Der wahre Wille - Mythos?

dunkeldorn

Oldschool Gaming Nerd
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Unsere persönliche Aufgabe, Berufung was auch immer... angeblich in uns gespeichert, jedoch leider ohne Pfadangabe
Dementsprechend bleibt nur Rätselraten oder auf das hübscheste Pferd aufspringen und hoffen, dass es einen trägt...

Gibt es den einen wahren Willen überhaupt?

Ich persönlich denke, dass hier etwas absolut missverstanden wurde

Nicht ein einzig wahrer Wille, ebenso wenig wie ein einzig wahrer Glauben oder eine einzig wahre Wahrheit...

Der Knackpunkt ist der, der den Magier vom Fuchtler unterscheidet: Will ich etwas wahrhaft? Dann wirke ich. Möchte ich etwas sehr gerne? Dann bleibt es beim Hoffen und damit wahrscheinlich wirkungslos. Dementsprechend kann Beten ebenso Magie sein wie alles andere, vom Fußnagelschneiden bis zum "großen Ritus" ;) . Umgekehrt kann ich in acht elementaren Quadraten springen - ohne Willen keine Wirkung.

Warum aber die Jagd nach dem wahren Willen?

Weil sich darin dann die Erkenntnis verbirgt sein Leben auf die einzig richtige Weise zu verbringen? Dem einzig richtigen Weg zu widmen auch wenn dieser Weg individuell variabel ist?

Ist die Suche nach dem wahren Willen nicht auch irgendwie die Hoffnung auf die Absegnung des Nutzens der eigenen Existenz
Das Hoffen darauf, dass man aus einem bestimmten Grund hier ist?

Und weiterhin: Ist die Suche nach dem einzig wahren Willen nicht ein unglaubliches Hindernis, das sich einem in den Weg stellt, sobald man etwas gefunden hat, das funktionieren könnte - von dem man jedoch nicht weiß, ob man es 100% will

Unser Problem ist nicht die Einschränkung sondern die Vielzahl an Alternativen

Es gibt keinen wahren Willen Es gibt nur wirkliches Wollen


oder wie seht ihr das?
 

Biquinho

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Ich verstehe das Thema ehrlich gesagt nicht so ganz :?:
Klingt interessant, aber ich lasse erst einmal anderen den Vortritt.

Was ich aber echt nicht ab kann, ist, dass das wieder so ein einfach kopierter Text ist, ohne Quellenangabe.
Templum Baphomae Forum - Der wahre Wille - Mythos? - zweiter Post von "Serafia_Serafin" auf der Seite (keine Ahnung wie dort Permalinks funktionieren).
 

Redwolf

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Hier mal ein Copy Paste von einem älteren Post dazu, aus einem anderen Thema:

Extremer Determinismus: Mein ganzes Handeln innerhalb meiner Existenz ist vorherbestimmt. Keine Abweichungen möglich.

There are no choices. Nothing but a straight line. The illusion comes afterwards, when you ask "Why me?" and "What if?". If you had done something differently, it wouldn't be you, it would be someone else, asking different questions.
Extremer Indeterminismus: Mein ganzes Handeln ist von keinem Faktor und Vorbedingung abhängig. Alles passiert zufällig (da an keine Vorbedingung geknüpft).

Ich bin sicher viele würden allein schon aus der Definition heraus den extremen Indeterminismus ablehnen. Alles geschieht zufällig scheint nicht plausibel, da gewisse Grundbedingungen scheinbar feststehen. Z.B. Herkunft, Famile, eigene Erziehung, Vererbung, Veranladungen, Spleens usw. Zudem verhält sich scheinbar unsere Umwelt nicht so. Ich habe noch keinen Stein gesehen der im gleichen Moment zu eine Blume geshapeshiftet ist. Viele haben deshalb ein deterministisches Selbstbild und sind der Ansicht ihr ganzes Leben wäre vorherbestimmt. Könne man alle Zusammenhänge fassen, wäre alles berechenbar. Während dieses Weltbild wahrscheinlich ist, stellt sich doch die Frage welche Schlüsse man daraus ziehen muss. Wenn alles vorherbestimmt wäre, könnte man auch auf der Stelle Trübsal walten lassen und in seinem Weltschmerz verhungern. Das wäre dann aber auch vorherbestimmt. Jedes Unglück, wie Glück wäre unabwendbar.

Die richtige Umgehensweise ist also aus meiner Sicht nicht auf ein deterministisches Weltbild zu vertrauen und zumindest einzuberechnen, dass nicht alles Vorherbestimmt ist. Wenn man sich irrt, ist es egal und wenn man recht hat, hat man das Richtige getan.

COPY PASTE STOP

Ich glaube was du suchst ist das Schlagwort Selbsterkenntnis oder auch Erleuchtung. Letzteres wird meistens als religiöse Erfahrung beschrieben, kann aber auch bedeuten "Licht ins Dunkel zu bringen", quasi das Durchschauen aller Schichten der Illusion (Die Definition fiel mal so ähnlich in einem Interview mit einem deutschen buddistischen Bettelmönch, der irgendwo in Asien Tempelvorsteher ist. Wenn ich die Doku finde werd ich es mal dazu posten. War sehr interessant). Update: habs gefunden. Hier die Doku dazu.

barmut schrieb:
Will ich etwas wahrhaft? Dann wirke ich. Möchte ich etwas sehr gerne? Dann bleibt es beim Hoffen und damit wahrscheinlich wirkungslos.
Ich sehe zwischen wollen und wünschen keinen Unterschied. Wünschen kategorisiere ich zum Willen, genauso wie Hoffen.
 
