Doresh
Forenpuschel
- Mitglied seit
- 04.02.2005
- Beiträge
- 7.089
Und noch ein Review! Diesmal nicht ganz so riesig - glaub ich XD !
Und mit Ausnahme des Covers stammen alle Bilder und Screenshots von mir selbst. Hab dafür extra ein großes Testspiel angefangen, in dem ich alle Nationen nehme und Schaukämpfe veranstalte :lol:
Vielleicht wisst ihr es noch nicht, aber Age of Empires 2 ist eines meines Lieblings-Echtzeitstrategie-Spiele. Okay, es ist zwar kein Starcraft mit seinen einzigartigen, aber gut ausbalancierten Fraktionen. Es ist auch kein Warcraft 3 (was meiner Meinung eh nur ein Warcraft-Mod für Starcraft ist :nerv: ). Aber AoE2 machte mir nun mal einen Heidenspaß.
Von einiger Zeit habe ich beim Shoppen ein Spiel namens "Rise of Nations" (abgekürzt RoN) gefunden. War erst ein wenig argwöhnisch (so sah mindestens einer der Screenshots auf der Rückseite wie aus AoE2 aus), aber schließlich hab ich's mir doch geholt. Und was soll ich sagen? Mein AoE2-Fieber ist mutiert :kicher: !
Für den Debüt-Titel einer noch jungen Spieleschmiede kann sich RoN wirklich sehen lassen. Ist auch kein Wunder: Big Huge Games (die besagte Spieleschmiede) wurde von richtigen Veteranen der Spieleindustrie gegründet, darunter auch Brain Reynolds, der Kopf hinter einigen von Sid Meier's größten Erfolgen, nämlich Civilization II und Alpha Centauri.
Und ehe ich anfange: Ich werde RoN im Laufe des Reviews immer wieder mit Age of Empires, Empire Earth und Civilization vergleichen. Wem das nichts sagt hat eh sein halbes Leben verpennt XD.
[BREAK=Rise of Age of Empire Earth Civilization - oder so ähnlich]
Gameplay
Die generelle Prämisse von RoN ist ähnlich wie Empire Earth: Ein Echtzeit-Strategiespiel mit Anlehnung an die Age of Empires Reihe, aber mit wesentlich mehr Zeitaltern. Außerdem hat RoN den Realismus von Civilization geerbt: Anders als in Empire Earth gibt es keine Priester mit übernatürlichen Kräften oder fiktive Zukunfts-Zeitalter mit etwas lächerlich designten Mecha. RoN endet klipp und klar im "Informationszeitalter", sprich der Gegenwart.
RoN hat auch etwas weniger - "nur" 8 statt rund 14 - Zeitalter. Diese orientieren sich jedoch stärker an den historischen Epochen, die da wären:
- Antike (weit vor Christus)
- Klassik (ein bisschen nach Christus)
- Mittelalter (was wohl?)
- Schießpulver-Zeitalter ("Boomstick-Zeit")
- Aufklärung ("Napoleon-Zeit")
- Industrie (1. Weltkrieg)
- Moderne (2. Weltkrieg und bis ungefähr Golfkrieg)
- Informations-Zeitalter (Gegenwart und nahe Zukunft)

Wie auch in Empire Earth, so spielt sich RoN sehr wie das klassische Age of Empires 2: Man sammelt Rohstoffe, baut Gebäude, forscht, steigt in neue Zeitalter auf und baut eine Armee auf.

Kommen wir aber erst zu den größten Unterschieden zu AoE2: Städte und Ressourcen.
Städte sind hier keine zufällige Ansammlung von Gebäuden, sondern die Herzstücke eines jeden Imperiums - wie in der Civilization-Reihe. Städte erweitern die Grenze der eigenen Nation. Nur innerhalb dieser Grenze darf man bauen, viele Gebäude sogar nur in der Nähe der Städte. Zudem kann man nicht beliebig viele Bürger zum Ressourcenabbau abkommandieren: Jede Städt erlaubt nur eine begrenzte Zahl für jeden Ressourcentyp. Früher oder später muss man also neue Städte errichten.
Städte wachsen auch mit der Anzahl der Gebäude in ihrer Nähe und werden dadurch widerstandsfähiger. Ah, und noch was: Städte kann man nicht zerstören, sondern "nur" erobern. Hat man die Lebenspunkte einer Stadt geleert, muss man sie eine Weile besetzt halten, und schon gehört sie einem.

Anders als in AoE2 sind die Ressourcen unerschöpflich. Dafür gibt es die Handelsobergrenze, welche die Zahl der Rohstoffeinheiten beschränkt, die man in 30 Sekunden ansammeln kann.
In der Antike sind Ressourcen noch schön übersichtlich: In Wäldern hackt man Holz und auf Feldern sammelt man Nahrung. Reichtum ist da schon kniffliger, denn hier gibt es keine Goldminen. Stattdessen kann man Besteuerung erforschen (je größer das eigene Gebiet, desto mehr Reichtum kriegt man) oder Marktplätze bauen und Karawanen zwischen eigenen oder befreundeten Städten schicken.
Mit der Klassik gibt es Metall (abbaubar an Gebirgen) und Wissen (an Universitäten, in denen man dann Gelehrte ausbildet). Wissen ist eine einzigartige Ressource: Sie wird nicht durch die Handelsobergrenze beschränkt, dafür kann man sie nicht mit Reichtum kaufen.
Ab der Industrie gibt es schließlich Öl, die einzige Ressource, die nicht durch Stadtgrenzen beschränkt ist.

