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  #16 (permalink)  
Alt 19.01.2017, 13:18
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Halbgott
 
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Wenn Sitting Bull noch leben würde, dann würde er jeden einzelnen der AfD persönlich skalpieren. Hallo, bei der Werbung. Da werde sogar ich zum Crazy Horse...
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Deep into that darkness peering, long I stood there, wondering, fearing, doubting, dreaming dreams no mortal ever dared to dream before.
Edgar Allan Poe
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Entwicklungsstufe in progress: Ehemals "Poetryslam" entwickelte sich zu "Poe".
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  #17 (permalink)  
Alt 19.01.2017, 14:07
Benutzerbild von Idris
Marshal
 
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Die Flüchtlingskrise wurde von Anfang an falsch angegangen, und das sind nun einmal die Konsequenzen.
__________________
...

37
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  #18 (permalink)  
Alt 19.01.2017, 14:46
Benutzerbild von Tenwo
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Und wie hätte man es deiner Meinung nach angehen sollen?

Und mal so am Rande:

Deine Aussage klingt, als seien die etablierten Parteien daran Schuld, dass die Leute nach rechts rücken. Selbst wenn die Flüchtilingspolitik fehlerhaft wäre, dürfen die Wähler dennoch ihr Gehirn benutzen und zusehen, dass sie eben keine Faschos wählen.
__________________
Übrigens hat sich gezeigt, dass in den meisten Fällen die Turtle-Jungs dich da raus holen.
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Geändert von Tenwo (19.01.2017 um 15:01 Uhr)
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  #19 (permalink)  
Alt 19.01.2017, 18:25
Benutzerbild von saryakan
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Das Volk ist nicht nach Rechts gerutscht, sondern die Konservativen einfach SO weit nach links abgedriftet und deren Führungsspitze so entrückt, dass sich rechts von ihnen eben nur noch Idioten wie NPD und AfD befinden.
Und SELBST WENN das Volk die AfD oder wenauchimmer wählt, das ist als Souverägn das Recht des Volkes.
Dem Volk als kollektiv moralisches Fehlverhalten vorzuwerfen ist absolut falsch und in meinen Augen sogar gefährlich, da es allerhöchstens zu einem double-down Verhalten und einer Radikalisierung beiträgt. Niemand ändert seine Meinung, indem ihm jemand sagt "Das machst du aber falsch, du böser Mensch!"
(Vor allem wenn dann so Aussagen von der Merkel kommen wie dass die Leute nicht für Demos gegen TTIP, sondern lieber gegen das was in Aleppo passiert auf die Straße gehen sollen und das im Volk die politischen Prioritäten falsch liegen würden! Kein Wunder das die unbeliebt geworden ist, wenn sie schon meint für den einfachen Mann den Moralapostel spielen zu müssen. <_<)

Dass insbesondere der Mittel- und Unterstand nicht mit der aktuellen Politik zufrieden ist ist ja auch kein Wunder. Massenimmigration bedeutet für diese Gesellschaftsschicht nun einmal immer ökonomische Einbußen, und so langsam wird ihnen auch bewusst, dass die voranschreitende Europaisierung ebenfalls nicht zu ihren Gunsten verläuft und dass sie nicht einmal wirklich viel Einfluss auf die Regularien haben können, die ihnen von Brüssel aufgedrückt werden. Natürlich wählt man also denjenigen, der einem weniger Migration und weniger Europa verspricht. ******e ist nur, dass die AfD eben nicht nur dass auf ihren Fahnen geschrieben hat und eben sehr gut darin ist Marketing Management zu betreiben.

Wenn man jemandem die Schuld zuschieben muss, würde ich eher kleinstenteils auf die Führungsspitze und größtenteils auf die 'liberalen' Medien zeigen, von denen beide, aufgrund von über die Jahre gewachsenem Elitarismus, den Zugang zur breiten Masse und der Mittelschicht verloren haben. Insbesondere die Aufgabe der Medien sollte es in einer Demokratie doch gerade eben sein Meinungsbildung zu betreiben.
__________________
Klinka Imra Miryon Tin Qua

4:1:2.5

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  #20 (permalink)  
Alt 19.01.2017, 19:35
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Sorry, aber ich bleibe dabei: Die Gesellschaft ist im Schnitt nach rechts gerückt. Möglich ist auch, dass sie schon immer so weit rechts war.

