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  #136 (permalink)  
Alt 14.06.2011, 07:08
Benutzerbild von Lucifer
Held
 
Registriert seit: 07/2004
Ort: Teising
Beiträge: 241
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Standard

Ist zwar schon ein wenig älter, aber ich mag das Gedicht voll gerne

Die Wandlung

Ich spüre sie.
Die Tränen in meinen Augen.

Zwinge sie nieder.
Kerker sie ein.

Will nicht mehr leiden.
Will nicht mehr schreien.

Warum öffnet sich das Siegel?
Warum öffnet sich der Weg?

Hab ihn doch geschlossen.
Wollte ihn nicht mehr sehen.

Doch mit jedem Wort,
das über ihre Lippen huscht,
öffnet es sich ein Stückchen mehr.

Zeigt die Flammen.
Zeigt den Schmerz.

Ich stemme mich dagegen.
Bis die Haut aufreißt.

Doch es öffnet sich weiter.
Zieht mich hinein.

Warum muss ich gehen?
Warum dort hindurch?

Lass mich nicht mehr brennen.
Lass mich nicht mehr flehen.

Gib mir Wasser.
Gib mir Licht.

Mein liebes Herz.
Bitte zerbrich nicht.

Ich leugnete,
was es ist.

Wollte es nicht sehen,
wusste ich doch,
dass es mich quälen wird.

Spüre das Blut.
Sehe die Tränen.

Fühle die Hitze.
Rieche den Brand.

Fall ich hernieder.
Flehe um Gnade.
Doch man gewährt sie mir nicht.

Stemme mich in die Höhe
und torkel voraus.

Hindurch durch das Tor
und das Flammenmeer.

Die Tränen verdunsten.
Das Blut wird hart
und die Haut vernarbt.

Mein Herz schreit auf
in stummer Qual.

Ich will nicht zurück.
Ich muss voraus.

Spüre die Flammen.
Aufgeplatzte Haut.

Eine neue wird entstehen.
Die niemanden mehr gefällt.

Ich wollte nicht lieben.
Ich wurde nicht geliebt.

Tanze in den Flammen
und lache auf,
dass ich nicht untergehen werde.

Meine Schwingen brennen.
Verlieren die Federn.
Zurück bleibt nur verbrannte Haut,
die zu Leder wird.

Der Engel versiegelt.
In dem Herzen,
das niemand will.

Der Dämon am Zug,
wird nicht mehr untergehen.

Und wenn ich das Ende erreiche
Wer wird mich dann noch lieben?

Blutverschmiert und dem Wahnsinn nah?
Wer wird mich berühren?

Sie alle werden mich meiden.
Sie alle werden mich nie verstehen.

Und ich werde lächeln.
Dem Wahnsinn gleich.

Denn mein Herz wird sich schließen
und schließlich vergehen.

Für immer...
Reiß es heraus!
__________________
Äpfel sind Vitamine. Vitamine sind Kraft. Kraft ist Geld. Geld sind Frauen. Frauen sind Sex. Sex ist AIDS. AIDS ist Tod. Willst du einen Apfel?

Das Leben ist eine durch Geschlechtsverkehr verursachte Krankheit, die in 100% aller Fälle tödlich endet.

Killing for peace is like fucking for virginity.
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  #137 (permalink)  
Alt 24.02.2014, 21:52
Benutzerbild von Idris
Drei Chinesen mit 'nem Tütchen Gras...
 
Registriert seit: 06/2009
Beiträge: 2.052
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Habe ich eben gefunden, eine dichterische Abrechnung mit dem größten Menschenmüll. Genialstes Gedicht ever, bei dem ich jede Zeile unterschreibe.


DENUNZIANTEN

"Der größte Schuft im ganzen Land,
das ist und bleibt der Denunziant."
Der Spruch ist jedem wohlbekannt,
häufig zitiert, sehr oft genannt.
Und dass ein Mensch, der danach strebt,
ja selbst zuweilen davon lebt,
anderer Leute Worte, Taten
gewissen Stellen zu verraten,
verhasst ist und nicht gern geseh'n,
das kann man nur zu gut versteh'n.