Wenn man davon absieht, dass RoN Kaserne und Schießstand zusammen gelegt hat, ähneln sich die Einheiten untereinander sehr: wie auch in AoE2 gibt es Speerwerfer (gegen andere Schützen), Bogenschützen (gegen Infanterie), Berittene Bogenschützen (wie Bogenschützen, nur schneller), leichte (für schnelle Angriffe) sowie schwere Kavallerie (gegen Schützen). Gegenüber AoE2 hat man jedoch die Schwertkämpfer und Pikeniere zur Schweren Infanterie vereinigt, die standardmäßig mit einem Speer kämpft und gegen Kavallerie effektiv ist.
Was gegenüber AoE2 ins Auge sticht ist die Tatsache, dass Kaserneneinheiten aus je 3 Kämpfern bestehen. Dadurch kann man große Armeen befehligen und die Zahl der zu befehligenden Einheiten übersichtlich halten.
In RoN gibt es nur noch einen richtigen Belagerungswaffen-Typ (vom Katapult bis zum Raketenfahrzeug), aber einen anderen braucht man auch nicht: Er hat eine große Reichweite und richtet enorme Schäden an. Zudem stellt er eine Art "Tribock Light" dar, denn er hat einen Bewegungs- und einen Angriffsmodus, und ein Moduswechsel braucht immer ein bisschen Zeit.

Wie bereits oben erwähnt sind wie in AoE2 bestimmte Einheitentypen gegen andere effektiv, und diese Verhältnisse bleiben über die Zeitalter erhalten. Aus Anti-Kavallerie-Speerkämpfern werden etwa Bazooka-Truppen, die Panzer in die Luft jagen.
In RoN muss man jedoch ein wenig taktischer Denken: Angriffe auf die Flanke des Gegners richten mehr Schaden an, in Flüssen ist man langsamer und verwundbarer, und zu guter Letzt gibt es Verschleißschäden. Diese simulieren den Mangel an Vorräten, an den man hinter feindlichen Linien leidet. Kurz gesagt erleidet man in feindlichen Gebieten Schäden, und Belagerungswaffen schießen langsamer. Glücklicherweise gibt es ab dem Mittelalter Versorgungswagen, die vor solchen Effekten schützen.
Auch eine sehr lustige Neuerung: Es gibt keine Transportschiffe. Hat man einen Hafen und die richtige Technologie erforscht, verwandeln sich Einheiten automatisch in Transportschiffe, um Wasser zu überqueren.

Neben konventionellen Kampfeinheiten gibt es Spezialeinheiten, die selbst nicht kämpfen können, jedoch über interessante Fähigkeiten verfügen. So erhöhen Generäle den Rüstungswert eigener Truppen und können sie verschanzen (Schutz vor Frontalangriffen) oder gar vorübergehend unsichtbar machen. Spione sind von sich aus unsichtbar und können mit den Augen feindlicher Einheiten und Gebäude sehen und sie auch bestechen (die Einheiten, nicht die Gebäude XD ), und die ebenfalls unsichtbaren Späher (die weiterentwicklung der viel weniger interessanten Kundschafter) können wichtige feindliche Einheiten und Gebäude gezielt ausschalten und feindliche Luftabwehr durch ihre bloße Anwesenheit außer Gefecht setzen.

Ach ja, Bürger können sich nicht nur per Knopfdruck in Türme und Gebäude verschanzen, sonder mit der richtigen Technologie auch zu den Waffen greifen. Die fangen als einfache Milizen an und können später zu Guerilla-Kämpfern werden, die Gegner aus dem Hinterhalt beharken.

Während man sich durch die Zeitalter bewegt, gibt es wichtige Änderungen und Neuerungen: Aus der Schweren Infanterie werden ab der Aufklärung Fernkämpfer, und die Kavallerie wird ab dem Industrie-Zeitalter zu Panzern. Das Industriezeitalter bringt auch jede Menge neue Einheiten, wie Jäger (bzw. Doppeldecker), Flakfahrzeuge, U-Boote, Maschinengewehre (gut gegen Infanterie, hat jedoch auch wie Belagerungswaffen 2 Modi) und Flammenwerfer (scheuchen Einheiten aus Verschanzungen und Gebäuden). In der Moderne gibt es dann noch Bomber, Flugzeugträger, Helikopter und Raketensilos.
Bei den Raketensilos hat man die Wahl zwischen normalen Raketen (quasi Bomber für Arme, dafür können sie nicht vom Himmel geschossen werden) und Nuklearsprengköpfen. Die sind SEHR zerstörerisch, aber nicht ohne Nachteile: Bei Benutzung leidet man einige Minuten unter einem Handelsembargo (während dem man keine Ressourcen tauschen kann und man keine Erlöse durch Handelswege erhält), und werden in einem Spiel zu viele davon gezündet führt das zum Armageddon (ALLE verlieren).