Und wenn ich von "die Wähler" rede, dann meine ich eben auch jeden einzelnen Wähler. Und ich bezeichne jeden Wähler als dumm, der seine Stimme dem kollektiven Egoismus verschreibt - nenn' es meinetwegen auch Nationalismus.

Ich habe die CDU nie sonderlich gemocht, weil sie mir zu spießbürgerlich ist. Und dann kommt diese Flüchtlingsflut daher und Merkel erinnert sich vielleicht einmal in ihrem Leben, wofür das "christlich" in CDU stand und wird dann direkt dafür niedergemacht. Das war wirkliche Ironie.


EDIT:
Souverän ist das Volk mag die nowendige Bedingung für eine Demokratie sein. Aber hinreichend wird's erst, wenn ein jeder auch ein wenig Vernunft walten lässt.

Kriegsflüchtlinge auszusperren ist so weit weg von Vernunft, wie die Christdemokraten von den Christen.
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  #21 (permalink)  
Alt 19.01.2017, 20:42
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Zitat:
Zitat von Tenwo Beitrag anzeigen
Sorry, aber ich bleibe dabei: Die Gesellschaft ist im Schnitt nach rechts gerückt. Möglich ist auch, dass sie schon immer so weit rechts war.

Und wenn ich von "die Wähler" rede, dann meine ich eben auch jeden einzelnen Wähler. Und ich bezeichne jeden Wähler als dumm, der seine Stimme dem kollektiven Egoismus verschreibt - nenn' es meinetwegen auch Nationalismus.

Du kannst Menschen doch nicht dafür ahnden, dass sie in Eigeninteresse handeln. Klar wär die Welt ein schönerer Ort, wenn alle stets selbstlos handeln würden, aber das sind nun mal Luftschlösser die man mit solchen Ansichten baut. Du kannst nicht von den Leuten erwarten, dass sie den ökonomisch-karitativen Kurs den Merkel angefangen hat befürworten. Ich glaube es wird nur wenige Leute geben, die Zustimmen würden, dass man Syrischen Flüchtlingen entsprechendes Asyl und/oder monetäre Hilfe bis zur Beendigung des Konflikts verwehren sollte, aber wieso die nahezu alle nicht als Asylanten, sondern als Migranten gehandelt werden und sich zu ihnen noch eine enorm große Zahl an aus rein ökonomischen Gründen immigrierten gesellt bleibt mir Schleierhaft und kommt viel weniger als ein gesellschaftlicher akzeptierter 'Akt der Menschlichkeit' rüber und mehr als ein von der Regierung aufgezwungenes Martyritum um den sozialen Kontrakt auszuweiten auf alle Individuuen auf dem Planeten, die davon Gebrauch machen wollen.
Im Grundprinzip ist das tatsächlich die Frage "Wer ist das Volk" in dessen besten Interesse die Regierung ja zu handeln hat. Merkels Linie in der Flüchtlingspolitik war hier eben definitiv ein globaler Ansatz - es sollten eben auch nicht-Bürger von unserem Sozialstaatssytem profitieren können.
Aus meiner Sicht ist dies höchst problematisch und fraglich wo bei solch einer Einstellung eine Grenze gezogen werden soll.
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  #22 (permalink)  
Alt 19.01.2017, 21:28
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Zitat:
Zitat von Tenwo Beitrag anzeigen
EDIT:
Souverän ist das Volk mag die nowendige Bedingung für eine Demokratie sein. Aber hinreichend wird's erst, wenn ein jeder auch ein wenig Vernunft walten lässt.

Kriegsflüchtlinge auszusperren ist so weit weg von Vernunft, wie die Christdemokraten von den Christen.
Christlich wäre es, Kriegsflüchtlinge vor Ort zu helfen. Die Lager vor Ort finanziell (und matriell) soweit auszustatten, dass die Länder wie Jordanien es auch packen. Ich sehe es genauso wie Saryakan, dass man die Mittel- und Unterschicht nicht die Schuld für die Misere geben darf, da dessen Verhalten eine Folge und keine Ursache sind (außgenommen natürlich solche Aktionen wie das Anzünden von Unterkünften).
__________________
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Bisher durchgespielte SMW-Hacks: 88
Wer Hacks diesbezüglich hat, nur zu.
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  #23 (permalink)  
Alt 20.01.2017, 14:06
Benutzerbild von Tenwo
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Zitat:
Zitat von saryakan Beitrag anzeigen
Du kannst Menschen doch nicht dafür ahnden, dass sie in Eigeninteresse handeln.
Und ob ich das kann. Und warum sollte ich das auch nicht können? Dazu braucht es nicht viel.
Die Einleitung "Du kannst doch nicht" mag ich so gar nicht. So eine Argumentationsweise wird gerne benutzt, um die Meinung des anderen als völlig absurd oder pervers darzustellen - ob gewollt oder nicht.
Und ich finde in Hinblick auf das rechte Wählverhalten ganzer Gesellschaftsteile ist meine Kritik so gar nicht unangebracht.

