sterbehilfe?

Raven Bloodrage

Manaheld
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@ Harmian

Und das ist ja...
Woher willst du wissen, dass der Mensch, dessen Zustand sich nicht mehr bessert, sterben will?

Kann mir vorstellen es giobt welche, die sich mit ihrere Situation abgefunden haben und vlt nur noch anwesend sein wollen.

Deswegen dieses klare NEIN als gesetzliche Regelung.


Was ich einfahch nicht verstehe:
Warum erlaubt man es nicht Menschen, die den sehnlichen Wunsch verspüren ihr Leben zu lassen?
Statt dessen sollen sie leiden bis der Körper nicht mehr mitspielt.
Mal drüber nachgedacht ist das zimlich grausam...

Und ist es nicht auch eine Verletzung der eigenen Würde der Person,
wenn sie würdevoll abtreten möchte und man es ihr verwehrt?
 

Biquinho

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Du meinst geistig, oder?
Ja. Danke für's Korrigieren.

Wenn jemand nur noch sabbernd im Rollstuhl sitzt wäre sein Tod doch kein Verlust, oder?

Daher wäre ich für eine Sterbehilfe bei Menschen, die dies wünschen und bei Menschen, deren Zustand keine Aussicht auf Besserung hat.
Ob der Tod dieser Person (k)ein Verlust ist? Nun, vom Nutzen her sicherlich nicht, aber selbst sabbernde, an den Rollstuhl gebundene Menschen, können einem ans Herz gewachsen sein.

Ok, aber darum geht es ja nicht. Wollte das nur festhalten.

Ansonsten siehe Raven: Woher willst du wissen, dass der Mensch, dessen Zustand sich nicht mehr bessert, sterben will?
Ich verstehe Deine Meinung komplett und eigentlich ist sie mit meiner identisch, nur geht es nun einmal nicht so einfach.
 

dunkeldorn

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naja in meiner krankenakte steht drinnen das ich keine lebens erhaltene maßnahmen haben will sprich wenn ich nur noch von maschinen am leben gehalten werden sollte sind diese abzuschalten
 

Raven Bloodrage

Manaheld
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@barmut

Szenario:
Stell dir vor du erleidest einen schlimmen Unfall.
Bist vom Hals ab gelähmt, kannst nicht sprechen und nicht sehen.
Was bringt dir deine Krankenakte.
Du bist nicht auf Maschinen angewiesen...
Doch dein Lebenlang konntest du dich Bewegen,
die Wunder der Welt mit den Augen betrachten und via Sprache kommunizieren.
Jetzt wird dir das auf einen Schlag alles entrissen...
Ist das noch ein Leben?
 

Redwolf

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Schönen Stichwort dazu ist "Biologische Unsterblichkeit". Es gibt scheinbar wirklich Spezies die unsterblich sind (im Perry Rhodan Sinne).

Darunter ist so eine Quallenart, welche sich wieder zum Keim eines Polypen zurückentwickeln kann und dass scheinbar unbegrenzt oft.

Dann gibts da noch Seegurken, Süßwasserpolypen und Pilze.

In Oregon z.B. gibt es einen Pilz, der scheinbar 2400 Jahre alt ist und sich über eine riesige Fläche in der ganzen Region sowohl oberirdisch, als auch unterirdisch ausgebreitet hat.
 

Ashura

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@barmut

Szenario:
Stell dir vor du erleidest einen schlimmen Unfall.
Bist vom Hals ab gelähmt, kannst nicht sprechen und nicht sehen.
Was bringt dir deine Krankenakte.
Du bist nicht auf Maschinen angewiesen...
Doch dein Lebenlang konntest du dich Bewegen,
die Wunder der Welt mit den Augen betrachten und via Sprache kommunizieren.
Jetzt wird dir das auf einen Schlag alles entrissen...
Ist das noch ein Leben?
Nun, nenn mich verrückt...aber selbst DAS würde mich nicht davon abhalten wollen, leben zu wollen. Nicht umsonst hab ich schon soviel andere scheisse überlebt, nur damit n blöder Unfall und das eine oder andere Problem mich aus dem Rennen bringen würden.

Solange ich die Augen bewegen kann, könnte ich lernen damit einen Sprachcomputer zu steuern, es gibt Rollstühle und Pflegekräfte. Es gibt für die meisten dieser genannten Probleme eine andere Lösung als, sich wie einige es nennen würden "erlösen" zu lassen.

Das mag jetzt harsch klingen, aber wer lieber stirbt als zu leben hatte von Anfang an nicht genug Biss und hat anscheinend auch zu Lebzeiten nicht allzuviel dazugelernt.
 

Raven Bloodrage

Manaheld
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@ Ashura
Der Gedanke ist schon richtig, doch sieht die Realität leider anders aus.

Zitat:
Solange ich die Augen bewegen kann, könnte ich lernen damit einen Sprachcomputer zu steuern, es gibt Rollstühle und Pflegekräfte. Es gibt für die meisten dieser genannten Probleme eine andere Lösung als, sich wie einige es nennen würden "erlösen" zu lassen.

Wenn du keine Kohle hast, und damit meine ich VIEL Kohle, fallen alle Möglichkleiten weg, außer du hast jemanden in der Familie, der sich um dich kümmert.
Ich für meinen Teil wollte NIEMANDEM solch eine Bürde aufsetzen, ich würde auch lieber sterben wollen.
Das schlimme daran ist ja, du kannst weder sehen noch hören noch sprechen, dazu noch die lähmung also es geht einfahc nix mehr außer vegetieren.

Mag sein das ich zu wenig biss habe wenn ich dann sterben möchte.
Aber ich denke da wohl mehr an die anderen die mit meiner Last leben würden.
 

dunkeldorn

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@raven
wenn dir jemand 1 mio geben würde und du dann ein jahr zeit hättest bevor man dich tötet und deine organe für eine andere person enfernen würde würdest du das dann annehmen?
 