Kommen wir zu Technologien. Anfangs braucht man für sie nur einfache Ressourcen, aber im Laufe der Zeit kommen immer größere Wissenskosten dazu.
Neben AoE-artigen Technologien, die man in diversen Gebäuden errichten kann, gibt es 4 Civ-artige Technologiepfade, die von entscheidender Bedeutung sind: Militär, Staatswesen, Wirtschaft und Wissenschaft. Alle liefern nützliche Boni und sind ungefähr gleich wichtig für eine aufstrebende Nation. Militär erhöht zum Beispiel das Bevölkerungslimit, während Wirtschafts die Handelsobergrenze erhöht.
Befindet man sich im Informationszeitalter und hat alle 4 Pfade vollständig erforscht, werden 4 besondere Technologien erhältlich, darunter ein Raketenschild gegen Nuklearwaffen, Stealthbomber (die man praktisch nur mit anderen Lufteinheiten abschießen kann) und sofortige Einheitenproduktion.
Und hier hört die Ähnlichkeit mit der Civ-Reihe nicht auf, kann man doch Weltwunder bauen und Händler zu seltenen Ressourcen schicken, um diverse nützliche Boni zu erhalten.
Da diese Technologiepfade so wichtig sind, kann man sie zusammen mit dem nächsten Zeitalters bequem über den oberen Bildschirmrand erforschen.
Nun zu den 18 Nationen des Spiels. Jede davon hat ihre eigenen Boni und Vorteile, die wesentlich ausgeprägter als in AoE2 sind. Russland etwa hat die "Kraft der Heimat": Da der Kalte Winter Russlands schon so einige Invasoren abwehrte, erhalten sie einen fetten Verschleißbonus. China kann mit der Kraft der Kultur Bürger ohne Wartezeit ausbilden und dank der Kraft des Goldes können die Inka an ihren Bergwerken neben Metall auch Reichtum produzieren.
Kommen wir zu den Spezialeinheiten: Wie in Civilization ersetzen diese bestimmte Einheitentypen in bestimmten Zeitaltern. Japan etwa hat bis einschließlich der Aufklärung einen langsameren, aber stärkeren Schwere-Infanterie-Ersatz (erst Ashigaru, dann Bushi und schließlich Samurai), England hat ungefähr im gleichen Zeitraum bessere Bogenschützen und Rom hat seine Legionäre (auch schwere Infanterie). Hier ist zu beachten, dass nur wenige Nationen in den modernen Zeitaltern Spezialeinheiten haben, wie etwa Deutschland mit besseren Panzern in Moderne und Informationszeitalter.
Ein Minuspunkt gegenüber AoE2 gibt es in Sachen Kampagnen. RoN hat nämlich keine. Etwas schade, da der Szenarioeditor durchaus dazu in der Lage wäre. Und sogar das Tutorial ist ähnlich aufgebaut wie in AoE2. Dieses Tutorium ist auch der einzige Punkt im Spiel, in dem man mal kurz die einzige Heldeneinheit im Spiel - Boadicea - erblicken kann. Ein wenig mickrig im Vergleich zu der großen Anzahl an Helden in AoE2...
Statt einer Kampagne gibt es einen Welteroberungsfeldzug: Man wählt eine Nation und muss auf einer aufgebohrten Risiko-Karte die Welt erobern - mit oder ohne Hilfe von Bündnispartnern. Neben Standardgefechten gibt es auch einige originelle Szenarien, in denen man etwa einen Gegnerkonvoi überfällt oder über die hilflosen Bürger herfällt. Alle 3 Spielzüge wechselt man automatisch ins nächste Zeitalter. So geht es von der Antike zum Informatikzeitalter. 3 Züge scheinen zwar kurz zu sein, aber die Zahl der Nationen dünnt sich schon noch schnell genug aus.
Mit Rise of Nations wollten die Entwickler das Beste aus 2 scheinbar unverbindlichen Genres vereinigen - und sie hatten Erfolg: Das Echtzeit-Gameplay wird mit Elementen rundenbasierter Aufbausimulation tiefgreifender, und solchen lächerlichen Civ-Kram wie "Panzer verliert gegen Speerkämpfer" kann man hier nur mit deutlicher Übermacht realisieren
Interessant finde ich auch, dass Gefechte trotz der ganzen Zeitalter relativ kurz bleiben. Anderthalbstunden scheinen der Standard zu sein. Wer längere spiele will, kann die Kosten für Technologien etwas in die Höhe schrauben.
[BREAK=Hören und Sehen]
Grafik
RoN benutzt hübsch anzusehende 2D-Gebäude sowie ein Gelände und Einheiten in 3D.
Glücklicherweise hat RoN ein kleines Manko aus AoE2 behoben: Obwohl es dort - wie auch in RoN - eine nette Auswahl an unterschiedlichen Gebäudestilen gab, waren die generischen Einheiten allesamt europäisch. In RoN gibt es zu den Gebäude- auch Einheitenstile. Asiatische Einheiten sehen also anders aus als afrikanische, und europäische anders als südamerikanische. Zusammen mit den Spezialeinheiten hat so jede Nation ihre eigene Note.
Spezialeffekte sind auch schön anzusehen, vor allem ab dem Schießpulver-Zeitalter, wenn besagtes Pulver das Schlachtfeld in kleine Nebelwolken taucht.
Besonders schick finde ich Straßen: Gebäude innerhalb des Stadtradius werden automatisch damit untereinander Verbunden, und Karawanen machen aus Handelsrouten schnell Handelsstraßen. So wirkt eine Stadt gleich viel lebendiger.
Die Spielkamera ist recht statisch. Es gibt nur 3 Zoomstufen, von denen ich die mittlere bevorzuge. Aber eine frei drehbare Kamera ist eh nur Schnickschnack. Soll ja alles übersichtlich bleiben
Sound
RoN bietet recht unterschiedliche Musikstile, aber meist hört man recht epische Stücke. Waffensounds hören sich alle glaubwürdig an, und Einheitenkommentare... sind nicht vorhanden! Stimmen hört man hier nur während des Tutorials. Mag einigen nicht gefallen, aber früher oder später gehen einem Einheitenkommentare eh auf den Keks, oder :nerv: ?
[BREAK=Thrones and Patriots]
Das Addon
Thrones and Patriots aus dem Jahre 2004 ist das Addon zu RoN. Es liefert zunächst 6 neue Nationen:
