Doresh
Forenpuschel
- Mitglied seit
- 04.02.2005
- Beiträge
- 7.089
Heute teste ich mal etwas aus: Sich-kurz-fassen! Erfreut euch an einem Quickie-Review (mehr oder weniger) meinerseits
!
Einleitung
Die Metal-Max-Reihe ist eine kleine, etwas obskure RPG-Reihe. Bis auf den etwas mittelmäßigen PS2-Ableger Metal Saga erschien kein Teil außerhalb Japans - und dann auch nur in den US und A. Da im Moment der eine oder andere DS-Teil geplant ist und vielleicht auch endlich bei uns erscheinen könnte, habe ich mich für dieses Review entschieden. Also Vorhang auf!
Ach ja, Metal Max Returns heißt so, weil es ein Remake des NES-Spiels Metal Max ist. Also nicht zu verwechseln mit dem anderen SNES-Spiel Metal Max 2, das VOR Returns erschienen ist
Story
Metal Max Returns spielt in der typischen, idyllischen, post-apokalyptischen Welt: Einöden, befestigte Siedlungen, Mutanten und mordlüsterne Kriegsmaschinen aus besseren (?) Zeiten.
Der Held des Spiels ist einer dieser stillen Protagonisten mit frei wählbaren Namen. Er hat es sich in den Kopf gesetzt, ein Hunter zu werden. Was Hunter machen? Nun, sie verdienen Geld, indem sie alles abmurksen, was die tödliche Flora und Fauna so zu bieten hat.
Der Vater des Protagonisten - ein Mechaniker - ist mit der Berufswahl seines Sohnes nicht gerade einverstanden und schmeißt in kurzerhand raus. Wer will, kann nach Zuhause zurückkehren und das Spiel somit vorzeitig beenden - das "Angsthasen"-Ending quasi :nerv:
Bevor sich unser Held Hunter schimpfen kann, braucht er noch etwas, um die wilden Bestien und Roboter zu bekämpfen: die stärkste Waffe, die die Menschheit je entwickelt hat. Dabei handelt es sich nicht um irgendwelche kindischen Mecha, sondern um...

PANZER :boah: !
Glücklicherweise befindet sich in den Tiefen eines nahen Höhlenkomplexes angeblich ein Panzer, also schnappt sich unser Protagonist eine billige Knarre und geht dort hin.
Nachdem er sich durch die Horden an Ungeziefer und... den Gatling-Schlangen aus Final Fantasy X-2 (
?! ) durchgekämpft hat, ist er fast am Ziel angelangt. Leider versperrt ihm ein überdimensionierter Cyborg-Kampfhund den Weg. Aber was kann beim ersten Bosskampf des Spiels schon schief gehen?! Eine Menge: unser Held kann dieses Monstrum kaum ankratzen, und er selbst steht nach einen Treffer schon mit einem Bein im Grab.
Glücklicherweise muss er nicht neu laden und endlose Stunden grinden: Der legendäre Hunter Red Wolf taucht mit seinem aufgemotzten Panzer auf und verteilt diesen Köter an die nächste Wand. Er will sich daraufhin den Panzer schnappen. Glücklicherweise ist diese Modell seinem eigenen unterlegen, also überlasst er es unserem Helden großzügigerweise. Und so beginnt das Abenteuer...
Merkwürdigerweise hat Metal Max Returns mehr mit westlichen als mit östlichen RPGs zu tun: eine Handlung ist nur in Ansätzen vorhanden. Stattdessen kann man mit seinem Panzer tun und lassen, was man will. Man hat nur sich selbst, bis zu zwei Kumpanen (einen Mechaniker und eine Soldatin) und jede Menge Panzer. Es steht einem frei, durch die Welt zu ziehen, Monster zu jagen, in den Kneipen eine Auszugeben und seine Ausrüstung aufzubessern. Alles in allem eine Art Morrowind mit Panzern - nur mit weniger Text und Quests XD
Alles in allem finde ich das Spiel sehr erfrischend. Es erinnert mich an die Zeiten, in denen man keine übertrieben epischen Stories und weinerliche Milchgesichter als "Helden" brauchte. Und wann kann man sich schon mit einem Panzer in einer post-apokalyptischen Welt austoben :nerv: ?
Gameplay

Lasst euch von den Screenshots nicht täuschen: Was wie ein Final-Fantasy-artiges ATB-System aussieht, ist in Wahrheit "nur" das Kampfsystem aus Dragon Quest mit etwas anderer Perspektive. Ähnliches gilt auch für die Menüs und das Inventar. Für Neulinge mag das alles etwas umständlich sein, aber Fans von Dragon Quest oder Earthbound müssten den Dreh schon raus haben.
