Proto
Held
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- 22.10.2008
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- 222
Erscheinungstermine
Time Hollow, zunächst am 19. März 2008 in Japan erschienen, ist am 23. September 2008 in Nordamerika und am 6. Februar 2009 in Europa veröffentlicht worden. Ich habe das Spiel auf englisch gespielt, es stehen jedoch auch französisch, deutsch, italienisch und spanisch zur Auswahl. Die Sprachausgabe bleibt dabei einer kurzen Recherche zufolge immer englisch, lediglich der Text würde übersetzt.
Genre und Bedienung
Time Hollow ist ein klassisches Adventure. Man muss durch den Besuch verschiedener Schauplätze Rätsel lösen. Es gibt keine Action-Sequenzen, man kann also ohne Zeitdruck operieren. Die Bedienung ist gut gemacht: Man kann interessante Punkte auf dem Bildschirm antippen, um zu sehen, welche Aktion für den Punkt verfügbar ist. Mit einem weiteren Tippen wird die Aktion ausgeführt. Eine Aktionsauswahl unter mehreren Möglichkeiten findet nie statt. An bestimmten Stellen im Spiel muss man auch Gegenstände einsetzen, dies geht auch problemlos, wobei man hier zwischen den verschiedenen Gegenständen auswählen kann. Einige Gegenstände sind rote Heringe, also haben keine Einsatzmöglichkeit.
Geschichte
Ethan Kairos ist ein relativ normaler junger Mann. Bis zu seinem 17. Geburtstag lebt er mit seinen Eltern zusammen. In der Nacht zu seinem 17. Geburtstag ändern sich jedoch die Ereignisse in seinem Leben schlagartig: Seine Eltern verschwinden und niemand kann sich daran erinnern, sie in den vergangenen 12 Jahren gesehen zu haben. Außerdem sind in Ethans Zimmer ein mysteriöses Loch und ein Kugelschreiber, den nur er sehen kann, aufgetaucht...
Atmosphäre
Die Story ist spannend, wenngleich manchmal kompliziert. Ich fand sie fesselnd wie einen Roman, obgleich sie am Ende doch nicht so besonders war. Wegen der Story, bei der ich immer wissen wollte, wie es weitergeht und was letztlich die Auflösung des ganzen Rätsels um die Story ist, vergebe ich hier die Höchstpunktzahl. Dass man zwischendurch an zwei oder drei Stellen eventuell planlos durch die Stadt wandert, und einmal ein Rätsel schwer zu lösen ist, soll jedoch hier ausdrücklich erwähnt werden.
Grafik
Die Grafik ist angemessen. Meist agiert man mit Hintergründen, die man anklicken kann, sowie Charakteren, die im japantypischen Stil mit Gesicht und Sprechfeld reden. Die Videosequenzen sind ordentlich gemacht und im Stil des Spiels gehalten. Jedoch ist die Grafik comichaft und nicht wirklich detailreich. Da sie dennoch in sich stimmig ist, gebe ich hier 4 Punkte.
Sound
Die Musik war passend, das Spiel hat teilweise Sprachausgabe. Insgesamt gibt es jedoch keine "echten" Hintergrundgeräusche und es gibt keine unvergessliche Musik. Lediglich die Musik aus dem Intro bzw. Outro sticht besonders hervor. Da ich den Sound deshalb als ordentlich, aber nicht besonders einstufen würde, und in Berücksichtigung der teilweisen Vertonung der Dialoge, gebe ich 3,5 Punkte.
Bedienung
Die Bedienung ist gut gemacht. Die Flashbacks, also Bilder-Rückblenden, die als spezieller Punkt im Menü verfügbar sind, werden teilweise unübersichtlich, neue Charakterbeschreibungen werden nicht wie sonst Itembeschreibungen und Flashback-Updates markiert. Größter Kritikpunkt ist jedoch, dass man gelegentlich in Bildschirmen nach links und rechts scrollen kann. Dort verstecken sich jedoch bis auf einmal im Tutorial, wo diese Funktion erläutert wird, und bei einem Zeiträtsel, nie wichtige Gegenstände. Es ist bis auf wenige Ausnahmen (bei Zeiträtseln und in Videos) jederzeit möglich, das Spiel zu speichern, und es können keine ungewinnbaren Situationen herbeigeführt werden. Ein großer Kritikpunkt ist auch, dass man die Sprache nur mit einem undocumented feature ändern kann (beim Start des Moduls muss man alle Tasten gleichzeitig drücken). Wegen dieses kleinen Mangels kann ich hier nicht die Höchstpunktzahl vergeben.
Umfang
Der Umfang ist das größte Problem des Spiels. Das Spiel ist in acht Kapitel eingeteilt, die jedoch alle relativ kurz sind. An zwei Stellen habe ich Lösungshilfen aus dem Internet benutzt, da ich nicht wusste, was ich tun soll, aber vor diesen habe ich ziemlich alles ausprobiert gehabt. Dennoch gelang es mir, das Spiel in geschätzten 8 bis 10 Stunden Spielzeit durchzuspielen. Es gibt keine Motivation, das Spiel danach nochmals durchzuspielen. Deshalb kann ich hier leider nur eine sehr geringe Bewertung vergeben. Bei 8-10 Stunden, bis man alles gesehen und getan hat, halte ich 2,5 Punkte für angemessen.
Fazit
Time Hollow ist ein sehr unterhaltsames, aber leider auch kurzes, Spielvergnügen. Ich halte es für unbedingt spielenswert, würde aber anraten, es mangels Länge und Wiederspielwert irgendwo auszuleihen oder gebraucht zu kaufen. Mehr als 1-2 Tage wird man damit leider nicht verbringen, aber diese haben durchaus die Motivation und Spannung eines guten Romans.