Doch manch' Diktator und Tyrann,
der zog sich ganz bewusst heran
ein Großheer von Achtgroschen-Strichern,
um seine Herrschaft abzusichern.
Und dies Gesocks – höchst dienstbeflissen
und ohne jegliches Gewissen –
war pausenlos bei Tag und Nacht
mit Feuereifer drauf bedacht,
recht viele Feinde anzuschwärzen,
stets mit dem Ziel, sie auszumerzen,
sie zu befördern noch und noch
nach Bautzen, in das dunkle Loch,
von dem Wolf Biermann unverzagt
vor vielen Jahren hat gesagt,
dass es gewiss – so wahr er lebe -
schönere Löcher als dies gebe. - -
War dies vollbracht, dann winkte schon
von oben der Verräterlohn:
in Form von öffentlichem Jubel,
in Mark, in Zloty oder Rubel,
vielleicht ein Lada oder Trabbi,
'ne Konkubine für den Pappi...
Die Firma, die bekannt war quasi
unter dem Markennamen "Stasi",
belohnte die, die treu ihr dienten,
mit Zuckerbrot von vorn bis hinten.
Doch gab's auch and're, nicht so "gute",
die griffen lieber gleich zur Knute:
"Mein Freund, hör zu: es wäre besser,
du lieferst alle uns ans Messer,
sonst weißt du, was dir selber droht:
erst Folter und danach der Tod !"
Die spanische Inquisition,
Chinas Kulturrevolution,
Hitlers und Stalins Mörderwahn,
die Roten Khmer, die Taliban,
Saddams blutrünstige Sadisten,
die Ayatollah-Islamisten -
sie alle stützten jahrelang
sich nur auf Terror, Folter, Zwang.
Oft hat der Apparat indessen
die eig'nen Kinder aufgefressen:
Manch einer, der noch vor'n paar Tagen
dem Staatsschutz hatte zugetragen,
was Nachbarn, Freunde und Kollegen
so sagen, welch' Kontakt sie pflegen,
kurz: der genüsslich denunzierte,
war bass erstaunt, als man ihn führte
an eine graue Häuserwand,
wo man die Augen ihm verband,
draufhin ein Drei-Mann-Standgericht
ein kurzes, knappes Urteil spricht:
"Für die Verräter – so wie diesen –
gibt es nur eins: Tod durch Erschießen !"

Doch wachsen Denunzianten nur
im düst'ren Mief der Diktatur ?
Die Antwort ist: Ich fürchte, nein !
Bedarf wird stets vorhanden sein !
Auch in Gesellschaften und Staaten,
in denen wahre Demokraten
das Steuerrad in Händen halten,
gibt es erbärmliche Gestalten,
die sich erst richtig sauwohl fühlen,
wenn sie bei and'ren Leuten wühlen
in dem, was sie selbst "schmutzig" finden,
worauf sie lauthals dann verkünden:
"Was der Verfasser da geschrieben,
wär' besser ungedacht geblieben,
denn seht nur her – ich hab entdeckt:
Das ist politisch nicht korrekt !
Das geht zu weit ! Das darf nicht sein !"
So hört man diese Typen schrei'n.
Ob Martin Walser, Böll und Grass –
sie alle wurden mit 'nem Fass
übelster Jauche übergossen
von diesen miesen Zeitgenossen.
Dagegen sind die Hätschelhunde,
die ihnen willig nach dem Munde,
nein: nach dem Ars<he reden, ihnen
stets überaus genehm erschienen.
Man sieht: Politische Korrektheit
ist schwere innere Verdrecktheit !

