Doresh
Forenpuschel
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- 04.02.2005
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Dynasty Warriors 5
Wieder mal ist es Zeit für einen Blick auf das chinesische Epos "Die Drei Reiche" und seine modernen Adaptionen!
Wenn Japan nicht gerade wieder kranken fanservice-Kram herausbringt, in dem die Helden der Drei Reiche minderjährige Mädchen in viel zu knappen Outfits sind (ich wünschte, das würd ich mir nur ausdenken...
), dann released Koei wieder mal eine Videospiel-Adaption (immerhin machen die das ja schon seit dem einen oder anderen Jahrzehnt ).
Der hier im Westen bekannteste Ableger dieser Adaptionen ist die "Dynasty Warriors"-Reihe, eine Reihe von Hack and Slash Spielen, die ein wenig an diese Wuxia-Filme erinnern (wenn man dieses merkwürdige, fake aussehende Herumfliegen durch mehr Massenmord ersetzen würde :lol: ).
In diesem Review werde ich dabei den 5. Teil aus dem schönen Jahr 2005 genauer unter die Lupe nehmen, weil der eben der letzte große Teil für meine geliebte PS2 war (Ports von next-gen Konsolen zählen nicht ). Vergleiche mit früheren Teilen kommen natürlich auch vor.
Story
Lest meinen Crashkurs hier!
Im Spiel selbst ist die Handlung sehr schön integriert: neben einer umfangreichen Enzyklopädie gibt es natürlich einen Kampagnemodus (der "Musou-Modus" ). Während die Kampagnen im 4. Teil fraktionsbasiert waren, gibt es hier wieder für jeden Offizier eine eigene Kampagne (sehr wichtig, da einige Offiziere am Anfang für kleinere Nebenfraktionen gearbeitet haben ). Dadurch nimmt man auch nur an Schlachten teil, bei denen der jeweilige Offizier auch wirklich dabei war. Okay, es gibt Ausnahmen: manchmal nimmt der Offizier an weiteren Schlachten teil (weil seine Kampagne sonst zu kurz wäre), oder es gibt sonstige Gründe. Bei Cao Caos Kampagne etwa überspringt man die Schlacht bei Chi Bi, weil dies der Ort seiner größten Niederlage war und es doch merkwürdig wäre, wenn er diese Schlacht plötzlich gewinnen würde.
Alles in allem ist der Musou-Modus ähnlich wie der in Dynasty Warriors 3 - nur diesmal hat JEDER Offizier eine eigene Kampagne. Mit 48 Offizieren, 5 verschiedenen Schwierigkeitsgraden, 5 Schlachten pro Kampagne (8 bei den Anführern der Drei Reiche) und einer durchschnittlichen Spielzeit von etwa 90 Minuten pro Kampagne wird man eine ganze Weile mit dem Spiel beschäftigt sein.
Die Präsentation der Handlung und der Kampagnen sind ziemlich gut geraten: es gibt tagebuchartige Monologe des jeweiligen Offiziers, Vor- und Nachbesprechung der Schlachten, FMV-Sequenzen zwischen und In-Game-Sequenzen während den Schlachten (die je nach ausgewähltem Offizier variieren können). Am Ende gibt es dann eine schicke Zusammenfassung der Geschichte und eine Endsequenz für jeden Offizier - mal cool, mal lustig, und dann mal wieder "Liebster stirbt in ihren Armen"-traurig.
Im Vergleich zu Vorgängern nehmen all diese Sequenzen auch mehr Bezug auf Dinge wie Beziehungen (das Liu Bei und Sun Shang Xiang mal verheiratet waren, kam in früheren Spielen nur in der Enzyklopädie vor ) oder Tod. Klar, auch früher bissen Offiziere mal ins Grab, aber hier hat das einfach einen stärkeren Einfluss auf die Handlung.
Oh, und allzu realistisch ist das Spiel nicht unbedingt: fast jeder spielbare Stratege (wie Zhuge Liang ) ist eine Art Magier, der mit "Ancient Chinese Laser Beams" angreift :lol: !
Gameplay
In jeder Schlacht stehen sich zwei Armeen mit je einem General sowie zahlreichen Offizieren, Unteroffizieren und Soldaten gegenüber. Der Spieler steuert seinen Offizier übers Schlachtfeld und metzelt alles nieder, was einen roten Lebensbalken über dem Kopf hat.
Normale Soldaten sind dabei kein Problem (zumindest auf niedrigen Schwierigkeitsgraden, wo die nur alle paar Schaltjahre angreifen), während Offiziere mehr oder weniger schwer sein können (besonders Generäle und bestimmte, für die Schlacht wichtige Offiziere sind ziemlich brutal).
Die Kampfsteuerung lässt sich ziemlich leicht erlernen: neben normalen Angriffen gibt es Sturmangriffe. Letztere haben für sich alleine benutzt unterschiedliche Effekte je nach Offizier. Manche erzeugen eine Druckwelle, während andere einen Sprintangriff ausführen. Sturmangriffe dienen zudem als "Finisher" für Kombos, je nachdem wieviele normale Angriffe man vorher ausgeführt hat (musstest du das klauen, Castlevania: Curse of Darkness
ein: ? ). In Fankreisen nennt man diese Kombos "CX", wobei das X angibt, an welcher Stelle der Sturmangriff kommt. Ein C1-Angriff ist also ein einfacher Sturmangriff, während C3 für eine Kombo aus 2 normalen Angriffen mit einem Sturmangriff am Ende steht.
