etwas Gutes.
Was mir aber sehr sauer aufstößt, sind Leute, die Organe spenden wollen und dabei mit dem Finger auf Leute zeigen, die aus welchen Gründen auch immer keine spenden wollen.
Diesen Mist gibt es wohl in so ziemlich jeder Branche: Spenden für die dritte Welt, Kleingeld für Bettler, Boykott der Ausbeutergesellschaft, Friedensdemonstrationen, Spenden für Greenpeace, Spenden für Behinderte, Spenden für Kinder in Not usw. Irgendeiner strullt dir immer ins Gesicht.
Man macht schon mal was Gutes ... und das ist gut.
__________________
Übrigens hat sich gezeigt, dass in den meisten Fällen die Turtle-Jungs dich da raus holen.
------------------------------------------------------
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  #21 (permalink)  
Alt 30.09.2012, 23:48
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Zitat:
Zitat von Dolan
Wie gesagt, deinen Kadaver ist für einen Transplantationsmediziner wertlos. Dein Körper muss intakt sein (ob der Geist auch es sein muss, ist Auslegungssache), sonst nützt es niemanden.
Na, bis auf die Ausnahmen auf unfreiwilliger Basis, wird wohl keiner lebendig seine Organe spenden. Organe werden, soweit Ich es weiss, bei hirntoten Patienten und frisch Verstorbenen entnommen, die dann verständlicherweise tot sind, da sie ihre Eingeweide ansonsten wohl logischerweise selbst brauchen würden.
Was das nun mit intaktem Körper und Geist zu tun hat, erklär mir aber mal.
__________________
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  #22 (permalink)  
Alt 01.10.2012, 00:32
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Zitat:
Wobei ich gerade nicht so richtig verstehe, was an Fettleibigkeit und Alkoholismus selbstverschuldet sein soll.
Ja, das sind Krankheiten, trotzdem würd es mir schwerfallen, jeden Monat den gleichen Patienten zu behandeln, weil der sich wieder halb totgesoffen hat.

Zitat:
Was mir aber sehr sauer aufstößt, sind Leute, die Organe spenden wollen und dabei mit dem Finger auf Leute zeigen, die aus welchen Gründen auch immer keine spenden wollen.
Bei deinen Beispielen hinkt es aber etwas.
Aufwand Organspendeausweis: 1 Minute beantragen. Nach Tod Organ entwenden (nichtmal sicher).
Aufwand Spendenaktionen: Geld wegschicken, was man vielleicht selber dringender nötig hat. man weiß nicht, ob das Geld auch da ankommt, wo man will (Ok, weiß man bei Organen aucht nicht - aber jeder wird wissen, was man mit einer Niere machen könnte. Was mit 5€ in Afrika gemacht wird, ist vllt wenigen durchsichtig genug)

Was ich sagen will - ja, man müsste einen 80h Tag und ein Einkommen in Millionenhöhe haben, um das perfekte Gute zu personifizieren. Aber wenn etwas mit wenig Aufwand gemacht werden kann, sollte es doch vllt getan werden. '

Zitat:
Was das nun mit intaktem Körper und Geist zu tun hat, erklär mir aber mal.
Manche behaupten, Hirntote Menschen würden noch viel von ihrer Umwelt mitkriegen. "Ich habe meinen Dieter grade besucht, und als ich ins Zimmer kam, hat sein Auge gezuckt! Ich weiß es genau!"

@Topic: Ansonsten wär ich eigentlich dafür, dass jeder Mensch automatisch Spender ist und sich mit 18 abmelden kann, wenn man nicht will. Wenn genug Leute der BILD einen Brief schreiben können, weil sie kein Freiexemplar haben wollen, sollte das doch auch kein Problem sein (man muss ja eh mal zum Amt um den Ausweis zu beantragen...)
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  #23 (permalink)  
Alt 01.10.2012, 01:29
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Zitat:
Zitat von Lord_Data Beitrag anzeigen
Ja, das sind Krankheiten, trotzdem würd es mir schwerfallen, jeden Monat den gleichen Patienten zu behandeln, weil der sich wieder halb totgesoffen hat.
Zugegeben: Das kann schon nervig sein. Dennoch ist "selbstverschuldet" hier unangebracht.

