AfD - Flüchtlingspolitik, Wahlverhalten

LS

Halbgott
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Beim überfliegen scheint es mir so, als wenn sich hier hauptsächlich oberflächlich über vereinzelte Aktionen und fragwürdige Äußerungen von AfD oder AfD-nahen Personen lustig gemacht wird.
Ich will jetzt gar nicht behaupten, dass die AfD die richtigen Lösungen anbietet, oder eine gute Partei ist, aber es existieren doch reale Probleme, die von der aktuellen Politik nicht wirklich behandelt werden.
Ich möchte hier mal einige auflisten und diskutieren. Probleme, die existieren und sollten sie nicht auf demokratischem Wege gelöst werden, der AfD oder radikalen Gruppen weiteren Zulauf geben.

1. Der Linksruck der CDU hat ein Vakuum im konservativem Raum im politischen Spektrum hinterlassen. Sollte es nicht durch die AfD gefüllt werden, wird es durch andere Parteien, die es evtuell noch nicht gibt auf lange Sicht gefüllt.

2. Der Islam ist mit dem Grundgesetz nicht kompatibel. Bei einem gläubigen Muslim muss zwangsläufig eine kognitive Dissonanz entstehen, da er, sollte er von den moralischen Leitlinien des Grundgesetzes überzeugt sein, den Koran, sowie den Propheten Mohammed und viele seiner Handlungen, wie Pädophilie, Sklavenhaltung und Handel, brutalste Kriegsakte, Folter, Vergewaltigung, Verstümmlung, etc. verurteilen muss. Ja, auch die Bibel hat brutale Passagen, allerdings gilt für Christen das Wort Jesu vorrangig, der vieles, was noch im alten Testament beschrieben wurde verurteilt. Im Koran gibt es etwas ähnliches, in dem Sinne, die Mekka und Medina Zeit von Mohammed. Allerdings wiederruft Mohammed viele seiner vorherigen friedlicheren Äußerungen, die zu einer Zeit entstanden, als er seine Gefolgschaft und Armee erst aufbaute. Als er dann in der Macht gefestigt war wurde er brutaler und radikaler.
Weiterhin predigt Jesus natürlich einen anderen Umgang mit dem was der Gläubige als falsches bzw. sündiges Verhalten einstuft. Ich will jetzt hier nicht zu weit ins Detail gehen, das wäre vieleicht sein eigenes Thema wert, ich bin aber überzeugt, dass sich das Christentum theologisch wesentlich einfacher mit dem Grundgesetz in Einklang bringen lässt und deshalb nicht so starken kognitive Dissonanzen und Identitätskrisen hervorruft.

3. Darauf aufbauend ist das westliche moralische Verständnis aus der christlichen Individualethik entstanden. Der Islam hingegen ist eine kollektivistische Ideologie/Religion, die für ein grundsätzlich anderes Menschenbild steht. Auch dieses wäre in voller Fülle sicher sein eigenes Thema wert.

4. Der Islam ist sowohl politische Ideologie als auch Religion.
Schon die Entstehung des Christentums, als Religion für die die als Unterdrückte und Sklaven im römischen Reich lebten sorgte für einen geringen weltlichen Herrschaftsanspruch, während der Islam dezidiert als Ordnungspolitisches System für Arabien geschaffen wurde. Im weiteren wurde die weltliche und geistliche Trennung im Christentum theologisch über die Zeit weiter untermauert. Vor allem Luther legte mit der 2 Reiche Lehre den Grundstein für die Reformation, die gezielt gegen weltlichen Machtanspruch der Kirche, der theologisch nicht vertretbar ist gerichtet war. Der Islam hat dezidiert weltlichen Gestaltungsanspruch.

5. No true Scotsman. Gibt es den richtigen Islam? Im öffentlichen Diskurs wird oft alles was nicht wünschenswert ist als nicht echt islamisch heraussubstrahiert und in der Tat gibt es so viele verschiedene Richtungen des Islam, dass man schwer generalisieren, aber auch kritisieren und korrigieren kann. Ich benutze hier die folgende Definition des Islam:
"Der Koran ist das unabänderliche Wort Gottes. Mohammed ist der Prophet Gottes. Als solcher ist sein Wort und Handeln moralische Maxime."
Ich denke wenn man nicht Koran und Mohammed beinhaltet, macht es nicht viel Sinn dieses noch Islam zu nennen. Aber schon diese beiden Bestandteile bieten genug Zündstoff für Probleme.

6. Die ankommenden Migranten sind nicht qualifiziert.
Die Mehrheit der ankommenden Migranten verfügen über praktisch keinerlei Bildung und können oft nicht mal in ihrer eigenen Sprache schreiben. Diese Menschen würden dem Arbeitsmarkt wenn überhaupt nur auf dem niedrigsten Qualifikationsniveau zur Verfügung stehen. Ex-Arbeitsministerin Nahles sagte, dass höchstens 10% der Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt integriert werden können.
Auf dem untersten Qualifikationsniveau besteht sowieso schon ein immenser Konkurrenzdruck und auch wenn Deutschland Fachkräfte braucht, braucht es keine ungelernten Arbeiter. Dieses sorgt jetzt dafür dass die schon vorher hier lebenden ungelernten zusätzlich mit den Neuankömmlingen um eine geringer werdende Arbeitsplatzanzahl konkurrieren müssen, was ihre Verhandlungsposition schwächt. Dieses wirkt sich negativ sowohl auf das Lohnniveau als auch auf die Arbeitnehmerrechte in diesem Bereich aus.
Dieses führt zu Gegenregulierungen des Staates, was zu mehr Transfer, Bürokratie und allgemeiner Schwächung des Wirtschaftsstandortes Deutschland führt.

7. Südeuropa hat einen großen Pool an arbeitslosen Fachkräften
Wenn wir Fachkräfte brauchen, warum importieren wir schwer integrierbare Menschen aus Afrika und dem nahen Osten mit geringem Bildungsniveau, wenn es doch in Südeuropa wesentlich besser ausgebildete, uns kulturell näherstehendes und damit leichter integrierbareres "Humankapital" gibt?

8. Viele Menschen fühlen, ob berechtigt oder nicht sei jetzt dahingestellt, dass sie zuwenig Zuwendungen, sei es bei Hartz4 oder der Rente erhalten. Wie ist es diesen Menschen zu vermitteln, dass beispielsweise in 2015 über 50Milliarden Euro für "Flüchtlinge" bereitstehen?

9. Vor der Flüchtlingskrise wollte eine Bertelsmann Studie den positiven nettoeffekt von Migration nach Deutschland darlegen. Diese Studie wurde aber nicht korrekt durchgeführt. Das Ifo-Institut korrigierte diese Studie mit dem Ergebnis, dass Einwanderung nach Deutschland in der Summe ein Verlustgeschäft ist. (https://www.welt.de/wirtschaft/arti...00-Euro-mehr-als-er-bringt.html#disqus_thread)
Nun kann man sich natürlich trotzdem für Einwanderung aussprechen, man sollte den Bürgern dabei aber erklären, warum und vor allem, was es dem einzelnen Bürger bringt.
Andererseits kann man natürlich auch Einwanderungskonzepte vorlegen, die aufzeigen, wie man die Qualität der Einwanderung verbessern würde, so dass daraus ein Plus entsteht (bsp. mehr Einwanderung aus Resteuropa, Amerika, Ostasien, weniger Einwanderung aus dem nahen Osten und Afrika).
Man kann nicht erwarten, dass die Bevölkerung dauerhaft Einwanderung positiv gestimmt ist, wenn sie sich nicht positiv für sie auswirkt.
Die Politik muss also mehr Beantworten: Was nützt die Einwanderung den Deutschen bzw. Deutschland?

10. Nur ca. 30% der Flüchtlinge sind Flüchtlinge in dem Sinne, dass sie aus dem Kriegsgebiet kommen. Nach Genfer Konvention und Dublin 3 Abkommen ist keiner von diesen in Deutschland asylberechtigt. Nun kann man eine Debatte über das Aufnehmen oder nicht Aufnehmen führen, aber es muss erklärt werden, warum man sich hierbei einfach über bestehende Gesetze und Abkommen hinwegsetzt. Die rechtliche Lage ist da ja etwas grau, da zum einen ja diverse Richter, sowie der wissenschaftliche Dienst des Bundestages das Verhalten von Angela Merkel in der Flüchtlingskriese als Rechtsbruch bewerten, der europäische Gerichtshof hingegen nicht. Tatsächlich gab es aber keine konkrete Verfassungsklage.
Umabhängig davon sollte eine Regierung ihr Handeln nachvollziehbar darlegen und sich dafür auch ein Bundestagsmandat, wenn nicht sogar ein Mandat beim Volk holen und die Legalität des eigenen Vorgehens transparent darlegen.
Man hätte da ein Statement geben können in der Richtung von:
In diesem Fall hat Kanzlerin Merkel alleinig entschieden, da ...
Dublin 3 wird ausser Kraft gesetzt, da ...
Wir betrachten diese Situation als Sonderfall in der reguläre Asylgesetzgebung nicht greift da, ...

11. Das Bildungsniveau verschlechtert sich rapide.
Mit zunehmender zahl von Migranten, die in vielen Fällen nicht deutsch sprechen, aber dennoch reguläre Schulen besuchen verschlechtert sich das Bildungsniveau. Hinzu kommen noch weitere Bildungsexperimente, wie Abschaffung des dreigliedrigen Schulsystems, Inklusion etc.
Ungehaltene Versprechen von "Mehr Geld für Bildung" reichen hier nicht, zumal sich schon vorab im Ländervergleich mehrfach gezeigt hat, dass mehr Geld nicht unbedingt bessere Bildungsqualität bedeutet.

12. Migranten sind tendenziell krimineller
Die Polizeiliche Kriminalstatik zeigt immer wieder, dass Ausländer in Deutschland überproportionell oft kriminell sind. Zusätzlich kommen Probleme wie No-go Zones und Schariagerichte dazu.

13. Negatives Auffallen im öffentlichen Raum
Hierzu könnte ich nur Annekdoten bieten, aber meiner eigenen Beobachtung so wie vieler Leute mit denen ich gesprochen habe zufolge würde ich behaupten, dass sich vor allem junge Männer ausländischer Herkunft besonders oft negativ oder unhöflich im öffentlichen Raum benehmen, sei es beispielsweise überall hinzuspucken, auch in Bussen und Bahnen, laut Musik zu hören, Menschen dumm anzumachen, laut zu schreien, Handyspiele mit nervigen Tönen etc. laut zu spielen, etc.

14. Der Druck auf Wohnungsmarkt und Infrastruktur erhöht sich.
Klar, mehr Menschen bedeutet mehr Nutzung von Infrastruktur. Hier müssen Konzepte gezeigt werden wie diesem begegnet werden soll. Meiner Meinung nach bringen hier Mietpreisbremsen etc. wenig. In einer Mietpreisbremse kann keiner wohnen. Es führt eher dazu, dass Wohnungsbau als Investment an Attraktivität verliert.

15. Medizinische Probleme
Nicht nur eingeschleppte Krankheiten, sondern auch Praktiken wie Genitalverstümmelungen oder weitverbreitete Inzucht unter vor allem Afghanen und Pakistanern stellen neue Probleme und zusätzliche Belastungen für das Gesundheitssystem dar.

16. Terrorismus
Auch wenn immer von einer kleinen Minderheit gesprochen wird, stellt sie zum einen immer noch ein Problem dar und zum anderen zeigen beispielsweise Pew-Research und andere dass auch in Westeuropa weite Teile der Muslimischen Bevölkerung mit Terrorismus sympatisieren. Hier muss die Politik Lösungen zeigen.

17.
Die Lösung dieser Probleme führt wahrscheinlich zu mehr Überwachung, mehr Polizeipräsens, weniger Bürgerrechten, weniger Freiheit.
Nicht nur die Bekämpfung der Kriminellen und Terroristen an sich, sondern auch die Unterdrückung kritischer Meinungen etc. führt schon jetzt zu erhöhter Überwachung, sowie erhöhter Militarisierung der Polizei

18. Import von ethnischen Konflikten
Schon in den Flüchtlingsheimen werden oft ethnische Gruppen voneinander getrennt, weil sich in Feindschaft sehen, zusätzlich das generelle Problem mit Antisemitismus in islamischen Gemeinden. Wie soll das Zusammenleben dann in der Öffentlichkeit funktionieren?