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dunkeldorn

dunkeldorn

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Yok

Hooded Hunter
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tja für was hab ich dich den kleines ich weiß doch das du sofort hinter suchst
jetzt musst du nur noch herausfinden wer ich in dem forum bin
Schwer zu sagen... "Alles und Nichts" vielleicht. Nee, der kannst du nicht sein, der verwendet zu viele Satzzeichen. ;)
 

Orpheus

Gesperrt
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tja für was hab ich dich den kleines ich weiß doch das du sofort hinter suchst
jetzt musst du nur noch herausfinden wer ich in dem forum bin
Wie kann man sich nur so mit fremden Federn schmücken?:wand:
Ist dir das nicht peinlich?

@Yok

Nicht zu vergessen ist barmut keine Frau.
Es sei denn wir werden eines besseren belehrt.:pein:
 
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dunkeldorn

dunkeldorn

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hm ne bin en jubge und meinen anstand hab ich wohl ihrendwann in den letzten 10 jahren verloren
 

Sawyer

Manaheld
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Naja, immerhin versucht er IRGENDWIE das Forum am Leben zu erhalten.
Immer das Postive dran sehen =D
 
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dunkeldorn

dunkeldorn

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danke sawyer

und zum topic: es geht im endefct darum ob wir einen freien willen haben oder ob alles so vorbestimmt ist und wir eh nix dran ändern können
 

Lord_Data

*wuff wuff*
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Als Naturwissenschaftler und Laie der Quantenmechanik sage ich: beides.

Und nur durch einen freien Willen kannst du nicht alles ändern. Nur durchs Wollen kannst du kein Klavier, dass aus dem vierten Stock auf dich drauf fällt, verschwinden lassen. Natürlich ist die frage, ob du hättest beeinflussen können, ob du auf der Straßenseite gehst oder dass das Klavier überhaupt im vierten Stock war. Da ich den Butterfly Effect für Blödsinn halte: nein.
 

Jungle-Jazz

( ° -°)
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War's nicht irgendwo so, dass unser Gehirn die Dinge schon vorher entscheidet und uns dann im Glauben lässt, wir hätten es selbst entschieden?

Hab ich mal irgendwo aufgeschnappt.
 
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dunkeldorn

dunkeldorn

Oldschool Gaming Nerd
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ach meinst du die sache mit dem de javu effect?
 

Redwolf

Folge der 8 bei den Palmen!
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@Lord Data

Die Frage ist nicht: Kannst du mit deinem Willen alles bewirken?
Die Frage ist: Bist du deines Schicksals Schmied, oder ist dein Lebenslauf bereits durch Zustände vor deiner Geburt festgelegt?
Die Frage ist: Sind deine Entscheidungen vorbestimmt?
Die Frage ist: Ist alles nur Aktion und Wirkung?
Die Frage ist: Gibt es eine Entscheidung?
 

Sawyer

Manaheld
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Es wäre schon schön alles was man ist und hat einem "Höheren" in die Schuhe schieben zu können, aber ich glaube nicht an diesen Quatsch.
Für mich ist das alles nur esoterischer Humbug.

Allerdings würde ich auch nicht sagen, das jeder Mensch sein eigenes Glückes Schmied ist.
Ich glaube, dass besonders die Erziehung bzw. die Einflüsse beim heranwachsen viel damit zu tun haben, wie man sich im späteren Verlauf durchs Leben schlägt.
Und meiner Meinung nach beginnt das schon im Mutterleib. Ihr wisst schon... es gibt gute Mütter und schlechte Mütter.

Die Gene haben sicher auch noch einen Beitrag zu leisten. Immerhin gibt es ja auch veerbare Krankheiten die nicht wenig Einfluss auf das Leben haben werden.
Darum kann ich mir auch gut vorstellen, das bestimmte Verhaltensmuster der Erblinie in den Genen gespeichert sind und diese an jeden weiteren Menschen weitergegeben werden.

Aber wie immer gilt: Auch ich vermute nur.
Wahrscheinlich habe ich überhaupt keine Ahnung was da noch alles mitschwimmt. Soll ja angeblich auch diese "kollektive" Wahrnehmung der gesamten Menscheit geben.
 
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saryakan

MEME FARMER
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Was bitteschön ist denn Freier Wille?
(Ausser Herr Wille, der sich mal einen Besuch im Bordell genehmigt hat. :kicher:)
Das problem dieser Fragestellung besteht doch wie so oft alleine schon in der Tatsache, dass wir eine Frage stellen und eine binäre Antwort erwarten.
"Ist alles vorherbestimmt? Ja [] Nein [] Bitte ankreuzen!" ist einfach eine viel zu simple Sichtweise auf die Tatsachen.
Denn Tatsache ist doch, dass es ganz klar immer viele verschiedene Zusammenhänge und Umstände gibt, die unsere Entscheidung beeinflussen, deren Existenz wir uns nicht immer auf den ersten Blick bewusst sind. Schon alleine z.B. die Tatsache, dass wir einen stofflichen Körper besitzen beeinflusst in vielerlei Hinsicht die Entscheidungen, die wir treffen.

Ich würde sogar soweit gehen und behaupten, dass das Konzept eines menschlichen "Willens" an sich inhärent mit äußeren Einflüssen, Umständen und Notwendigkeiten verbunden ist.
Um eine Entscheidung treffen zu können, müssen gewisse Begehren und Notwendigkeiten für die Entität existieren, die mit ihr konfrontiert wird. Die alternative ist Zufall, was definitiv nicht dem Konzept eines Willens entspricht.

Daher bin ich der Überzeugung, dass der Begriff des "freien Willens" ein wiederspruch in sich selbst ist und so etwas nicht existieren kann.
 
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