Zitat:
Bei deinen Beispielen hinkt es aber etwas.
Aufwand Organspendeausweis: 1 Minute beantragen. Nach Tod Organ entwenden (nichtmal sicher).
Aufwand Spendenaktionen: Geld wegschicken, was man vielleicht selber dringender nötig hat. man weiß nicht, ob das Geld auch da ankommt, wo man will (Ok, weiß man bei Organen aucht nicht - aber jeder wird wissen, was man mit einer Niere machen könnte. Was mit 5€ in Afrika gemacht wird, ist vllt wenigen durchsichtig genug)
1. Eine Onlineüberweisung von 5 € ist wohl kaum aufwendiger als einen Organspendeausweis auszudrucken und auszufüllen.
2. Den einen oder anderen Menschen mag es vielleicht eine Heidenüberwindung kosten, seine Organe zu spenden. Ich schrieb' nicht umsonst "aus welchen Gründen auch immer".
3. Sehe ich in deiner Antwort keine Legitimation Nichtspendern Vorwürfe zu machen oder gar zu diffamieren. Genau darüber hatte ich mich aber ausgelassen. Gibt es also nun ein tolles Argument, warum Nichtspender angekackt werden sollten?

Zitat:
Was ich sagen will - ja, man müsste einen 80h Tag und ein Einkommen in Millionenhöhe haben, um das perfekte Gute zu personifizieren. Aber wenn etwas mit wenig Aufwand gemacht werden kann, sollte es doch vllt getan werden. '
Eben. Und darum kann es auch in Ordnung sein, einem Bettler Kleingeld an Weihnachten zuzustecken, als Organspender zu werden, wenn man Angst vor dieser Vorstellung hat.

Ergänzung zur Organspende:
Vernünftig wäre es meiner Meinung nach alle Bundesbürger automatisch als Organspender zu registrieren. Für die, die es nicht sein wollen, müsste es eine Möglichkeit geben, sich wieder austragen zu lassen - möglichst anonym natürlich.
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Übrigens hat sich gezeigt, dass in den meisten Fällen die Turtle-Jungs dich da raus holen.
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  #24 (permalink)  
Alt 01.10.2012, 08:32
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Zitat:
Gibt es also nun ein tolles Argument, warum Nichtspender angekackt werden sollten?
Weil an einem Organ oft ein ganzes Leben hängt, an 5€ in Afrika zumindest kein ganzes. Da ich aber mit deinem letzten Satz konform geh, will ich mal nicht weiter diskutieren.
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  #25 (permalink)  
Alt 01.10.2012, 08:45
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Ich weiß dass ihr es schön fändet wenn man automatisch Organspender ist. Aber das wäre für extrem junge oder extrem alte Menschen die das vllt nich wollen extrem blöd sich abzumelden nehm ich an.

Mal abgesehn davon würde das gegen unser Grundgesetz verstoßen.
Aber das ist den meisten Menschen wie euch entweder nicht bewusst oder egal.
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Wenn du ein Tier wärst, welches wärst du.

Also bei meinem Lebensstil hoff ich eine genveränderte Kuh mit so 6-14 Lebern.
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  #26 (permalink)  
Alt 01.10.2012, 08:58
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Zitat:
Zitat von Zhao Yun Beitrag anzeigen
Ich weiß dass ihr es schön fändet wenn man automatisch Organspender ist. Aber das wäre für extrem junge oder extrem alte Menschen die das vllt nich wollen extrem blöd sich abzumelden nehm ich an.

Mal abgesehn davon würde das gegen unser Grundgesetz verstoßen.
Aber das ist den meisten Menschen wie euch entweder nicht bewusst oder egal.
Dann macht man, dass das ab 16 greift, halt wenn man seinen ersten Ausweis abholt. Und wieso sollten sich extrem alte Menschen überhaupt abmelden? Wenn ein Organ von ihnen noch gut in Schuss ist und er an etwas anderem stirbt, kann man das doch nehmen, um anderen zu helfen. Und wieso wär das für die blöd, sich abzumelden? Wäre maximal ein Behördengang mehr, ich mein, wie oft muss man in seinem Leben mal aufs Amt?

Wenn du mir den Absatz im GG zeigst, der dagegen spräche, wär ich dir dankbar. Seh darin aber keinen Verstoß gegen den Willend es Menschen oder ähnliches, da eine Willensäußerung halt jederzeit möglich sein würde in dem Modell. Alternativ könnte man auch zu jedem Geburtstag einen brief schicken, in dem steht, ob man nicht Spender sein will, aber denke, dass das schnell als Spam abgetan wird . Oh, gibts schon:
Zitat:
Zitat von Wikipedia
Mitte 2012 beschloss der Bundestag[92] mit breiter Mehrheit und mit Zustimmung des Bundesrats[93] eine Reform der Organspenderegelungen. Künftig sollen bei der so genannten Entscheidungsregelung alle Krankenversicherten ab 16 Jahren regelmäßig befragt werden, ob sie zur Organspende nach ihrem Tod bereit sind.
Und was heißt "Menschen wie euch"? Organspendern allgemein?
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  #27 (permalink)  
Alt 01.10.2012, 09:59
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Nicht Organspendern, bin selbst einer. Ich rede von Menschen die glauben dass ihre Meinung die einzig richtige ist.