DW5 ist ein wenig wie Smash Bros., weil sich alle Spezialattacken bzw. Kombos mit den gleichen Befehlen ausführen lassen und ähnliche Funktionen ausführen (C3 schleudert Gegner weit weg, während C4 sie für Beinahe-Endloskombos in die Luft schleudert ) - mit Ausnahme der höchstmöglichen Kombo (C6 ), die je nach Offizier andere Effekte hat.
Bei den unterschiedlichen Offizieren sind Reichweite und Schaden dieser verschiedenen Kombos teilweise sehr verschieden. Dadurch hat jeder so seine eigenen Kniffe und Gimmicks, wenn es um Crowd Control und Duelle geht.
Im Vergleich zum Vorgänger gibt es eine logische Neuerung in Sachen Sturmangriffe: DW4 führte individuelle C1-Angriffe ein, und DW5 legt mit individuellen C1-Angriffen in der Luft nach. Statt dem bisherigen "Auf den Boden knallen und Druckwelle erzeugen"-Angriff (den es natürlich immer noch bei einigen Offizieren gibt ) segeln jetzt einige Offiziere durch die Luft, schleudern Projektile auf den Boden oder schleudern Gegner zu sich hoch, um ihnen ein paar Schläge zu verpassen. Sehr nett
!
Zudem wurden einige C1-Angriffe überarbeitet: der in DW4 vorkommende, schnelle Projektilangriff wurde etwa durch Energiekugeln ersetzt, die mit etwas Verzögerung Explodieren. Dadurch braucht man mehr Timing, wird aber durch einen großen Explosionsradius belohnt.
Zusätzlich zu den Kombos gibt es den Musou-Angriff. Dieser ist eine vorgegebene Angriffsserie, während der man unverwundbar ist. Wie auch bei den Kombos gibt es starke Unterschiede zwischen den einzelnen Offizieren: Die meisten gehen nach vorne und schlagen wild um sich, während andere an Ort und Stelle bleiben und alles um sich angreifen. Und dann gibt es Gan Ning, der mit gezückter Klinge wie ein Wahnsinniger durch die feindliche Gegnermasse rennt.
Angetrieben werden diese äußerst effektiven Angriffe von der Musou-Leiste. Die füllt sich nach alter Prügelspiel-Manier durch das Austeilen und Einstecken von Schaden sowie durch manuelles Aufladen. Je länger die Leiste, umso länger kann man auch den Angriff aufrecht erhalten. Sparsame Spieler können daher auch nur einen kurzen Angriff durchführen, um sich aus feindlichen Kombos zu befreien.
Neben dem Musou-Angriff gibt es den Wahren Musou (eine stärkere Version des Musou-Angriffs, den man nur bei niedriger Lebensenergie einsetzen kann ) und - ganz neu - den Musou-Zorn. Diesen letzteren Modus kann man mit einer gefundenen Münze aktivieren und erhöht Stärke sowie Schnelligkeit ENORM. Eine sehr schicke Neuerung, die Generäle mit ihren ewig langen HP-Balken und diese durchgedrehten Superoffiziere ein klein bisschen weniger nervig macht
Wenn man schüchtern ist, kann man zudem Pfeil und Bogen zücken und Gegner aus der Entfernung angreifen. Ist jedoch nicht ganz so wichtig, außer wenn diese elenden Bogenschützen auf ihren Türmen zu sehr nerven. Zudem stört es etwas, dass man nur aus einer First-Person-Ansicht schießen kann (konnte Team Ninja nicht etwas anderes klauen? Wie Zhu Rongs Persönlichkeit :nerv: ? ).
Zu guter letzt gibt es auch Reittiere, wie Pferde oder in einigen wenigen Schlachten auch Elefanten. Mit beidem kann man Angriffe durchführen, wobei sich einige Offiziere eher als Reiter eignen (*hust* Ma Chao *hust* ). Nichts desto trotz eine schnelle und wichtige Fortbewegungsart.
Bei den verschiedenen Schlachten muss man meist den feindlichen General töten und den eigenen beschützen. Bei manchen Missionen muss man aber auch bestimmte Festungen beschützen oder das eigene Hauptlager verteidigen. Verkompliziert wird das ganze durch diverse Ereignisse und Taktiken aus dem Roman, die man je nach Fraktion unterstützen oder vereiteln muss (wie der Feuerangriff bei der Schlacht von Chi Bi ). Stellt man sich da ungeschickt an, badet der eigene General bald in feindlichen Truppen - erst recht, wenn man nicht fleißig Kontrollpunkte einnimt, von denen der jeweilige Besitzer Verstärkung erhält.
Aus Dynasty Warriors 4: Empires wurden die verschiedenen Lager (Angriffs-, Verteidigungs- und Vorratslager) übernommen, die an strategisch wichtigen Positionen der Schlachtfelder aufgestellt sind und so den feindlichen Ansturm abbremsen. Manche davon sind neutrale Lager und fallen demjenigen in die Hände, der sie als erster erreicht, was einige Missionen recht nervenaufreibend macht.