19. Demographische Tendenz
Bei Beibehaltung des aktuellen demographischen Trends wird Deutschland früher oder später mehrheitlich muslimisch. Wie wird dafür gesorgt, dass dennoch die Rechte der deutschen gewahrt bleiben und dass es keine islamische Gesetzgebung geben wird?
Wird es in der Zukunft die Möglichkeit geben, dass Deutsche weiterhin die deutsche Kultur und Traditionen weiterführen?
Schon jetzt gibt es teilweise einige Dinge wo sich soetwas einzuschleichen scheint, sei es beispielsweise getrennte Badetage nur für Frauen in Schwimmbädern. Kein Schweinefleisch in bestimmten öffentlichen Kantinen etc., keine Kneipen bzw. kein Alkoholausschank in bestimmten muslimischen Vierteln, ...
Das sind nicht unbedingt Gesetze, sondern oft auch marktwirtschaftliche Pragmatiken, die dafür sorgen, dass bestimmte Dinge einfach verschwinden. Wenn in einer Schule fast nur Muslime sind, warum dann Schweinefleisch anbieten. Mit zunehmendem Anteil an der Bevölkerung kann die Gefahr bestehen, dass verschiedene Traditionen oder Kulturgüter aus dem öffentlichen Raum verschwinden.

20. Das "social capital" sinkt.
Harvard Professor Robert Putnam beschreibt in einer Studie, wie dass zusammenleben von kulturell stark unterschiedlichen Menschen zu einer vermehrten sozialen Isolation führt. Man trifft sich weniger, es gibt weniger Veranstaltungen, Vereine etc. Die auch ökonomisch wichtigen lokalen Netzwerke zerbrechen immer mehr, oder andersherum die Menschen trennen sich selbst und es bilden sich ethnisch homogenere Enklaven innnerhalb des Landes.
E Pluribus Unum von Robert D. Putnam:
https://onlinelibrary.wiley.com/doi...asa59ilEvBvim4JipqVuH7A_PxXMUEjONgzB7cAvkcg==

Oft hören wir von Politikern, man muss sich den Sorgen und Ängsten der AfD Wähler, Pegida Befürwortern etc. annehmen muss. Was ich oben beschrieben habe sind meiner Meinung nach einige dieser Ängste/Bedenken. Bisher habe ich da nicht wirkliche Pläne oder Lösungsvorschläge von der Politik vernommen. Man macht es sich meiner Meinung nach viel zu einfach wenn man das alles nur als "dummen Rassismus" abtut.


Literaturempfehlungen:
Milton Friedman: Capitalism and Freedom
Thomas Sowell: Wealth Power and Politics
Herrnstein & Murray: The Bell Curve
Samuel Huntington: Clash of Civilizations
Sam Harris/Majid Nawaaz: Islam and the future of Tolerance
Thilo Sarrazin: Deutschland schafft sich ab
 

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1. Der Linksruck der CDU hat ein Vakuum im konservativem Raum im politischen Spektrum hinterlassen. Sollte es nicht durch die AfD gefüllt werden, wird es durch andere Parteien, die es evtuell noch nicht gibt auf lange Sicht gefüllt.
Das ist ja aber kein reales politisches Problem!? Ich würde behaupten, das inksrutschen der CDU ist Spiegelbild der Gesellschaft, die insgesamt liberaler und offener geworden ist (möge man meinen).
2. Der Islam ist mit dem Grundgesetz nicht kompatibel.
Das ist Schwachsinn. Das gleiche kann man doch von Judentum und alttestamentarsichen Christen sagen (auch wenn Jesu da einiges neu auslegt). EIne der größten Demokratien der Welt, Indonesien, besteht zu 87% aus Muslimen und dort gibt es keine Sklaverei oder Frauenmisshandlung.

Genausogut könnte man sagen, dass Chinesen nicht mit dem Grundgesetz in Einklang zu bringen sind, weil sie freie Meinungsäußerung nicht so wertschätzen, die Würde der Menschen in ihrem Land nicht schützen, ... Islam ist ein Sammelbegriff für eine Milliarde Menschen. Es geht nicht darum, ob dieser Sammelbegriff mit dem GG in Einklang steht, soondern die Menschen - und das tun sie in den allermeisten Fällen (davon abgesehen, dass Frauenverachtung auch bei vielen Deutschen ohne Ausweisung vorhanden ist).

3. Darauf aufbauend ist das westliche moralische Verständnis aus der christlichen Individualethik entstanden. Der Islam hingegen ist eine kollektivistische Ideologie/Religion, die für ein grundsätzlich anderes Menschenbild steht. Auch dieses wäre in voller Fülle sicher sein eigenes Thema wert.
Das ist sicherlich nice-to-know, aber doch wiede rkein Problem. Ich würde auch sagen, dass Deutschland und die westliche Welt vor allem vom Humanismus und den Idealen der französischen Revolution (d.h. der Abkehr der traditionalistischen kirchlichen Weltordnung) geprägt ist.

Schon die Entstehung des Christentums, als Religion für die die als Unterdrückte und Sklaven im römischen Reich lebten sorgte für einen geringen weltlichen Herrschaftsanspruch,
Weswegen jeder Kaiser/König eine Theokratie aufgebaut hat, die Kirche einen König (= Papst) hat, genau.

6. Die ankommenden Migranten sind nicht qualifiziert.
Ich habe viele studierte Migranten getroffen. Das ist doch auch logischer, dass die akademisch-bürgerliche Oberschicht viel leichter das Geld für eine Flucht auftreibt als ein Tagelöhner. Und die Qualifikation der Migranten ist doch egal. Recht auf Asyl ist Grundrecht. Oder schmeißen wir jetzt deutsche raus, die nicht qualifiziert sind? Ich denke nicht.

Dieses wirkt sich negativ sowohl auf das Lohnniveau als auch auf die Arbeitnehmerrechte in diesem Bereich aus.
Wird der Nidrieglohnmarkt nicht eh vom Mindestlohn bestimmt?

7. Südeuropa hat einen großen Pool an arbeitslosen Fachkräften
Das hat überhaupt nichts mit Flüchtlingen zu tun. oder herrscht in Talien, Spanien, Griechenland Krieg? Das sind alles Mitglieder der EU, wenn es dort Fachkräfte gibt und Deutschland Fachkräftemangel hat, dann können sie komplett unbürokratisch und problemlos einreisen.

8. Viele Menschen fühlen, ob berechtigt oder nicht sei jetzt dahingestellt, dass sie zuwenig Zuwendungen, sei es bei Hartz4 oder der Rente erhalten. Wie ist es diesen Menschen zu vermitteln, dass beispielsweise in 2015 über 50Milliarden Euro für "Flüchtlinge" bereitstehen?
Indem man ihnen sagt, dass ihnen diese 50 Mrd so oder so nicht zugestanden hätten. ihnen wird überhaupt nichts weggenommen.

11. Das Bildungsniveau verschlechtert sich rapide.
wut!?

13. Negatives Auffallen im öffentlichen Raum
Siehst du jedem an, ob er aus dem Ausland kommt? Für mich fallen quasi alle Jugendlichen negativ auf.

14. Der Druck auf Wohnungsmarkt und Infrastruktur erhöht sich.
Sehe ich komplett nicht so. Ich wohne in jena, hier gibt es bereits als kleine Unistadt einen umkämpften Wohnungsmarkt. Gleichzeitig ist das eine von vielleicht drei Städten in Thüringen, die für Asylanten itneressant ist, heißt: sie wollen herziehen. Und es passiert nichts negatives. Auf lange Sicht wird der Sozialwohnungsbau vorangetrieben werden müssen, aber das müsste er so oder so. Nochmal: Die Ausländer nehmen uns kein Geld weg und keine Wohnung.

Da sist doch wieder kein Problem? Nur weil das in einer Umfrage gesagt wird? Man könnte Umfragen zu allem machen. Wieviele sympathisieren mit Putin? Mit angezündeten Flüchtlingsheimen? Und was für eine Lösung soll denn die Politik schaffen!?

Die Lösung dieser Probleme führt wahrscheinlich zu mehr Überwachung, mehr Polizeipräsens, weniger Bürgerrechten, weniger Freiheit.
Korrektur: Die Wahl von CDU/CSU führt dazu. :) Und eien AfD würde sich doch noch viel vehementer für starke Polizei & Überwachung einsetzen.

Bei Beibehaltung des aktuellen demographischen Trends wird Deutschland früher oder später mehrheitlich muslimisch.
HAHAHAHAHA
HA
HAHAHHAHAHAHA
HAHAHA
Es gibt gerade wieviele Moslems in Deutschland, sagen wir mal 3 Millionen. Dagegen stehen 30 Mio ohne Konfession und knappe 40 Mio Christen. Oder reden wir jetzt von einem zeitraum von 400 jahren?

sei es beispielsweise getrennte Badetage nur für Frauen in Schwimmbädern.
Das gab es schon immer. Auch Saunatage nur für Frauen.

Kein Schweinefleisch in bestimmten öffentlichen Kantinen etc.
Das ja auch Juden nicht Essen dürften. Oder Vegetarier nicht wollen.

keine Kneipen bzw. kein Alkoholausschank in bestimmten muslimischen Vierteln, ...
Am deutschen Tresen soll Deutschland genesen. Oder beim Schwieneschnitzel anscheinend.

Man macht es sich meiner Meinung nach viel zu einfach wenn man das alles nur als "dummen Rassismus" abtut.
Genau da sist es aber, plumper Rassismus und eine Zukunftsangst. Nie ging es Deutschland und den Deutschen so gut wie jetzt, es gibt derzeit quasi keine Zuwanderung dank eines Abkommens mit einem Staat, der tatsächlich in die erzkonservativ-islamische Richtung und Diktatur abdriftet. Aber das ist ja egal, weil hauptsache Deutschland geht es gut.

Harvard Professor Robert Putnam beschreibt in einer Studie, wie dass zusammenleben von kulturell stark unterschiedlichen Menschen zu einer vermehrten sozialen Isolation führt. Man trifft sich weniger, es gibt weniger Veranstaltungen, Vereine etc. Die auch ökonomisch wichtigen lokalen Netzwerke zerbrechen immer mehr, oder andersherum die Menschen trennen sich selbst und es bilden sich ethnisch homogenere Enklaven innnerhalb des Landes.
Hast du die ganze Einleitung gelesen?
"In the long run immigration and diversity are likely to have important cultural,
economic, fiscal, and developmental benefits. In the short run, however, immigration and ethnic diversity tend to reduce social solidarity and social capital. "
Auf lange Sicht überwiegen die Vorteile anscheinend.

Ein besseres Schlusswort hättest du aber nicht finden können, und wenn du das an erster Stelle gebracht hättest, hätte ich mir meinen Kommentar echt sparen können:
Thilo Sarrazin: Deutschland schafft sich ab
Ich will aber nochmal sagen, dass du einfach nur Ressentiments aufzählst, die oft nur ein Gefühl sind. Sachen wie ein "Bildungsniveau" sind nicht messbar und nur weil du denkst, dass es sinken müsse, stimmt das doch nicht. Vor allem an der Uni tummeln sich Menschen jedweder Coleur und auch oft aus Ländern, die halt mal nicht so stabil sind.
Damit will ich nicht sagen, dass es gar keine Probleme gibt, aber ich persönlich sehe durch die aktuelle Flüchtlingspolitik keinen Zuwachs an Problemen. Deutschland hat es nur schon seit Jahrzehntenversemmelt, die Migranten die in den 60ern, 70ern, 80ern kamen, zu integrieren, und dort entwickeln sich jetzt schon richtige Ghettos. Das hat mit der aktuellen Poltik aber nichts zu tun und darauf zielt die AfD auch nicht ab.
 

Ashrak

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Damit will ich nicht sagen, dass es gar keine Probleme gibt, aber ich persönlich sehe durch die aktuelle Flüchtlingspolitik keinen Zuwachs an Problemen. Deutschland hat es nur schon seit Jahrzehntenversemmelt, die Migranten die in den 60ern, 70ern, 80ern kamen, zu integrieren, und dort entwickeln sich jetzt schon richtige Ghettos. Das hat mit der aktuellen Poltik aber nichts zu tun und darauf zielt die AfD auch nicht ab.
Auch wenn man mal annimmt, dass Flüchtlinge nachweislich häufiger kriminell werden als Deutsche (oder auch Biodeutsche, um das Klientel der #besorgtenBürger zu bedienen), steht vor allem die Frage im Raum, ob das nicht lediglich eine Art temporärer Schluckauf ist, der durch die Massenmigration bedingt ist.
Ich meine nämlich vor ein paar Monaten z. B. mal gelesen zu haben, dass es Ende des 19. Jahrhunderts auch einen rapiden Anstieg gab bedingt durch Migration - nämlich von den Polen. Wahrscheinlich kommen daher auch die ganzen Witze über klauende Polen... aber auch dieses Problem soll sich iirc mit der zweiten Generation größtenteils erledigt haben. Das heißt nicht dass wir einfach nur zusehen sollen - nur dass das halt zu den Problemen gehört denen wir uns stellen müssen und die auch nicht unlösbar sind.