- Amerika: ihre Marines können sich automatisch verschanzen
- Niederlande: deren Versorgungswagen, Händler und Karawanen schießen zurück!
- Lakota: brauchen keine Felder, da fast jede Bodeneinheit Nahrung "produziert"
- Inder: haben Zugriff auf einen komplett neuen Einheitentyp: Kriegselefanten
- Perser: haben ebenfalls Kriegselefanten (allerdings nicht mit so schicken Boni) und eigene Schwere Infanterie
- Irokesen: deren Holzfäller sammeln gleichzeitig Nahrung
Dazu wurden einige bestehende Nationen etwas überarbeitet.
Neu ist auch der Senat. Hier kann man im Laufe der Zeitalter dreimal eine neue Regierungsform erforschen. Dabei hat man jedesmal die Wahl zwischen einer Regierungsform mit militärischen (Despotismus, Monarchie, Sozialismus) und einer mit wirtschaftlichen (Republik, Demokratie, Kapitalismus) Vorteilen. Netterweise behält man die Boni seiner früheren Regierungsformen bei, sodass man sich hier seine Boni zusammenmischen kann.
Die aktuelle Regierungsform bestimmt auch den aktuellen Patrioten (wie "Der Despot" oder "Der Vorstandsvorsitzende"). Dieser wird automatisch und kostenlos am Senat produziert (allerdings gibt es nie mehr als einen davon) und agiert als General mit zusätzlichen Fähigkeiten. Militärische Patrioten etwa ersetzen Versorgungswagen und bieten fettere Ressourcenausbeute fürs Töten und Zerstören. Wirtschaftliche Patrioten beschleunigen Einheitenproduktion und heilen umliegende Einheiten und Gebäude.
Zu guter letzt gibt es gleich 4 neue Welteroberungsfeldzüge mit neuen Regeln, die sich meist auf nur wenige Zeitalter beschränken und schon etwas mehr wie Kampagnen sind:
- Alexander der Große: Erobere als Alexander die damals bekannte Welt
- Die neue Welt: Kämpfe als Amerikaner für die Unabhängigkeit, konkurriere mit anderen europäischen Ländern oder verjage die Fremden als ein Stamm der amerikanischen Ureinwohner
- Napoleon: Erlange die Macht über Frankreich und den Rest Europas
- Der Kalte Krieg: Der Westen gegen den Osten: es kann nur einen Geben - oder nukleare Endzeit!
Alles in allem ein ordentliches Addon mit nützlichen neuen Features - ganz im Geiste von "The Conquerors" - Minus der Kampagnen vielleicht
!
[BREAK=Fazit]
Abschließende Worte
Ich liiiieeebe Spiele mit verschiedenen Zeitepochen. Deshalb mag ich wohl Civ und Time Splitters so sehr... wie auch immer, Rise of Nations ist für mich das "bessere Empire Earth" und der "Age of Empires Teil, den ich mir immer gewünscht habe". Bürger und Karawanen sind schön clever (die einen suchen nach einer Weile von selbst nach Arbeit, die anderen eröffnen automatisch Handelsrouten), und man hat alle wichtigen Informationen auf einem Blick. Das Spiel besitzt Tiefe und Eleganz, und macht mir so viel Spaß wie seit AoE2 nicht mehr, zudem hat man wie in der Civ-Reihe das Gefühl, eine große Nation aufzubauen. Wüsste also nicht, warum man nicht zugreifen sollte
Und mit Ausnahme des Covers stammen alle Bilder und Screenshots von mir selbst. Hab dafür extra ein großes Testspiel angefangen, in dem ich alle Nationen nehme und Schaukämpfe veranstalte :lol:
Vielleicht wisst ihr es noch nicht, aber Age of Empires 2 ist eines meines Lieblings-Echtzeitstrategie-Spiele. Okay, es ist zwar kein Starcraft mit seinen einzigartigen, aber gut ausbalancierten Fraktionen. Es ist auch kein Warcraft 3 (was meiner Meinung eh nur ein Warcraft-Mod für Starcraft ist :nerv: ). Aber AoE2 machte mir nun mal einen Heidenspaß.
Von einiger Zeit habe ich beim Shoppen ein Spiel namens "Rise of Nations" (abgekürzt RoN) gefunden. War erst ein wenig argwöhnisch (so sah mindestens einer der Screenshots auf der Rückseite wie aus AoE2 aus), aber schließlich hab ich's mir doch geholt. Und was soll ich sagen? Mein AoE2-Fieber ist mutiert :kicher: !
Für den Debüt-Titel einer noch jungen Spieleschmiede kann sich RoN wirklich sehen lassen. Ist auch kein Wunder: Big Huge Games (die besagte Spieleschmiede) wurde von richtigen Veteranen der Spieleindustrie gegründet, darunter auch Brain Reynolds, der Kopf hinter einigen von Sid Meier's größten Erfolgen, nämlich Civilization II und Alpha Centauri.
Und ehe ich anfange: Ich werde RoN im Laufe des Reviews immer wieder mit Age of Empires, Empire Earth und Civilization vergleichen. Wem das nichts sagt hat eh sein halbes Leben verpennt XD.
[BREAK=Rise of Age of Empire Earth Civilization - oder so ähnlich]
Gameplay
Die generelle Prämisse von RoN ist ähnlich wie Empire Earth: Ein Echtzeit-Strategiespiel mit Anlehnung an die Age of Empires Reihe, aber mit wesentlich mehr Zeitaltern. Außerdem hat RoN den Realismus von Civilization geerbt: Anders als in Empire Earth gibt es keine Priester mit übernatürlichen Kräften oder fiktive Zukunfts-Zeitalter mit etwas lächerlich designten Mecha. RoN endet klipp und klar im "Informationszeitalter", sprich der Gegenwart.
RoN hat auch etwas weniger - "nur" 8 statt rund 14 - Zeitalter. Diese orientieren sich jedoch stärker an den historischen Epochen, die da wären:
- Antike (weit vor Christus)
- Klassik (ein bisschen nach Christus)
- Mittelalter (was wohl?)
- Schießpulver-Zeitalter ("Boomstick-Zeit")
- Aufklärung ("Napoleon-Zeit")
- Industrie (1. Weltkrieg)
- Moderne (2. Weltkrieg und bis ungefähr Golfkrieg)
- Informations-Zeitalter (Gegenwart und nahe Zukunft)