Für mehr Tiefgang und Wiederspielwert besitzt DW5 ein Pseudo-RPG-System: Besiegte Offiziere, Lagerhauptmänner und einige herumstehende Vasen hinterlassen Powerups, die eines der 4 Charakterwerte (Lebens- und Musouleiste sowie Angriffs- und Verteidigungskraft ) permanent erhöht. Alternativ können sie auch Objekte und Waffen hinterlassen, die mit ihren diversen Boni und Eigenschaften ein wenig an ein "Diablo Lite" erinnern.
Schick finde ich das veränderte Slotsystem in DW5: Es gibt einen festen Slot für einen Sattel, einen für eine Elementarkugel (die bestimte Kombos verbessern und z.B. Gegner anzünden oder einfrieren ) und bis zu 5 Slots für alle anderen Objekte, wobei man diese erst nach und nach freischaltet.
Waffen - bei denen man Gott sei Dank wieder zum System aus DW3 zurückkehrte (in dem man Waffen zufällig fand ) - wurden durch 2 Neuerungen erweitert: Es gibt nun Waffen mit Evolutionsangriffen (erlauben längere Kombos aus einfachen Angriffen, wenn die Musou-Leiste voll ist ) und unterschiedlichem Gewicht (Leicht, Normal und Schwer, was Einfluss auf Geschwindigkeit und Schaden hat ).
Wie auch in den Vorgängern gibt es Leibwächter - wenn auch stark überarbeitet: Statt einer kleinen Soldatentruppe besteht die Leibgarde hier aus einem Unteroffizier, der mit erhaltener Erfahrung auflevelt und unterschiedliche Fähigkeiten abhängig von seiner Waffe hat. Fernkämpfer können etwa einen Pfeilhagel benutzen, während Fächerträgerinnen den Offizier heilen können. Wegen den unterschiedlichen Fähigkeiten und Wachstumsraten ein gefundenes Fressen für Sammler
.
Durch die Reduzierung auf eine Leibgarde ist diese zudem wesentlich stärker und nützlicher geworden. Sie kann einen nun viel besser den Hintern retten und sogar Partner-Musou-Angriffe durchführen (dabei aktivieren 2 Offiziere ihre beiden Wahren Musous auf einmal ), was bisher nur mit einem 2. Spieler möglich war.
Ein häufiger Kritikpunkt zur Dynasty Warriors Reihe lautet "Die Charaktere sind zu ähnlich!". Dem kann ich nicht ganz zustimmen. Es gibt zwar nur so viele Arten, wie man ein Schwert oder einen Speer schwingen kann, aber es gibt mehr als genug Abwechslung, nicht zuletzt durch die individuellen C1-Angriffe (sowohl am Boden als auch in der Luft ). Ich würde jedenfalls nie behaupten, dass etwa alle Speerträger gleich sind. Das könnte jeder DW-Spieler bestätigen.
Eines kann ich aber bestätigen: Die Offiziere sind nicht unbedingt ausbalanciert. So ist etwa Lu Bu besser als die meisten anderen Offiziere. Ist ja nur einer der stärksten Krieger aller Zeiten...:nerv:
Aber nichts desto trotz macht DW5 Laune! Nicht enden wollende Gegnerhorden niedermetzeln wird so schnell nicht langweilig. Und während man bei niedrigen Schwierigkeitsgraden durch bloßes Button Mashing weiterkommt, muss man bei den höheren schonmal ganz schön aufpassen. Aber zum Glück gibt es ja einen Coop Modus...
Leider ist es nach wie vor so, das bestimmte feindliche Offiziere abartig viel einstecken können, aber mit einer Feuerkugel und Musou Zorn ist das nicht mehr so ein großes Problem wie früher.
Here comes a new Challenger!
Diese Kategorie ist mehr für DW-Fans gedacht, weil es hier um die 6 neuen Offiziere geht.
Eigentlich könnte man DW5 die "Kinderedition" nennen, denn die Hälfte der Neuankömmlinge sind Kinder anderer Offiziere:
Cao Pi: Sohn von Cao Cao und bewaffnet mit einem ziemlich coolen Doppelschwert. Er ist wohl der wichtigste Neuankömmlingen. Sein Vater musste nämlich früher auch für jene Schlachten als General herhalten, die er eigentlich gar nicht mehr erlebt hat. Außerdem ist seine Frau Zhen Ji (die die Illusion-of-Time-Schule der Kampfkunst besucht hat und Feinde mit einer Flöte verdrischt ) schon seit langem ein spielbarer Offizier, daher war Cao Pi eine logische Wahl.
Guang Ping: Sohn von Guan Yu und eine Mischung aus Guts und Zatoichi: er trägt ein riesiges Schwert einhändig und mit der Klinge nach unten. Na ja, immer noch glaubwürdiger als Zhou Tai mit seinem Katana und Iiado-Kampfstil (beides Dinge, die erst mehrere Jahrunderte später in einem ganz anderen Land entwickelt werden. Mag ihn aber trotzdem XD )
Xing Cai: Tochter von Zhang Fei und ein wenig wie ein römischer Gladiator bewaffnet (Dreizack mit Schild ). Endlich hat Shu Wei in Sachen "Fraktion mit den wenigsten weiblichen Offizieren" abgehängt XD !