Übrigens hatte ich persönlich bisher sehr viel weniger Ärger mit Flüchtlingen als mit Pussies von der AfD. Ich bin nämlich auch Moderator einer Seite die einen Fan-Doujinshi zu Dragonball hostet mit einer klaren "No Politics"-Regel; d. h. ich moderiere sämtliche gesellschaftlichen, politischen und religiösen Kommentare weg, egal ob links, rechts oder sonst wie geartet.
Und jetzt habe ich erst vor wenigen Tagen eine Morddrohung von so einer Identitären Lusche erhalten, weil ich seine Volksverhetzung weglösche. Man muss sich das mal vorstellen: weil ich auf einer Dragonball-Fanseite Propaganda weglösche, erhalte ich eine Morddrohung. :lol::lol::lol:


Aber führen wir das ganze am besten mit einem weiteren Lacher aus der Ecke der rechtsblau versifften Neonazi-Schneeflocken zuende:

https://www.n-tv.de/politik/AfD-blamiert-sich-mit-Islam-Umfrage-article20346221.html

"So ein Ergebnis nicht erwartet": AfD blamiert sich mit Islam-Umfrage

In einer Umfrage möchte die Berliner AfD von den Bundesbürgern wissen, ob der Islam zu Deutschland gehört. Da das Ergebnis aber der Parteilinie widerspricht, wird es kurzerhand gelöscht. Das sorgt nun für hämische Reaktionen im Internet.



Die Berliner AfD hat sich mit einer Internet-Umfrage wohl ein Eigentor geschossen. Auf die dort gestellte Frage, ob der Islam zu Deutschland gehört, antworteten verschiedenen Screenshots zufolge 83 Prozent der mehr als 20.000 Teilnehmer mit "Ja". Dies widerspricht klar der Parteilinie - eine Tatsache, die den Landesverband offenbar zum Handeln zwang. Mittlerweile ist das Umfrageergebnis auf dem Twitter-Account der Partei nicht mehr auffindbar.

"Jetzt hat die @AfDBerlin doch aus Versehen ihre Umfrage gelöscht! Sowas dummes!", spottete Berlins Grünen-Chef Werner Graf bei Twitter. "Zum Glück hab ich mal ein Foto gemacht! Die mühevolle Arbeit soll ja nicht umsonst gewesen sein", fügte er hinzu und lieferte einen Screenshot. "Der Fall zeigt, dass diejenigen, die immer schreien 'Wir sind das Volk', sich wegducken, wenn sie merken, dass sie gar nicht das Volk repräsentieren", ergänzte er auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

(...)
 
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LS

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Das ist ja aber kein reales politisches Problem!? Ich würde behaupten, das inksrutschen der CDU ist Spiegelbild der Gesellschaft, die insgesamt liberaler und offener geworden ist (möge man meinen).
In wie weit Sozialdemokratie liberaler ist als Konsertivismus ist die eine Frage, was offen bedeutet und ob das ein Vorteil ist ist eine andere Frage. Ich sehe es jedenfalls als Problem, wenn das politische Spektrum bzw. das Overton Fenster kleiner wird.

Das ist Schwachsinn. Das gleiche kann man doch von Judentum und alttestamentarsichen Christen sagen (auch wenn Jesu da einiges neu auslegt). EIne der größten Demokratien der Welt, Indonesien, besteht zu 87% aus Muslimen und dort gibt es keine Sklaverei oder Frauenmisshandlung.
Mit dem Stock für die Scharia - Weltspiegel - ARD | Das Erste

Genausogut könnte man sagen, dass Chinesen nicht mit dem Grundgesetz in Einklang zu bringen sind, weil sie freie Meinungsäußerung nicht so wertschätzen, die Würde der Menschen in ihrem Land nicht schützen, ... Islam ist ein Sammelbegriff für eine Milliarde Menschen. Es geht nicht darum, ob dieser Sammelbegriff mit dem GG in Einklang steht, soondern die Menschen - und das tun sie in den allermeisten Fällen (davon abgesehen, dass Frauenverachtung auch bei vielen Deutschen ohne Ausweisung vorhanden ist).
Chinesische Werte und Religion stehen nicht in so starkem Konflikt mit unseren wie muslimische. Weil der Islam ein Sammelbegriff ist habe ich diese Minimaldefinition geliefert: "Der Koran ist das unabänderliche Wort Gottes. Mohammed ist der Prophet Gottes. Als solcher ist sein Wort und Handeln moralische Maxime." Wenn man dieser Definition zustimmt, steht man in Konflikt mit dem Grundgesetz, wenn man dieser Definition nicht zustimmt, was ist dann überhaupt Islam? Ist man selbst dann noch Muslim wenn man Koran und Mohammed ablehnt?
Und ich weiß dass es auch unter Deutschen Kriminelle etc. gibt und wenn man könnte würde ich sie auch ausweisen, das geht nur leider nicht.


Das ist sicherlich nice-to-know, aber doch wiede rkein Problem. Ich würde auch sagen, dass Deutschland und die westliche Welt vor allem vom Humanismus und den Idealen der französischen Revolution (d.h. der Abkehr der traditionalistischen kirchlichen Weltordnung) geprägt ist.
Ich würde behaupten, dass Humanismus nur aus der Individualethik heraus entstehen kann. Für den, den der Einzelne nichts wert ist, sondern nur die Familie, der Stamm, das Land, ... den Interessieren auch nicht Individualrecht, sondern nur Kollektivrechte.


Weswegen jeder Kaiser/König eine Theokratie aufgebaut hat, die Kirche einen König (= Papst) hat, genau.
Die meiste Zeit stand die weltliche Macht in Konflikt/Konkurrenz zur geistlichen Macht, welche diese sich trotz gegenteiliger Theologie, wie Luther es beschreibt praktisch "widerrechtlich" angeeignet hat. Die christliche Lehre hat keinen inherenten weltlichen Machtanspruch, während es die islamische Lehre durchaus hat.


Ich habe viele studierte Migranten getroffen. Das ist doch auch logischer, dass die akademisch-bürgerliche Oberschicht viel leichter das Geld für eine Flucht auftreibt als ein Tagelöhner. Und die Qualifikation der Migranten ist doch egal. Recht auf Asyl ist Grundrecht. Oder schmeißen wir jetzt deutsche raus, die nicht qualifiziert sind? Ich denke nicht.
Das ist eine Anekdote. Ich kenne auch studierte Migranten, diese bilden aber vor allem unter Migranten aus dem nahen Osten nur einen geringen Anteil der Einwanderer. Dazu kommt noch die Frage, wie man die Qualität der jeweiligen Abschlüsse bewertet. Ich stütze mich mit meinem Beitrag hier hauptsächlich auf die Aussage der damaligen Bundesarbeitsministerin:
https://deutsche-wirtschafts-nachri...ing-fuer-arbeit-oder-ausbildung-qualifiziert/


Wird der Nidrieglohnmarkt nicht eh vom Mindestlohn bestimmt?
Der Arbeitslohn ist letztendlich ein Preis. Ein hoher Preis ist ein Symbol für Knappheit, ein niedriger Preis ein Symbol für Überfluss. Da ungelernte Arbeit im Überfluss vorhanden ist, ist der Preis sehr niedrig. Zu diesem Zweck hat der Staat den Mindestlohn eingeführt, um den Preis nach unten zu deckeln. Der Mindestlohn bestimmt nichts, er ist nur der Versuch der Regierung die Auswirkung einer Angebot/Nachfrage imbalance zu behandeln. So wie das Pflaster auf der Wunde. Wenn du eine Wunde hast tust du manchmal ein Pflaster drauf manchmal nicht. So gibt es manchmal Mindestlöhne, manchmal nicht. Dass man einen Mindestlohn hat bestimmt aber nicht ob ein Angebot/Nachfrage-Ungleichgewicht herrscht, genauso wie das Pflaster nicht bestimmt ob du ne Wunde hast oder nicht.

Das hat überhaupt nichts mit Flüchtlingen zu tun. oder herrscht in Talien, Spanien, Griechenland Krieg? Das sind alles Mitglieder der EU, wenn es dort Fachkräfte gibt und Deutschland Fachkräftemangel hat, dann können sie komplett unbürokratisch und problemlos einreisen.
Aus meiner Sicht gibt es zwei Arten von Argumentationen, denen ich begegne, zum einen gibt es die Leute, die akzeptieren, dass die Flüchtlinge wirtschaftlich gesehen ein reines Verlustgeschäft sind, aber aus anderen Gründen für deren Aufnahme sind. Auf der anderen Seite gibt es die Leute, die behaupten wir würden aus demographischen Gründen oder aus Fachkräftemangel diese Flüchtlinge aufnehmen müssen. An letztere richtet sich dieses Argument. Für erstere ist es irrelevant.

Indem man ihnen sagt, dass ihnen diese 50 Mrd so oder so nicht zugestanden hätten. ihnen wird überhaupt nichts weggenommen.
Ich glaube hier haben wir völlig unterschiedliche Auffassungen von den Aufgaben von Staat, dem Zweck und der Legitimität von Steuergeldern und deren Verwendung.
Ich komme hier von der liberalen Denke, dass der Staat nur ein minimum an Steuern für einige Basisfunktionen erheben sollte. Er ist dabei aber immer Treuhänder für den Bürger. Sagst du der Bürger hat keinen Anspruch auf eine verantwortliche Verwendung von Steuergeldern in seinem Sinne?
Leute, die diesen Vorwurf bringen, wie ich in beschrieben habe sagen damit aus, dass der Staat seine Verfassungsgegebenen Aufgaben ungenügend wahrnimmt zu Gunsten eines humanitären Projekts, für das er kein Mandat vom Bürger hat.
Wenn du nen Flüchtling aufnehmen willst, nur zu, aber dann zahl du auch für seine Bedürfnisse und hafte für ihn, aber es ist leichter sich auf Kosten anderer als moralische Instanz zu inszenieren.


https://www.welt.de/wirtschaft/arti...-haben-es-Migranten-an-deutschen-Schulen.html

Ich hätte das sogar als intuitiv verständlich bewertet. Natürlich wird die Bildung im Schnitt schlechter, wenn Kinder, die unter Umständen die deutsche Sprache schlecht bis gar nicht beherrschen, evtl. keinen oder nur lückenhaft Unterricht vorher erhalten haben jetzt zusätzlich in deutsche Schulen kommen bzw. sich deren Anteil an deutschen Schulen erhöht, denn so wie ich die Studie verstanden habe geht es wohl nicht nur um neu Zugewanderte, sondern auch um Migranten vergangener Generationen.


Siehst du jedem an, ob er aus dem Ausland kommt? Für mich fallen quasi alle Jugendlichen negativ auf.
Ja, man kann Menschen zu einem gewissen Grad ihre Herkunft bzw. ihre Abstammung ansehen.


Sehe ich komplett nicht so. Ich wohne in jena, hier gibt es bereits als kleine Unistadt einen umkämpften Wohnungsmarkt. Gleichzeitig ist das eine von vielleicht drei Städten in Thüringen, die für Asylanten itneressant ist, heißt: sie wollen herziehen. Und es passiert nichts negatives. Auf lange Sicht wird der Sozialwohnungsbau vorangetrieben werden müssen, aber das müsste er so oder so. Nochmal: Die Ausländer nehmen uns kein Geld weg und keine Wohnung.
Ich habe nicht behauptet, dass die Zuwanderer für dieses Problem verantwortlich sind, sie verstärken es aber. Ich stimme dir aber zu, dass wir das Problem auch sonst hätten. Die Ausländer nehmen nicht direkt Geld weg, aber die Leute müssen mehr Steuern bezahlen um Sozialleistungen, die diesen zu Gute kommen zu bezahlen.


Da sist doch wieder kein Problem? Nur weil das in einer Umfrage gesagt wird? Man könnte Umfragen zu allem machen. Wieviele sympathisieren mit Putin? Mit angezündeten Flüchtlingsheimen? Und was für eine Lösung soll denn die Politik schaffen!?
Ich weiß nicht was ich dazu sagen soll. Es ist also kein Problem, wenn eine gewisse Gruppe direkt sagt, dass sie mit den Werten des Grundgesetzes nicht einverstanden sind?