Ich kann und ich muss Leute dafür kritisieren, wenn sie ihre politische Energie rein für ihr Eigeninteresse nutzen. Eine Gesellschaft bestehend aus Egoisten ist für mich keine Gesellschaft, sondern eine Terrakottaarmee ausgestattet mit Virtual Boys.

Bei der Unterscheidung zwischen Kriegsflüchtlingen (und ähnlichem) und den sogenannten Wirtschaftsflüchtlingen mag ich Dir zum Teil Recht geben. Dass das komplette Armenhaus der Welt irgendwann in der BRD verweilt, ist unrealistisch, aber auch wohl kaum von irgnendeiner größeren Partei gewollt.
Und dennoch:
Begriffe wie Obergrenze und sichere Herkunftsländer sind hier fehl am Platz. Besonders letzterer ist eine perverse Forderung. Ein jeder Mensch darf Asyl stellen, ganz gleich, aus welchem Land er kommt. Ob der Antrag dann abgelehnt wird, oder nicht, ist was anderes.

Und für so etwas (Sozialtourismus) geben die Leute ihre Stimme. Und ja, das können sie, aber ich darf sie dafür auch "ahnden".




Zitat:
Zitat von Dolan Beitrag anzeigen
Christlich wäre es, Kriegsflüchtlinge vor Ort zu helfen. Die Lager vor Ort finanziell (und matriell) soweit auszustatten, dass die Länder wie Jordanien es auch packen.
Das wäre nicht weniger christlich, als eben diesen Menschen hier in Deutschland zu helfen. Aber es wäre klüger (gewesen). Da gebe ich Dir Recht. Meine Meinung diesbezüglich war nie eine andere.
Nur ist dieser Zug für viele schon abgefahren. Millionen Flüchtlinge sind schon hier. Man ist nun eben gezwungen, zweigleisig zu fahren.
Mal nebenbei:
Ich habe keine AfD-Wähler bei Ausbruch des Syrienkrieg auf den Straßen gesehen, die verzweifelt nach Flüchtlingshilfe für den Nahen Osten geschrien haben.
Das hat so gut wie keiner gemacht. Da haben wir alle gepennt.

Insofern gebe ich auch Idris mit seiner Aussage oben Recht, wenn sie denn so gemeint war.

Zitat:
Zitat von Dolan Beitrag anzeigen
Ich sehe es genauso wie Saryakan, dass man die Mittel- und Unterschicht nicht die Schuld für die Misere geben darf, da dessen Verhalten eine Folge und keine Ursache sind
Verstehe ich dich jetzt richtig, wenn Du mit Misere AfD oder Pegida-Protestmärsche meinst?

Diese Misere ist eine Folge der Flüchtlingspolitik. Okay, da gebe ich Dir Recht. Wobei ich da Abstriche machen muss, weil ich davon ausgehe, dass es in vielen Teilen schon vorher eine rechte Gesinnung gegeben hat.
Ansonsten klingt das mit der "Folge" so, als wäre die Entscheidung eines Individuums AfD zu wählen, eine Zwangsreaktion auf die Flüchtlingspolitik.
"Tut mir leid, aber ich konnte nichts dagegen tun. Merkel sagte, wir würden das schaffen, und dann hat hat sich meine Hand auf dem Wahlzettel nicht mehr kontrollieren lassen."
Das ist doch kein Naturgesetz! Die Entscheidung liegt immer noch bei jedem einzelnen.
Wo wäre denn da sonst noch die Verantwortung eines jeden einzelnen, der sich politisch beteiligt?
Wenn die fehlt, können wir ebenso gut die Wahlen abschaffen.