Wie auch in Empire Earth, so spielt sich RoN sehr wie das klassische Age of Empires 2: Man sammelt Rohstoffe, baut Gebäude, forscht, steigt in neue Zeitalter auf und baut eine Armee auf.

Kommen wir aber erst zu den größten Unterschieden zu AoE2: Städte und Ressourcen.
Städte sind hier keine zufällige Ansammlung von Gebäuden, sondern die Herzstücke eines jeden Imperiums - wie in der Civilization-Reihe. Städte erweitern die Grenze der eigenen Nation. Nur innerhalb dieser Grenze darf man bauen, viele Gebäude sogar nur in der Nähe der Städte. Zudem kann man nicht beliebig viele Bürger zum Ressourcenabbau abkommandieren: Jede Städt erlaubt nur eine begrenzte Zahl für jeden Ressourcentyp. Früher oder später muss man also neue Städte errichten.
Städte wachsen auch mit der Anzahl der Gebäude in ihrer Nähe und werden dadurch widerstandsfähiger. Ah, und noch was: Städte kann man nicht zerstören, sondern "nur" erobern. Hat man die Lebenspunkte einer Stadt geleert, muss man sie eine Weile besetzt halten, und schon gehört sie einem.

Anders als in AoE2 sind die Ressourcen unerschöpflich. Dafür gibt es die Handelsobergrenze, welche die Zahl der Rohstoffeinheiten beschränkt, die man in 30 Sekunden ansammeln kann.
In der Antike sind Ressourcen noch schön übersichtlich: In Wäldern hackt man Holz und auf Feldern sammelt man Nahrung. Reichtum ist da schon kniffliger, denn hier gibt es keine Goldminen. Stattdessen kann man Besteuerung erforschen (je größer das eigene Gebiet, desto mehr Reichtum kriegt man) oder Marktplätze bauen und Karawanen zwischen eigenen oder befreundeten Städten schicken.
Mit der Klassik gibt es Metall (abbaubar an Gebirgen) und Wissen (an Universitäten, in denen man dann Gelehrte ausbildet). Wissen ist eine einzigartige Ressource: Sie wird nicht durch die Handelsobergrenze beschränkt, dafür kann man sie nicht mit Reichtum kaufen.
Ab der Industrie gibt es schließlich Öl, die einzige Ressource, die nicht durch Stadtgrenzen beschränkt ist.