Korrektur: Die Wahl von CDU/CSU führt dazu. :) Und eien AfD würde sich doch noch viel vehementer für starke Polizei & Überwachung einsetzen.
Grundlose Spekulation. In jüngster Vergangenheit ist es eher der linke Teil des politischen Spektrums der sich für repressive Politik einsetzt, sei es NetzDG, EuroBonds, Veggiday, zahllose Verbotsvorschläge der Grünen, ...

HAHAHAHAHA
HA
HAHAHHAHAHAHA
HAHAHA
Es gibt gerade wieviele Moslems in Deutschland, sagen wir mal 3 Millionen. Dagegen stehen 30 Mio ohne Konfession und knappe 40 Mio Christen. Oder reden wir jetzt von einem zeitraum von 400 jahren?
Trendfortschreibung ist deiner Meinung nach also Schwachsinn?
Glaubst du an globale Erwärmung?
Mal davon abgesehen: Wenn ich dir sage dass du auf eine Mauer zufährst ist es besser wenn ich es dir 100 meter vorher als 10cm vorher sage.


Das gab es schon immer. Auch Saunatage nur für Frauen.


Das ja auch Juden nicht Essen dürften. Oder Vegetarier nicht wollen.


Am deutschen Tresen soll Deutschland genesen. Oder beim Schwieneschnitzel anscheinend.
Ja, bisher sind es nur Lapalien. Es würde aber nicht Schaden das Grundgesetz in der Richtung fit zu machen. Kann ja auch in die andere Richtung funktionieren, wenn zum Beispiel dein schlimmster Albtraum passiert und es eine AfD-Regierung geben sollte. Ist es zum Beispiel gut eine echte Meinungsfreiheit wie Beispielsweise das 1st amendment in den USA zu haben.


Genau da sist es aber, plumper Rassismus und eine Zukunftsangst. Nie ging es Deutschland und den Deutschen so gut wie jetzt,
Ultimativ ist die Zuwanderung nur ein Nebenschauplatz, da unsere Sozialsysteme auf ein konstantes Bevölkerungswachstum ausgelegt ist. Wir sind hier aber am Anfang einer Trendwende. Langfristig müssen die Sozialsysteme anders aufgebaut werden. Die Eu/Eurokrise sorgt natürlich dafür dass wir gerade auch keine kapitalgedeckten Systeme entwickeln können.
Ja, Deutschland geht es gerade gut, der Crash ist aber abzusehen und anstatt vorzusorgen und die aktuell hohen Steuereinnahmen als Polster für einen sanften Übergang und Investitionen zu nutzen werden sie für ein für ein humanitäres Projekt in dass man sich aus naiver Geltungssucht gestürzt hat zum Fenster rausgeworfen und uns weitere zukünftige Lasten ans Bein gebunden.

es gibt derzeit quasi keine Zuwanderung dank eines Abkommens mit einem Staat, der tatsächlich in die erzkonservativ-islamische Richtung und Diktatur abdriftet. Aber das ist ja egal, weil hauptsache Deutschland geht es gut.
Der deutsche Staat hat in erster Linie die Verantwortung für seine eigenen Bürger zu sorgen. Wohltätigkeiten in der Welt kann der, der möchte gerne mit seinem Privatvermögen verteilen. Trotz Türkei-Deal, den ich auch ablehne, wir sollten unsere Grenzen lieber selber zumachen, als es die Türkei machen zu lassen und dafür vor ihr zu kriechen, sind im Februar diesen Jahres 11.007 Asylanträge eingegangen. 11007 Menschen sind also quasi keine Zuwanderung? Ja, Asylanträge sind keine Zuwanderung, du hast diesen Begriff aber schon falsch benutzt, da auch schon der Türkei-Deal nicht die Zuwanderung, sondern die illegale Einreise beschränken sollte. Ich habe den Begriff folgend kontextuell so weiter benutzt.


Hast du die ganze Einleitung gelesen?
"In the long run immigration and diversity are likely to have important cultural,
economic, fiscal, and developmental benefits. In the short run, however, immigration and ethnic diversity tend to reduce social solidarity and social capital. "
Auf lange Sicht überwiegen die Vorteile anscheinend.

Ein besseres Schlusswort hättest du aber nicht finden können, und wenn du das an erster Stelle gebracht hättest, hätte ich mir meinen Kommentar echt sparen können:
Ja, die Sache ist, dass der Author selbst nicht damit einverstanden war, was die Datenlage hergab, da sie seiner eigenen politischen ideologie widersprach und sie sowohl in der Studie selbst, als auch ausserhalb immer wieder zu relativieren versucht hat. Diese langfristigen Benefits sind nichts weiter als Hoffnungen, dass es sich in der Zukunft so entwickelt, wärend die negativen Effekte die aktuell untersuchten Ereignisse darstellen. Aber in der anderen von mir empfohlenen Literatur wirst du auch gute Gegenargumente zu manchen meiner Positionen finden. Ich persönlich verwende ob bestimmte Argumente kommen teilweise als Indikator, wie weit jemand tatsächlich im Diskurs ist.
Das Paper aber widerspricht mir nicht, denn was es aussagt ist: Ja, jetzt sind alle Effekte von Diversität schlecht, aber bitte bitte Leute glaubt mir in der Zukunft wird es besser werden.


Ich will aber nochmal sagen, dass du einfach nur Ressentiments aufzählst, die oft nur ein Gefühl sind. Sachen wie ein "Bildungsniveau" sind nicht messbar und nur weil du denkst, dass es sinken müsse, stimmt das doch nicht. Vor allem an der Uni tummeln sich Menschen jedweder Coleur und auch oft aus Ländern, die halt mal nicht so stabil sind.
Ich habe oben einen Artikel verlinkt, der über das Problem berichtet.
Weiterhin kannst du auch beim statistischen Bundesamt Daten einsehen, z.B.:
https://www.destatis.de/DE/ZahlenFa...ldungsstand/Tabellen/BildungsabschlussAS.html
Interessant wäre natürlich das genauer nach Ethnien aufgeschlüsselt zu sehen, denn ich glaube, dass Ostasiaten, andere Europäer und Amerikaner haben hier weniger Probleme als Afrikaner und Menschen aus dem nahen Osten. Einige der Gründe sind in dem von mir empfohlenen "The Bell Curve" zu finden, andere sind wohl mehr soziokultureller Natur. Aber auch so sieht man zum Beispiel, dass fast gleich viele Deutsche und Ausländer keinen Schulabschluss haben.

Damit will ich nicht sagen, dass es gar keine Probleme gibt, aber ich persönlich sehe durch die aktuelle Flüchtlingspolitik keinen Zuwachs an Problemen. Deutschland hat es nur schon seit Jahrzehntenversemmelt, die Migranten die in den 60ern, 70ern, 80ern kamen, zu integrieren, und dort entwickeln sich jetzt schon richtige Ghettos. Das hat mit der aktuellen Poltik aber nichts zu tun und darauf zielt die AfD auch nicht ab.
Mich würde interessieren, welche Probleme du siehst.
Natürlich ist der Alltagseinfluss der Probleme verschieden. Wer in der ehem. DDR oder auf dem Land lebt bekommt weniger mit als wer im Ruhrgebiet, Mannheim oder Frankfurt wohnt. Wer im Edelviertel, der Altstadt oder in Uninähe wohnt bekommt weniger mit, als wer im Randbezirk wohnt, etc.
Viele der Folgen sind aber abstrakt, beispielsweise höhere Steuern, autoritärere Politik, ...
Weiterhin würde mich interessieren: Was machen wir jetzt anders, dass es jetzt besser wird, als damals mit den Gastarbeitern? Die hatten wenigstens sichere Jobs und eine Perspektive.

Danke fürs lesen und kommentieren.
Ich habe hier versucht, die meisten der meiner Meinung nach validen Kritiken an der Flüchtlingspolitik fair wiederzugeben. Die Politik sollte meiner Meinung nach darauf demokratisch legitime Antworten finden, oder die Gesellschaft wird sich radikalisieren.
Ich habe den Eindruck, dass die Kritikpunkte im öffentlichen Diskurs selten fair und angemessen wiedergegeben werden und deshalb wohlmöglich nicht wirklich bekannt sind. Aus beispielsweise der ökonomischen Kritik an Masseneinwanderung in den Wohlfahrtsstaat, wie sie z.B. durch Milton Friedman vorgenommen wurde, wird dann ein "Die klaun unsere Jobs", bei dem dem einen oder anderen die originäre Logik des Arguments vieleicht entgehen könnte. Ich habe mir einfach mal aus Spaß die Zeit genommen sie hier mal niederzuschreiben.
Man brauch ihnen ja nicht zustimmen, sondern kann sie auch als mentale Übung/advokatus diaboli sehen.

Nicht alle deine Argumente waren schlecht, aus meiner Sicht dennoch falsch aus beschriebenen Gründen, andere waren so katastrophal schlecht, dass ich mir dachte: Wie kann jemand der anscheinend in dieser Thematik so unbewandert ist und nicht mal eine Grundexpertise in Ökonomie, Soziologie und politischer Theorie hat, dennoch eine Meinung zum Thema haben, die stark genug ist, meinen Beitrag zu lesen und zu beantworten.
Deswegen fühlte ich mich da teilweise nicht ganz ernst genommen.
Hinter welchem Mond muss man gelebt haben um noch nie mitbekommen zu haben, dass Migranten aus der dritten Welt im Bildungswesen schlechter abschneiden, krimineller sind, etc. und das alles durch Statistiken deutscher Behörden belegt. Dass man Bildungsniveau nicht operationalisieren könnte(was impliziert, dass du niemals Studien zum Thema Bildung gesehen hast), dass Indonesien ein muslimisches Musterland wäre, wie die grundsätzliche Demographische Struktur Deutschlands aussieht, wie der Generationenvertrag wirkt, die Grundzüge des Diskurses zur Legitimität von Staat und Steuern nicht kennt usw. usf.
Unabhängig davon schriebst du ja, dass alle meine Punkte nur rassistische Panikmache wären, es aber Probleme gäbe. Da wäre ich ja jetzt sehr interessiert, was aus deiner Sicht die Probleme sind.
 
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Lord_Data

*wuff wuff*
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In wie weit Sozialdemokratie liberaler ist als Konsertivismus ist die eine Frage, was offen bedeutet und ob das ein Vorteil ist ist eine andere Frage. Ich sehe es jedenfalls als Problem, wenn das politische Spektrum bzw. das Overton Fenster kleiner wird.
Ich weiß nicht, solange die politischen Parteien das politische Spektrum der Bevölkerung abbildet, müsste es ja gehen. Aber mir wären klarere Kanten trotz allem auch lieber, ja.

Zu Indonesien kann ich nur sagen, dass mein indonesischer Freund nie etwas anderes behauptet hat, als dass dort alles normal sei. Gibt ja auch hier "Bürgerwehren" etc., die ja aber auch nicht repräsentativ für das deutsche Rechtssystem stehen.

Weil der Islam ein Sammelbegriff ist habe ich diese Minimaldefinition geliefert: "Der Koran ist das unabänderliche Wort Gottes. Mohammed ist der Prophet Gottes. Als solcher ist sein Wort und Handeln moralische Maxime." Wenn man dieser Definition zustimmt, steht man in Konflikt mit dem Grundgesetz, wenn man dieser Definition nicht zustimmt, was ist dann überhaupt Islam? Ist man selbst dann noch Muslim wenn man Koran und Mohammed ablehnt?
Dann glaube ich, dass viele selbsternannte Muslime deiner Definition nach eben keine Muslime wären. (insbesondere das "unabänderlich) Die gleiche Definitiond es CHristentums wäre ja "Die Bibel ist das unabänderliche Wort Gottes. Jesus ist der Sohn Gottes. Als solcher ist sein Wort und Handeln moralische Maxime" - wieviele "Christen" wären dann noch Christen?

Für den, den der Einzelne nichts wert ist, sondern nur die Familie, der Stamm, das Land, ... den Interessieren auch nicht Individualrecht, sondern nur Kollektivrechte.
Ich will jetzt dann aber den Bogen zur Ausgangsdiskussion spannen: Genau das machen Nationalisten doch auch, "die Ausländer", "die Flüchtlinge", "die Deutschen". Da ist der Einzelne doch auch nichts wert oder wichtig.

Die christliche Lehre hat keinen inherenten weltlichen Machtanspruch, während es die islamische Lehre durchaus hat.
Seit den Karolingern sind Könige von Gott auserwählt - „Durch mich regieren die Könige“ (Buch der Sprichwörter 8,15) steht auch in der Bibel. Jede Regierung ist dem christlichen Glauben nach gottauserwählt.

