Sword Art Online

Vash

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Aloa zusammen. Kaum zu glauben, aber da hat es mich nach 10 Jahren Pause (mit Ausnahme von Dragon Ball Super) von Animes auf meine alten Tage dann doch noch mal erwischt. Ich hab jetzt die erste Staffel durch und die zweite angefangen (sind zum Glück in der Mediathek meine Receivers drin) und ich muss sagen, dass mich bis dato noch kein Anime so fasziniert hat. Zumal ich mich durch die Tatsache, nach wie vor WoW Spieler zu sein, mit der allgemeinen Thematik echt gut identifizieren kann.
Aber auch ungeachtet dessen muss ich sagen, dass die Macher auf viele Details geachtet haben. So einige Fragen, die meine Frau und ich uns zwischendurch gestellt hatten, wie zB was mit den Körpern passiert, während die Spieler gefangen sind, wurden irgendwann direkt angesprochen und aufgelöst. Dann das Thema PTBS wird thematisiert, rechtliche Dinge.. dann finde ich den Zeichenstil echt super und auch, dass es kein unnötiges Drama zwischen den beiden Protagonisten gibt.

Alles in allem eine sehr gelungene Serie, die zZ dabei ist, Dragon Ball den Rang abzulaufen, was ich persönlich nie für möglich gehalten hätte. :D

Was haltet ihr denn von der Serie? Und glaubt ihr, dass die angesprochene Technik möglich sein könnte? In Anbetracht der Tatsache, dass ich letztens erst einen Bericht darüber gesehen habe, dass Leute Drohnen per Gedanken steuern, denke ich, dass wir gar nicht mal mehr so weit entfernt davon sind. Außerdem wird ja offenbar an so einen Spiel grade gearbeitet.
 

MicalLex

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Das erste ist definitiv eines meiner Lieblingsintros.

Ich fand die Serie insgesamt gut, jedoch hat sie gegen Ende der ersten Staffel etwas abgebaut. Die zweite Staffel fand ich dann nur noch ok (oder vielleicht auch etwas schlecht, ich bin nicht mehr so sicher, da es eine ganze Weile her ist). Am meisten hat mich gestört, dass sich nach und nach jeder weibliche Charakter in die Hauptfigur verliebt hat, nachdem er ihr einmal einen Gefallen getan hat. Und die starke Figur der Asuna (hieß sie so) plötzlich nur noch die Hausfrau war. Und dann noch die Geschichte der Schwester in der zweiten Staffel...

Soviel zu den Kritikpunkten. Die Atmosphäre war sehr gelungen und auch, wenn ich kein MMORPG gespielt habe, konnte ich mich da gut hineinversetzen. Die Geschichte war spannend und unterhaltsam.

Was die Technik der Realität angeht, so denke ich, dass wir da irgendwann hinkommen und vermutlich auch sehr nah dran sind. Gab ja schon in früheren Fiktionen solche Ideen und da die VR-Technik zunehmend salonfähig wird, wäre es keine so riesige Überraschung, oder?
 

Kirika1987

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Ich habe es auch gerne gesehen und bin sehr gut unterhalten worden (wenngleich ich die zweite Staffel bislang nur rund zur Hälfte gesehen habe). Vieles darin ist meiner Meinung nach gut umgesetzt und hat mich dabei stark an .hack erinnert. Dazu hat bestimmt nicht zuletzt die tolle Musik beigetragen, die in beiden Anime von Yuki Kajiura beigesteuert wurde. Für mich persönlich ist .hack aber das umfassendere Werk, das mich auch noch mehr in seinen Bann gezogen hat als SAO. Ich würde jederzeit .hack//sign erneut komplett schauen, SAO vermutlich nicht. Vielleicht ist der Vergleich aber dadurch gefärbt, dass ich .hack bereits 2003 gesehen habe und SAO tatsächlich erst dieses Jahr. Ich könnte mir gut vorstellen, dass .hack//sign euch beiden auch sehr gut gefällt; gebt der Serie mal eine Chance, wenn ihr sie noch nicht kennt.
Die Kritikpunkte, die Mical angeführt hat, sind mir ebenfalls ein wenig sauer aufgestoßen. Da ist Potential verschenkt worden.

Technologisch könnte einiges durchaus in einigen Jahren machbar sein. Ob es dann etwas für mich wäre, kann ich nur schwer sagen, da mir bei schnellen Drehungen in Spielen sehr schnell schlecht wird, wenn sie in der First Person-Perspektive gemacht sind. Bislang habe ich auch noch keine VR-Brille aufgehabt, das steht noch auf meiner to do-Liste.
 
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Vash

Vash

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Ja ok, das mit den weiblichen Charakteren in Bezug auf den Hauptcharakter war schon durchaus unnötig.. Was Asuna angeht.. dazu muss ich wohl erstmal die zweite Staffel sehen. :D Die Dritte wurde ja dieses Jahr angekündigt, wird aber wohl noch etwas dauern, bis die dann bei uns ausgestrahlt wird. Pro 7 maxx ist da ja gut dabei (haben es sogar geschafft, dass Detektiv Conan weiter synchronisiert wird) und ansonsten haben wir dank eines zwielichtigen Vodafone Mitarbeiters momentan Animax in unserer Senderliste..