Der große Fokus des Spiels sind natürlich die Panzer (wobei darunter auch APCs und Jeeps zählen). Es gibt zahlreiche Wege, sie aufzumotzen. Das einzige Limit ist der eigene Geldbeutel und der aktuelle Motor des Panzers. Dieser bestimmt, wie schwer die Ausrüstung des Panzers maximal sein darf. Man schraubt also ein Paar Waffen und Extras drauf und füllt das noch freie Gewicht mit Panzerplatten (aka HP ). Fertig ist die Kampfmaschine!
Die meisten Panzer führen eine Hauptwaffe mit sich. In der Regel ist das eine Panzerkanone. Sie richten enormen Schaden an, haben jedoch nur begrenzte Munition. Daher sollte man die sich für Bosskämpfe aufheben, vor allem in Kombination mit Spezialmunition (wie panzerbrechende Geschosse).
Hilfswaffen sind üblicherweise Gatlings. Denen geht nie die Munition aus. Da einige von ihnen auch mehrere Gegner treffen können, sind sie perfekt für Zufallskämpfe.
Leichte Fahrzeuge wie Jeeps können keine Hauptwaffe tragen. Dafür erlauben sie es dem Piloten, seine eigene Waffe einzusetzen, ohne das Fahrzeug zu verlassen.
Kämpfe in den Panzern unterscheiden sich in einigen Kleinigkeiten von den normalen Kämpfen. So ist das Befehlsmenü anders (und lässt sich frei gestalten). Außerdem werden Panzer nicht zerstört, wenn ihnen die HP ausgeht. Stattdessen nimmt dann die Ausrüstung des Panzers Schaden, was bis zur Bewegungslosigkeit führen kann. Dann bleibt einem nichts anderes übrig, als einen anderen Panzer als Abschlepper zu benutzen...
Die Größenordnung in den Kämpfen finde ich schön realistisch: normale Monster können kaum etwas gegen einen Panzer anrichten, während die Panzer sie wiederum hinwegfegen. Andererseits gibt es einige Monster, die erst im Kampf gegen Panzer richtig aktiv werden. Glücklicherweise kann man seinen Panzer während des Kampfes problemlos verlassen und wieder bemannen.
Panzer sind ja schön und gut, aber man hat sie nicht immer zur Hand. Daher muss man auch auf die Ausrüstung der Piloten achten. Glücklicherweise verfällt Metal Max Returns nicht diesem seltsamen "Alle J-RPGs sind heimlich Fantasy-RPGs"-Syndrom und erklärt Schwerter und andere Nahkampfwaffen zu den häufigsten Waffen im Spiel, egal wie fortgeschritten das Setting ist. Hier benutzt man hauptsächlich verschiedene Schusswaffen - mit ein paar Wurfwaffen, Schraubenschlüssel (können gegnerische Waffensysteme lahmlegen) und einem Schwert hier und da.
Das fehlen dieses Syndroms schlägt sich auch dadurch nieder, dass es hier keine Magie gibt. Items (insbesondere die zum Heilen) sind also wichtiger den je.
Drei Features des Spiels fand ich besonders schick (neben der ganzen Panzersache, natürlich):
1. Es gibt ein detailliertes Menü mit Karte sowie Infos über besiegte Gegner und gefundene Items. Etwas unhandlich, aber für die damalige Zeit eine enorme Leistung
2. Das "Dog-System" für Panzer. Keine Ahnung, wie es funktioniert oder warum es so heißt, aber es erlaubt kostenlose Teleportation zu besuchten Städten. Was will man mehr?
3. Du hast einen neuen Charakter in der Truppe, aber noch keinen Panzer für ihn? Oder all deine Panzer sind beschädigt und du brauchst etwas zum Abschleppen? Dann miete einen in der nächsten Stadt! Dieser Service ist absolut kostenlos - nur das durch Kämpfe gewonnene Geld wird halbiert. Oh, und der Panzer kehrt automatische zu uns zurück, wenn er zu sehr beschädigt wird...:nerv:
Ach ja, und die Kämpfe können manchmal sehr frustrierend sein. Wie wäre es etwa mit zwei Atillerie-Geschützen, die deine Truppe bereits auf der Weltkarte bombardiert :fies: ?!
Grafik
Sehr sehenswert. Erinnert mich sehr stark an Final Fantasy VI, nur nicht ganz so schick. Dafür sind die Gegner äußerst krank designt. Und wie bereits erwähnt hat Square-Enix ein Gegnerdesign geklaut...
ein:
Sound
Einige Stücke sind nicht übel, und man kann in den Bars sogar die meisten Lieder abspielen lassen. Nur das Kampfthema finde ich etwas zu heiter, und es könnte einem durchaus schnell auf den Keks gehen.
Fazit
Mit dem Setting, den Kämpfen und dem "Pimp-my-Tank"-System hatte ich so einigen Spaß. Wegen der Nähe zu Dragon Quest und Earthbound wird jedoch nicht jeder Spaß mit den nicht ganz so benutzerfreundlichen Menüs haben. Aber manchmal muss es auch mal Oldschool sein
!