Die älteren Neuankömmlinge sind Pang De (Wei-Offizier mit ZWEI Hellebarden ), Ling Tong (Wu-Offizier mit Nunchucks
) und Zou Ci (rätselhafter, alter Kerl mit Spielkarten Oo )
Alles in allem bieten die Neuankömmlinge eine noch größere Auswahl, so dass man nun erst recht unter all den Offizieren mindestens einen Lieblingscharakter pro Fraktion findet.
Grafik
Das die Entwickler etwas von überdrehten FMV-Sequenzen verstehen, zeigt sich schon bei dem exzellenten Intro hier.
Die Grafik in den eigentlichen Kämpfen ist natürlich wesentlich einfacher, wobei selbst einfache Soldaten doch recht schicke Verzierungen an ihren Rüstungen aufweisen.
Wichtiger ist jedoch die Tatsache, dass es trotz mehrerer dutzend Gegner auf dem Bildschirm nahezu keine Slowdowns gibt. Dafür mussten die Entwickler ein wenig tricksen (Gegner tauche manchmal aus dem Nichts auf ), aber so bleibt das Gameplay schnell und flüssig - was beim Vorgänger nicht immer der Fall war.
Sound
Hier kann ich nur wieder auf das Intro verweisen: Traditionelle chinesische Musik und Rockmusik ist der perfekte Mix für dieses Spiel
!
Leider gibt es diesmal keine deutsche Synchro, aber damit kann ich leben. Einige Offiziere profitieren sogar von der englischen Synchro: Gelbturban-Anführer Zhang Jiao klingt einfach zum Schießen ("I shall lead my people... to gloooooorious Vic-tory!") :kicher: !
Fazit
Es muss nicht immer Devil May Cry oder God Hand sein. Manchmal möchte man einfach nur stumpf herummetzeln. Mit Dynasty Warriors 5 lernt man dabei sogar noch etwas über das alte China. So müssen Videospiele sein
!
Zugegeben, die Reihe ist nicht für jeden, aber zumindest Fans können unbesorgt zugreifen, denn DW5 ist der wohl beste Ableger für die PS2.
Dynasty Warriors 5: Xtreme Legends
Mein Reich. Mein Leben. Mein Body Count.
Wie in den Vorgängern gibt es auch für DW5 ein Addon: Xtreme Legends!
Zunächst kehrt mit diesem Addon ein Feature aus DW4 zurück: Die Generierung eigener Offiziere. Diese kopieren den Kampfstil eines bestehenden Offiziers - mit zwei Ausnahmen, denn man kann auch die Kampfstile von Fu Xi und Nu Wa auswählen.
Wer sind Fu Xi und Nu Wa? Nun, ein antikes chinesisches Kaiser- und Götterpaar. Sie waren Bonus-Charaktere in DW3, und ihre Kampfstile (Schild und Degen für Nu Wa, und "Riesenschwert aus Berserk" für Fu Xi ) blieben in angepasster Form für eigene Charaktere in DW4 und nun auch in DW5 erhalten.
Die eigenen Charaktere spielen eine wichtige Rolle im neusten Modus der DW-Reihe: Der Schicksalsmodus.
In diesem Modus schlüpft man in die Rolle eines selbst erstellten Offiziers, der einem der offiziellen Offiziere unterstellt ist. Das besondere? Nun, man beginnt den Modus als unerfahrener Gefreiter, der um einiges schwächer ist als der typische DW-Charakter.
Während man an der Seite seines Vorgesetzten Schlachten besteht, sammelt man Erfahrungspunkte, um seine Kampfkraft an das typische DW-Niveau anzupassen und sogar einige neue Tricks zu erlernen (so kann man Hinterhalte legen oder jede Combo mit einem Pfeilhagel beenden ). Am Ende kann man seinen aufgemotzten Recken für die anderen Spielmodi benutzen.
Alles in allem ist der Schicksalsmodus sehr erfrischend: Der niedrige Power Level ist mal was anderes, die KI ist etwas cleverer als normal (schwer verletzte Offiziere ziehen sich mit ihren Mannen zurück, um sich zu heilen ), und es gibt jede Menge Nebenmissionen, um Erfahrungspunkte zu sammeln. Zu guter letzt MUSS man diesen Modus mehrere Male zocken, um alle Kleidungsstücke für die eigenen Offiziere freizuschalten.
Ansonsten gibt es die typische Xtreme Legends Kost: den Xtreme Modus (ein aufgebohrter Survival Modus mit RPG-Elementen ), den Legenden Modus (Zusatzschlachten, die entweder fiktiv sind oder auf realen Begebenheiten basieren), neue Items und verbessertes Balancing (Combos von schweren Waffen kann man nun so gut wie gar nicht mehr unterbrechen )
Alles in allem ein lohnender Kauf für Fans des Originals.
Dynasty Warriors 5: Empires
Mehr ein Spinoff als ein richtiges Addon, ist Empires wesentlich strategischer: Hier kontrolliert man eines der Drei Reiche. So muss man Provinzen verwalten sowie sich um Offiziere und ihre Soldaten kümmern.
Bei einer Schlacht kann man nun bestimmen, welche Offiziere daran teilnehmen und welche Strategie sie befolgen sollen. Man selbst schlüpft dann in die Rolle eines der Offiziere - was sogar einer der generischen Offiziere sein kann.
