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  #31 (permalink)  
Alt 01.10.2012, 20:38
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Gott es interessiert mich garnicht was für Gründe diese Menschen haben.
Sie wollen nicht spenden also lass ich sie mit ihren Gedanken in Ruhe.
Und es geht auch niemanden etwas an wieso sie es nicht wollen, es ist ihre Sache, nicht dein, nich meine und auch nicht die unseres Staates. Die Menschen wollen sich teilweise einfach nicht mit ihrem eigenen Tod beschäftigen. Das ist einfach so.

Die Freiheit der Person ist unverletzlich... auch die Freiheit sich nicht dazu ztu äußern
__________________
Wenn du ein Tier wärst, welches wärst du.

Also bei meinem Lebensstil hoff ich eine genveränderte Kuh mit so 6-14 Lebern.
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  #32 (permalink)  
Alt 01.10.2012, 21:18
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Zitat:
Und es geht auch niemanden etwas an wieso sie es nicht wollen, es ist ihre Sache, nicht dein, nich meine und auch nicht die unseres Staates.
Leute, die eine Spende brauchen (potentiell mal jeden), geht es schon was an. Ich fänds einfach schlimm, wenn ich (oder noch schlimmer, jemand der mir nahe steht) auf ein Organ angewiesen wäre und ein Großteil der Leute aus ominösen Gründen nicht spenden, und deswegen die Wahrscheinlichkeit sinkt, dass man eins bekommen kann. Klar ist es die Sache von jedermann, aber glaube einfach, dass sich die Mehrheit der Leute nicht damit auseinandersetzt und das deswegen nicht machen. Und "sich nicht mit dem eigenen Tod" auseinandersetzen ist kindisch, das sollte man eigentlich sowieso ab einem bestimmten Alter machen, weil sonst die Hinterbliebenen für einen alles regeln müssen.

Aber ok, lassen wir das.
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  #33 (permalink)  
Alt 01.10.2012, 23:44
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Zitat:
Zitat von Lord_Data Beitrag anzeigen
Ich fänds einfach schlimm, wenn ich (oder noch schlimmer, jemand der mir nahe steht) auf ein Organ angewiesen wäre und ein Großteil der Leute aus ominösen Gründen nicht spenden, und deswegen die Wahrscheinlichkeit sinkt, dass man eins bekommen kann. Klar ist es die Sache von jedermann, aber glaube einfach, dass sich die Mehrheit der Leute nicht damit auseinandersetzt und das deswegen nicht machen. Und "sich nicht mit dem eigenen Tod" auseinandersetzen ist kindisch, das sollte man eigentlich sowieso ab einem bestimmten Alter machen, weil sonst die Hinterbliebenen für einen alles regeln müssen.
Was Du ominös und kindisch nennst sind schlichtweg natürliche Ängste. Und "sowieso" macht man eben nichts ab einem bestimmten Alter. Du gehst hier einfach davon aus, dass Menschen entweder rational abgeklärt handeln oder eben über den Dingen stehen. Viele Menschen sind aber psychische Wracks, haben Angst vor dem Thema Tod oder kehren lieber alles unter den Teppich, anstatt es anzusprechen. Gerade die alten Generationen sind wahre Profis im totschweigen.
Ich denke nicht, dass auf Druck Organe spenden die richtige Therapie ist. Da helfen auch keine zwei Jahre Bedenkzeit.
__________________
Übrigens hat sich gezeigt, dass in den meisten Fällen die Turtle-Jungs dich da raus holen.
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  #34 (permalink)  
Alt 02.10.2012, 00:03
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Zitat:
Zitat von Lord_Data Beitrag anzeigen
Leute, die eine Spende brauchen (potentiell mal jeden), geht es schon was an. Ich fänds einfach schlimm, wenn ich (oder noch schlimmer, jemand der mir nahe steht) auf ein Organ angewiesen wäre und ein Großteil der Leute aus ominösen Gründen nicht spenden, und deswegen die Wahrscheinlichkeit sinkt, dass man eins bekommen kann. Klar ist es die Sache von jedermann, aber glaube einfach, dass sich die Mehrheit der Leute nicht damit auseinandersetzt und das deswegen nicht machen. Und "sich nicht mit dem eigenen Tod" auseinandersetzen ist kindisch, das sollte man eigentlich sowieso ab einem bestimmten Alter machen, weil sonst die Hinterbliebenen für einen alles regeln müssen.