Das ist eine Anekdote. [...]
Dann lass ich den Aritkel hier:
https://mediendienst-integration.de...markt-integration-arbeit-jobs-ausbildung.html
60 % der arbeitenden Flüchtlinge arbeiten als Fachkräfte, wieviele aber tatsächlich nicht arbeiten (können), ist anscheinend nicht erfasst?

Dass man einen Mindestlohn hat bestimmt aber nicht ob ein Angebot/Nachfrage-Ungleichgewicht herrscht, genauso wie das Pflaster nicht bestimmt ob du ne Wunde hast oder nicht.
Wenn es aber einen Job gibt, der nach Mindestlohn bezahlt wird, kann ein Ausländer seine Arbeitskraft nicht für weniger anbieten. Vielleicht steigen die Jobs an der Niedroglohngrenze - dann könnte die Regierung den Mindestlohn anheben.

Sagst du der Bürger hat keinen Anspruch auf eine verantwortliche Verwendung von Steuergeldern in seinem Sinne?
Ich finde, Menschen Grundrechte zuzustehen durch finanzielle Zuwendungen, ist verantwortliches Handeln. Stuttgart 21 oder der FLughafen BER hingegen nicht - und das sind auch Milliardengräber. Ich sehe aber keine Demos dagegen.

Wenn du nen Flüchtling aufnehmen willst, nur zu, aber dann zahl du auch für seine Bedürfnisse und hafte für ihn, aber es ist leichter sich auf Kosten anderer als moralische Instanz zu inszenieren.
Das ist jetzt aber kein Argument mehr. Wir haben ja auch einen Sozialstaat, in dem wir oft für andere Leute mitzahlen. Es gibt Länder, in denen geht es deutlich wirtschaftsliberaler zu mit weniger Staatseingriffen. In solchen Ländern will ich aber nicht leben; und ein Großteil der Deutschen anscheinend auch nicht, sonst würden sie ja auswandern.

Natürlich wird die Bildung im Schnitt schlechter, wenn Kinder, die unter Umständen die deutsche Sprache schlecht bis gar nicht beherrschen, evtl. keinen oder nur lückenhaft Unterricht vorher erhalten haben jetzt zusätzlich in deutsche Schulen kommen bzw. sich deren Anteil an deutschen Schulen erhöht, denn so wie ich die Studie verstanden habe geht es wohl nicht nur um neu Zugewanderte, sondern auch um Migranten vergangener Generationen.
Die Bildung der dazugekommenen ist schlecht, das senkt den Schnitt. Wieso sollte aber das Bildungsniveau der anderen Kinder nachhaltig negativ beeinflusst werden?

aber die Leute müssen mehr Steuern bezahlen um Sozialleistungen, die diesen zu Gute kommen zu bezahlen.
Niemand zahlt mehr Steuern.

Ich weiß nicht was ich dazu sagen soll. Es ist also kein Problem, wenn eine gewisse Gruppe direkt sagt, dass sie mit den Werten des Grundgesetzes nicht einverstanden sind?
Nein, weil es auch in Deutschland dazu Meinungsfreiheit gibt. Natürlich muss man das skeptisch sehen, sollte wirklich starke Sympathie gehegt werden, aber auch das ablehnen des Grundgesetzes wird letztendlich durch das Grundgesetz geschützt.* Das Paradox der Demokratie.

*Natürlich Angriffe gegen das GG nicht, aber Terroristen sind ja meistens auch nicht mit wirklicher politischer Agenda unterwegs. Da sist aber auch eine andere Diskussion ...

Grundlose Spekulation. In jüngster Vergangenheit ist es eher der linke Teil des politischen Spektrums der sich für repressive Politik einsetzt, sei es NetzDG, EuroBonds, Veggiday, zahllose Verbotsvorschläge der Grünen, ...
Naja, puh, das ist auch ne andere Diskussion. Also mir fällt spontan die Abschaffung der Kennzeichnungspflicht bei Polizisten und die Vorratsdatenspeicherung ein, die massiv vom rechten Teil des Spektrums (inkl. CDU) gefordert wird. veggi Day ist nicht repressive Politik, sondern schlechte PR der Grünen.

Trendfortschreibung ist deiner Meinung nach also Schwachsinn?
Zeig mir die Statistik mit dem Trend und extrapolier mir das.

Der deutsche Staat hat in erster Linie die Verantwortung für seine eigenen Bürger zu sorgen. Wohltätigkeiten in der Welt kann der, der möchte gerne mit seinem Privatvermögen verteilen.
So funktioniert die Welt aber nicht mehr. Die Vernetzung der Welt ist zu groß. Die Welt muss quasi genau das ausbaden, was die USA in diesem Glauben 20, 30 Jahren lang auf der Welt verändert haben; eigene Interessen in fremden Ländern schützen. Das zieht sich wirklich durch. Würde man wirklich weitsichtig denken, würde man doch versuchen, die Lage vor Ort merklich zu bessern (was jetzt freilich nicht mehr geht) oder präventiv. Die nächsten Flüchtlingswellen werden ja auch kommen, Afrika brodelt ... Das hat nichts mit Wohltätigkeiten zu tun, sondern wären Investitionen in eine sichere Zukunft.

Mh, toll, ich sollte mir deine Beiträge ab jetzt erst ganz durchlesen, bevor ich kommentiere. Überheblich anmachen lasse ich mich nicht so gerne.

Unabhängig davon schriebst du ja, dass alle meine Punkte nur rassistische Panikmache wären, es aber Probleme gäbe. Da wäre ich ja jetzt sehr interessiert, was aus deiner Sicht die Probleme sind.
Jetzt nur in Bezug auf Flüchtlinge oder was?

Ich sehe einfach keine Probleme, die spezifisch Ausländer/Flüchtlinge beträfen. Meinem Empfinden nach ist eine offene Gesellschaft, in der der Staat jeden so unterstützt, dass er sich frei entfalten kann, stabil und sicher und ein Ziel, auf das die Politik hinarbeiten müsste.

Mich würde halt interessieren, was spezifisch für dich Probleme sind, die durch die Flüchtlingswelle entstehen? "Erniedrigung des Bildungsniveaus" ist ein großer, leerer Begriff. Werden Lehrer schlechter? Werden Schüler weniger gefördert? Ist der Unterricht zu langsam? Was ist eine Lösung für das Problem krimineller Ausländer - deren Hauptkriminaläität im Diebstahl besteht? Hand abhacken? ;)
Du schreibst, du willst keinen starken Staat im Vordergrund, forderst aber, dass Politik und Staat etwas tun. Was denn nun?

Und ein Grundproblem hier ist doch auch: Wäre die AfD die Antwort auf diese Probleme/Fragen; eine Partei die mehr lügt als die Wahrheit spricht? Weil, auch wenn wir hier im Diskurs stehen, kann ich einige deiner Gedankengänge nachvollziehen (auch wenn ich sie halt anders sehe); aber für mich ist die AfD doch nicht in der Lage, das zu lösen.
 

LS

Halbgott
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Ich weiß nicht, solange die politischen Parteien das politische Spektrum der Bevölkerung abbildet, müsste es ja gehen. Aber mir wären klarere Kanten trotz allem auch lieber, ja.
Allem Anschein gibt es ja in der Bevölkerung ein Bedürfnis nach einer AfD oder ähnlichen Partei. Naja, wie weit die CDU nach links gerutscht ist oder nicht, ist hier auch eher nen Nebenschauplatz. Ich glaube dass es ein Konservatives Wählerpotential gibt, dass durch die CDU nicht (mehr) ausreichend bediehnt wird, wird durch die AfD auch nicht vollständig, aber zumindest zu Teilen.

Zu Indonesien kann ich nur sagen, dass mein indonesischer Freund nie etwas anderes behauptet hat, als dass dort alles normal sei. Gibt ja auch hier "Bürgerwehren" etc., die ja aber auch nicht repräsentativ für das deutsche Rechtssystem stehen.
Der Vergleich zu den Bürgerwehren hinkt, weil Bürgerwehren hier nicht legal sind. In Indonesien wurde ja, wie aus dem Artikel hervorging durch Terrorismus Islamische Gesetzgebung erzwungen. Der Vergleich wäre eher der, wenn in Deutschland beispielsweise 10 Bundesländer islamische Gesetzgebung einführen würden.


Dann glaube ich, dass viele selbsternannte Muslime deiner Definition nach eben keine Muslime wären. (insbesondere das "unabänderlich) Die gleiche Definitiond es CHristentums wäre ja "Die Bibel ist das unabänderliche Wort Gottes. Jesus ist der Sohn Gottes. Als solcher ist sein Wort und Handeln moralische Maxime" - wieviele "Christen" wären dann noch Christen?
Im christlichen Glauben ist die Bibel durch Menschen aufgeschrieben worden, der Koran ist aber im Islam das direkte Wort von Allah durch den Erzengel übergeben. Die Unabänderlichkeit der Schrift ist im Islam wesentlich bedeutender als im Christentum. Koranschulen lehren den Koran auf Arabisch, er wird oft auf Arabisch zitiert, da viele Muslime glauben, schon die leicht andere Konnotation in einer anderen Sprache kann die Aussage verfälschen.
Aber selbst wenn man den Koranteil meiner Definition weglässt sehe ich nicht wie man Mohammed trotz seiner Pädophilie, Kriegstreiberei etc. als Vorbild oder moralische Instanz sehen kann. Mich würde deine Definition von Islam mal interessieren.


Ich will jetzt dann aber den Bogen zur Ausgangsdiskussion spannen: Genau das machen Nationalisten doch auch, "die Ausländer", "die Flüchtlinge", "die Deutschen". Da ist der Einzelne doch auch nichts wert oder wichtig.
Bei der Beschreibung muss man natürlich generalisieren und kollektivieren.
Die Distribution/Wahrnehmung von Rechten/Pflichten ist eine andere Sache. Ich will gar nicht bestreiten, dass es auch rechte Gruppen gibt, die zu Unrecht kollektivieren, aber da kritisieren wir das ja auch und wenn wir die Möglichkeit hätten tausende von Nazis ins Lands zu holen oder nicht, würden wir es sicher nicht machen wollen.


Seit den Karolingern sind Könige von Gott auserwählt - „Durch mich regieren die Könige“ (Buch der Sprichwörter 8,15) steht auch in der Bibel. Jede Regierung ist dem christlichen Glauben nach gottauserwählt.
Es geht nicht darum, ob sie diese Könige das behauptet haben, dass sie von Gott auserwählt wurden, oder ob geistliche nach weltlicher Macht gegiert haben, sondern in wie weit die tatsächliche theologische Lehre diese Ansprüche unterstützt. Wie gesagt sehe ich durch Luther und andere es weit genug begründet, dass aus der christlichen Lehre kein direkter Herrschaftsanspruch hervorgeht. Es gibt ja auch genug Leute, die behaupten, der Islam müsse eine ähnliche Reformation durchmachen und vieleicht wäre das eine Lösung, ich denke aber dass der Islam nicht den Interpretationsspielraum bietet für eine Reformation. Ich bin der Meinung der Koran ist oft wesentlich direkter und eindeutiger mit seinen Vorgaben, als es die Bibel ist.
Aber ich denke sollte eine islamische Reformation statt finden wäre das sicher Grund die Einwanderungspolitik unter einem neuen Licht neu zu diskutieren.

Dann lass ich den Aritkel hier:
https://mediendienst-integration.de...markt-integration-arbeit-jobs-ausbildung.html
60 % der arbeitenden Flüchtlinge arbeiten als Fachkräfte, wieviele aber tatsächlich nicht arbeiten (können), ist anscheinend nicht erfasst?
Ich hab noch ein paar andere Probleme mit dem Artikel:
Er ist auf einer Seite die offensichtlich politisch motiviert ist. Das ist ein Verein, der Fördermittel aquirieren will. Aber gut, die offensichtlich fehlende Neutralität wäre ok, wenn konkrete Fakten genannt würden. Das Problem ist aber dass uneindeutige Begriffe verwendet werden: Ein Facharbeiter ist jemand der bei einer Industrie und Handelskammer eine Berufsausbildung abgeschlossen hat. Wenn man also schreibt: Viele Flüchtlinge arbeiten als Facharbeiter, würde das bedeuten, dass sie Stellen für Facharbeiter besetzen, ohne aber Facharbeiter zu sein. Das wäre gruselig für die Produktqualität.
Noch dazu wird immer von "Geflüchteten" geschrieben. Geflüchteter ist kein juristischer klar definierter Terminus. Man müsste nach legalem Status differenzieren. Zusätzlich werden keine Vergleichsdaten oder Anteile genannt. Wenn ich sage: In meiner Stadt gibt es 5000 Fussballspieler ist dass eine sinnlose Aussage, weil ich keinen Vergleichsrahmen habe.
Dann gibt es sehr viele Wieselworte, also "sehr hoch" ,"besonders stark", "viele", ... anstatt konkrete (%)Zahlen zu nennen.
Wird hier von regulären, sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen gesprochen, oder zählen auch Maßnahmen, Praktika, etc. wie durch die Abbildung suggeriert.
Ich glaube hier liegt ein klassischer Fall von Lügen mit Statistiken zu politischen Zielen vor. Wer ehrlich mit Zahlen ist, der offenbart seine Bemessungsgrundlage, Methodik und benutzt klar definierte Begriffe.
Der Artikel ist Propaganda nach Definition.