Besitze diesen Teil (noch ) nicht, aber der zusätzliche strategische Aspekt macht Lust auf mehr
So viel Text, und keine Bilder... Na ja, das nächste Review wird wieder Screenshots haben. Freut euch also, wenn ich eine weitere Drei-Reiche-Adaption reviewe, die komplett anders ist als Dynasty Warriors
!
Wieder mal ist es Zeit für einen Blick auf das chinesische Epos "Die Drei Reiche" und seine modernen Adaptionen!
Wenn Japan nicht gerade wieder kranken fanservice-Kram herausbringt, in dem die Helden der Drei Reiche minderjährige Mädchen in viel zu knappen Outfits sind (ich wünschte, das würd ich mir nur ausdenken...
Der hier im Westen bekannteste Ableger dieser Adaptionen ist die "Dynasty Warriors"-Reihe, eine Reihe von Hack and Slash Spielen, die ein wenig an diese Wuxia-Filme erinnern (wenn man dieses merkwürdige, fake aussehende Herumfliegen durch mehr Massenmord ersetzen würde :lol: ).
In diesem Review werde ich dabei den 5. Teil aus dem schönen Jahr 2005 genauer unter die Lupe nehmen, weil der eben der letzte große Teil für meine geliebte PS2 war (Ports von next-gen Konsolen zählen nicht ). Vergleiche mit früheren Teilen kommen natürlich auch vor.
Story
Lest meinen Crashkurs hier!
Im Spiel selbst ist die Handlung sehr schön integriert: neben einer umfangreichen Enzyklopädie gibt es natürlich einen Kampagnemodus (der "Musou-Modus" ). Während die Kampagnen im 4. Teil fraktionsbasiert waren, gibt es hier wieder für jeden Offizier eine eigene Kampagne (sehr wichtig, da einige Offiziere am Anfang für kleinere Nebenfraktionen gearbeitet haben ). Dadurch nimmt man auch nur an Schlachten teil, bei denen der jeweilige Offizier auch wirklich dabei war. Okay, es gibt Ausnahmen: manchmal nimmt der Offizier an weiteren Schlachten teil (weil seine Kampagne sonst zu kurz wäre), oder es gibt sonstige Gründe. Bei Cao Caos Kampagne etwa überspringt man die Schlacht bei Chi Bi, weil dies der Ort seiner größten Niederlage war und es doch merkwürdig wäre, wenn er diese Schlacht plötzlich gewinnen würde.
Alles in allem ist der Musou-Modus ähnlich wie der in Dynasty Warriors 3 - nur diesmal hat JEDER Offizier eine eigene Kampagne. Mit 48 Offizieren, 5 verschiedenen Schwierigkeitsgraden, 5 Schlachten pro Kampagne (8 bei den Anführern der Drei Reiche) und einer durchschnittlichen Spielzeit von etwa 90 Minuten pro Kampagne wird man eine ganze Weile mit dem Spiel beschäftigt sein.
Die Präsentation der Handlung und der Kampagnen sind ziemlich gut geraten: es gibt tagebuchartige Monologe des jeweiligen Offiziers, Vor- und Nachbesprechung der Schlachten, FMV-Sequenzen zwischen und In-Game-Sequenzen während den Schlachten (die je nach ausgewähltem Offizier variieren können). Am Ende gibt es dann eine schicke Zusammenfassung der Geschichte und eine Endsequenz für jeden Offizier - mal cool, mal lustig, und dann mal wieder "Liebster stirbt in ihren Armen"-traurig.
Im Vergleich zu Vorgängern nehmen all diese Sequenzen auch mehr Bezug auf Dinge wie Beziehungen (das Liu Bei und Sun Shang Xiang mal verheiratet waren, kam in früheren Spielen nur in der Enzyklopädie vor ) oder Tod. Klar, auch früher bissen Offiziere mal ins Grab, aber hier hat das einfach einen stärkeren Einfluss auf die Handlung.
Oh, und allzu realistisch ist das Spiel nicht unbedingt: fast jeder spielbare Stratege (wie Zhuge Liang ) ist eine Art Magier, der mit "Ancient Chinese Laser Beams" angreift :lol: !
Gameplay
In jeder Schlacht stehen sich zwei Armeen mit je einem General sowie zahlreichen Offizieren, Unteroffizieren und Soldaten gegenüber. Der Spieler steuert seinen Offizier übers Schlachtfeld und metzelt alles nieder, was einen roten Lebensbalken über dem Kopf hat.
Normale Soldaten sind dabei kein Problem (zumindest auf niedrigen Schwierigkeitsgraden, wo die nur alle paar Schaltjahre angreifen), während Offiziere mehr oder weniger schwer sein können (besonders Generäle und bestimmte, für die Schlacht wichtige Offiziere sind ziemlich brutal).
Die Kampfsteuerung lässt sich ziemlich leicht erlernen: neben normalen Angriffen gibt es Sturmangriffe. Letztere haben für sich alleine benutzt unterschiedliche Effekte je nach Offizier. Manche erzeugen eine Druckwelle, während andere einen Sprintangriff ausführen. Sturmangriffe dienen zudem als "Finisher" für Kombos, je nachdem wieviele normale Angriffe man vorher ausgeführt hat (musstest du das klauen, Castlevania: Curse of Darkness
DW5 ist ein wenig wie Smash Bros., weil sich alle Spezialattacken bzw. Kombos mit den gleichen Befehlen ausführen lassen und ähnliche Funktionen ausführen (C3 schleudert Gegner weit weg, während C4 sie für Beinahe-Endloskombos in die Luft schleudert ) - mit Ausnahme der höchstmöglichen Kombo (C6 ), die je nach Offizier andere Effekte hat.
