Fastenzeit - wie geht ihr damit um?

Poe

Manaheld
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Wie viele von euch sicherlich wissen hat mit dem vergangenen Mittwoch, dem sogenannten Aschermittwoch, die 40-tägige Fastenzeit als Vorbereitung auf das Osterfest begonnen. Auch wenn man mit Religion oder Glaube nichts anzufangen weiß würde ich gerne in die Runde fragen, ob ihr die Zeit bewusst nutzt, um auf alltägliche Dinge zu verzichten oder eher nicht.

Ich für meinen Fall versuche generell auf Süßigkeiten ganz zu verzichten und meinen Fleischkonsum etwas nach unten zu schrauben. Auf materielle Dinge wie Fernsehen verzichte ich allerdings kaum.

Wer Lust und Muse hat kann gerne seine Meinung(en) hierzu kundtun.
 

saryakan

MEME FARMER
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Ich verbringe die Fastenzeit damit den nationalen Durchschnitt zu retten und mich nur noch von Fleisch und Süßigkeiten zu ernähren! XD
 

Lord_Data

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Ich Gäste nicht. Finds auch heuchlerisch als Nichtchristlichen (bei der Fastenzeit jetzt) da mitzumachen. Hat für mich was von Neujahravorsätzen, die man nicht einhält.

Und nach Ende der Fastenzeit wird wieder geschlwmmt wie vorher. Na Prost Mahlzeit.
 

Jungle-Jazz

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Wenn du diesen Thread nicht erstellt hättest, hätte ich die Existenz der Fastenzeit komplett vergessen.

So ist sie mir einfach nur egal.
 
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MicalLex

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Mir gehts da wie Jungle-Jazz, ich habs auch nur am Rande mitbekommen.

Ich hatte damit nie etwas zu tun und werde es wohl auch nie haben. Und auch, wenn es heuchlerisch sein mag, wenn man eine gewisse Zeit auf etwas verzichtet, ist das ja an sich nicht schlecht, die Motive hin oder her. Und mit dem Schlemmen danach holt man das nicht wieder auf, denke ich.

Ist natürlich ein praktischer Anlass, damit zu beginnen, wenn offiziell gefastet wird, aber generell sollte das auch zu anderen Zeiten im Jahr drin sein. (Machen ja auch viele). Aber an sich habe ich den Eindruck, dass das eher unter Leuten verbreitet ist, die aus den Karnevalsgegenden stammen oder dort leben.

Und auf die meisten üblichen Fast-Objekte verzichte ich ohnehin das ganze Jahr. ;)
 
OP
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Poe

Poe

Manaheld
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Hmm, vielleicht hätte ich die Frage etwas anders stellen sollen. Jetzt bin ich selbst Schuld, wenn mein religiöses Weltbild in seinen Grundfesten erschüttert ist. Ich bin sicherlich kein Heiliger, kenne mich mit den christlichen Feiertagen und Bräuchen doch etwas aus. Ob man danach leben möchte ist wieder ein ganz andere Sache.

Die Fastenzeit ist nicht bindend für mich, da ich des Öfteren im Jahr bewusst meine Essgewohnheiten etwas einschränke. Ich war in der Vergangenheit für mehrere Wochen bei einem japanischen Zen-Priester zu Besuch, der das Fasten als Vorbereitung zur Vertiefung und Verinnerlichung der Kampfkünste lehrte. Ich war dermaßen beeindruckt, dass ich auch heute noch gelegentlich eine "Pause" einlege. Bisher hat es nicht geschadet.

Ich möchte mich dennoch für eure ehrlichen Antworten bedanken und für die verschiedenen Eindrücke, die ihr mir gegeben habt.
 

deeveedee

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Absoluter Schwachsinn für mich. Bin Atheist und die religiöse Fastenzeit interessiert mich einen feuchten Dreck. Ich sehe es aber auch generell nicht ein auf meine Gewohnheiten zu verzichten. Wozu auch? Damit ich das Gefühl habe, was bewirkt zu haben und mein Gewissen zu erleichtern? Letzteres habe ich eh nicht mehr, die Welt ist mir mittlerweile ziemlich egal geworden. Nach mir die Sintflut, um wieder etwas in Richtung Religion zu gehen. :p
 

Lord_Data

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@deeveedee: Die meisten Leute, die fasten, machen das nicht aus altruismus, sondern um die Sachen, die sie konsumieren/machen, wieder mehr wertzuschätzen. Wer also einen Monat auf Kaffee verzichtet, freut sich danach umso mehr wieder (oder merkt, dass man ihn nicht braucht); das gleiche bei Süßem, Fleisch, Alkohol, Zigaretten, ...
 

deeveedee

Überzeugte Spaßbremse
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Kein Thema, können die ja ruhig machen. Ich persönlich schließe mich bei sowas nicht an. Sollen von mir aus die ganzen Leute diesen Quatsch mitmachen um sich besser zu fühlen. Ich genieße dafür ohne Einschränkung einfach weiter.
 