Ach ja, die Jungs von Aeon Genesis haben das Spiel freundlicherweise übersetzt. Der Link (nein, nicht DER Link ) führt euch zum Patch.
Einleitung
Die Metal-Max-Reihe ist eine kleine, etwas obskure RPG-Reihe. Bis auf den etwas mittelmäßigen PS2-Ableger Metal Saga erschien kein Teil außerhalb Japans - und dann auch nur in den US und A. Da im Moment der eine oder andere DS-Teil geplant ist und vielleicht auch endlich bei uns erscheinen könnte, habe ich mich für dieses Review entschieden. Also Vorhang auf!
Ach ja, Metal Max Returns heißt so, weil es ein Remake des NES-Spiels Metal Max ist. Also nicht zu verwechseln mit dem anderen SNES-Spiel Metal Max 2, das VOR Returns erschienen ist
Story
Metal Max Returns spielt in der typischen, idyllischen, post-apokalyptischen Welt: Einöden, befestigte Siedlungen, Mutanten und mordlüsterne Kriegsmaschinen aus besseren (?) Zeiten.
Der Held des Spiels ist einer dieser stillen Protagonisten mit frei wählbaren Namen. Er hat es sich in den Kopf gesetzt, ein Hunter zu werden. Was Hunter machen? Nun, sie verdienen Geld, indem sie alles abmurksen, was die tödliche Flora und Fauna so zu bieten hat.
Der Vater des Protagonisten - ein Mechaniker - ist mit der Berufswahl seines Sohnes nicht gerade einverstanden und schmeißt in kurzerhand raus. Wer will, kann nach Zuhause zurückkehren und das Spiel somit vorzeitig beenden - das "Angsthasen"-Ending quasi :nerv:
Bevor sich unser Held Hunter schimpfen kann, braucht er noch etwas, um die wilden Bestien und Roboter zu bekämpfen: die stärkste Waffe, die die Menschheit je entwickelt hat. Dabei handelt es sich nicht um irgendwelche kindischen Mecha, sondern um...

PANZER :boah: !
Glücklicherweise befindet sich in den Tiefen eines nahen Höhlenkomplexes angeblich ein Panzer, also schnappt sich unser Protagonist eine billige Knarre und geht dort hin.
Nachdem er sich durch die Horden an Ungeziefer und... den Gatling-Schlangen aus Final Fantasy X-2 (
Glücklicherweise muss er nicht neu laden und endlose Stunden grinden: Der legendäre Hunter Red Wolf taucht mit seinem aufgemotzten Panzer auf und verteilt diesen Köter an die nächste Wand. Er will sich daraufhin den Panzer schnappen. Glücklicherweise ist diese Modell seinem eigenen unterlegen, also überlasst er es unserem Helden großzügigerweise. Und so beginnt das Abenteuer...
Merkwürdigerweise hat Metal Max Returns mehr mit westlichen als mit östlichen RPGs zu tun: eine Handlung ist nur in Ansätzen vorhanden. Stattdessen kann man mit seinem Panzer tun und lassen, was man will. Man hat nur sich selbst, bis zu zwei Kumpanen (einen Mechaniker und eine Soldatin) und jede Menge Panzer. Es steht einem frei, durch die Welt zu ziehen, Monster zu jagen, in den Kneipen eine Auszugeben und seine Ausrüstung aufzubessern. Alles in allem eine Art Morrowind mit Panzern - nur mit weniger Text und Quests XD
Alles in allem finde ich das Spiel sehr erfrischend. Es erinnert mich an die Zeiten, in denen man keine übertrieben epischen Stories und weinerliche Milchgesichter als "Helden" brauchte. Und wann kann man sich schon mit einem Panzer in einer post-apokalyptischen Welt austoben :nerv: ?
Gameplay

Lasst euch von den Screenshots nicht täuschen: Was wie ein Final-Fantasy-artiges ATB-System aussieht, ist in Wahrheit "nur" das Kampfsystem aus Dragon Quest mit etwas anderer Perspektive. Ähnliches gilt auch für die Menüs und das Inventar. Für Neulinge mag das alles etwas umständlich sein, aber Fans von Dragon Quest oder Earthbound müssten den Dreh schon raus haben.
Der große Fokus des Spiels sind natürlich die Panzer (wobei darunter auch APCs und Jeeps zählen). Es gibt zahlreiche Wege, sie aufzumotzen. Das einzige Limit ist der eigene Geldbeutel und der aktuelle Motor des Panzers. Dieser bestimmt, wie schwer die Ausrüstung des Panzers maximal sein darf. Man schraubt also ein Paar Waffen und Extras drauf und füllt das noch freie Gewicht mit Panzerplatten (aka HP ). Fertig ist die Kampfmaschine!