Bei den unterschiedlichen Offizieren sind Reichweite und Schaden dieser verschiedenen Kombos teilweise sehr verschieden. Dadurch hat jeder so seine eigenen Kniffe und Gimmicks, wenn es um Crowd Control und Duelle geht.
Im Vergleich zum Vorgänger gibt es eine logische Neuerung in Sachen Sturmangriffe: DW4 führte individuelle C1-Angriffe ein, und DW5 legt mit individuellen C1-Angriffen in der Luft nach. Statt dem bisherigen "Auf den Boden knallen und Druckwelle erzeugen"-Angriff (den es natürlich immer noch bei einigen Offizieren gibt ) segeln jetzt einige Offiziere durch die Luft, schleudern Projektile auf den Boden oder schleudern Gegner zu sich hoch, um ihnen ein paar Schläge zu verpassen. Sehr nett
Zudem wurden einige C1-Angriffe überarbeitet: der in DW4 vorkommende, schnelle Projektilangriff wurde etwa durch Energiekugeln ersetzt, die mit etwas Verzögerung Explodieren. Dadurch braucht man mehr Timing, wird aber durch einen großen Explosionsradius belohnt.
Zusätzlich zu den Kombos gibt es den Musou-Angriff. Dieser ist eine vorgegebene Angriffsserie, während der man unverwundbar ist. Wie auch bei den Kombos gibt es starke Unterschiede zwischen den einzelnen Offizieren: Die meisten gehen nach vorne und schlagen wild um sich, während andere an Ort und Stelle bleiben und alles um sich angreifen. Und dann gibt es Gan Ning, der mit gezückter Klinge wie ein Wahnsinniger durch die feindliche Gegnermasse rennt.
Angetrieben werden diese äußerst effektiven Angriffe von der Musou-Leiste. Die füllt sich nach alter Prügelspiel-Manier durch das Austeilen und Einstecken von Schaden sowie durch manuelles Aufladen. Je länger die Leiste, umso länger kann man auch den Angriff aufrecht erhalten. Sparsame Spieler können daher auch nur einen kurzen Angriff durchführen, um sich aus feindlichen Kombos zu befreien.
Neben dem Musou-Angriff gibt es den Wahren Musou (eine stärkere Version des Musou-Angriffs, den man nur bei niedriger Lebensenergie einsetzen kann ) und - ganz neu - den Musou-Zorn. Diesen letzteren Modus kann man mit einer gefundenen Münze aktivieren und erhöht Stärke sowie Schnelligkeit ENORM. Eine sehr schicke Neuerung, die Generäle mit ihren ewig langen HP-Balken und diese durchgedrehten Superoffiziere ein klein bisschen weniger nervig macht
Wenn man schüchtern ist, kann man zudem Pfeil und Bogen zücken und Gegner aus der Entfernung angreifen. Ist jedoch nicht ganz so wichtig, außer wenn diese elenden Bogenschützen auf ihren Türmen zu sehr nerven. Zudem stört es etwas, dass man nur aus einer First-Person-Ansicht schießen kann (konnte Team Ninja nicht etwas anderes klauen? Wie Zhu Rongs Persönlichkeit :nerv: ? ).
Zu guter letzt gibt es auch Reittiere, wie Pferde oder in einigen wenigen Schlachten auch Elefanten. Mit beidem kann man Angriffe durchführen, wobei sich einige Offiziere eher als Reiter eignen (*hust* Ma Chao *hust* ). Nichts desto trotz eine schnelle und wichtige Fortbewegungsart.
Bei den verschiedenen Schlachten muss man meist den feindlichen General töten und den eigenen beschützen. Bei manchen Missionen muss man aber auch bestimmte Festungen beschützen oder das eigene Hauptlager verteidigen. Verkompliziert wird das ganze durch diverse Ereignisse und Taktiken aus dem Roman, die man je nach Fraktion unterstützen oder vereiteln muss (wie der Feuerangriff bei der Schlacht von Chi Bi ). Stellt man sich da ungeschickt an, badet der eigene General bald in feindlichen Truppen - erst recht, wenn man nicht fleißig Kontrollpunkte einnimt, von denen der jeweilige Besitzer Verstärkung erhält.
Aus Dynasty Warriors 4: Empires wurden die verschiedenen Lager (Angriffs-, Verteidigungs- und Vorratslager) übernommen, die an strategisch wichtigen Positionen der Schlachtfelder aufgestellt sind und so den feindlichen Ansturm abbremsen. Manche davon sind neutrale Lager und fallen demjenigen in die Hände, der sie als erster erreicht, was einige Missionen recht nervenaufreibend macht.
Für mehr Tiefgang und Wiederspielwert besitzt DW5 ein Pseudo-RPG-System: Besiegte Offiziere, Lagerhauptmänner und einige herumstehende Vasen hinterlassen Powerups, die eines der 4 Charakterwerte (Lebens- und Musouleiste sowie Angriffs- und Verteidigungskraft ) permanent erhöht. Alternativ können sie auch Objekte und Waffen hinterlassen, die mit ihren diversen Boni und Eigenschaften ein wenig an ein "Diablo Lite" erinnern.