Zur Mittel- und Unterschicht:
Ich finde die Begriffe immer ein wenig schwammig.
Zähle ich zur Unter- oder Mittelschicht? Ich befinde mich mit meiner Familie immer auf der Grenze zu HartzIV-Anspruch. Ich wähle keine AfD.
Zählt das Bildungsbürgertum noch zur Mittelschicht? Da gibt es auch Faschos.
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  #24 (permalink)  
Alt 20.01.2017, 16:10
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dances this mess around
 
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Ich hab diese Beiträge einmal verschoben, weil sie stark vom Ursprungsthema zum Berlinanschlag abweichen. Mit dem Titel bin ich nicht so ganz zufrieden und hätte nichts gegen eine Änderung bzw. Vorschläge dafür.


Ansonsten sehe ich es ähnlich wie Tenwo.


Ich denke, dass es eine gewisse rechte Menge schon immer gegeben hat und auch immer geben wird. Der Unterschied zu vor meinetwegen zehn Jahren ist der, dass diese Menge sich nun wieder lautstark äußert und damit mehr ind en Fokus rückt.
Dann haben wir eine ganze Menge anderer Leute, die verunsichert, ahnungslos oder einfach strunzendumm sind und dann in die Fangnetze solcher Gruppierungen wie die AfD geraten. Und was verbreitet sich seit je her besser auf der Welt als Nächstenliebe? Richtig, Hass und Angst.

Glücklicherweise schalten die meisten Menschen wieder ihren Verstand ein, wenn sie mal mit den Situationen eines Flüchtlings konfrontiert werden und wegkommen von dem bösen Feindbild, was ihnen auf facebook suggeriert wird.

Ich weiß mich innerhalb einer Schicht auch nicht sicher einzuordnen, vermutlich Mittelschicht, da ich nun wirklich nicht am Rande von ALG II lebe, aber auch weiß, dass Menschen mit meinem Bildungsabschluss (oder auch darunter) gern mal nen tausender mehr verdienen. Fühl ich mich durch die Aufnahme vieler Menschen benachteiligt? Nein. Habe ich irgendwelche Einbußen gehabt? Abgesehen vond em, was ich freiwillig gegeben habe, nein. Geht es der sogenannten Unterschicht schlechter als vorher? Da die ALG II-Sätze in den letzten Jahren immer wieder erhöht wurden (wenn auch marginal), würde ich sagen, nein. (Zugegeben, wenn sie das Gefühl haben, es ginge ihnen schlechter, auch wenn es dafür keinen objektiven Grund gibt, dann geht es ihnen schlchter...)

Es ist natürlich immer leichter, wenn die Last auf viele verteilt wird, aber wenn da nicht alle mitmachen, wird es eben schwieriger. Und trotzdem kann ich für mich sagen, dass mein Leben nicht schwieriger geworden ist.

Und was es christlicher machen soll, vor Ort zu helfen und nicht in der Ferne, ist mir schleierhaft.
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  #25 (permalink)  
Alt 20.01.2017, 18:00
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Zitat:
Zitat von Tenwo Beitrag anzeigen
Und wie hätte man es deiner Meinung nach angehen sollen?
Nicht an mich gerichtet, aber egal

Das ganze Flüchtlingsmanagement nach Öffnung der Balkanroute war einfach stümperhaft organisiert, wohl auch weil praktisch alle Behörden überrumpelt wurden und sich nicht richtig austauschten.

AFD-Propagandafutter wie diese Flüchtlinge, die aus einem dutzend verschiedener Identitäten Geld vom Staat beziehen würde es schlicht und ergreifend nicht geben, wenn wir schon von Anfang an eine nationale Flüchtlingsdatenbank gehabt hätten.