Time Hollow, zunächst am 19. März 2008 in Japan erschienen, ist am 23. September 2008 in Nordamerika und am 6. Februar 2009 in Europa veröffentlicht worden. Ich habe das Spiel auf englisch gespielt, es stehen jedoch auch französisch, deutsch, italienisch und spanisch zur Auswahl. Die Sprachausgabe bleibt dabei einer kurzen Recherche zufolge immer englisch, lediglich der Text würde übersetzt.
Genre und Bedienung
Time Hollow ist ein klassisches Adventure. Man muss durch den Besuch verschiedener Schauplätze Rätsel lösen. Es gibt keine Action-Sequenzen, man kann also ohne Zeitdruck operieren. Die Bedienung ist gut gemacht: Man kann interessante Punkte auf dem Bildschirm antippen, um zu sehen, welche Aktion für den Punkt verfügbar ist. Mit einem weiteren Tippen wird die Aktion ausgeführt. Eine Aktionsauswahl unter mehreren Möglichkeiten findet nie statt. An bestimmten Stellen im Spiel muss man auch Gegenstände einsetzen, dies geht auch problemlos, wobei man hier zwischen den verschiedenen Gegenständen auswählen kann. Einige Gegenstände sind rote Heringe, also haben keine Einsatzmöglichkeit.
Geschichte
Ethan Kairos ist ein relativ normaler junger Mann. Bis zu seinem 17. Geburtstag lebt er mit seinen Eltern zusammen. In der Nacht zu seinem 17. Geburtstag ändern sich jedoch die Ereignisse in seinem Leben schlagartig: Seine Eltern verschwinden und niemand kann sich daran erinnern, sie in den vergangenen 12 Jahren gesehen zu haben. Außerdem sind in Ethans Zimmer ein mysteriöses Loch und ein Kugelschreiber, den nur er sehen kann, aufgetaucht...
Atmosphäre
Die Story ist spannend, wenngleich manchmal kompliziert. Ich fand sie fesselnd wie einen Roman, obgleich sie am Ende doch nicht so besonders war. Wegen der Story, bei der ich immer wissen wollte, wie es weitergeht und was letztlich die Auflösung des ganzen Rätsels um die Story ist, vergebe ich hier die Höchstpunktzahl. Dass man zwischendurch an zwei oder drei Stellen eventuell planlos durch die Stadt wandert, und einmal ein Rätsel schwer zu lösen ist, soll jedoch hier ausdrücklich erwähnt werden.
Grafik
Die Grafik ist angemessen. Meist agiert man mit Hintergründen, die man anklicken kann, sowie Charakteren, die im japantypischen Stil mit Gesicht und Sprechfeld reden. Die Videosequenzen sind ordentlich gemacht und im Stil des Spiels gehalten. Jedoch ist die Grafik comichaft und nicht wirklich detailreich. Da sie dennoch in sich stimmig ist, gebe ich hier 4 Punkte.
Sound
Die Musik war passend, das Spiel hat teilweise Sprachausgabe. Insgesamt gibt es jedoch keine "echten" Hintergrundgeräusche und es gibt keine unvergessliche Musik. Lediglich die Musik aus dem Intro bzw. Outro sticht besonders hervor. Da ich den Sound deshalb als ordentlich, aber nicht besonders einstufen würde, und in Berücksichtigung der teilweisen Vertonung der Dialoge, gebe ich 3,5 Punkte.
Bedienung
Die Bedienung ist gut gemacht. Die Flashbacks, also Bilder-Rückblenden, die als spezieller Punkt im Menü verfügbar sind, werden teilweise unübersichtlich, neue Charakterbeschreibungen werden nicht wie sonst Itembeschreibungen und Flashback-Updates markiert. Größter Kritikpunkt ist jedoch, dass man gelegentlich in Bildschirmen nach links und rechts scrollen kann. Dort verstecken sich jedoch bis auf einmal im Tutorial, wo diese Funktion erläutert wird, und bei einem Zeiträtsel, nie wichtige Gegenstände. Es ist bis auf wenige Ausnahmen (bei Zeiträtseln und in Videos) jederzeit möglich, das Spiel zu speichern, und es können keine ungewinnbaren Situationen herbeigeführt werden. Ein großer Kritikpunkt ist auch, dass man die Sprache nur mit einem undocumented feature ändern kann (beim Start des Moduls muss man alle Tasten gleichzeitig drücken). Wegen dieses kleinen Mangels kann ich hier nicht die Höchstpunktzahl vergeben.
Umfang
Der Umfang ist das größte Problem des Spiels. Das Spiel ist in acht Kapitel eingeteilt, die jedoch alle relativ kurz sind. An zwei Stellen habe ich Lösungshilfen aus dem Internet benutzt, da ich nicht wusste, was ich tun soll, aber vor diesen habe ich ziemlich alles ausprobiert gehabt. Dennoch gelang es mir, das Spiel in geschätzten 8 bis 10 Stunden Spielzeit durchzuspielen. Es gibt keine Motivation, das Spiel danach nochmals durchzuspielen. Deshalb kann ich hier leider nur eine sehr geringe Bewertung vergeben. Bei 8-10 Stunden, bis man alles gesehen und getan hat, halte ich 2,5 Punkte für angemessen.
Fazit
Time Hollow ist ein sehr unterhaltsames, aber leider auch kurzes, Spielvergnügen. Ich halte es für unbedingt spielenswert, würde aber anraten, es mangels Länge und Wiederspielwert irgendwo auszuleihen oder gebraucht zu kaufen. Mehr als 1-2 Tage wird man damit leider nicht verbringen, aber diese haben durchaus die Motivation und Spannung eines guten Romans.
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