Aber ok, lassen wir das.


Ich bin aktuell nicht wirklich in der Lage dir zu sagen wie unsinnig ich deinen Post finde, angefangen von dem was Tenwo gesagt hat bis zu dem Punkt dass eben nicht jeder so wie du ist wär da alles dabei.

Diese "Argumente" die du scheinbar vorbringst sind alle subjektiv, du glaubst es wäre "erwachsen" sich mit dem Tod auseinanderzusetzen, eine Patientenverfügung aufzusetzen, ein Testament zu verfassen und Organe zu spenden ? Du hast ne ziemlich lächerliche Meinung von "erwachsen sein" bzw "kindisch sein".
Viele Menschen fürchten sich vor dem Tod, auch wenn du keine Angst hast. Und nur weil du so aufgeklärt und gleichgültig bist heißt es nicht dass dieses Verhalten gesund ist, rational betrachtet vielleicht ein wenig clever, aber nicht zwingend gesund.

Mir ist deine Argumentation völlig klar und ich versteh auch worauf du hinaus willst. Aber du musst (so wie ich auch schon so oft) einfach einsehen dass nicht jeder so gut ist wie du gern hättest, nicht jeder kann rational und logisch an alle Themen ran gehen, auch du nicht. Sieh es so: du kannst gerne versuchen alle Menschen hier zum Organspender zu bekehren, sie aber kindisch oder sonstwie zu nennen nur weil sie nicht deine Ansichten und Meinungen zum Thema Tod teilen ist kurzsichtig, vorschnell und daher ziemlich dumm. Ich bin auch in einer Situation in der die Medizin an ihre Grenzen gelangt, eben aus diesem organspender Grund, nur mache ich niemandem einen Vorwurf draus dass er sich nicht damit auseinandersetzen will. Wenn man mal anfängt sein Leben komplett zu durchleuchten sieht man dass man immer jemandem schadet, egal was man tut angefangen beim einfachen Gang zum günstigen Friseur.
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  #35 (permalink)  
Alt 02.10.2012, 07:00
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Ich nenne nicht jeden Organspender kindisch, sondern Leute, die sich nicht mit dem Tod auseinandersetzen wollen.
Erwachsen = man übernimmt Verantwortung, kindisch = Sachen, die man nicht machen will und auch nicht zwingend machen muss (aber es ratsam wäre, sie zu tun), nicht machen. Und wenn du das anders siehst, keine Ahnung, ersetz erwachsen einfach durch verantortungsvoll und kindisch durch verantwortungslos.
Und nur weil nicht jeder Mensch rational und verantowrtungsvoll denken kann heißt es nicht, dass man sie vom Gesetz her dazu bewegen kann. Wird doch oft genug gemacht.

Wenn das schon seit 20 Jahren Gesetz wäre, würde sich denke ich kaum einer beschweren und das System würd laufen.
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  #36 (permalink)  
Alt 02.10.2012, 10:51
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1.) Selbst wenn man sich mit dem Tod auseinandersetzt, der Person selbst bringt es ja nichts Organspender zu sein, daher hat es auch wenig Nutzen für einen selbst sich damit auseinander zu setzen.

2.) Lächerlich dass du hier sicher die Hälfte der Bevölkerung kindisch nennst nur weil sie keine Lust hat sich mit dem Tod zu beschäftigen. Mal abgesehen davon gibt es noch ganz andere Dinge die zeigen wie "erwachsen" man ist, trotz allem macht es kein Mensch oder eben zu wenige.