Auch hat man sich nach biodeutschem Föderalismusprinzip den Schwarzen Peter gegenseitig in die Schuhe gesteckt, was dann meist die Gemeinden ausbaden mussten.
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(Hellsing)
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  #26 (permalink)  
Alt 23.01.2017, 18:25
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Die AfD wird immer lustiger, weil der rechtsextreme Flügel immer mehr an Einfluss gewinnt. Inzwischen hat man schon Angst, dass die AfD zu einer zionistischen Partei wird... wird bei unseren völkischen Putin-Verstehern eigentlich auch schon gegen die Rothschilds gehetzt?

https://www.tagesschau.de/inland/pop...blenz-101.html

Zitat:
AfD-Anhänger teilen derzeit zudem ein Pamphlet, das der baden-württembergische Landtagsabgeordneter Wolfgang Gedeon erst in dieser Woche veröffentlichte. Titel: "Wird die AfD eine zionistische Partei?" Darin macht Gedeon, um dessen antisemitische Äußerungen es einen heftigen Konflikt in der AfD-Fraktion gegeben hatte, deutlich, dass er nichts davon hält, sich um westliche Bündnispartner gegen das Feindbild des Islam zu bemühen: "Nur wer die US-amerikanische Außenpolitik boykottiert und sich auch vom israelischen Zionismus distanziert, ist moralisch legitimiert, radikal gegen den Islamismus in Europa vorzugehen."

Den Deutschen solle, so warnt der mittlerweile fraktionslose Landtagsabgeordnete zudem, "weiterhin eine kollektive Verantwortung für nationalsozialistische Verbrechen" angelastet werden. Viele in der AfD hätten "noch nicht verstanden, dass die moralische Erpressungsrhetorik à la "Tätervolk" und "Land der Mörder und Henker", wenn wir sie weiter zulassen, nicht spurlos an uns" vorübergehe.

(...)

Der Wissenschaftler Samuel Salzborn, der seit Jahren zu dem Thema forscht, betonte im Gespräch mit tagesschau.de, die AfD wirke "längst wie ein Magnet auf Antisemiten". Und was man nicht vergessen dürfe: "Wenn Frauke Petry vor einigen Monaten eingetreten ist für eine Rehabilitierung des Begriffes 'völkisch', dann gehört das auch dazu. Denn das völkische Weltbild ist die zentrale Grundlage für Antisemitismus - und auch die zentrale Grundlage für die antisemitische NS-Vernichtungspolitik", so Salzborn. Es gebe zahlreiche Fälle in der Partei - "nicht nur von antisemitischer Schuldabwehr, sondern auch und gerade von ganz offen formuliertem Antisemitismus".

Der Zentralrat der Juden warnt daher immer wieder davor, die AfD als mögliche Wahloption zu sehen. Bei Parteien wie der AfD oder Bewegungen wie Pegida sei längst deutlich geworden, so der ZdJ-Vorsitzende Josef Schuster im Mai 2016, "dass sie nicht nur die Muslime, sondern auch andere Minderheiten ablehnen und Hass gegen sie schüren".

Die Vorurteilsforscher Andreas Zick und Beate Küpper erklärten, dass Vorurteile gegenüber einer Gruppe - wie z.B. Einwanderern - in der Regel nicht allein aufträten, sondern "Hand in Hand mit der Abwertung anderer Gruppen". Dementsprechend scheint die rechte Solidarität mit Israel und Juden vor allem eins zu sein: Ein Versuch, die eigenen Ressentiments zu legitimieren.
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  #27 (permalink)  
Alt 23.01.2017, 20:40
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Will hier auch nochmal meinen Senf zum Erfolg der AfD dazugeben, weil mich Trump nochmal zum nachdenken brachte.

Ich denke nicht, dass die Gesellschaft rechter wurde, sondern sie immer gleich "rechts" war. Was sich änderte ist die Politisierung der Menschen. Das heißt paradoxerweise nicht, dass sich Menschen wirklich mehr für Politik interessieren, nur ihre Meinung lauter schreien. Das gilt für links wie rechts.

Dazu kommt noch, dass rechte Populisten eben nicht mehr dieses Neonazimage bedienen, sondern als politische Alternative auftreten. Die AfD schafft es Nazis wie Höcke und Neoliberale unter einen Hut zu bringen, ohne dass es irgendeinen verprellt. Das ganze ist einfach paradox.

