Alles nur noch Digital

Orpheus

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Bücher, Spiele, Musik und Filme.
Geht man mal gut 15 Jahre zurück sah es doch recht nett aus, oder?
Man geht in den Laden kauft sich was von den oben genannten Artikeln und erweitert gleichzeitig noch seine Sammlung.

Mittlerweile bekommt man all das Digital über's Internet.

Einige finden diese Entwicklung praktisch und einige wiederum nicht.

Meine Meinung zum Thema pendelt sich da so im Mittelfeld ein.

Nachdem ich mich vorhin mal ein Weilchen mit dem Thema Kindle beschäftigt habe, bin ich regelrecht begeistert davon.
Finde es verdammt praktisch und da ich nicht so oft neue Bücher kaufe und der Kindle sich anscheinend größter Beliebtheit erfreut, für mich perfekt.
Scheint schließlich die Zukunft zu sein.

Bei CDs ist es ein gemischtes Verhältnis.
Einzelne Songs werden gerne mal bei Amazon gedownloadet und ganze Alben gekauft.
Hab hier schließlich über 100 Spiele liegen, bin damit aufgewachsen sich das Original zu kaufen und jetzt dieser Wechsel.

Man kommt sich so verarscht vor wenn die Sammlung nur Digital besteht und man es nicht fest in Händen halten kann, oder nicht?

Auf der anderen Seite zeigen die letzten Jahre ganz offensichtlich, dass man diesen Trend vielleicht besser folgen sollte.

Wie oft hab ich mich die letzten Monate geärgert, weil Spiele so unfertig veröffentlicht werden oder Klassiker zu teuer sind bzw. neue Konsolen nicht soviele anspruchsvolle Spiele bringen und alte Spiele immer seltener auf den aktuellen Konsolen laufen?

Was soll man also als Spieler machen?
Sich über die Jahre einen Tempel von Konsolen zulegen?
Wie lässt sich sowas vermeiden? Man kauft sie sich Digital.

Bei Filmen geht es im Moment auch wieder gut her.
Erst VHS, dann DVDs und jetzt Blu-Rays.
Damals meinten noch einige Leute zu mir sie werden ihre VHS nie wegwerfen oder verkaufen und jetzt? Wer hat Zuhause noch ne Kasette liegen?
Und soll man sich in 5 Jahren von all seinen DVDs verabschieden?
Okay, bei den DVDs sehe ich das Problem noch nicht so stark wie bei den anderen Medien, doch weiter im Text.

CDs, was komme ich mir mittlerweile verarscht vor.
Ich kaufe mir eine CD und drei Monate später erscheint die im Doppelpack mit einer anderen guten CD von der selben Band.
Da reden wir nicht von Jahren, sondern von Monaten.
Oder die Deluxe Edition einer CD kostet 5 Euro mehr, weil da drei Songs mehr drauf sind usw.
Bei den Games genaú das gleiche Spielchen.
Kauft man sich eins kann man sicher sein, dass man spätestens ein halbes Jahr später eine noch bessere Version kriegen kann, wo die letzten Probleme dann beseitigt wurden.

Youtube oder der Mediaplayer laufen schon Jahre lang immer im Hintergrund sobald der PC angeschaltet wird und auf'n PC kommen die neuen CDs eh.

Bücher gehen meiner Meinung nach am schnellsten kaputt und dann bietet Amazon plötzlich gekaufte Bücher immer wieder auf's neue Digital an, falls die mal abhanden kommen.

Spiele lassen sich manchmal gar nicht mehr weiterverkaufen und müssen über Steam angemeldet werden, bevor man die zockt.

Man kann es drehen und wenden wie man will, das alles hat seine Vor- und Nachteile.
Stellt sich nur die Frage was der einzelne Verbraucher von der Entwicklung hält und wie er sich entscheidet?
 

Ashrak

Nachtmahr
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Ich persönlich begrüße in den meisten Bereichen diese Entwicklung. Gerade Güter wie Videospiele, Musik und Filme sind und waren immer rein digitale Güter, so dass es keinen wirklich praktischen Grund dafür gibt, eine physische Kopie davon zu behalten. Außer: was passiert, wenn das Internet ausfällt? Aber jeder halbwegs gute Dienst legt die Daten sowieso auf der Festplatte ab, statt sie zu streamen.
Der einzige Grund warum noch soviele an physischen Kopien festhalten, ist Nostalgie. Denn jemand der ernsthaft damit argumentiert, dass er eine Hülle mit dreiseitigem Faltblatt in dem die Steuerung erklärt wird in seinem Regal stehen haben will, weil ihm das einen Mehrwert liefert, kann ich nicht wirklich ernst nehmen. Was für ein Mehrwert soll das sein? 0,08 EUR? Und geschmackvolle Cover sind Mangelware (die letzten guten waren imho die von Heavy Rain und ICO).