@MicalLex meintest du die zweite Staffel oder den zweiten Arc bezüglich der Schwester? Ich frage, weil Alfheim Online eigentlich zur ersten Staffel gehört. Wobei ich die zweite Staffel erst angefangen habe und da ich momentan kommandiert bin, können wir nur am WE weiter schauen..
 

MicalLex

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Also mit der zweiten Staffel meinte ich die Alfheim-Geschichte. Da es wie gesagt bereits eine Weile her ist, mag sich da ein Fehler bei mir eingeschlichen haben.
 

Yuffie

✦ Sweet Devil ✦
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Aktuelle verfolge ich Sword Art Online: Alicization – dann kann man sich sicherlich denken, dass ich auch mit den anderen Staffeln vertraut bin. Im Gegensatz zu meinen „Vorrednern“ bin ich allerdings vom Inhalt der Geschichte nicht sonderlich angetan, wobei meine Bewertung selbstredend von Arc zu Arc schon etwas unterschiedlich ausfällt.

Eine Gemeinsamkeit haben aber bisher alle Produktionen des SAO-Universums: Genug Budget, um die Action mit flüssigen Animationen, kräftigen Farben und scharfen Kanten auf den Bildschirm zu bringen. Selbst zum wöchentlichen Release sah die Serie immer hochwertig aus – anders als bei anderen Serien, die während ihrer Laufzeit meistens stark einbüßen und erst später auf BluRay oder DVD die nötige Sorgfalt bekommen.
Auch musikalisch kann man der Serie nicht viel vorwerfen. Persönlich kann ich mit den Openings und Endings nicht viel anfangen, aber sie passen zum Setting und werden von mir zumindest nicht störend empfunden. Die Musik innerhalb der Serie ist dann weitgehend gut, unterstreicht die Atmosphäre und liefert ab, wie man so schön sagt.

Audiovisuell irgendwelche Vorwürfe zu machen, wäre von mir demnach nicht fair, aber wenn der Inhalt nicht überzeugt… Ich finde das Writing in Sword Art Online einfach furchtbar und man merkt die Zielgruppe der Visual Novel-Vorlage leider an allen Ecken und Kanten. Inhaltlich ist SAO weder sonderlich anspruchsvoll, noch einzigartig oder clever.
Natürlich muss nicht jeder Anime tiefgründig sein oder vor Brillanz strotzen, aber wenn man schon eine flache Story präsentiert, sollten wenigstens die Charaktere diese Handlung tragen können und dies ist; meiner Ansicht nach; schon eher kritisch, wenn man mit Kirito einen männlichen „Self Insert“ für Neckbeards hat, der absolut fehlerlos ist und wenn er doch einen Fehler hat, dann wird dieser genutzt, damit man Sympathie für Kirigaya aufbringen kann und nicht unbedingt, um einen Konflikt innerhalb der Serie zu provozieren.

Wenn SAO nichts weiter wäre als ein alltäglicher Fighting- Shōnen, könnte ich das knöcheltiefe Charakter-Writing vielleicht ebenfalls noch verzeihen (auch, wenn mir persönlich kein einziger Charakter sympathisch ist), aber SAO versucht mir auch noch eine dramatische Liebesgeschichte zu verkaufen, die ab dem Fairy Dance-Arc eigentlich auf „Damsel in Distress“ hinausläuft. Deswegen empfand ich den Phantom Bullet-Arc wohl auch wieder ansprechender, weil es nicht darum ging, dass Kirito eine Dame retten muss – der gute Eindruck wurde aber gleich wieder zerstört.

Der Calibur-Arc danach trägt absolut nichts zur Geschichte bei und fühlt sich an wie ein zweckloser Platzhalter, während Mother Rosario eine Beleidigung an die Intelligenz des Zuschauers ist. Ich dachte immer, dass Fairy Dance nicht unterboten werden könnte und da habe ich weit gefehlt… dabei war die Abstinenz von Kirito ein frischer Wind.

Mit dem jetzigen Arc bin ich auch nicht zufrieden. Es ist wieder die „Damsel in Distress“ und absolut unnatürliche Reaktionen der Charaktere. Nicht alles in einem Anime muss (oder soll!) der menschlichen Logik folgen, aber die innere Logik sollte bestehen, doch damit hat die gesamte Serie so ihre Probleme. Damit meine ich nicht so Plotpunkte, wie das Todesspiel an sich, sondern mehr so Punkte, wo in der Realität etwas passiert, worauf aber kein Charakter irgendwie annähernd normal reagiert.

Und dann ist noch die Sache mit der sogenannten „Plot Convenience“: Yui kann immer exakt die Dinge, welche sie gerade für den Plot können muss. Sie kann z.B. High-Security Datenbanken umschreiben, die nichts mit SAO / ALO oder GGO zu tun haben, Programme hacken, auf Kameras zugreifen usw. usf. Warum hat ein Mental Health-Programm / Navigations-Programm aus einem VRMMO so viel Macht im realen Leben? So viel, dass man damit Banken ausrauben könnte? Aber auf der anderen Seite hat es dann in bestimmten Situationen wieder nur so viel Macht, dass man der Lösung des Rätsels doch nicht auf die Spur kommt.