Auch in Behörden und Betrieben
gibt's Individuen, die es lieben,
dem anderen eins reinzudrehen,
um selbst dann besser dazustehen.
Sie scheisen wegen der Karriere
glattweg auf Anstand und auf Ehre.
Und ihre Gründe und Motive
sind ganz banale, primitive:
ein Minderwertigkeitskomplex,
zu wenig richtig guter Sex,
stets Kleinkrieg mit dem Eheweib,
Funkstille südlich Unterleib...
Ich glaub', die Sorte Denunziant
ist niemandem hier unbekannt !

Da fällt mir dieses Sprichwort ein:
"Erklären heißt noch nicht verzeih'n !"

(Quelle: Lernplattform 24.02.14)
__________________
Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die Einen Mauern, die Anderen Windmühlen.

34
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  #138 (permalink)  
Alt 28.02.2014, 23:19
Benutzerbild von saryakan
SHADILAY
 
Registriert seit: 01/2005
Beiträge: 2.281
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Geschrieben für flair in meiner Earthdawn-Rollenspielgruppe.
(Schlange = Schlangenfluss, größter Fluss in der Spielwelt)
Das hat ein NPC in einem Sanatorium immer wieder gesungen, von dem sie eine bestimmte Info haben mussten.

Es war einmal ein alter Narr
In einem Dörflein an der Schlange
Der sitzt seit Jahren stumm und starr
Und Moos wächst schon an seiner Wange

Der Narr verlor in einem Sturm
Die Frau, sein Kind und alle Güter
Er hockt im Dreck nun wie ein Wurm
Die Starrheit ist des Herzens Hüter

Zu lang verblieb am selbem Ort
Der alte Narr in seiner Trauer
Drumm höre, Wandrer, auf dies Wort
Und weine Tränen kürzrer Dauer

PS:
Man bin ich froh diesen thread gefunden zu haben nachdem ich alle meine digitalen Aufzeichnungen meiner Gedichte nach einem Festplattenwechsel verloren habe...

Verlor'n geglaubtes Zauberwort
Behütet wohl an diesem Ort
Ein Sonnenstrahl in tiefer Nacht
zum lächeln hat er mich gebracht
__________________
Klinka Imra Miryon Tin Qua

4:1:2.5

neppu

Geändert von saryakan (29.01.2015 um 07:10 Uhr)
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  #139 (permalink)  
Alt 30.07.2016, 13:01
Benutzerbild von saryakan
SHADILAY
 
Registriert seit: 01/2005
Beiträge: 2.281
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Seelenryhtmus

Lied das ich verlor
Dringt erneut ans Ohr
Klingt aus altem Sein
In mein Jetzt hinein

Pulsschlag fast vergessen
Lang nicht mehr gemessen
Fort geglaubtes Leben
Lässt den Leib erbeben

Das Feuer brennt in meinem Blut
Entfacht ist es aus alter Glut
Es singt in meiner Seele laut
Und wärmt erneut die kalte Haut




Ich sollte nicht Bands/Lieder aus meiner späten Teeniezeit hören... <_<
__________________
Klinka Imra Miryon Tin Qua

4:1:2.5

neppu
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  #140 (permalink)  
Alt 07.11.2016, 20:48
Benutzerbild von Poe
Poe Poe ist offline
Held
 
Registriert seit: 09/2016
Ort: Tauberbischofsheim
Beiträge: 209

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Providence

Open your heart, let me look inside,
Don't be shy and don't be pride.
Let me read all your memory,
The place you dream of where you want to be.

Open your hand, let me read inside,
The future, the past and what you hide.
Let me see everything what you have done,
Where you have been and where you have gone.

Open your soul, let me immerse inside,
Spread your wings and undo it wide.
Reveal your feelings and anxieties,
Your happy moments and your miseries.

Open yourself to another sphere,
Where the future is past and now is here.
My empire is here, it's almost close,
Where life began and everything arose.
Come with me, come take my hand,
And follow me into the augured land.
__________________
Deep into that darkness peering, long I stood there, wondering, fearing, doubting, dreaming dreams no mortal ever dared to dream before.
Edgar Allan Poe
:::
Entwicklungsstufe in progress: Ehemals "Poetryslam" entwickelte sich zu "Poe".
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