Bei gedruckten Sachen betrachte ich das ganze nicht so eindeutig. Für Tages- und Wochenzeitungen halte ich den Kindle und das iPad für hervorragend geeignet, da man die maximal zwei oder dreimal liest und dann in den Papierkorb wirft. Sonderlich lang sind die Texte meist auch nicht.
Bei Büchern aber: No Go. Die Auflösung ist selbst bei den modernsten Geräten noch viel zu gering mit unweigerlich darauf folgender vorzeitiger Ermüdung oder sogar Kopfschmerzen. Das wird die Technik früher oder später natürlich irgendwann lösen, aber man kann Kindle und iPad einfach nicht zusammenrollen und in der Hosentasche mit an den Strand nehmen u. ä.. :cool:
 

Doresh

Forenpuschel
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Bei digitalem Spieleverleih find ich es besonders praktisch, wenn man so alte Spiele erwerben kann, die schon lange niemand mehr auf nen Datenträger produziert.

Bei Alben bevorzuge ich eine echte CD (besonders, wenns ein nettes Booklet dazu gibt), aber sehr oft ist die Preisdifferenz zwischen CD und Download extrem krass. Na ja, ich kauf ja eh nicht so oft neue Alben, da tut man sich das mal an...XD
 

Lord_Data

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Ich äußer mich mal nur zur Musik:
erade Güter wie Videospiele, Musik und Filme sind und waren immer rein digitale Güter, so dass es keinen wirklich praktischen Grund dafür gibt, eine physische Kopie davon zu behalten.
Sorry, bei Musik kann ich dir nicht zustimmen. Vielleicht bin ich auch ein ewig gestriger, aber gerade in der Metalszene ist z.B. Vinyl wieder super angesagt. Und das zurecht: Eine Schallplatte bietet so viel mehr als nur die Musik, das over in 12"-Größe zu sehen ist einfach großartig. Das kann ich bei MP3s niemals reproduzieren, selbst wenn die Musik laufen würde und ich mir das Cover als jpeg-Datei dabei anschau. Generell tauchen grad viele shcon abgeschrieben Sachen wieder auf, Tapes z.B. auch ganz stark.

Ich will auch nicht, dass das jemals aufhört. Natürlich habe ich hier einen Mehrwert.

Bei Spielen stimme ich dir eigentlich zu, aber bin halt eben Sammler und fänds schade, wenns die irgendwann nur noch digital gäbe.
 

Appolyon

Manaheld
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Nunja, bei Musik spielt immer der Faktor mit, dass unhörbare Frequenzen rausgeschnitten werden um Speicherplatz zu sparen (Stichwort MP3). Deswegen erreichen diese Stücke als digitales Format einfach nicht die Qualität wie auf Kasette oder Schallplatte. Wenn man jedoch nur die Wahl zwischen CD und Download hat, sehe ich keinen Grund für die CD.

Bei Filmen sehe ich es so, dass DVDs platzsparend sind, im Vergleich zu VHS und zudem alterungsbeständiger (alte Videos kann man kaum noch erkennen vor lauter Schnee und einmal nicht aufgepasst hat man Bandsalat). Blue Ray ist hingegen nur bei Filmen sinnvoll, die auch in HD gefilmt worden sind. Für ältere Streifen reicht DVD. Downloads kommen momentan zumindest für mich nicht in Frage, da mein PC-Monitor in der Ecke vom Schreibtisch steht und wesentlich kleiner ist als ein TV-Gerät - für einen gemütlichen Fernsehabend nicht gerade optimal). Und mein Fernseher ist so alt, dass ich nicht mal weiß, ob er an den Rechner angeschlossen werden kann. Aber selbst wenn, wäre mir das zu umständlich, da die beiden Geräte in verschiedenen Bereichen des Zimmers stehen.