Schick finde ich das veränderte Slotsystem in DW5: Es gibt einen festen Slot für einen Sattel, einen für eine Elementarkugel (die bestimte Kombos verbessern und z.B. Gegner anzünden oder einfrieren ) und bis zu 5 Slots für alle anderen Objekte, wobei man diese erst nach und nach freischaltet.
Waffen - bei denen man Gott sei Dank wieder zum System aus DW3 zurückkehrte (in dem man Waffen zufällig fand ) - wurden durch 2 Neuerungen erweitert: Es gibt nun Waffen mit Evolutionsangriffen (erlauben längere Kombos aus einfachen Angriffen, wenn die Musou-Leiste voll ist ) und unterschiedlichem Gewicht (Leicht, Normal und Schwer, was Einfluss auf Geschwindigkeit und Schaden hat ).
Wie auch in den Vorgängern gibt es Leibwächter - wenn auch stark überarbeitet: Statt einer kleinen Soldatentruppe besteht die Leibgarde hier aus einem Unteroffizier, der mit erhaltener Erfahrung auflevelt und unterschiedliche Fähigkeiten abhängig von seiner Waffe hat. Fernkämpfer können etwa einen Pfeilhagel benutzen, während Fächerträgerinnen den Offizier heilen können. Wegen den unterschiedlichen Fähigkeiten und Wachstumsraten ein gefundenes Fressen für Sammler
Durch die Reduzierung auf eine Leibgarde ist diese zudem wesentlich stärker und nützlicher geworden. Sie kann einen nun viel besser den Hintern retten und sogar Partner-Musou-Angriffe durchführen (dabei aktivieren 2 Offiziere ihre beiden Wahren Musous auf einmal ), was bisher nur mit einem 2. Spieler möglich war.
Ein häufiger Kritikpunkt zur Dynasty Warriors Reihe lautet "Die Charaktere sind zu ähnlich!". Dem kann ich nicht ganz zustimmen. Es gibt zwar nur so viele Arten, wie man ein Schwert oder einen Speer schwingen kann, aber es gibt mehr als genug Abwechslung, nicht zuletzt durch die individuellen C1-Angriffe (sowohl am Boden als auch in der Luft ). Ich würde jedenfalls nie behaupten, dass etwa alle Speerträger gleich sind. Das könnte jeder DW-Spieler bestätigen.
Eines kann ich aber bestätigen: Die Offiziere sind nicht unbedingt ausbalanciert. So ist etwa Lu Bu besser als die meisten anderen Offiziere. Ist ja nur einer der stärksten Krieger aller Zeiten...:nerv:
Aber nichts desto trotz macht DW5 Laune! Nicht enden wollende Gegnerhorden niedermetzeln wird so schnell nicht langweilig. Und während man bei niedrigen Schwierigkeitsgraden durch bloßes Button Mashing weiterkommt, muss man bei den höheren schonmal ganz schön aufpassen. Aber zum Glück gibt es ja einen Coop Modus...
Leider ist es nach wie vor so, das bestimmte feindliche Offiziere abartig viel einstecken können, aber mit einer Feuerkugel und Musou Zorn ist das nicht mehr so ein großes Problem wie früher.
Here comes a new Challenger!
Diese Kategorie ist mehr für DW-Fans gedacht, weil es hier um die 6 neuen Offiziere geht.
Eigentlich könnte man DW5 die "Kinderedition" nennen, denn die Hälfte der Neuankömmlinge sind Kinder anderer Offiziere:
Cao Pi: Sohn von Cao Cao und bewaffnet mit einem ziemlich coolen Doppelschwert. Er ist wohl der wichtigste Neuankömmlingen. Sein Vater musste nämlich früher auch für jene Schlachten als General herhalten, die er eigentlich gar nicht mehr erlebt hat. Außerdem ist seine Frau Zhen Ji (die die Illusion-of-Time-Schule der Kampfkunst besucht hat und Feinde mit einer Flöte verdrischt ) schon seit langem ein spielbarer Offizier, daher war Cao Pi eine logische Wahl.
Guang Ping: Sohn von Guan Yu und eine Mischung aus Guts und Zatoichi: er trägt ein riesiges Schwert einhändig und mit der Klinge nach unten. Na ja, immer noch glaubwürdiger als Zhou Tai mit seinem Katana und Iiado-Kampfstil (beides Dinge, die erst mehrere Jahrunderte später in einem ganz anderen Land entwickelt werden. Mag ihn aber trotzdem XD )
Xing Cai: Tochter von Zhang Fei und ein wenig wie ein römischer Gladiator bewaffnet (Dreizack mit Schild ). Endlich hat Shu Wei in Sachen "Fraktion mit den wenigsten weiblichen Offizieren" abgehängt XD !
Die älteren Neuankömmlinge sind Pang De (Wei-Offizier mit ZWEI Hellebarden ), Ling Tong (Wu-Offizier mit Nunchucks
Alles in allem bieten die Neuankömmlinge eine noch größere Auswahl, so dass man nun erst recht unter all den Offizieren mindestens einen Lieblingscharakter pro Fraktion findet.