Wenn es aber einen Job gibt, der nach Mindestlohn bezahlt wird, kann ein Ausländer seine Arbeitskraft nicht für weniger anbieten. Vielleicht steigen die Jobs an der Niedroglohngrenze - dann könnte die Regierung den Mindestlohn anheben.
Im Bereich der Schwarzarbeit tut er das durchaus, aber diese Sonderfälle mal außen vor:
Ich bin mir nicht sicher was du mit dem Satz "Vieleicht steigen die Jobs an der Niedriglohngrenze" aussagen willst. Steigt deren Zahl? Höchstwahrscheinlich nicht. Wahrscheinlich ist dass die Zahl der Stellen für Ungelernte (Jobs an der Niedriglohngrenze) zu gering ist und durch Automatisierung in Zukunft wahrscheinlich langfristig noch geringer wird. Viele Technologien sind an der Schwelle, der breiten Anwendbarkeit. Werden selbstfahrende Fahrzeuge Buss, LKW und Taxifahrer weitestgehend überflüssig machen? McDonalds experimentiert bereits mit vollautomatisierter Bediehnung, etc. Wir haben als Volkswirtschaft keinen Bedarf an ungelernten Arbeitern, wie es noch in den 60ern der Fall war.

Ich finde, Menschen Grundrechte zuzustehen durch finanzielle Zuwendungen, ist verantwortliches Handeln. Stuttgart 21 oder der FLughafen BER hingegen nicht - und das sind auch Milliardengräber. Ich sehe aber keine Demos dagegen.
Wo siehst du die Grenze. Soll allen Menschen weltweit finanzielle Zuwendung zugestanden werden? Auf welchem Niveau? Alles bezahlt vom deutschen Steuerzahler?
Für mich ist finanziell verantwortliches Handeln, wenn der Staat mit dem Geld der Bürger die Aufgaben bezahlt, zu denen er legal durch Verfassung und Gesetz angewiesen ist. Hinzu soll die Budgethoheit des Bundestages geachtet werden. Ich will nicht, dass der Staat einfach hingehen kann und die Projekte die er will finanziert. Ich denke eine gute freiheitliche Verfassung sowie eine starke Justiz, die die Politik an der sehr sehr kurzen Leine hält ist die bessere Versicherung gegen eine autoritäre Regierung, als dass man dauernd den politischen Gegner mit Propaganda zumüllen, defamieren und zensieren muss, damit der Bürger ja nicht auf die Idee kommt mal falsch zu wählen.

Ja, S21 und BER sind absolute Steuerverschwendungen, aber Fehlplanungen wird es immer wieder geben. Der Bau geschah aber aus der Intention die legitime staatliche Aufgabe der Bereitstellung von Infrastruktur zu gewährleisten.
Soll deine Aussage beudeuten, dass weil in einigen Fällen die zuständigen Gebietskörperschaften grünes Licht für sich als katastrophale Fehlplanungen herausstellende Projekte, die man als Steuerverschwendung bezeichnen könnte gegeben haben, die Bundesregierung berechtigt ist mit dem Steuergeld der Bürger ab sofort machen zu dürfen was sie will, ohne dass es ein Korrektiv gibt?
Gegen beide, S21 und BER gab es sehr wohl einiges an Demos.


Das ist jetzt aber kein Argument mehr. Wir haben ja auch einen Sozialstaat, in dem wir oft für andere Leute mitzahlen.
Das deutsche Volk ist eine Solidargemeinschaft. Man kann nicht einfach beliebig viele Menschen in die Solidargemeinschaft aufnehmen, solange diese nicht den gleichen Beitrag leisten. Dir ist schon bewusst wie das Versicherungsprinzip funktioniert, oder? Wir haben nur eine gewisse Kapazität deren Risiko zusätzlich auszugleichen, ohne auf Beiträge von denen zurückgreifen zu können. Jedes System verträgt nur einen gewissen Grad an Freeriding.

Es gibt Länder, in denen geht es deutlich wirtschaftsliberaler zu mit weniger Staatseingriffen. In solchen Ländern will ich aber nicht leben; und ein Großteil der Deutschen anscheinend auch nicht, sonst würden sie ja auswandern.
Das deutsche Volk ist eine Solidargemeinschaft. Man kann nicht einfach beliebig viele Menschen in die Solidargemeinschaft aufnehmen, solange diese nicht den gleichen Beitrag leisten.
Wenn man sich beispielsweise den Freedom Index anguckt, sind da durchaus Länder vor Deutschland, in denen es sich nach bestimmten Metriken besser leben lässt als in Deutschland und in die auch sicher viele der deutschen Auswanderer auswandern, wie die Schweiz, Neuseeland, die USA, Dänemark, die Niederlande, Irland, Australien, Chile, ... (basierend auf FI 2016)
Meiner Meinung nach sind das Länder, in denen es sich durchaus leben ließe und ich nicht so pauschal sagen würde, dass ich da nicht leben wollen würde.
Deutschland ist Rang 17, so zur Info. Im globalen Maßstab ist die Wirtschaft hier also noch relativ frei.

Die Bildung der dazugekommenen ist schlecht, das senkt den Schnitt. Wieso sollte aber das Bildungsniveau der anderen Kinder nachhaltig negativ beeinflusst werden?
Weil das Durchschnittsniveau der Klasse sich auch auf den Fortschritt des einzelnen auswirkt. Gerade da die Tendenz in der Bildungspolitik mMn. dahin geht möglichst eine Leistungsdiskriminierung zu reduzieren.


Niemand zahlt mehr Steuern.
Wo kommt das Geld denn sonst her? Natürlich ist das Steuergeld. Wenn dieses nicht finanziert würde, hätte dieses Geld vom Fiskus nicht eingetrieben werden müssen bzw. könnte im nächsten Fiskaljahr an den Steuerzahler zurückgegeben werden, sowie dass subsequent weiter anfallende Kosten nicht
in kommende Budgetpläne fallen und somit das Steuerniveau niedriger bleibt.
Ja, man kann über kurz oder mittelfristig finanzpolitische Spielereien ala Fiat Currency etc. betreiben und Geld aus dem Nichts drucken, ultimativ aber werden Werte geschaffen und verkonsumiert und das wird vom Steuerzahler finanziert.

Nein, weil es auch in Deutschland dazu Meinungsfreiheit gibt. Natürlich muss man das skeptisch sehen, sollte wirklich starke Sympathie gehegt werden, aber auch das ablehnen des Grundgesetzes wird letztendlich durch das Grundgesetz geschützt.* Das Paradox der Demokratie.
Ich würde das auch nicht kriminalisieren wollen, dass sie das sagen, aber ich würde nicht mit Menschen assoziieren wollen, die sagen, dass sie Straftaten begehen werden und/oder mit Menschen sympatisieren, die dieses tun.
Ja ein Paradox, ich würde aber sagen: Wenn wir die Wahl haben diese Leute zu importieren, warum sollten wir das tun? Warum gehe ich ein Risiko ein, ohne einen möglichen potentiellen Nutzen zu haben?

*Natürlich Angriffe gegen das GG nicht, aber Terroristen sind ja meistens auch nicht mit wirklicher politischer Agenda unterwegs. Da sist aber auch eine andere Diskussion ...
Terrorismus ist definiert als Einsatz von Gewalt um politische Ziele durchzusetzen. Ein Terrorist hat per Definition eine politische Agenda. Ich weiß nicht was du hier meinst.

Naja, puh, das ist auch ne andere Diskussion. Also mir fällt spontan die Abschaffung der Kennzeichnungspflicht bei Polizisten und die Vorratsdatenspeicherung ein, die massiv vom rechten Teil des Spektrums (inkl. CDU) gefordert wird. veggi Day ist nicht repressive Politik, sondern schlechte PR der Grünen.
Ja, ich will in diese Diskussion jetzt auch nicht zu tief einsteigen. Meines Wissens nach sind AfD und FDP, welche man je nachdem auch zum rechten Spektrum zählen könnte gegen Vorratsdatenspeicherung. CDU und SPD sind dafür, also nach linksruck der CDU ein tendenziell eher links besetztes Thema ;-). In wirtschaftlichen Fragen war der linke Flügel meiner Meinung nach immer schon autoritärer, in sozialen Fragen war es der rechte Flügel in der Vergangenheit. Seit etwa 5-10 Jahren wird aber zusehends der linke Flügel immer autoritärer. Du magst das anders sehen.



Zeig mir die Statistik mit dem Trend und extrapolier mir das.
Religion Statistics and Information | GRF

Hier kannst du das sogar interaktiv selber machen. Ich hab schon mal die Voreinstellungen gestroffen. Bezweifelst du dass die Geburtenrate von Muslimen in Deutschland höher ist, als dem Rest?

So funktioniert die Welt aber nicht mehr. Die Vernetzung der Welt ist zu groß. Die Welt muss quasi genau das ausbaden, was die USA in diesem Glauben 20, 30 Jahren lang auf der Welt verändert haben; eigene Interessen in fremden Ländern schützen. Das zieht sich wirklich durch. Würde man wirklich weitsichtig denken, würde man doch versuchen, die Lage vor Ort merklich zu bessern (was jetzt freilich nicht mehr geht) oder präventiv. Die nächsten Flüchtlingswellen werden ja auch kommen, Afrika brodelt ... Das hat nichts mit Wohltätigkeiten zu tun, sondern wären Investitionen in eine sichere Zukunft.
Dann soll das meinetwegen die USA ausbaden. Für mich hört sich das wie ein Plädoyer für blinden Aktionismus an.

Mh, toll, ich sollte mir deine Beiträge ab jetzt erst ganz durchlesen, bevor ich kommentiere. Überheblich anmachen lasse ich mich nicht so gerne.
Entschuldigung

Jetzt nur in Bezug auf Flüchtlinge oder was?

Ich sehe einfach keine Probleme, die spezifisch Ausländer/Flüchtlinge beträfen. Meinem Empfinden nach ist eine offene Gesellschaft, in der der Staat jeden so unterstützt, dass er sich frei entfalten kann, stabil und sicher und ein Ziel, auf das die Politik hinarbeiten müsste.
Auch du wirst aber einsehen, dass man irgendwo ne Grenze ziehen muss, man kann nicht die ganze Welt auf kosten des deutschen Steuerzahlers versorgen. Wie würde für dich eine sinnvolle Begrenzung aussehen. Ich persönlich halte auch nichts von einer reinen Nummer als Obergrenze, sondern eher etwas von einer Inhaltlichen, obwohl ich immer mehr zu einem tendiere, das beides ist 0.
Mich würde halt interessieren, was spezifisch für dich Probleme sind, die durch die Flüchtlingswelle entstehen?
Es sind meist keine Probleme, die exklusiv durch die Flüchtlinge entstehen, aber verschärfungen bestehender Probleme, sei es Kriminalität, sei es Arbeitslosigkeit und Transferabhängigkeit. Eine Verursachung von hohen Kosten zu keinem Erkennbaren Vorteil für Deutschland und keiner erkennbaren strukturellen Verbesserung in den Herkunftsregionen.
Das ist wie ein vergiftetes Getränk. Vieleicht kann ich ein zwei Tropfen davon trinken ohne zu sterben und technisch gesehen ist jetzt weniger Gift im Glas, das Problem, dass da ein Glas mit vergiftetem Getränk steht bleibt aber bestehen. Alle Versuche des Westens irgendwo Demokratie zu exportieren sind jeher gescheitert. Nation Building funktioniert einfach nicht. Andere Länder müssen anscheinend ihre eigene Geschichte durchleben und ihre eignene Renaissance finden, wir können nur hoffen, dass wir dabei nicht als Kollateralschaden enden.
Aktionen wie die Kölner Silvesternacht 15/16 u.A. erwecken ausserdem den Anschein als wenn die deutsche Großzügigkeit auf nicht allzuviel Dankbarkeit stößt.