Rise_Against

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@raven
wenn dir jemand 1 mio geben würde und du dann ein jahr zeit hättest bevor man dich tötet und deine organe für eine andere person enfernen würde würdest du das dann annehmen?
Wer diese Frage mit Ja beanrwortet gehört sofort erschossen.
 

Zhao Yun

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Aktive Sterbehilfe kann je nach Situation hilfreich sein. Ich zweifel aber dran dass ich das bei einem Menschen tun könnte der keine emotionale Bindung zu mir hat.
 

Harmian

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Ich bin auch für aktive Sterbehilfe.

Man sollte selbst über sein Leben entscheiden dürfen und sterben, wenn man das möchte.
 

dunkeldorn

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@rise
oh ich kenn da einige die da mit ja antworten würden
 
Zuletzt bearbeitet:

Artemis

Ehrenuser
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Reden wir hier von Sterbehilfe-Kandidaten oder von eigentlich gesunden Menschen?
 

Meister der Runen

Emergency Induction Port
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Reden wir hier von Sterbehilfe-Kandidaten oder von eigentlich gesunden Menschen?
Das wäre wohl eher Unterstützung beim Suizid. Sterbehilfe ist für mich eher so
definiert, dass es die leute betrifft, welche den Wunsch haben zu sterben,
weil sie Körperlich leiden (manchmal auch geistig, aber das ist eine grauzone
und kann nicht über einen Kamm geschoren werden)
 

Raven Bloodrage

Manaheld
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@ Rise
Warum?
Du weist doch gar nicht in welcher Situation der Mensch steckt, der diese Frage mit Ja beantwortet...

@ Barmut
Kommt darauf an für wen:
Wären die Organe für meine Frau, weil sie tot krank ist und nur dadurch überleben kann, dann ja.
Ich würde die Million das Jahr lang dafür nutzen um ihre Zukunft zu sichern und meine letzten Augenblicke an ihrer Seite verbringen, dass sie schöne Erinnerungen an mich hat.
 

Redwolf

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Ich bin der Meinung, dass es jedem zusteht den Freitod zu suchen. Das ist eine eigene, persönliche Entscheidung.

Bezüglich Sterbehilfe befürworte ich die aktive Sterbehilfe (über staatliche Institutionen), solange effektive Maßnahmen sicherstellen, dass die Entscheidung des Betreffenden auch selbst getroffen wurden. Auf keinen Fall sollte jemand getötet werden, nur weil sein Zustand so fatal ist, dass die Person zu keiner Willensäußerung mehr fähig ist. Auch eine scheinbar unwürdige (Frage der Perspektive) Existenz verdient es zu leben. Für einen solchen Fall sollte es die Möglichkeit geben im gesunden Zustand die entsprechenden Maßnahmen für den Fall der Fälle festzulegen.

Desweiteren sollte es ja schon jetzt strafbar sein jemanden durch drangsalierendes Zureden in den Tod zu treiben.
 

MANAFAN

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Ausgrabung des Threads incoming. :D
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Ich denke, jeder Mensch, welcher Entscheidungen bei klaren Verstand treffen kann, darf den Wunsch äußern, dass eben jener Mensch sterben möchte - Und diesem Folge zu leisten hat.
Diese widerrum allerdings nur in einem Krankenhaus, und die Person solle sich selbst die Spritze geben unter ärztlicher Aufsicht.
Man muss keinen Grund nennen - Es geht im Grunde niemanden etwas an, warum man sterben möchte.
Man ist niemandem eine Rechenschaft schuldig.
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Desweiteren sollte es dafür auch kein Mindestalter geben. Wenn sich wirklich jemand entschließt sterben zu wollen, dann macht diese Person das auf die eine oder andere Weise sowieso. Ob nun durch einen Auto- Baumknutscher, Schnitzereien am eigenem Körper oder eben einer Spritze.
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Es hat einfach kein Staat das Recht in jemandes Leben zu sagen: "Nope, Dich lassen wir am leben bzw. quälen dich noch ein wenig".
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Das ist meine preferierte Meinung zu diesem Thema. Kranke oder Rollstuhlgebundene Personen habe ich bewusst ausgelassen.
 

Ashura

Amazone und Meridian Child
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Das ist meine preferierte Meinung zu diesem Thema. Kranke oder Rollstuhlgebundene Personen habe ich bewusst ausgelassen.
...und was ist mit denen die nur nicht gelernt haben sich sekbst anzunehmen, wie sie isnd und DARUM den wunsch haben zu sterben? Vorsicht, ich hab 2 Suizide im Bekanntenkreis hinter mir und die Argumentation das das Leid der Freunde und Angehörigen nix zählt, wenn die Person stirbt, mag der selber vielleicht egal sein, aber mir nicht.

Sterbehilfe ist für mich nur okay und nachvollziehbar wenn ein Mensch wahnsinnig wird vor schmerzen und wirklich 0 chance auf Genesung hat. Für Psychische oder geistige Erkankungen gibt es kliniken, nicht die spritze...
 

Lord_Data

*wuff wuff*
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und wirklich 0 chance auf Genesung hat
Aber das ist der Punkt: Ärzte sind dazu verpflichtet so zu handeln, als ob jeden Moment eine Heilung für die Krankheit kommen könnte. Und vielleicht ist es auch so - was würde man denn sagen, wenn wirklich wenige Wochen nach dem Tod in einem Journal zumindest eine Abhilfe in Aussicht gestellt wird? Was soll der Arzt denn da sagen?

Und ich würde das als Arzt auch nicht mitmachen und würde es auch keinem Arzt aufbürden wollen.
 
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