Wenn man davon absieht, dass RoN Kaserne und Schießstand zusammen gelegt hat, ähneln sich die Einheiten untereinander sehr: wie auch in AoE2 gibt es Speerwerfer (gegen andere Schützen), Bogenschützen (gegen Infanterie), Berittene Bogenschützen (wie Bogenschützen, nur schneller), leichte (für schnelle Angriffe) sowie schwere Kavallerie (gegen Schützen). Gegenüber AoE2 hat man jedoch die Schwertkämpfer und Pikeniere zur Schweren Infanterie vereinigt, die standardmäßig mit einem Speer kämpft und gegen Kavallerie effektiv ist.
Was gegenüber AoE2 ins Auge sticht ist die Tatsache, dass Kaserneneinheiten aus je 3 Kämpfern bestehen. Dadurch kann man große Armeen befehligen und die Zahl der zu befehligenden Einheiten übersichtlich halten.
In RoN gibt es nur noch einen richtigen Belagerungswaffen-Typ (vom Katapult bis zum Raketenfahrzeug), aber einen anderen braucht man auch nicht: Er hat eine große Reichweite und richtet enorme Schäden an. Zudem stellt er eine Art "Tribock Light" dar, denn er hat einen Bewegungs- und einen Angriffsmodus, und ein Moduswechsel braucht immer ein bisschen Zeit.

Wie bereits oben erwähnt sind wie in AoE2 bestimmte Einheitentypen gegen andere effektiv, und diese Verhältnisse bleiben über die Zeitalter erhalten. Aus Anti-Kavallerie-Speerkämpfern werden etwa Bazooka-Truppen, die Panzer in die Luft jagen.
In RoN muss man jedoch ein wenig taktischer Denken: Angriffe auf die Flanke des Gegners richten mehr Schaden an, in Flüssen ist man langsamer und verwundbarer, und zu guter Letzt gibt es Verschleißschäden. Diese simulieren den Mangel an Vorräten, an den man hinter feindlichen Linien leidet. Kurz gesagt erleidet man in feindlichen Gebieten Schäden, und Belagerungswaffen schießen langsamer. Glücklicherweise gibt es ab dem Mittelalter Versorgungswagen, die vor solchen Effekten schützen.
Auch eine sehr lustige Neuerung: Es gibt keine Transportschiffe. Hat man einen Hafen und die richtige Technologie erforscht, verwandeln sich Einheiten automatisch in Transportschiffe, um Wasser zu überqueren.

Neben konventionellen Kampfeinheiten gibt es Spezialeinheiten, die selbst nicht kämpfen können, jedoch über interessante Fähigkeiten verfügen. So erhöhen Generäle den Rüstungswert eigener Truppen und können sie verschanzen (Schutz vor Frontalangriffen) oder gar vorübergehend unsichtbar machen. Spione sind von sich aus unsichtbar und können mit den Augen feindlicher Einheiten und Gebäude sehen und sie auch bestechen (die Einheiten, nicht die Gebäude XD ), und die ebenfalls unsichtbaren Späher (die weiterentwicklung der viel weniger interessanten Kundschafter) können wichtige feindliche Einheiten und Gebäude gezielt ausschalten und feindliche Luftabwehr durch ihre bloße Anwesenheit außer Gefecht setzen.

Ach ja, Bürger können sich nicht nur per Knopfdruck in Türme und Gebäude verschanzen, sonder mit der richtigen Technologie auch zu den Waffen greifen. Die fangen als einfache Milizen an und können später zu Guerilla-Kämpfern werden, die Gegner aus dem Hinterhalt beharken.

Während man sich durch die Zeitalter bewegt, gibt es wichtige Änderungen und Neuerungen: Aus der Schweren Infanterie werden ab der Aufklärung Fernkämpfer, und die Kavallerie wird ab dem Industrie-Zeitalter zu Panzern. Das Industriezeitalter bringt auch jede Menge neue Einheiten, wie Jäger (bzw. Doppeldecker), Flakfahrzeuge, U-Boote, Maschinengewehre (gut gegen Infanterie, hat jedoch auch wie Belagerungswaffen 2 Modi) und Flammenwerfer (scheuchen Einheiten aus Verschanzungen und Gebäuden). In der Moderne gibt es dann noch Bomber, Flugzeugträger, Helikopter und Raketensilos.
Bei den Raketensilos hat man die Wahl zwischen normalen Raketen (quasi Bomber für Arme, dafür können sie nicht vom Himmel geschossen werden) und Nuklearsprengköpfen. Die sind SEHR zerstörerisch, aber nicht ohne Nachteile: Bei Benutzung leidet man einige Minuten unter einem Handelsembargo (während dem man keine Ressourcen tauschen kann und man keine Erlöse durch Handelswege erhält), und werden in einem Spiel zu viele davon gezündet führt das zum Armageddon (ALLE verlieren).