"Erniedrigung des Bildungsniveaus" ist ein großer, leerer Begriff. Werden Lehrer schlechter? Werden Schüler weniger gefördert? Ist der Unterricht zu langsam?
Wenn das Niveau einer Klasse durchschnittlich schlechter ist, dadurch dass mehrere Kinder die Sprache nicht können o.Ä. kann der Lehrer nur langsamer durch den Stoff gehen, da vieles öfter erklärt werden muss, da es mehr und mehr Schüler gibt die immer mehr individuelle Betreuung brauchen. Ein Lehrer fährt ja erst dann mit dem Stoff fort, wenn er den Eindruck hat, dass dieser von dem wesentlichen Teil der Klasse verstanden wurde. Der gleiche Schüler lernt in einer Klasse mit gleich leistungsstarken Klassenkameraden mehr, als mit wesentlich schwächeren Klassenkameraden.

Was ist eine Lösung für das Problem krimineller Ausländer - deren Hauptkriminaläität im Diebstahl besteht? Hand abhacken? ;)
Das hättest du wohl gerne ;-) Abschiebung!

Du schreibst, du willst keinen starken Staat im Vordergrund, forderst aber, dass Politik und Staat etwas tun. Was denn nun?
Ich will auch keinen besonders starken Staat. Wenn dieser sich aber mit einer Aktion über seine selbst gegebene Gesetzgebung hinwegsetzt (Asylgesetze, Dublin3 etc.) erwarte ich im Idealfall eine Verfassungsklage, aber zumindestens Stellungnahmen, die das Rationell hinter dieser Aktion erklären und Lösungsansätze für die daraus resultierenden Probleme/Folgen.
Um noch mal das Beispiel mit "Auf eine Mauer zufahren" zu bemühen:
Wenn du sagst dass du auf eine Mauer zufährst und ich dein Beifahrer bin erwarte ich von dir dass du mir sagst, wann du die Kurve fährst und wohin.
Ein schwacher Staat, der dazu noch transparent ist.

Und ein Grundproblem hier ist doch auch: Wäre die AfD die Antwort auf diese Probleme/Fragen; eine Partei die mehr lügt als die Wahrheit spricht? Weil, auch wenn wir hier im Diskurs stehen, kann ich einige deiner Gedankengänge nachvollziehen (auch wenn ich sie halt anders sehe); aber für mich ist die AfD doch nicht in der Lage, das zu lösen.
Meiner Meinung nach ist die AfD nicht unehrlicher als andere Parteien auch. Ob sie die richtigen Lösungen hat weiß ich letztendlich auch nicht, aber sie ist die einzige Partei, die die Flüchtiglingsproblematik mit der gebührenden Gravitas thematisiert. Die Leute merken dass die Assimilation in die deutsche Gesellschaft kein Selbstläufer ist.
Was ich hauptsächlich nicht nachvollziehen kann ist, deine Kommentare dazu, dass niemand Steuern dafür bezahlt, dass Flüchtlinge mit monetären und Sachleistungen versorgt werden. Neben Steuern natürlich sozialversicherungsbeiträge, Gebühren etc.
 
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Lord_Data

*wuff wuff*
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Der Vergleich zu den Bürgerwehren hinkt, weil Bürgerwehren hier nicht legal sind. In Indonesien wurde ja, wie aus dem Artikel hervorging durch Terrorismus Islamische Gesetzgebung erzwungen. Der Vergleich wäre eher der, wenn in Deutschland beispielsweise 10 Bundesländer islamische Gesetzgebung einführen würden.
OK, der Vergleich hinkt auch. ;) Das ist die einzige.Provinz, in der das gilt, 5 Millionen von knapp 250 Mio Menschen. Der Rest Indonesiens ist liberal, Platz 48 auf dem Demokratieindex finde ich beachtlich (vor allem für eine so junge Demokratie). Bürgerwehren sind übrigens nicht illegal, solange sie sich nicht bewaffnen und Straftaten begehen. (hinkt nur dadurch, dass es nicht vom Staat organisiert ist)

Mich würde deine Definition von Islam mal interessieren.
Öh, jemand der sagt, er sei Moslem, ist einer? Man kann Religionen nicht so einfach definieren, auch deine Christendefinition und Beschreibung der Bibel ist nicht korrekt für alle Christen. Von der Milliarde Christen und Moslems gibt es im einzelnenw ahrscheinliche eine Milliarde unterschiedlicher Glaubensrichtungen. Glaube ist immer etwas persönliches, weswegen ich Begriffe wie "den Islam" nur wirklich in einer ganz allgemeinen Form benutzen würde.

Aber ich denke sollte eine islamische Reformation statt finden wäre das sicher Grund die Einwanderungspolitik unter einem neuen Licht neu zu diskutieren.
Das sehe ich durchaus ähnlich. man darf aber bei allem auch nicht vergessen, dass der Islam viel jünger ist als das Christentum und vor allem in der Neuzeit diktatorische Theokratien entstanden. Wobei du Recht hast, dass Herrschaftsanspruch und theologische Hoheit im Islam immer zusammen liefen, würde ich sagen, dass diese extreme Radikalisierung eine Entwicklung der Neuzeit ist - nur kann diese Bewegung eben nur von Moslems selbst kommen und das heißt ja auch noch nicht, dass alle Moslems mitmachen (es gibt im Christentum ja auch noch erzkonservative).

Zu dem Aritkel, mit dem du Probleme hast: Ich dachte es wäre slebstverständlich, dass du dir die Quellen anguckst. z.B. https://statistik.arbeitsagentur.de.../Generische-Publikationen/Fluchtmigration.pdf

Steigt deren Zahl? Höchstwahrscheinlich nicht. Wahrscheinlich ist dass die Zahl der Stellen für Ungelernte (Jobs an der Niedriglohngrenze) zu gering ist und durch Automatisierung in Zukunft wahrscheinlich langfristig noch geringer wird. Viele Technologien sind an der Schwelle, der breiten Anwendbarkeit. Werden selbstfahrende Fahrzeuge Buss, LKW und Taxifahrer weitestgehend überflüssig machen? McDonalds experimentiert bereits mit vollautomatisierter Bediehnung, etc. Wir haben als Volkswirtschaft keinen Bedarf an ungelernten Arbeitern, wie es noch in den 60ern der Fall war.
1. Wie sollen denn dann schlechtausgebildete Migranten den Lohn drücken? (dein Ursprungsargument!)
2. Ja, aber diese Umstellung erfolgt nicht losgelöst von der restlichen Gesellschaft. Die Automatisierung der Arbeit wird nicht einfach viele Arbeitslose schaffen, sondern die Leute können mit ihrer neugewonnenen Zeit dann eben etwas anderes machen, was ihrer Befähigung und Interesse entspricht - im Idealfall. Noch sind wir weit davon entfernt und mir ist kein schlüssiges Gesamtkonzept bekannt für diesen Fall.

Soll allen Menschen weltweit finanzielle Zuwendung zugestanden werden? Auf welchem Niveau? Alles bezahlt vom deutschen Steuerzahler?
Der deutsche Staat gibt doch ebreits für weltweite Entwicklungshilfe Geld aus (+ militärische und zivile Eingriffe im Ausland).
Hinzu soll die Budgethoheit des Bundestages geachtet werden. Ich will nicht, dass der Staat einfach hingehen kann und die Projekte die er will finanziert.
Wo wird sie missachtet? Warum sollte eine Regierung Geld ausgeben für Projekte, die sie nicht will?

Ich denke eine gute freiheitliche Verfassung sowie eine starke Justiz, die die Politik an der sehr sehr kurzen Leine hält ist die bessere Versicherung gegen eine autoritäre Regierung, als dass man dauernd den politischen Gegner mit Propaganda zumüllen, defamieren und zensieren muss, damit der Bürger ja nicht auf die Idee kommt mal falsch zu wählen.
Zum ersten Teilsatz: ja, natürlich. Aber der zweite Teilsatz gilt doch uasi für das gesamte politische Spektrum und hat für mich keinen Inhalt.

Zu den Steuerverschwendungen sage ich nichts, weil das wieder zu sehr ausufert. Nur kurz: Nein, das ist kein Freibrief für weitere Steuerverschwendungen, aber gerade Deutschland kann das super egal sein, weil wir an der Spitze des Geldsystems stehen, als ob diese Steuerverschwendungen reale Auswirkungen hätten. Und ja, es gab Demos; aber es gab keine wöchentlichen Montagsdemos, die sich bis heute ziehen, gegen den Bau von BER.

Das deutsche Volk ist eine Solidargemeinschaft. Man kann nicht einfach beliebig viele Menschen in die Solidargemeinschaft aufnehmen, solange diese nicht den gleichen Beitrag leisten. Dir ist schon bewusst wie das Versicherungsprinzip funktioniert, oder? Wir haben nur eine gewisse Kapazität deren Risiko zusätzlich auszugleichen, ohne auf Beiträge von denen zurückgreifen zu können. Jedes System verträgt nur einen gewissen Grad an Freeriding.
Ja, aber wo soll die Grenze dafür liegen? Ist jede Person zu viel, sind 100.000 zu viel, sind 5 Millionen zu viel? So lange es funktioniert, scheint es für mich nicht zu viel zu sein.

Weil das Durchschnittsniveau der Klasse sich auch auf den Fortschritt des einzelnen auswirkt. Gerade da die Tendenz in der Bildungspolitik mMn. dahin geht möglichst eine Leistungsdiskriminierung zu reduzieren.
Hast du dazu ne STudie? Würde mich interessieren. Wnen ich an meinen Mathe-LK denke, der ein sehr schlechtes Niveau hatte, aber mich trotzdem hervorragend ausbildete, kann ich da nur widersprechen. ;-)

Ja ein Paradox, ich würde aber sagen: Wenn wir die Wahl haben diese Leute zu importieren, warum sollten wir das tun? Warum gehe ich ein Risiko ein, ohne einen möglichen potentiellen Nutzen zu haben?
Weil wir dadurch das Grundgesetz schonv erletzen würden, wenn wir a priori uns ausschen, wer uns gefällt? Zumal man Leuten nicht in den Kopf schauen kann, was das schwer macht. Und alle Leute unter Generalverdacht zu stellen, ist eine mäßig gute Idee.

Terrorismus ist definiert als Einsatz von Gewalt um politische Ziele durchzusetzen. Ein Terrorist hat per Definition eine politische Agenda. Ich weiß nicht was du hier meinst.
Sorry, habe den Terrorismusbegriff falsch verwendet.

Hier kannst du das sogar interaktiv selber machen. Ich hab schon mal die Voreinstellungen gestroffen. Bezweifelst du dass die Geburtenrate von Muslimen in Deutschland höher ist, als dem Rest?
Moment, aber laut der Graphik steigt der Moslemanteil bis 20150 auf 10 %. Wo ist das eine Durchislamisierung? Und weiter extrapolieren kann sich doch keiner zuordnen, die nächsten 50 Jahre werden massiv anders als die letzten.

Zu deinem eltzten Abschnitt, auf den ich en detail nciht eingehen will: Ich verstehe viele deiner Argumente, sehe es aber einfach anders. Für mich ist der Staat so stark und groß, dass dieses Problem für mich einfahc non-existant ist. Das magst du anders sehen (und zu einem Teil sicherlich zurecht!), aber ich sehe derzeit keine Verschlechterung. Und natürlich lebe ich in einer Blase, wie mittlerweile jeder von uns, deswegen ist das nicht repräsentativ, aber ist eben Grundlage meiner politischen Ansichten.

Was ich hauptsächlich nicht nachvollziehen kann ist, deine Kommentare dazu, dass niemand Steuern dafür bezahlt, dass Flüchtlinge mit monetären und Sachleistungen versorgt werden. Neben Steuern natürlich sozialversicherungsbeiträge, Gebühren etc.
Das habe ich nicht gesagt, ich habe gesagt: niemand zahlt mehr Steuern. Das würde doch zu grunde legen, dass es irgendwo neue Steuern gäbe oder Steuersätze erhöht würden.
Maximal zahlen die Deutschen mehr Steuern, weil sie mehr ausgeben & arbeiten, was jetzt aber ein Zeichen für ansteigenden Wohlstand wäre. Zumindest ist mir in den letzten zwei Jahren keine Steuererhöhung bekannt, trotzdem steigen von 2016 auf 2017 die Steuereinnahmen des Staates um 4 %.
 