Und wer ist Schuld? Ja, die Politik und Medien der letzten Jahr(zehnt)e. GroKo ist Mord für eine wirkliche Politik des Machens, alles steht still. Die Medien schreien jetzt groß über Fake News, haben aber (BILD voran) jahrelang Falschinformationen verbreitet und Stimmungsmache betrieben. Focus ist seit es Social Media für sich entdeckt hat noch tiefer im Niveau gesunken und alle anderen etablierten Medien machen das (mal mehr mal weniger) auch mit. Und nun, wo "alternative Medien", genau nach dem gleichen Schema arbeiten, werden sie als "Fake News" diskreditiert. Generell dieses mit dem Fingerzeigen ist tötlich. ja, AfD, Trump & Co sind ein Witz und nicht ernstzunehmen. Doch ihnen diese Bühne des Lächerlichmachens zu geben drängt sie nur noch mehr in eine Opferrolle, und sie können noch besser agieren (Tonus: "Wir sind in Berlin/Brüssel/Washington nicht erwünscht, weil wir fürs Volk kämpfen würden"). Zumal man sich damit automatisch auf eine höhere Stufe stellt als das Gegenüber, wie soll da ein vernünftiger aufklärerischer Diskurs zustande kommen?
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  #28 (permalink)  
Alt 26.01.2017, 20:38
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Zitat:
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Und ob ich das kann. Und warum sollte ich das auch nicht können? Dazu braucht es nicht viel.
Die Einleitung "Du kannst doch nicht" mag ich so gar nicht. So eine Argumentationsweise wird gerne benutzt, um die Meinung des anderen als völlig absurd oder pervers darzustellen - ob gewollt oder nicht.
Und ich finde in Hinblick auf das rechte Wählverhalten ganzer Gesellschaftsteile ist meine Kritik so gar nicht unangebracht.
Ok, hätte mich besser ausdrücken sollen; klar kannst du es tun.
Nur ist es aus meiner Sicht nicht nur nicht hilfreich, sondern im Gegenteil sogar nur schädlich. Man sollte niemals die Wähler angreifen, sondern stets die Ideen.
Jemandem für seine Ansichten und Entscheidungen zu tadeln wird diesen nur noch mehr von seiner Korrektheit überzeugen. (Zumindest so lange, bis dieser durch Eigenverschuldung auf die Schnauze fliegt. Und selbst danach bringt es nicht unbedingt viel.)
Habe durch meine schlechte Wortwahl eben genau diesen Fehler begangen, den ich dir Anlaste. <_<


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Ich kann und ich muss Leute dafür kritisieren, wenn sie ihre politische Energie rein für ihr Eigeninteresse nutzen.
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Gerade diese Überheblichkeit der Eliten moralisch Überlegen zu sein (die du hier übrigens wunderbar darstellst - gewollt, oder nicht ) ist es aber, was die breite Masse nun einmal von den aktuellen Regierungen weg führt. Der Anspruch, das Menschen in breiter Masse ENTGEGEN dem was sie als ihr Interesse ansehen und zugunsten anderer handeln würden ist zwar ein sehr schöner, jedoch ein völlig überzogener und realitätsblind. Wär schön wenn es anders wäre, dann könnt auch Kommunismus irgendwann vielleicht funktionieren.


Genau das ist imo auch fast der größte Faktor, den die Medien und die politische Elite echt nicht verstanden haben, warum Trump gewählt worden ist, Brexit durchgekommen ist und warum die AfD bei uns immer mehr an Beliebtheit gewinnt.
Stets wird ihnen mit einer Selbstverständlichkeit der eigenen moralischen Überlegenheit begegnet. Man kann aber als derzeit machthabende Ideologie während unruhigen Zeiten niemals gewinnen, indem man nur die "Falschheit" der Gegner darstellt, da die Grundeinstellung von Menschen sich in solchen Zeiten als wankelmütig darstellt. (Was nix neues ist - schon Machiavelli bezeichnete im 15Jhd. das Volk als wankelmütig. Emotion hat schon IMMER eine wichtigere Rolle als Kognition bei Wahlen gespielt. Wir halten uns nur gerne hin und wieder für "weiter entwickelt" und "aufgeklärt" und vergessen diesen Umstand.)
Das uns vorgesetzte Narrativ handelt eben stets davon wie schlimm es unter den anderen wäre und wie unmoralisch diese doch seien, doch nie davon wie gut es unter einem selbst wäre.
Wahlen gewinnt man in solchen Zeiten nicht mit reinem aufzeigen der negativen Aspekte der Gegner, sondern indem man den Leuten "Hoffnung" verkauft. Auch wenn global die Message der modernen rechten alternativen Bewegungen gerne als reines Hetzen gegen die Eliten bezeichnet wird, verkaufen sie dennoch alleine dadurch "Hoffnung", das sie Misstände aufzeigen, für die die Machthaber (vermeintlich) verantwortlich sind. Dieser Aspekt fällt bei der Propaganda der Machthaber im Moment allerdings aus.