Kommen wir zu Technologien. Anfangs braucht man für sie nur einfache Ressourcen, aber im Laufe der Zeit kommen immer größere Wissenskosten dazu.
Neben AoE-artigen Technologien, die man in diversen Gebäuden errichten kann, gibt es 4 Civ-artige Technologiepfade, die von entscheidender Bedeutung sind: Militär, Staatswesen, Wirtschaft und Wissenschaft. Alle liefern nützliche Boni und sind ungefähr gleich wichtig für eine aufstrebende Nation. Militär erhöht zum Beispiel das Bevölkerungslimit, während Wirtschafts die Handelsobergrenze erhöht.
Befindet man sich im Informationszeitalter und hat alle 4 Pfade vollständig erforscht, werden 4 besondere Technologien erhältlich, darunter ein Raketenschild gegen Nuklearwaffen, Stealthbomber (die man praktisch nur mit anderen Lufteinheiten abschießen kann) und sofortige Einheitenproduktion.
Und hier hört die Ähnlichkeit mit der Civ-Reihe nicht auf, kann man doch Weltwunder bauen und Händler zu seltenen Ressourcen schicken, um diverse nützliche Boni zu erhalten.
Da diese Technologiepfade so wichtig sind, kann man sie zusammen mit dem nächsten Zeitalters bequem über den oberen Bildschirmrand erforschen.
Nun zu den 18 Nationen des Spiels. Jede davon hat ihre eigenen Boni und Vorteile, die wesentlich ausgeprägter als in AoE2 sind. Russland etwa hat die "Kraft der Heimat": Da der Kalte Winter Russlands schon so einige Invasoren abwehrte, erhalten sie einen fetten Verschleißbonus. China kann mit der Kraft der Kultur Bürger ohne Wartezeit ausbilden und dank der Kraft des Goldes können die Inka an ihren Bergwerken neben Metall auch Reichtum produzieren.
Kommen wir zu den Spezialeinheiten: Wie in Civilization ersetzen diese bestimmte Einheitentypen in bestimmten Zeitaltern. Japan etwa hat bis einschließlich der Aufklärung einen langsameren, aber stärkeren Schwere-Infanterie-Ersatz (erst Ashigaru, dann Bushi und schließlich Samurai), England hat ungefähr im gleichen Zeitraum bessere Bogenschützen und Rom hat seine Legionäre (auch schwere Infanterie). Hier ist zu beachten, dass nur wenige Nationen in den modernen Zeitaltern Spezialeinheiten haben, wie etwa Deutschland mit besseren Panzern in Moderne und Informationszeitalter.
Ein Minuspunkt gegenüber AoE2 gibt es in Sachen Kampagnen. RoN hat nämlich keine. Etwas schade, da der Szenarioeditor durchaus dazu in der Lage wäre. Und sogar das Tutorial ist ähnlich aufgebaut wie in AoE2. Dieses Tutorium ist auch der einzige Punkt im Spiel, in dem man mal kurz die einzige Heldeneinheit im Spiel - Boadicea - erblicken kann. Ein wenig mickrig im Vergleich zu der großen Anzahl an Helden in AoE2...
Statt einer Kampagne gibt es einen Welteroberungsfeldzug: Man wählt eine Nation und muss auf einer aufgebohrten Risiko-Karte die Welt erobern - mit oder ohne Hilfe von Bündnispartnern. Neben Standardgefechten gibt es auch einige originelle Szenarien, in denen man etwa einen Gegnerkonvoi überfällt oder über die hilflosen Bürger herfällt. Alle 3 Spielzüge wechselt man automatisch ins nächste Zeitalter. So geht es von der Antike zum Informatikzeitalter. 3 Züge scheinen zwar kurz zu sein, aber die Zahl der Nationen dünnt sich schon noch schnell genug aus.
Mit Rise of Nations wollten die Entwickler das Beste aus 2 scheinbar unverbindlichen Genres vereinigen - und sie hatten Erfolg: Das Echtzeit-Gameplay wird mit Elementen rundenbasierter Aufbausimulation tiefgreifender, und solchen lächerlichen Civ-Kram wie "Panzer verliert gegen Speerkämpfer" kann man hier nur mit deutlicher Übermacht realisieren
Interessant finde ich auch, dass Gefechte trotz der ganzen Zeitalter relativ kurz bleiben. Anderthalbstunden scheinen der Standard zu sein. Wer längere spiele will, kann die Kosten für Technologien etwas in die Höhe schrauben.
[BREAK=Hören und Sehen]
Grafik
RoN benutzt hübsch anzusehende 2D-Gebäude sowie ein Gelände und Einheiten in 3D.
Glücklicherweise hat RoN ein kleines Manko aus AoE2 behoben: Obwohl es dort - wie auch in RoN - eine nette Auswahl an unterschiedlichen Gebäudestilen gab, waren die generischen Einheiten allesamt europäisch. In RoN gibt es zu den Gebäude- auch Einheitenstile. Asiatische Einheiten sehen also anders aus als afrikanische, und europäische anders als südamerikanische. Zusammen mit den Spezialeinheiten hat so jede Nation ihre eigene Note.