Was Spiele angeht: Puh, schwierig. Im Grunde begrüße ich es z.B. bei Starcraft oder Diablo, nicht immer die CD rauszusuchen, wenn ich spielen will. Außerdem bekommt man beim Kauf definitiv die aktuellste Version des Spiels und muss nach Installation von der CD nicht ewig das Netz nach Patches durchsuchen, bis das Spiel mal läuft. Andererseits habe ich aber auch Angst, dass das entsprechende Spiel irgendwann nicht mehr unterstützt wird und man dann dafür bezahlt hat es aber nicht mehr nutzen kann. Z.B. WCII - BattleNet Edition. Als ich den Key eingeben wollte, wurde er nicht erkannt. Hätte ich die CD nicht, könnte ich es selbst auf älteren Rechnern, auf denenn es problemlos läuft, nicht mehr installieren, weil Blizzard den DL nicht anbietet.
Andererseits quillt mein CD-Regal über vor lauter spielen und es wäre praktischer, wären die schön im Netz untergebracht.
 

Lord_Data

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Nunja, bei Musik spielt immer der Faktor mit, dass unhörbare Frequenzen rausgeschnitten werden um Speicherplatz zu sparen (Stichwort MP3). Deswegen erreichen diese Stücke als digitales Format einfach nicht die Qualität wie auf Kasette oder Schallplatte. Wenn man jedoch nur die Wahl zwischen CD und Download hat, sehe ich keinen Grund für die CD.
Öh wieso? Die Qualität von ner CD ist doch immernoch besser als MP3s, oder irre ich? CDs haben den besten Sound afaik. Platten sagt man ja gern nach, organischer zu klingen, aber besser ist das denke ich nicht... und Kassetten haben erst recht keinen super Sound. ;)
 

Appolyon

Manaheld
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Da sieht man mal, ich dachte, CDs wären in MP3-Format. Und was Kasetten angeht: Streich sie und lass es bei Schallplatten ;)
 

Yok

Hooded Hunter
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Ashrak

Nachtmahr
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Öhm, eine CD enthält immer unkomprimierte Musik, wenn du es dir nicht gerade gebrannt hast und stellt das wohl sinnvolle Maximum an audiophilen Genuss dar. Ich bezweifel zumindest, dass mehr als eine Hand voll Leute in Deutschland den Unterschied zwischen einer CD und einer SA-CD heraushören können (ich kann's auch nicht), auch wenn sich das auf hifi-forum alle einreden.

Zudem kannst du deine Downloads doch ganz einfach an deinen Fernseher streamen, wenn du nicht eine völlig veraltete Kiste besitzt. Das ist so eigentlich nicht das Problem. ;)
 

Kinta

Rebusmind is dead
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Die Lieder auf ner CD sind im Wave-Format. Das ist unkomprimiert, es geht also nichts verloren.

Kinta
 

Zhao Yun

Friedensbewahrer des Silberhammers
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o_O Ich hab gern alles zum Anfassen.
Punkt
 

Wahnfried

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Ich bin aus Gründen der Bequemlichkeit, ebenso für die Digitalisierung.
Ich bin zwar mittlerweile schon dabei meine zweite 1 Terrabyte Festplatte zu füllen, aber was solls denn. Aber es stimmt, dass MP3's einfach kein haptisches Erlebnis zu bieten haben. Ich werde mir trotzdem keinen CD-Player anschaffen und in Zukunft mit CD's durch die Gegend rennen.
 
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Sawyer

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Ab 256 kbps MP3s kann man (der Normalo-Höhrer) eh keinen Unterschied mehr erkennen ob man CD oder MP3s hört.
Und jede MP3s die man runterlädt (kauft) haben ja meistens 320 kbps.

Ich jedenfalls setze bei Musik nur noch auf MP3s. Ich kaufe mir nur noch von meinen absoluten Lieblings-Musikern die CDs.
Und selbst die rippe ich. Geht doch nichts über die großartige Erfindung von MP3-Playern.

Was Spiele betrifft bin ich recht flexibel.
Ob materieller oder digitaler Natur: Hauptsache günstig x]

Bei Büchern werde ich allerdings niemals eine Außnahme machen. Nichts geht über das Gefühl eines Buches aus Papier. Das Cover, das Geräusch beim umblättern, was richtiges in der Hand zu haben anstatt so eines dünnen Tabletts und natürlich der Geruch der "frisch" gedruckten Seiten. Herrlich. Da werde ich immer ein paar Euro mehr für zahlen.
 

Doresh

Forenpuschel
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Nunja, bei Musik spielt immer der Faktor mit, dass unhörbare Frequenzen rausgeschnitten werden um Speicherplatz zu sparen (Stichwort MP3). Deswegen erreichen diese Stücke als digitales Format einfach nicht die Qualität wie auf Kasette oder Schallplatte.
Kannst du unhörbare Frequenzen hören oder was :) ?
Ich persönlich merk da nur bei alten Kasetten nen Unterschied...:nerv:
 

Zhao Yun

Friedensbewahrer des Silberhammers
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:grmpf: bei CD's gehts mir in erster Linie drum ne CD mit Cover Booklet etc zu haben. Bücher am Rechner lesen ? o_O' Die Arena hat 1300 Seiten. da vermatscht es dir den Kopf. und ausdrucken wird zu teuer.
Und bei Filmen isses eh wie bei CD's.
sieht doch schön aus.
 