3.) Doch, du kannst niemanden dazu zwingen sich mit dem Tod auseinander zu setzen, ist einfach so. Es gibt auch keine Wahlpflicht. Vor 20 Jahren hättest du vllt Chancen gehabt das Gesetz durchzuprügeln, aber es wäre sicher irgendwann wieder rausgeschmissen worden.

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  #37 (permalink)  
Alt 02.10.2012, 12:13
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Zitat:
Zitat von Lord_Data Beitrag anzeigen
Es ist ja nicht so. Und seit wann kann man sich aussuchen, wem man hilft?

z.B. Thema Blutspenden. Das ist eine richtige Sysiphos-Arbeit eigentlich. Viel Blut geht drauf um Alkis das Leben zu retten, die, wenn se ausm KH raus sind, eh wieder saufen, oder selbstverschuldet kranken (z.B. Fette), die sich zu Hause direkt wieder ein Schnitzel reinhauen.

(Quelle: Meine Freundin, Krankenschwester. Viele bei ihr gehen deshalb nicht Blut spenden, weil sie es als Verschwendung ansehen. Ich denk mir aber, dass es doch ok wär, wenn schon einem Menschen geholfen wär)

Mir ist recht egal, was für einem Menschen ich damit helfen würde. Was wäre, wenn er der nächste Hitler wird? Komm ich dann in die Hölle, trotz meines Altruismus?

Du sprichst es schon selber an. Man hat keine Kontrolle darüber, wer die eigenen Organe bekommt. Ich finde auch nicht das Leute die sich die Leber bewusst kaputtsaufen ne zweite Chance verdienen.
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I don't make the rules. I just think them up and write them down.

Glenn Matthews, bis mir etwas besseres einfällt.
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  #38 (permalink)  
Alt 02.10.2012, 17:08
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Das mit dem Spendenausweis werde ich mir mal anschauen, danke für den Hinweis.

Was eine Zwangseintragung im Kindesalter angeht bin ich dagegen. Sinnvoller wäre hier mit Beantragung eines Scheins, Krankenkarte oder Ausweis direkt den Vorschlag zu gekommen doch auch gleichzeitig einen Organgspenderausweis zu unterschreiben und Leuten die zögern gleich Infomaterial mitzugeben. Mit einem solchen Verfahren hätte man schnell die benötigte kritische Masse an Spendern zusammen.
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Sollte der Verfasser dieses summa cum laude Posts irgendwelche Rechte oder Gemüter Dritter verletzt haben, sind dies handwerkliche Fehler, die er gerne eingesteht und für die er sich in aller Demut entschuldigt. Er hat wohl bei der Anzahl der Posts und in seiner Verwirrtheit schlicht den Überblick und guten Ton verloren. Nicht jedem gelingt die Quadratur des Kreises.
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  #39 (permalink)  
Alt 02.10.2012, 17:49
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Zitat:
Zitat von Zhao Yun Beitrag anzeigen
1.) Selbst wenn man sich mit dem Tod auseinandersetzt, der Person selbst bringt es ja nichts Organspender zu sein, daher hat es auch wenig Nutzen für einen selbst sich damit auseinander zu setzen.

2.) Lächerlich dass du hier sicher die Hälfte der Bevölkerung kindisch nennst nur weil sie keine Lust hat sich mit dem Tod zu beschäftigen. Mal abgesehen davon gibt es noch ganz andere Dinge die zeigen wie "erwachsen" man ist, trotz allem macht es kein Mensch oder eben zu wenige.

3.) Doch, du kannst niemanden dazu zwingen sich mit dem Tod auseinander zu setzen, ist einfach so. Es gibt auch keine Wahlpflicht. Vor 20 Jahren hättest du vllt Chancen gehabt das Gesetz durchzuprügeln, aber es wäre sicher irgendwann wieder rausgeschmissen worden.