Ebenso kenne ich vorallem alte Menschen die etwas gegen eine Organspende haben.

Den Absatz im Grundgesetz kenn ich nich ausm Kopf, sorry, aber es gibt im Deutschen Grundgesetz ein Recht auf Selbstbestimmung, und außerdem hast du immer die Freiheit auf eine Frage garnicht zu antworten. Zwingst du nun alle zum Organspenden bzw sich abzumelden wenn sie das nicht wollen muss man diese Frage beantworten. Ich hoffe du erkennst das Problem.

Außerdem: stell dir vor du bist Organspender aus zwang, möchtest dass aber nicht. Und dann stirbst du auf dem Weg zur Behörde und wirst ausgeschlachtet wie nen alter Golf. Was dann ? "Pech gehabt" ? oder "Schicksal" ?
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  #28 (permalink)  
Alt 01.10.2012, 14:32
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Hm... Das mit den alten Menschen ist tatsächlich ein Problem. Den würde ich nun auch wieder nicht zumuten wollen, dass sie zur Behörde laufen und sich wieder abmelden. Eine Anfrage durch die Krankenkasse oder ähnliches, wäre da sicher menschlicher, wenngleich auch der Anteil an Organspendern deutlich geringer ausfallen würde.
Zhao hat sicher nicht unrecht mit seinen Bedenken, was die Selbstbestimmung betrifft. Andererseits trifft genau dieses Recht den Bedürftigen mitten ins Gesicht. Es ist wieder diese bescheuerte Gradwanderung, zwischen Freiheit und Vernunft.


Noch eine Anmerkung zu Schimpfen auf Nichtspendern:
Wer auf Nichtspendern mit dem Finger zeigt, vernachlässigt dabei Akzeptanz und Toleranz gegenüber andersdenkenden Mitmenschen. Wir reden hier schließlich über Organspenden und nicht Organsteuern.
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  #29 (permalink)  
Alt 01.10.2012, 15:01
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Das mit der Selbstbestimmung ist übrigens nicht irgendein bedenken von mir oder irgendeine Spinnerei, es ist einfach geltendes Recht.

Die Abfrage durch die Krankenkassen wurde doch abgesegnet dachte ich.
Dabei bekommt jeder der versichert ist ein Schreiben dass er mit "ja", "nein" oder "ich möchte mich nicht äußern" beantworten kann.

Natürlich wär es schön wenn jeder Mensch einfach spenden würde, aaaaaaaaber, so ist das leider nicht.
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  #30 (permalink)  
Alt 01.10.2012, 19:51
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Art. 2 GG:
Zitat:
(1) Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.
(2) Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich. In diese Rechte darf nur auf Grund eines Gesetzes eingegriffen werden.
WO wird dein Recht zur Selbstentfaltung gehindert? Wenn es ein gesetz dazu gäbe, wäre das mit dem GG konform. Genausogut kannst du sagen, dass du gerne statt Rechtsverkehr Linksverkehr haben willst und dich durch das Fahren auf der rechten Seite eingeschränkt fühlst. Genausogut könnte ich mit diesem Artikel argumentieren, dass anscheinend nicht jeder das Recht auf Leben und körperliche Unversertheit hat, wenn nicht jeder auch potentieller Spender ist.

Und das ist Nitpickerei, man kann den Leuten ja ruhig eine Bedenkzeit von 2 Jahren geben, und sobald die vorbei ist, ist man automatisch Spender, außer man hat es sich anders überlegt.
Zitat:
Ebenso kenne ich vorallem alte Menschen die etwas gegen eine Organspende haben.
Ja, aber was für Gründe soll man denn haben? Was fehlt ist einfach richtige Aufklärung, denke viele Leute sind keine Spender weil
a) sie Angst davor haben
b) denken sie werden getötet/schlechter behandelt weil jemand anderes sein Organ braucht
c) nicht wissen, dass es wichtig wäre.

Und bei vielen ist es eben auch Bigotterie, selber nicht geben wollen, aber sollte man eins brauchen drauf pochen, dass man eins bekommt. Wenn man ethische/religiöse Bedenken hat, dann ganz. Zeugen Jehovas wollen ja nichtmal Bluttransfusionen und geben auch keine. Das finde ich natürlich idiotisch, aber wenigstens idiotisch-konsequent.

Ja, das artet in einer Art Veganer-Diskussion aus, und das tut mir auch leid.
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