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Captain Olimar

Legende
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Ich mach da nicht mit. Mich interessiert auch der Faschings-/Karnevalsrummel davor nicht. Ich rauche nicht und trinke Alkohol nur am Wochenende und das das ganze Jahr über. :lieb:
Jedoch liegt es mir Fern, die Fastenzeit als Quatsch abzustempeln. Wer das will und wem das ein gutes Gefühl gibt, soll es machen. Und es muss ja nicht unbedingt das Essen sein.
 

Ashura

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Ich komm eher zu schnell als garnicht von meinem Gewicht runter und gelte eh allgemein hin als "Halbes Hemd" oder "zerbrechlich", so das manche fast schon Angst haben mich zu umarmen, weil sie mir ihrer (nicht meiner) Meinung nach dabei alle Knochen im Leib brechen könnten. Totaler Unsinn, ebenso wie fasten, wo andere jämmerlichste hungern.

Darauf wird Dee wohl hinaus gewollt haben, da ich auch nur dem Pass und der Erziehung nach römisch-katholisch bin, aber da eher Ateistische Haltungen einnehme, weil viele Glaubensformen nur dafür da sind, Leute inirgendwelchen Normen zu halten die wir uns selbst eingebrockt haben und zum Teil irrwitzig überholt sind.
 

Lord_Data

*wuff wuff*
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@Ashura: Beim (christlichen) Fasten wird niemand jämmerlich hungern und selbst meine muslimischen Freunde überleben jedes Jahr aufs neue den Ramadan.
 

Ashura

Amazone und Meridian Child
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Des meine ich nicht, Heilfasten und so soll tun, wer es braucht oder meint tun zumäßen wer will.

Aber jährlich sterben soviele Menschen an Unterernährung dass ich sowas in unserem Kulturkreis angesichts des massiven Welthungers für ziemlich plem plem halte, auch wenn meine Wortwahl gerade dabei vielleicht nicht die feinste ist. Nichts für ungut und hab hoffentlich den Irrtum aufgeklärt. ;3

Oder war das nicht genau das was du meintest@Dee
 
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Jungle-Jazz

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@Ashura

In diesem Zusammenhang könnte man das Fasten ja auch als solidarisch beschreiben. Gerade weil so viele hungern ist es vielleicht gut sich mal vor Augen zu führen, wie es ist, wenn man selber hungert. Als Bewusstseinserweiterung und so.

Das Ding ist halt, dass "die anderen" dann trotzdem weiter hungern und insofern kann man sich über den Sinn echt streiten.

Auch wenn ich in meinem ersten Post gesagt habe, dass mir die Fastenzeit herzlichst egal ist (das ist sie halt wirklich), möchte ich mich eigentlich nicht negativ darüber auslassen. Ich denke, es ist eigentlich ganz gut sich ab und zu mal von manchen (insbesondere materiellen Dingen) zu distanzieren um das ganze wieder wertschätzen zu können oder um sich einfach mal darüber klar zu werden, dass man das ganze Zeug halt einfach nicht braucht und einem nur eingeredet wird, dass man es braucht.

Das ganze sollte im Optimalfall jedoch aus eigenem Interesse passieren und nicht weil eine Religion es einem vorschreibt.
 

Ashura

Amazone und Meridian Child
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@Ashura

In diesem Zusammenhang könnte man das Fasten ja auch als solidarisch beschreiben. Gerade weil so viele hungern ist es vielleicht gut sich mal vor Augen zu führen, wie es ist, wenn man selber hungert. Als Bewusstseinserweiterung und so.

Das Ding ist halt, dass "die anderen" dann trotzdem weiter hungern und insofern kann man sich über den Sinn echt streiten.