Yui: Kann sich in Hochsicherheitsnetzwerke hacken, polizeiliche Kameras abrufen, aber kein Handy weiter als 10 Meter tracken.

Seems legit.

Je weiter man in der Serie kommt, umso mehr fällt es einem auf. Solche Sachen kann ich durchaus verzeihen, viele Anime greifen auf Plot Convenience zurück (ein beliebtes Trope ist z.B. wenn Hauptcharakter zufälligerweise mit seiner Kindheitsfreundin in eine Klasse kommt, nachdem sie Jahre getrennt waren) – nicht aber in diesem Ausmaß, indem einfach alles zu Gunsten von überflüssiger Dramatik gebogen wird, wie man es eben mal braucht.

Erfrischend war für mich dann Sword Art Online: Alternative. Die Abwesenheit von fast allem, was man in SAO kannte und der großteilige Verzicht auf enormes Drama (wenn man ein Auge zudrückt), hat der Serie gut getan. Einfach nur gute Action, in guter Qualität, mit einem guten OST und einer weitgehend glaubwürdigen Rahmenhandlung.

Wer SAO mag, liebt oder es für das Beste seit der Erfindung des Brots hält: Ist alles okay. Ich möchte niemand auf die Füße treten oder meinen Geschmack überordnen. Ich kann einem Anime, der sich selbst ernst nimmt, aber nur bis zu einem gewissen Punkt einen Freifahrtschein geben und der wurde bei mir mit dem Fairy Dance-Arc so massiv überschritten, dass ich den Anime irgendwie nur noch aus einer Art Masochismus verfolge. Da tropft einfach aus jeder Pore, dass die Vorlage eben ein Fantasy-Novel mit Harem-Elementen ist, der einem jeden männlichen Leser die Chance für einen allseits beliebten Self-Insert liefern will.
 

Ashrak

Nachtmahr
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Am meisten hat mich gestört, dass sich nach und nach jeder weibliche Charakter in die Hauptfigur verliebt hat, nachdem er ihr einmal einen Gefallen getan hat.
Das ist soweit ich weiß vollkommen normal für Manga/Anime/Webcomics die versuchen mit dem Thema "MMO in der realen Welt" zu spielen; also dass sie letztendlich zu verkappten Haremgeschichten verkommen.
Mit SAO hatte ich aber insgesamt wenig Freude, weswegen ich nach ein paar Folgen weggeschaltet habe. Mich hat dieser Moment unendlich aufgeregt, als irgendein Trottel den Protagonisten als "Beater" bezeichnet hat, weil er an der Beta teilgenommen hat. Niemand ist so verdammt dämlich.
 
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Vash

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Das ist soweit ich weiß vollkommen normal für Manga/Anime/Webcomics die versuchen mit dem Thema "MMO in der realen Welt" zu spielen; also dass sie letztendlich zu verkappten Haremgeschichten verkommen.
Mit SAO hatte ich aber insgesamt wenig Freude, weswegen ich nach ein paar Folgen weggeschaltet habe. Mich hat dieser Moment unendlich aufgeregt, als irgendein Trottel den Protagonisten als "Beater" bezeichnet hat, weil er an der Beta teilgenommen hat. Niemand ist so verdammt dämlich.
Nun ja, man kann sich an Kleinigkeiten aufhängen, aber jedem wie's ihm beliebt. ^^

Ich schau mir jetzt erstmal die zweite Staffel an. Ist ja augenscheinlich etwas düsterer und dystopischer mit dem Gun Gale Online Thema. Auf die dritte Staffel muss ich ja dann leider erstmal warten. Da ich die Serie auf Deutsch angefangen habe, werde ich sie auch so weiterschauen.. Ansonsten kommt um Weihnachten rum der erste Film. Mal schauen, was der so bringt, auch wenn die Kritiken nicht so freundlich sind. xD Aber ich mach mir ja gerne selber ein Bild.
 

Doresh

Forenpuschel
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Ob VR Gaming je so weit kommt wie im Anime, bezweifle ich. Bei den ganzen verbuggten Releases könnte das das Hirn eines Spielers grillen XD

Ich persönlich bevorzuge es, wenn meine Isekais wie bei Rayearth und Digimon in einer echten Welt spielen. Bei Videospielwelten ist das im Prinzip wie LARPen, wenn niemand in-character ist. Dramatik geht mMn auch etwas flöhten, wenn der Held sich einfach zum Sieg grindet (was Kirito schon vor eigentlichem Beginn der 1. Staffel gemacht hat).
Am meisten hat mich gestört, dass sich nach und nach jeder weibliche Charakter in die Hauptfigur verliebt hat, nachdem er ihr einmal einen Gefallen getan hat. Und die starke Figur der Asuna (hieß sie so) plötzlich nur noch die Hausfrau war. Und dann noch die Geschichte der Schwester in der zweiten Staffel...
Harem ist das Krebsgeschwür, das Anime tötet.
 
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