Lord_Data

*wuff wuff*
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Bei Büchern werde ich allerdings niemals eine Außnahme machen. Nichts geht über das Gefühl eines Buches aus Papier. Das Cover, das Geräusch beim umblättern, was richtiges in der Hand zu haben anstatt so eines dünnen Tabletts und natürlich der Geruch der "frisch" gedruckten Seiten. Herrlich. Da werde ich immer ein paar Euro mehr für zahlen.
Sorry, das kann ich dann nicht ganz nachvllziehen (natürlich, weil sowas ja auch irrational ist irgendwo). Du würdest für ein Buch, was man meistens einmal liest und dann ne Weile ruhen lässt, mehr zahlen, als für eine CD, die man wesentlich öfter rauskramt?
 

Tenwo

Ownet
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Also, was Spiele, Filme und Musik angeht, ist mir das so langsam relativ egal. Zwar hab' ich ganze Albenserien hier auf CD rumstehen, aber vieles davon höre ich per MP3 über'n Rechner. Inzwischen weiß ich gar nicht mehr, wann ich mir den letzten Film auf DVD angeschaut habe. Grund dafür war eine gewisse Seite, die's inzwischen aber leider nicht mehr gibt. Vielleicht schau' ich dann doch bald mal wieder ein Video über den Fernseher. Spiele zocke ich momentan, wenn ich denn mal zocke, über'n Rechner. Bin mittlerweile zu faul, die alten Konsolen rauszukramen und anzuschließen - auch jene, die ich mir geliehen habe. XD Hallo Kinta!
Dabei sollte eins doch recht klar sein: Das, was wir auf CDs, DVDs und Cartridges etc. haben ist ja auch digital und ist dort nicht auf ewig nutzbar. In diesem Punkt scheint das Reproduzieren der Daten auf Massenspeichergeräten sinnvoller.
Auch wenn man das Problem der Massenproduktion mit einbezieht, kommt mir das Speichern auf Festplatten usw. vernünftiger vor. Der Verzicht auf die ganzen kleinen Datenträgern (DVDs, CDs etc.) könnte Produktionskosten, Abwertung von Energien und Ausbeutung der Erde eindämmen. Das wäre einfach massentauglicher.
Jedoch benötigen beide Wege (Digital auf Festplatte und digital auf Discs) eine auszureichende und funktionierende Stromversorgung - eine Voraussetzung die ich nicht für selbstverständlich halte. Wir haben zwar immer Strom gehabt, wenn wir was in die Steckdose gesteckt haben, aber diese Gewohnheit ist nicht für immer garantiert. Mit unseren ganzen Geräten haben wir uns stark von einem meiner Meinung nach äußerst instabilen System abhängig gemacht. Das ist auch mit ein Grund, warum ich kein einziges Buch, das ich habe, weggebe. Die stehen bei mir zu Hause und die werd' ich immer lesen können, pups was drauf, was da draußen auch geschehen mag. Um dem Problem der Massenproduktion entgegen zu wirken, würde ich aber hier gleichzeitig auf eine Digitaliseirung setzen. Man sollte jedoch einiges an Schriftsücken schon im Regal stehen haben, also ausgewählte, wichtige Bücher. Beispielsweise wären Kräuter- und Gartenbücher bei einem längerfristigen Zusammenbruchs des Systems weitaus sinniger als Wikipedialesezeichen im Internetbrowser. o_O
 

Sawyer

Manaheld
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Sorry, das kann ich dann nicht ganz nachvllziehen (natürlich, weil sowas ja auch irrational ist irgendwo). Du würdest für ein Buch, was man meistens einmal liest und dann ne Weile ruhen lässt, mehr zahlen, als für eine CD, die man wesentlich öfter rauskramt?
Ich sehe das ganze ja ein wenig differenziert. Ein Buch ist ein Buch und keine CD oder umgekehrt.
Zudem verstauben meine CDs ja eigentlich genauso wie meine Bücher, da ich sie nur kaufe um sie zu "besitzen" (gerade die CDs meiner Lieblingsbands). Die CDs selber rippe ich einmal und dann wars das erstmal. Auch wenn ich daheim Musik höre, greife ich immer zu MP3s - ist ja alles mit der Anlage gekoppelt und je nach dem wie man rippt, merkt man halt auch absolut keinen Unterschied mehr.

Aber naja, ein Buch hat für mich halt auch einen viel größeren Stellenwert. Wie soll ich das erklären? Hmm... ob ich jetzt MP3s höre oder CDs - da gibt es für mich keinen wirklich Unterschied. Oder wenn ich Spiele nur digital kaufe (Steam oder PS3/X360) hab ich ja auch keinen wirklich Nachteil, denn das Spiel selbst kann ich ja ganz normal spielen (Und dank 25Mbit/s Flat geht auch die Installation schnell vonstatten).
Ein Buch ist für mich was anderes. Ich nehme mal Kindl als Beispiel. Klar es ist sehr praktisch und bequem, aber das Gefühl von so einem Tablett und einem richtigen Buch ist halt komplett verschieden. Man bekommt zwar Schlußendlich genau das gleiche, aber nicht das selbe.

Lange rede kurzer Sinn: Ja, es ist irrational. Ich liebe Bücher. Bei Musik/Spielen/Filmen/etc. ist es mir egal ob digital oder "analog", Hauptsache das Endergebniss ist praktisch das selbe.
 
OP
OP
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Orpheus

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Und wie läuft das beim PSN Store ab, wenn ich dort ein Spiel kaufe?
Ist ja kein PC, wo ich die Games theoretisch immer wieder nur auf einen neuen PC rüberkopieren könnte.
Man downloadet es und zockt es auf seiner PS3 und mit seinen Account kann man es glaub ich 4-5x downloaden, falls es mal verloren geht.
Und weiter? Sicherheitskopien nur auf PS3? Zocken nur auf PS3? Und was ist wenn es bald eine PS4 gibt? Kann man den Kram rüberziehen oder muss ich wieder eine Konsole mehr behalten um die zocken zu können, obwohl man es "nur" auf der Festplatte hat?

So langsam ist das doch zum Haare raufen, wenn man immer so stark von den Konsolen abhängig ist.
 

RebelMoogle

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Ich habe noch einen Punkt warum ich die digitale Form bevorzuge, wo auch Tenwo schon leicht in die Richtung argumentiert hat und hoffe die wurde hier noch nicht genannt.

Ich bin ein großer Anhänger von Indie-Games und -Musik. (Indie von Independent = Unabhängig) und bin ja auch selber ein wenig in dem Bereich tätig (zur Zeit ist zwar gerade Diplom dran, aber nebenher laufen auch noch Projekte).

Ohne digitale verbreitung (Digital Distribution) wäre es für die meisten Indies undenkbar überhaupt ihre Spiele zu verkaufen, geschweige denn genug Geld zu machen um auf eigenen Beinen zu stehen. Im spielebereich (sowie auch bei der Musik) braucht man im klassischen Retail (normaler Laden-Verkauf) einen Publisher, oder Label oder Verlag. Diese sind meist nur auf große, teure Produkte ausgelegt und gehen das Risiko von unbekannten Entwicklern und innovativen Konzepten nicht ein. Dazu kommt noch das man beim Klassischen als Entwickler des Produktes kaum etwas von den Einnahmen sieht, da das meiste an die Verbreitung und Marketing Abteilungen geht. Da ist es schon besser wenn man als kleiner Entwickler volle Kontrolle über die Einnahmen hat. Natürlich bedeutet das auch mehr Aufwand, da man sich selbst um Marketing und ähnliches kümmern muss.

Durch das rein digitale, kann jeder kann heutzutage ein eigenes Produkt herstellen und verbreiten / verkaufen, ohne das es jemals als 'echtes' Produkt im Laden steht. Ein gutes Beispiel hierfür ist z.B. Minecraft oder einige Musiker die über Youtube bekannt geworden sind.

Ich bin also ein großer befürworter der Digitalisierung weil sie kleinen Studios und einzelnen Leuten erlaubt ihre Ideen und Produkte sehr einfach an den Mann zu bringen. Außerdem kann bei der digitalen Vebreitung eine Kommunikation mit dem (potentiellen und bereits exisitierenden) Benutzern sehr viel leichter stattfinden und auch direkter zu einem Kauf führen.

Ich seh das natürlich auch so weil ich selbst solche Spiele entwickeln will und dabei lieber in einem kleinen, sympathischen und kreativem Team arbeiten will als in einem riesigen Studio als kleines Zahnrad.
 
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