1. Das ist also nicht kindisch und soll ich nicht verurteilen? "Bringt mir eh nix, mach ich nicht"? Wenn wir es aus einer streng ökonomischen Sicht sehen, ja, aber selbst dann ist der volkswirtschaftliche Nutzen da. Gegenfrage: Was hat jemand für einen Schaden dadurch?
2. Ja, und das ist schlimm. Was soll ich darauf sagen? "Eigentlich sollte jeder Mensch das und das machen, macht aber keiner, naja, dann ists ja auch ganz ok."
3. Was hat Wahlpflicht damit zu tun? Es gibt sehr viele rechtlich verankerte Pflichten.

Ich weiß, dass du für andere Menschen diskutierst (mit denen ich eigentlich diese Diskussion führen sollte, weil uns das hier zu nichts bringt), aber ich versteh nicht, wie du so ein... mir fehlen die Worte ums richtig zu bschreiben... verteidigen kannst oder dir etwaige Rechtfertigungen auch nur ausdenken kannst.

"Hab keine Lust" ist für mich kein Argument, irgendwas nicht zu machen. "Ich habe Angst" basiert viel auf Aberglauben und kann durch Aufklärung bekämpft werden.

@Szadek: Das ist natürlich ein generelles Problem, was ich irgendwo nachvollziehen kann. Genausogut kann deine Niere aber auch an einen herzensguten Menschen gehen, der Monty Python Filme liebt.
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  #40 (permalink)  
Alt 02.10.2012, 20:28
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Zitat:
Zitat von Lord_Data Beitrag anzeigen

@Szadek: Das ist natürlich ein generelles Problem, was ich irgendwo nachvollziehen kann. Genausogut kann deine Niere aber auch an einen herzensguten Menschen gehen, der Monty Python Filme liebt.
Genau das stört mich einfach daran, die fehlende Kontrolle über meine Organe. Wenn ich mir die Person aussuchen könnte, welche ein Organ von mir bekommt, dann wäre meine Spendenbereitschaft größer.
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  #41 (permalink)  
Alt 02.10.2012, 21:49
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Zitat:
Zitat von Szadek Beitrag anzeigen
Genau das stört mich einfach daran, die fehlende Kontrolle über meine Organe. Wenn ich mir die Person aussuchen könnte, welche ein Organ von mir bekommt, dann wäre meine Spendenbereitschaft größer.
Die würden dich mit Sicherheit auch fragen, wenn du dann noch antworten könntest.
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  #42 (permalink)  
Alt 03.10.2012, 12:48
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Mir war auch so, daß wenigstens im Gespräch war, daß jeder automatisch Organspender sein sollte und die Möglichkeit hat, dem zu widersprechen. Find ich im Grunde eigentlich sogar besser als die bisherige Regelung, da viele der Leute, die bisher nicht Organspender waren, dies entweder aus Unwissenheit oder Bequemlichkeit waren. Die Leute, die es ablehnen, sind davon ja nicht betroffen.
Kinder würde ich allerdings da erstmal außen vor lassen, bzw. das in die Verantwortung der Eltern legen (die haben ja auch in anderen medizinischen Fragen die Entscheidungsgewalt). 16 ist dann eine gute Gelegenheit, zusammen mit dem Perso festzulegen, ob Organspende erfolgen soll oder nicht. Mit Reiligionsfreiheit klappt das ja auch.

Zu der gerade vorherrschenden Diskussion: Eigentlich sollte man nicht mehr groß darauf rumreiten, aber wie Lord Data ja schon sagte, hat was von Veganer-Diskussion. Jeder hat so seine Prioritäten im Leben und dabei sollte man es wohl belassen. jeder hat seine guten oder schlechten Gründe, sich so zu verhalten, wie er es tut. Freuen wir uns doch lieber über das, was unserer Meinung nach richtig läuft. Informieren ist besser als Missionieren.