Das ganze sollte im Optimalfall jedoch aus eigenem Interesse passieren und nicht weil eine Religion es einem vorschreibt.
Exakt darum halte ich es auch für sinnlos, da sich darüber nix wirklich ändert, weil wir darum weil Fastenzeit ist dann ja nicht mehr für Miseor oder Brot für die Welt spenden und somit aktiv das eigentliche Problem lösen.

Deswegen muss ich sagen das mir der Ramadan da nochmehr imponiert da die reichen dafür sorgen das am Ende ALLE Leute einer Stadt zum Zuckerfest gut schlemmen können und dann spenden.

Dagegen kommt mir unsere christliche Fastenzeit vom Konzept der realen ausrikungen auf das Umfeld sinnlos und lediglich gewissensberuhigend (weil man das eben als guter Christ so macht) vor. Und das ist für mich nich der Sinn an sowas.
 
OP
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Poe

Poe

Manaheld
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Es ist kein Geheimnis, dass sich vor Allem die katholische Kirche an ihren Anhängern reichstößt. Was früher als "Hilfsorganisation" begann ist heute die größte Bank der Welt. Nicht umsonst ist der Vatikan der reichste Staat auf Erden. Umso mehr erschreckt es mich, dass die Kirche zwar Hilfe leistet aber nicht in dem Maß wie sie vielleicht könnte. Dennoch stehe ich zu meinem Glauben - aber die Kirche brauche ich dafür nicht.

Ich spende das ganze Jahr hindurch an verschiedene Organisationen; unter anderem auch zur Unterstützung von Hungerleidenden und daraus resultierenden Krankheiten aufgrund unhygienischer Standards. Wenn ich jedoch überlege wie lange wir allein in Deutschland schon spenden, z. B. für Afrika, und wie viel sich im Verhältnis zur gespendeten Summe ändert geht mir manchmal schon die Hutschnur hoch. Denn auch hier ist es bekannt, dass viele Einrichtungen gerne mal das Geld in die eigene Tasche fließen lassen unter dem Deckmantel, dass die Bürokratie alles auffräße. Und mal ganz ehrlich, wenn wir in unserer konsumüberfluteten Welt einen Gang zurückschalten und bewusst auf alltägliche Dinge verzichten, dann spüren die, die es notwendig bedürfen den Schlag kaum. Das mag hart klingen aber die Realität belehrt uns keines besseren.
 

Dolan

The man with the Devil Luck.
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Da ich ein gläubiger Katholik bin, halte ich mich auch an das Fastengebot. Doch ich lege es nicht so eindimensional aus, wie man es sich vorstellt. Klar ist es einfach zu sagen, ich verzichte auf Fleisch und gut ist. Doch ich nutze diese Zeit, um mal was anderes zu machen. Beispielsweise verfolge ich in diesen Jahr 2 Ansätze. Einerseits trete ich mit den Essen kürzer (z.B. indem ich auf das Frühstück komplett verzichte), andererseits nutze ich die Zeit, um neues zu probieren, was ich früher verschmähte. So gehe ich verschiedene Teesorten durch, die ich nacheinander durchprobiere oder habe mir letztens Garnelen gegönnt, die ich sonst nie gegessen habe. Aber es beschränkt sich nicht nur auf Essen und Trinken, sondern weite ich auch auf andere Sachen aus, wie das schauen (ok, eher durchsuchten XD) von Dr. Who.

Die Möglichkeiten sind schier unbegrenzt und vielleicht schaffe ich es auch und ziehe es über die Fastenzeit hinaus.
 

dunkeldorn

Oldschool Gaming Nerd
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also bei mir gibts kein süßkram während der fastenzeit
 
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Poe

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Manaheld
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Mit dem heutigen Osterfest und der Auferstehungsfeier endet offiziell die Fastenzeit. Der bewusste Verzicht auf die eine oder andere Sache hat mir persönlich gezeigt, dass wir uns manchmal von viel zu vielen Dingen abhängig machen. Manchmal sind es nur Kleinigkeiten, die wir als solche teilweise gar nicht mehr wahrnehmen, da sie zu einem festen Bestandteil unseres Alltags gehören.

Ich möchte mich an dieser Stelle nochmals für eure Gedanken, Meinungen und Kritiken zu dem Thema bedanken. Es zeigt immer wieder wie unterschiedlich Menschen doch sein können. Und das ist gut so, denn schließlich trägt jeder einzelne als Individuum zu unserer Gesellschaft bei. In diesem Sinne allen ein frohes Osterfest oder einfach ein paar schöne freie Tage.
 
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