Die meisten Panzer führen eine Hauptwaffe mit sich. In der Regel ist das eine Panzerkanone. Sie richten enormen Schaden an, haben jedoch nur begrenzte Munition. Daher sollte man die sich für Bosskämpfe aufheben, vor allem in Kombination mit Spezialmunition (wie panzerbrechende Geschosse).
Hilfswaffen sind üblicherweise Gatlings. Denen geht nie die Munition aus. Da einige von ihnen auch mehrere Gegner treffen können, sind sie perfekt für Zufallskämpfe.
Leichte Fahrzeuge wie Jeeps können keine Hauptwaffe tragen. Dafür erlauben sie es dem Piloten, seine eigene Waffe einzusetzen, ohne das Fahrzeug zu verlassen.
Kämpfe in den Panzern unterscheiden sich in einigen Kleinigkeiten von den normalen Kämpfen. So ist das Befehlsmenü anders (und lässt sich frei gestalten). Außerdem werden Panzer nicht zerstört, wenn ihnen die HP ausgeht. Stattdessen nimmt dann die Ausrüstung des Panzers Schaden, was bis zur Bewegungslosigkeit führen kann. Dann bleibt einem nichts anderes übrig, als einen anderen Panzer als Abschlepper zu benutzen...
Die Größenordnung in den Kämpfen finde ich schön realistisch: normale Monster können kaum etwas gegen einen Panzer anrichten, während die Panzer sie wiederum hinwegfegen. Andererseits gibt es einige Monster, die erst im Kampf gegen Panzer richtig aktiv werden. Glücklicherweise kann man seinen Panzer während des Kampfes problemlos verlassen und wieder bemannen.
Panzer sind ja schön und gut, aber man hat sie nicht immer zur Hand. Daher muss man auch auf die Ausrüstung der Piloten achten. Glücklicherweise verfällt Metal Max Returns nicht diesem seltsamen "Alle J-RPGs sind heimlich Fantasy-RPGs"-Syndrom und erklärt Schwerter und andere Nahkampfwaffen zu den häufigsten Waffen im Spiel, egal wie fortgeschritten das Setting ist. Hier benutzt man hauptsächlich verschiedene Schusswaffen - mit ein paar Wurfwaffen, Schraubenschlüssel (können gegnerische Waffensysteme lahmlegen) und einem Schwert hier und da.
Das fehlen dieses Syndroms schlägt sich auch dadurch nieder, dass es hier keine Magie gibt. Items (insbesondere die zum Heilen) sind also wichtiger den je.
Drei Features des Spiels fand ich besonders schick (neben der ganzen Panzersache, natürlich):
1. Es gibt ein detailliertes Menü mit Karte sowie Infos über besiegte Gegner und gefundene Items. Etwas unhandlich, aber für die damalige Zeit eine enorme Leistung
2. Das "Dog-System" für Panzer. Keine Ahnung, wie es funktioniert oder warum es so heißt, aber es erlaubt kostenlose Teleportation zu besuchten Städten. Was will man mehr?
3. Du hast einen neuen Charakter in der Truppe, aber noch keinen Panzer für ihn? Oder all deine Panzer sind beschädigt und du brauchst etwas zum Abschleppen? Dann miete einen in der nächsten Stadt! Dieser Service ist absolut kostenlos - nur das durch Kämpfe gewonnene Geld wird halbiert. Oh, und der Panzer kehrt automatische zu uns zurück, wenn er zu sehr beschädigt wird...:nerv:
Ach ja, und die Kämpfe können manchmal sehr frustrierend sein. Wie wäre es etwa mit zwei Atillerie-Geschützen, die deine Truppe bereits auf der Weltkarte bombardiert :fies: ?!
Grafik
Sehr sehenswert. Erinnert mich sehr stark an Final Fantasy VI, nur nicht ganz so schick. Dafür sind die Gegner äußerst krank designt. Und wie bereits erwähnt hat Square-Enix ein Gegnerdesign geklaut...
Sound
Einige Stücke sind nicht übel, und man kann in den Bars sogar die meisten Lieder abspielen lassen. Nur das Kampfthema finde ich etwas zu heiter, und es könnte einem durchaus schnell auf den Keks gehen.
Fazit
Mit dem Setting, den Kämpfen und dem "Pimp-my-Tank"-System hatte ich so einigen Spaß. Wegen der Nähe zu Dragon Quest und Earthbound wird jedoch nicht jeder Spaß mit den nicht ganz so benutzerfreundlichen Menüs haben. Aber manchmal muss es auch mal Oldschool sein
Ach ja, die Jungs von Aeon Genesis haben das Spiel freundlicherweise übersetzt. Der Link (nein, nicht DER Link ) führt euch zum Patch.