Zu mir: Ich habe früher Organspende vehement abgelehnt im Sinne von Unversehrtheit meines Körpers auch nach dem Tod. Entsprechendes dann bei meiner Bestattung. Inzwischen hab ich davon Abstand genommen und ich steh für mich persönlich der Organspende nicht mehr abgeneigt gegenüber. War bisher allerdings zu nachlässig, mich darum zu kümmern, aber im Zweifel gibt es ja auch noch Patientenverfügung innerhalb der Ehe, also...
Abgesehen von meiner bisherigen Bequemlichkeit spricht aber nichts dagegen. Und ich hoffe, ich setze es demnächst mal um.

An sich ist mir auch egal, wer meine Organe bekommen würde. Natürlich wäre ich rational glücklicher, wenn jemand noch gute dreißig Jahre damit leben kann als wenn es jemand ist, der das Organ aufgrund seiner Lebensweise in zwei Jahren wieder verbraucht hat, aber so ist es dann. Immer noch besser, als wenn beide ohne bleiben müßten.

Und solche Ängste wie "oh, dann nehmen sie mich frühzeitig aus" find ich persönlich eher lächerlich, aber seis drum. Ist dennoch ein berechtigter Grund, wenn man sich davor fürchtet. Aber kann man denn nicht nächstenliebender sein als durch Organspende?
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  #43 (permalink)  
Alt 03.10.2012, 16:03
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Zitat:
Zitat von Lord Duran Beitrag anzeigen
Die würden dich mit Sicherheit auch fragen, wenn du dann noch antworten könntest.
Prinzip Kuppelshow: Zu Lebzeiten schau ich mir Kandidaten an und das Organ geht dann an einen Kandidaten meiner Wahl.
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  #44 (permalink)  
Alt 05.10.2012, 13:44
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Eieieiei! Da haben wir ja passend zumThema eine Nachricht mit gewisser Brisanz.

Transplantationsskandal: Rechts der Isar immer stärker unter Druck | Aktuell | Themen | BR.de
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  #45 (permalink)  
Alt 07.10.2012, 09:46
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Auch ich habe etwas beizusteuern:

Organspende: Ungereimtheiten im Hirntod-Konzept | Medizin- Berliner Zeitung

Ich besaß bis vor einiger Zeit auch einen Organspendeausweis. Der ist mir aus irgendeinem Grund abhanden gekommen. Darauf stand, dass ich alles spenden würde, außer der Augen. Man kann auch ohne Augen weiter leben, so weit ich weiß. Und meine Ma hatte sich das gewünscht.
Vor einiger Zeit hatte ich einen Artikel in der Berliner Zeitung gelesen, der eben die obige Debatte über die Definition vom Hirntod genauer beleuchtet hatte und noch einige andere Argumente brachte, die gegen eine Organspende sprechen könnten. Die haben mir eingeleuchtet und seit dem stehe ich dem ganzen auch recht kritisch gegenüber. Leider kann ich mich nicht mehr an die Argumente erinnern. Das ändert aber nichts daran, dass ich die Entscheidung getroffen habe, erst einmal kein Organspender sein zu wollen, bis ich vielleicht einmal andere Argumente höre. Ich glaube nicht, dass mich das zu einem schlechten Menschen macht. Hat auch nichts mit "Mein Körper gehört mir" oder so zu tun, sondern einfach damit, dass ich nicht das Gefühl habe dass die ganze Sache wissenschaftlich noch nicht ausgereift ist und auch die Fragen der Ethik hier noch nicht geklärt sind.

@Lord Data: Die Art deiner Posts hier in diesem Thema machen es durchaus nicht besser. Ich fühle mich unter Druck gesetzt, ohne dass du mich ein einziges mal angesprochen hast. Hätte ich eine ausgewogenere Argumentationskette gelesen, wäre das vielleicht anders gewesen.
Echte Argumente für oder gegen eine Organspende habe ich diesem Thema allgemein bisher nicht entnommen, was meine Behauptung von oben nur bestätigt.
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"Darf ich bitte Redwolfs Meinung hören, bevor ich selbst etwas dazu sage?"
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