Grafik
Das die Entwickler etwas von überdrehten FMV-Sequenzen verstehen, zeigt sich schon bei dem exzellenten Intro hier.
Die Grafik in den eigentlichen Kämpfen ist natürlich wesentlich einfacher, wobei selbst einfache Soldaten doch recht schicke Verzierungen an ihren Rüstungen aufweisen.
Wichtiger ist jedoch die Tatsache, dass es trotz mehrerer dutzend Gegner auf dem Bildschirm nahezu keine Slowdowns gibt. Dafür mussten die Entwickler ein wenig tricksen (Gegner tauche manchmal aus dem Nichts auf ), aber so bleibt das Gameplay schnell und flüssig - was beim Vorgänger nicht immer der Fall war.
Sound
Hier kann ich nur wieder auf das Intro verweisen: Traditionelle chinesische Musik und Rockmusik ist der perfekte Mix für dieses Spiel
Leider gibt es diesmal keine deutsche Synchro, aber damit kann ich leben. Einige Offiziere profitieren sogar von der englischen Synchro: Gelbturban-Anführer Zhang Jiao klingt einfach zum Schießen ("I shall lead my people... to gloooooorious Vic-tory!") :kicher: !
Fazit
Es muss nicht immer Devil May Cry oder God Hand sein. Manchmal möchte man einfach nur stumpf herummetzeln. Mit Dynasty Warriors 5 lernt man dabei sogar noch etwas über das alte China. So müssen Videospiele sein
Zugegeben, die Reihe ist nicht für jeden, aber zumindest Fans können unbesorgt zugreifen, denn DW5 ist der wohl beste Ableger für die PS2.
Dynasty Warriors 5: Xtreme Legends
Mein Reich. Mein Leben. Mein Body Count.
Wie in den Vorgängern gibt es auch für DW5 ein Addon: Xtreme Legends!
Zunächst kehrt mit diesem Addon ein Feature aus DW4 zurück: Die Generierung eigener Offiziere. Diese kopieren den Kampfstil eines bestehenden Offiziers - mit zwei Ausnahmen, denn man kann auch die Kampfstile von Fu Xi und Nu Wa auswählen.
Wer sind Fu Xi und Nu Wa? Nun, ein antikes chinesisches Kaiser- und Götterpaar. Sie waren Bonus-Charaktere in DW3, und ihre Kampfstile (Schild und Degen für Nu Wa, und "Riesenschwert aus Berserk" für Fu Xi ) blieben in angepasster Form für eigene Charaktere in DW4 und nun auch in DW5 erhalten.
Die eigenen Charaktere spielen eine wichtige Rolle im neusten Modus der DW-Reihe: Der Schicksalsmodus.
In diesem Modus schlüpft man in die Rolle eines selbst erstellten Offiziers, der einem der offiziellen Offiziere unterstellt ist. Das besondere? Nun, man beginnt den Modus als unerfahrener Gefreiter, der um einiges schwächer ist als der typische DW-Charakter.
Während man an der Seite seines Vorgesetzten Schlachten besteht, sammelt man Erfahrungspunkte, um seine Kampfkraft an das typische DW-Niveau anzupassen und sogar einige neue Tricks zu erlernen (so kann man Hinterhalte legen oder jede Combo mit einem Pfeilhagel beenden ). Am Ende kann man seinen aufgemotzten Recken für die anderen Spielmodi benutzen.
Alles in allem ist der Schicksalsmodus sehr erfrischend: Der niedrige Power Level ist mal was anderes, die KI ist etwas cleverer als normal (schwer verletzte Offiziere ziehen sich mit ihren Mannen zurück, um sich zu heilen ), und es gibt jede Menge Nebenmissionen, um Erfahrungspunkte zu sammeln. Zu guter letzt MUSS man diesen Modus mehrere Male zocken, um alle Kleidungsstücke für die eigenen Offiziere freizuschalten.
Ansonsten gibt es die typische Xtreme Legends Kost: den Xtreme Modus (ein aufgebohrter Survival Modus mit RPG-Elementen ), den Legenden Modus (Zusatzschlachten, die entweder fiktiv sind oder auf realen Begebenheiten basieren), neue Items und verbessertes Balancing (Combos von schweren Waffen kann man nun so gut wie gar nicht mehr unterbrechen )
Alles in allem ein lohnender Kauf für Fans des Originals.
Dynasty Warriors 5: Empires
Mehr ein Spinoff als ein richtiges Addon, ist Empires wesentlich strategischer: Hier kontrolliert man eines der Drei Reiche. So muss man Provinzen verwalten sowie sich um Offiziere und ihre Soldaten kümmern.
Bei einer Schlacht kann man nun bestimmen, welche Offiziere daran teilnehmen und welche Strategie sie befolgen sollen. Man selbst schlüpft dann in die Rolle eines der Offiziere - was sogar einer der generischen Offiziere sein kann.
Besitze diesen Teil (noch ) nicht, aber der zusätzliche strategische Aspekt macht Lust auf mehr
So viel Text, und keine Bilder... Na ja, das nächste Review wird wieder Screenshots haben. Freut euch also, wenn ich eine weitere Drei-Reiche-Adaption reviewe, die komplett anders ist als Dynasty Warriors
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