TL;DR:
Kollektivistische Schuldzuweisungen sind extrem kontraproduktiv. Das haben wir eigentlich schon nach dem erstem Weltkrieg festgestellt.
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  #29 (permalink)  
Alt 05.02.2017, 08:35
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Nach Nazi-Lob in Marzahn-Hellersdorf: Bei der AfD folgte auf Distanzierung - eine Nominierung - Berlin - Tagesspiegel

Zitat:

Ihr Fraktionsvize in Marzahn-Hellersdorf zeigt Sympathien für Holocaust-Organisator Reinhard Heydrich. Die AfD gab sich entsetzt - aber wollte ihn trotzdem zum Ausschussvorsitzenden machen. Wie will sie das erklären? Ein Kommentar.

Und nun aus der Kategorie: "Was wir schon alle wussten". Russland finanziert die Propaganda der alt-rights. In ein paar Monaten sind wir sicher auch hier so weit wie bereits in der Türkei, die ihren Völkermord an den Armeniern bis heute kategorisch verleugnen.

Kolumne : Russland finanziert AfD-Propaganda | Kolumnen*- Frankfurter Rundschau
Zitat:
Besitzt die AfD bereits einen eigenen Radiosender? Noch nicht ganz, sie ist aber auf dem besten Weg - über die vom russischen Staat finanzierte Sputnik News Agency. Die Kolumne.
AfD: Partei will mit eigenen Medien bei Bundestagswahl punkten | STERN.de
Zitat:

In einem internen Manifest skizziert die AfD ihre Strategie zur Bundestagswahl. Dazu gehören die bekannten Tabubrüche und Provokationen – aber auch überraschende Maßnahmen wie etwa die Einrichtung eines eigenen TV-Studios.

Und weiterführend zu ihrer Propaganda eine schon etwas ältere Meldung, die aber einen guten Aufschluss darüber gibt, wie viel die AfD ihrem Wählerkreis glaubt zumuten zu können: gar nichts. Denn abseits ihrer einzigen zwei Themen (mimimi Flüchtlinge und mimimi Lügenpresse) könnten sie vielleicht einen Wählerkreis im dreistelligen Bereich halten.

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Alt 28.02.2017, 09:30
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Und nun ein weiteres Kapitel aus der unendlichen Geschichte von "Wenn #besorgteBürger noch nicht #besorgt genug sind". #ThanksTrump und #DankeAfD dafür dass sie ein solches Klima kultivieren.

Heidelberg: Wie die Polizei nach der Todesfahrt auf Kommentare im Netz reagierte - SPIEGEL ONLINE

Zitat:
Als ein Mann sein Auto in Heidelberg in eine Menschengruppe steuerte, dabei einen Mann tödlich verletzte, mit einem Messer flüchtete und von der Polizei mit einem gezielten Schuss überwältigt wurde, da schien die Sache für viele Internetnutzer klar: "Das war doch bestimmt ein islamistischer Anschlag", "der Täter war bestimmt ein Flüchtling" - so wurde der Fall sinngemäß häufig in den sozialen Netzwerken kommentiert.

(...)

Als sich herausstellte, dass der mutmaßliche Täter ein Deutscher ist, seien viele Nutzer offenbar immer noch nicht zufrieden gewesen, sagt Baas. Bei manchen habe die wiederholte Mitteilung, dass es sich bei dem Verdächtigen um einen Deutschen ohne Migrationshintergrund handele, sogar zu noch mehr Spekulationen geführt. Plötzlich wurde der Name des Verdächtigen gefordert, auch seine Religion.


"Was mich ziemlich irritiert hat, waren Kommentare von Nutzern, die uns als Vertuscher der Wahrheit bezeichneten", sagt Baas. Umso mehr erstaunt habe sie, dass vielen die Herkunft und die Religion des Täters offenbar wichtiger war als die Tatsache, dass ein Mensch ums Leben kam. "Dass die Menschen selbst dann noch nicht zufrieden sind, wenn sich herausstellt, dass kein Flüchtling die Tat begangen hat und sie wirklich noch nach Stammbaum, Foto und Vornamen fragen, darüber bin ich entsetzt", so Baas.

(...)
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