Spezialeffekte sind auch schön anzusehen, vor allem ab dem Schießpulver-Zeitalter, wenn besagtes Pulver das Schlachtfeld in kleine Nebelwolken taucht.
Besonders schick finde ich Straßen: Gebäude innerhalb des Stadtradius werden automatisch damit untereinander Verbunden, und Karawanen machen aus Handelsrouten schnell Handelsstraßen. So wirkt eine Stadt gleich viel lebendiger.
Die Spielkamera ist recht statisch. Es gibt nur 3 Zoomstufen, von denen ich die mittlere bevorzuge. Aber eine frei drehbare Kamera ist eh nur Schnickschnack. Soll ja alles übersichtlich bleiben
Sound
RoN bietet recht unterschiedliche Musikstile, aber meist hört man recht epische Stücke. Waffensounds hören sich alle glaubwürdig an, und Einheitenkommentare... sind nicht vorhanden! Stimmen hört man hier nur während des Tutorials. Mag einigen nicht gefallen, aber früher oder später gehen einem Einheitenkommentare eh auf den Keks, oder :nerv: ?
[BREAK=Thrones and Patriots]
Das Addon
Thrones and Patriots aus dem Jahre 2004 ist das Addon zu RoN. Es liefert zunächst 6 neue Nationen:
- Amerika: ihre Marines können sich automatisch verschanzen
- Niederlande: deren Versorgungswagen, Händler und Karawanen schießen zurück!
- Lakota: brauchen keine Felder, da fast jede Bodeneinheit Nahrung "produziert"
- Inder: haben Zugriff auf einen komplett neuen Einheitentyp: Kriegselefanten
- Perser: haben ebenfalls Kriegselefanten (allerdings nicht mit so schicken Boni) und eigene Schwere Infanterie
- Irokesen: deren Holzfäller sammeln gleichzeitig Nahrung
Dazu wurden einige bestehende Nationen etwas überarbeitet.
Neu ist auch der Senat. Hier kann man im Laufe der Zeitalter dreimal eine neue Regierungsform erforschen. Dabei hat man jedesmal die Wahl zwischen einer Regierungsform mit militärischen (Despotismus, Monarchie, Sozialismus) und einer mit wirtschaftlichen (Republik, Demokratie, Kapitalismus) Vorteilen. Netterweise behält man die Boni seiner früheren Regierungsformen bei, sodass man sich hier seine Boni zusammenmischen kann.
Die aktuelle Regierungsform bestimmt auch den aktuellen Patrioten (wie "Der Despot" oder "Der Vorstandsvorsitzende"). Dieser wird automatisch und kostenlos am Senat produziert (allerdings gibt es nie mehr als einen davon) und agiert als General mit zusätzlichen Fähigkeiten. Militärische Patrioten etwa ersetzen Versorgungswagen und bieten fettere Ressourcenausbeute fürs Töten und Zerstören. Wirtschaftliche Patrioten beschleunigen Einheitenproduktion und heilen umliegende Einheiten und Gebäude.
Zu guter letzt gibt es gleich 4 neue Welteroberungsfeldzüge mit neuen Regeln, die sich meist auf nur wenige Zeitalter beschränken und schon etwas mehr wie Kampagnen sind:
- Alexander der Große: Erobere als Alexander die damals bekannte Welt
- Die neue Welt: Kämpfe als Amerikaner für die Unabhängigkeit, konkurriere mit anderen europäischen Ländern oder verjage die Fremden als ein Stamm der amerikanischen Ureinwohner
- Napoleon: Erlange die Macht über Frankreich und den Rest Europas
- Der Kalte Krieg: Der Westen gegen den Osten: es kann nur einen Geben - oder nukleare Endzeit!
Alles in allem ein ordentliches Addon mit nützlichen neuen Features - ganz im Geiste von "The Conquerors" - Minus der Kampagnen vielleicht
[BREAK=Fazit]
Abschließende Worte
Ich liiiieeebe Spiele mit verschiedenen Zeitepochen. Deshalb mag ich wohl Civ und Time Splitters so sehr... wie auch immer, Rise of Nations ist für mich das "bessere Empire Earth" und der "Age of Empires Teil, den ich mir immer gewünscht habe". Bürger und Karawanen sind schön clever (die einen suchen nach einer Weile von selbst nach Arbeit, die anderen eröffnen automatisch Handelsrouten), und man hat alle wichtigen Informationen auf einem Blick. Das Spiel besitzt Tiefe und Eleganz, und macht mir so viel Spaß wie seit AoE2 nicht mehr, zudem hat man wie in der Civ-Reihe das Gefühl, eine große Nation aufzubauen. Wüsste also nicht, warum man nicht zugreifen sollte
Zuletzt bearbeitet: