Bundesverfassungsgericht - Karlsruhe kippt Hartz-IV-Sätze

SDC-News

News, Bitch.
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Die Hartz-IV-Regelungen sind verfassungswidrig. Der Gesetzgeber muss die Regelsätze bis Ende des Jahres neu berechnen - und zwar nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene.

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(Quelle: FOCUS-Online)
 

Dolan

The man with the Devil Luck.
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Sind die Beiträge zu hoch oder zu niedrig? Gut, bei Kinder sind sie tatsächlich zu niedrig, aber bei einigen reicht der Regelsatz vollkommen aus. Man muss halt etwas zurücktreten. Weniger Alkohol trinken/Zigaretten rauchen u.ä. (Dass soll keine Unterstellung sein, das H4-Empfänger alles Säufer, Schlote o.ä. sind. Man sollte, wenn die Sätze geändert werden, es auch so deichseln, dass die, die sich parasitös an dass System sich bereichern, weniger bekommen, als die, die sich tatsächlich um Lohn und Brot bemühen. Ich bin mir aber nicht sicher, ob dass schon gehandhabt wird.
 

Szadek

Cash or Octopus
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Es gibt Berufsgruppen die hätten monatlich mehr Geld zur Verfügung, wenn sie H4 bekommen würden, anstatt arbeiten zu gehen.

Jetzt finde mal raus was fairer ist, H4 Sätze kürzen, oder den arbeitenden mehr Geld zu geben. Wenn du Politiker bist, ersteres.
 

Doresh

Forenpuschel
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FDP will die Sätze sicher gerne runter haben, um die Hungerlöhne diverser Berufe zu rechtfertigen ("JETZT verdienen die nicht weniger als Arbeitslose!") :pein:
 

Morage

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Man sollte, wenn die Sätze geändert werden, es auch so deichseln, dass die, die sich parasitös an dass System sich bereichern, weniger bekommen, als die, die sich tatsächlich um Lohn und Brot bemühen. Ich bin mir aber nicht sicher, ob dass schon gehandhabt wird.
njo, bin jez nicht ganz sicher, ob es das ist, was du meinst...aber hartz4 empfängern, die jobangebote ablehnen, werden doch die leistungen um ~30 prozent gekürzt...bei jmd, der so wenig geld hat, ist das sicherlich schmerzhaft

@topic: wenn man alleine ist, sollte es eig. reichen. n kumpel von mir hat auch mal n halbes jahr hartz4 bekommen und stand eig. recht gut da. gut, man kann keine großen sprünge mit der kohle machen, aber dafür ist es ja auch nicht gedacht.

aber sobald kinder im spiel sind, wird das ganze system verdammt ungerecht, weil kinder nur anteilig berechnet werden. ziemlich dämlich, wenn man bedenkt, dass kinder eig. sehr viel mehr geld (fast jedes jahr kleidung, schulsachen, klassenfahrten etc.) benötigen. realitätsfremde politik at its best...
 

Harmian

Fachteam "Forenquiz"
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Dolan schrieb:
, dass die, die sich parasitös an dass System sich bereichern, weniger bekommen, als die, die sich tatsächlich um Lohn und Brot bemühen.
Dann versuch mal nachzuweisen, wer ein Parasit ist und wer nicht.
 

Stroud

Ritter
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FDP will die Sätze sicher gerne runter haben, um die Hungerlöhne diverser Berufe zu rechtfertigen ("JETZT verdienen die nicht weniger als Arbeitslose!") :pein:
Da hast du definitiv Recht, aber ob sie das auch so durchsetzen ist die Frage.
Die Bevölkerung ist jetzt schon ziemlich angefressen, was dieser Thread hier bereits beweist, wie ich finde.
Die Politiker versuchen zwar möglichst wenig Geld zu geben, aber genauso stark versuchen sie das Volk noch halbwegs bei Laune zu halten um keine zu großen Unruhen zu verursachen, was ihre Machtposition untergraben würde.
 

Redwolf

Folge der 8 bei den Palmen!
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Das Problem was Szardek dargestellt hat ist für mich elementar.

Es ist nicht gerecht Billiglöhne durchgehen zu lassen, wo dem Arbeitnehmer nachher weniger bleibt wie ein Hartz-IV Empfänger. Dass heist aber nicht im Umkehrschluss, dass der Hartz-IV-Satz verringert werden muss oder sollte. Das hat das Bundesverfassungsgericht richtig entschieden, schon schlimm genug, dass die soziale Kälte durch die letzte Instanz aufgehoben werden muss. Es müssen endlich Mindestgehälter her und dagegen sträubt sich die FDP, weil es nicht die Ziele deren Klientel bedient.
Das Problem sind auch 1-Euro-Jobs, welche einerseits bestimmten Handwerksbetrieben (Gartenbau & Co, Schneeräumung) massive Probleme bereiten. Letztlich führt der Ausverkauf der Sozialleistungen in Richtung "Nehmen wirs den Hartzlern und geben es den Billigjobbern" zu einem mit Steuern finanzierten Zuschussmodell, woran nur Firmen profitieren, welche würdenlose Gehälter zahlen - Ich muss nicht extra erwähnen, dass das ganz im Sinne der FDP und deren Klientel ist. Arbeiter billig einstellen und auch noch die Hälfte des Gehalts durch die Steuern von den "normalkassigen" Gehältern bezuschussen.
 
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