LS

Halbgott
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OK, der Vergleich hinkt auch. ;) Das ist die einzige.Provinz, in der das gilt, 5 Millionen von knapp 250 Mio Menschen. Der Rest Indonesiens ist liberal, Platz 48 auf dem Demokratieindex finde ich beachtlich (vor allem für eine so junge Demokratie). Bürgerwehren sind übrigens nicht illegal, solange sie sich nicht bewaffnen und Straftaten begehen. (hinkt nur dadurch, dass es nicht vom Staat organisiert ist)
Ich hab das als prinzipiellen Vergleich, nicht als gleich skalierten Vergleich verstanden.
Mir scheint es so als je islamischer eine Provinz desto drakonischer die Gesetzgebung.


Öh, jemand der sagt, er sei Moslem, ist einer? Man kann Religionen nicht so einfach definieren, auch deine Christendefinition und Beschreibung der Bibel ist nicht korrekt für alle Christen. Von der Milliarde Christen und Moslems gibt es im einzelnenw ahrscheinliche eine Milliarde unterschiedlicher Glaubensrichtungen. Glaube ist immer etwas persönliches, weswegen ich Begriffe wie "den Islam" nur wirklich in einer ganz allgemeinen Form benutzen würde.
Ich bin mir bewusst, dass meine Definition auch nicht auf jeden einzelnen Muslim zutrifft, aber passend genug ist, um als Arbeitsdefinition zu diehnen, wenn man darüber diskutiert. Man kann nicht darüber reden, wenn man nicht sagt von was man redet. Würdest du nicht zustimmen, dass meine Definition auf die überwältigende Mehrheit der Muslime zutrifft?


Das sehe ich durchaus ähnlich. man darf aber bei allem auch nicht vergessen, dass der Islam viel jünger ist als das Christentum und vor allem in der Neuzeit diktatorische Theokratien entstanden. Wobei du Recht hast, dass Herrschaftsanspruch und theologische Hoheit im Islam immer zusammen liefen, würde ich sagen, dass diese extreme Radikalisierung eine Entwicklung der Neuzeit ist - nur kann diese Bewegung eben nur von Moslems selbst kommen und das heißt ja auch noch nicht, dass alle Moslems mitmachen (es gibt im Christentum ja auch noch erzkonservative).
Ja, der Islam ist jünger, aber die Situation ist jetzt so wie sie ist. Selbst wenn es der Fall ist, dass sich der Islam nicht reformiert hat, weil er nicht die Zeit hatte, ändert nichts daran, dass er das jetzt nicht ist. Erzkonservative Muslime sind wesentlich gefährlich und gesellschaftlich schädlicher als erzkonservative Christen. Christen beleidigen höchstens Schwule und protestieren Abtreibungen, das ist vieleicht nervig aber kein ernsthaftes Problem.

Zu dem Aritkel, mit dem du Probleme hast: Ich dachte es wäre slebstverständlich, dass du dir die Quellen anguckst. z.B. https://statistik.arbeitsagentur.de.../Generische-Publikationen/Fluchtmigration.pdf
Du wolltest ursprünglich damit dass Argument unterstützen, dass die Flüchtlinge für den qualifizierten Arbeitsmarkt bereitstehen, dass geht weder aus dem Artikel, noch aus der Statistik hervor. Selbst wenn man Bildungsabschlüsse mit deutschen gleichsetzen würden sind sie weit schlechter qualifiziert als die einheimische Bevölkerung.


1. Wie sollen denn dann schlechtausgebildete Migranten den Lohn drücken? (dein Ursprungsargument!)
Jeder staatliche Eingriff stört die natürliche Allokationsfunktion des Marktes und ist grundsätzlich ökonomisch schädlich (dass heisst nicht, dass jeder Eingriff schlecht ist, es kommt auf die Prioritäten an).
Das Überangebot führt erst zu einer Situation in der sich der Staat sieht einen Mindestlohn einführen zu müssen. Optimaler wäre Tarif- oder Individualautonomie, die aber in so einer solchen Situation nicht funktioniert.
Der Mindestlohn erhöht den Preis für Arbeit künstlich, was zu mehr Arbeitslosigkeit führt, so wie jedes price-fixing den Absatz reduziert.

2. Ja, aber diese Umstellung erfolgt nicht losgelöst von der restlichen Gesellschaft. Die Automatisierung der Arbeit wird nicht einfach viele Arbeitslose schaffen, sondern die Leute können mit ihrer neugewonnenen Zeit dann eben etwas anderes machen, was ihrer Befähigung und Interesse entspricht - im Idealfall. Noch sind wir weit davon entfernt und mir ist kein schlüssiges Gesamtkonzept bekannt für diesen Fall.
Es kommt darauf an, wie die gesellschaftlichen Institutionen darauf reagieren. Vieleicht wird so etwas wie bedingungsloses Grundeinkommen oder was auch immer kommen, ich kann mir aber keine Situation vorstellen in der eine große Anzahl von ungelernten einen ökonomischen Benefit darstellen. Wenn dem dann doch so sein sollte, kann man dann immer noch Leute importieren.

Der deutsche Staat gibt doch ebreits für weltweite Entwicklungshilfe Geld aus (+ militärische und zivile Eingriffe im Ausland).
Wegen meiner könnte das auch weiter, vor allem die militärischen Einsätze weiter reduziert werden.

Wo wird sie missachtet? Warum sollte eine Regierung Geld ausgeben für Projekte, die sie nicht will?
Es geht nicht darum, dass sie Projekte finanziert, die sie will oder nicht, sondern Projekte für die sie vom Bürger ein Mandat erhalten hat. Es gibt und gab Gesetze für den Umgang mit der Situation, also vorhandene Mandate, die die Regierung zu Gunsten einer eigenen Agenda ignoriert hat.

Zum ersten Teilsatz: ja, natürlich. Aber der zweite Teilsatz gilt doch uasi für das gesamte politische Spektrum und hat für mich keinen Inhalt.
Du argumentierst ja für eine gewisse Eigenautonomie der Regierung in der Gestaltung, zumindest habe ich es so verstanden, dieses setzt vorraus, dass der politische Widerstand nicht zu groß werden darf, damit der Regierung
diese Möglichkeit erhalten bleibt.

Zu den Steuerverschwendungen sage ich nichts, weil das wieder zu sehr ausufert. Nur kurz: Nein, das ist kein Freibrief für weitere Steuerverschwendungen, aber gerade Deutschland kann das super egal sein, weil wir an der Spitze des Geldsystems stehen, als ob diese Steuerverschwendungen reale Auswirkungen hätten.
Ich gehe davon aus, dass die Mehrheit der Leute lieber weniger Steuern zahlen würde, als mehr. Ich weiß nicht wie das nicht als Freibrief für Steuerverschwendungen zu sehen ist. Wenn du vieleicht etwas genauer erleutern könntest was du mit "an der Spitze des Geldsystems stehen" meinst.

Und ja, es gab Demos; aber es gab keine wöchentlichen Montagsdemos, die sich bis heute ziehen, gegen den Bau von BER.
Die Skalen sind anders, so what?

Ja, aber wo soll die Grenze dafür liegen? Ist jede Person zu viel, sind 100.000 zu viel, sind 5 Millionen zu viel? So lange es funktioniert, scheint es für mich nicht zu viel zu sein.
So lange alle die Beiträge eingezahlt hätten ist da keine Grenze, ansonsten ist sie fließend. Es gibt keinen konkreten Cut-off-point. Die Beiträge werden kontinuierlich höher, bis immer mehr Zahler aussteigen. Wann das System genau zusammenbricht kann man nicht sagen.


Hast du dazu ne STudie? Würde mich interessieren. Wnen ich an meinen Mathe-LK denke, der ein sehr schlechtes Niveau hatte, aber mich trotzdem hervorragend ausbildete, kann ich da nur widersprechen. ;-)
Ich halte das für Selbstevident. Um meine Aussage nochmal klar darzustellen:
Das Lernumfeld hat einen Einfluss auf den Lernfortschritt des einzelnen Schülers. Wenn du damit nicht zustimmst, dann sind wir da wohl zu fundamental anderer Meinung.


Weil wir dadurch das Grundgesetz schonv erletzen würden, wenn wir a priori uns ausschen, wer uns gefällt? Zumal man Leuten nicht in den Kopf schauen kann, was das schwer macht. Und alle Leute unter Generalverdacht zu stellen, ist eine mäßig gute Idee.
Nein, das würden wir nicht. Eine Einwanderung ohne Diskriminierung ist langfristig nicht denkbar, weil wir nicht jeden aufnehmen können. Ich denke es ist verstretbar und vernünftig nach gesellschaftlichem und volkswirtschaftlichem Nutzen der Zuwanderer zu diskrimieren, als nach Ankunftszeit, oder wer die herzzerreißendste Story erzählt. Nach welchen Kriterien würdest du Einwanderer zulassen oder ablehnen?


Moment, aber laut der Graphik steigt der Moslemanteil bis 20150 auf 10 %. Wo ist das eine Durchislamisierung? Und weiter extrapolieren kann sich doch keiner zuordnen, die nächsten 50 Jahre werden massiv anders als die letzten.
Ich habe nichts über den Zeitraum bzw. die Geschwindigkeit gesagt, sondern nur dass man früher oder später, wenn die Zustände gleich bleiben voll islamisiert ist. Ich würde zustimmen, dass eine sehr weite Trendfortschreibung sehr eingeschränkt nützlich ist, aber immer noch nützlich um zu sehen, auf welchem Pfad man sich befindet. Dazu handelt es sich ja um exponentielles Wachstum.

Zu deinem eltzten Abschnitt, auf den ich en detail nciht eingehen will: Ich verstehe viele deiner Argumente, sehe es aber einfach anders. Für mich ist der Staat so stark und groß, dass dieses Problem für mich einfahc non-existant ist. Das magst du anders sehen (und zu einem Teil sicherlich zurecht!), aber ich sehe derzeit keine Verschlechterung. Und natürlich lebe ich in einer Blase, wie mittlerweile jeder von uns, deswegen ist das nicht repräsentativ, aber ist eben Grundlage meiner politischen Ansichten.
Derzeit sehe ich die Situation auch noch nicht problematisch (vieleicht ist sie das in einigen Teilen Deutschlands schon), aber es gibt viele Trends, die langfristig unhaltbar sind bzw. nur aufgrund des aktuellen Konjunkturhochs funktionieren. Ich glaube, dass wenn es so weiter geht, wir uns irgendwann vieleicht in 20-30 Jahren in einer Situation wie Griechenland wiederfinden.
Was man so nicht auf dem alltäglichen Schirm hat, dass in 5-10 Jahren die Babyboomer-Generation in Rente geht und sich das Verhältnis von Beitragszahlern-und Empfängern innerhalb weniger Jahre radikal ändert und das ist eigentlich die größte Herausforderung.
Unsere eigenen Probleme mit Sozialsystemen und Demographie oder eine Flüchtlingskrise alleine sind schon Problem genug, aber mit beiden zusammen sehe ich Potential für Desaster.
Letztendlich wollte ich ja auch nur zeigen, dass das legitime Punkte sind, die diskussionswert sind und nicht nur haltlose Ressentiments oder Rassismus.


Das habe ich nicht gesagt, ich habe gesagt: niemand zahlt mehr Steuern. Das würde doch zu grunde legen, dass es irgendwo neue Steuern gäbe oder Steuersätze erhöht würden.
Maximal zahlen die Deutschen mehr Steuern, weil sie mehr ausgeben & arbeiten, was jetzt aber ein Zeichen für ansteigenden Wohlstand wäre. Zumindest ist mir in den letzten zwei Jahren keine Steuererhöhung bekannt, trotzdem steigen von 2016 auf 2017 die Steuereinnahmen des Staates um 4 %.
Da hast du nur zum Teil recht. Zum einen steigen die Steuern grundsätzlich mit der Inflation, da nicht zugleich am Freibetrag entlastet wird (kalte Progression), weiterhin gab es dennoch Steuererhöhungen (und zusätzliche Abgabenerhöhung) z.B. Tabaksteuererhöhung im letzten Spätherbst fällt mir gerade ein, dazu 3 oder 4 Erhöhungen bei Kranken-und Pflegeversicherung)
Aber der Großteil der aktuellen Steuermehreinnahmen ist sicher durch die aktuell gute Beschäftigungslage. Allerdings wäre aufgrund der angesprochenen Trends es besser, wenn diese Steuermehreinnahmen zur Schuldentilgung, Investitionen und Rücklagen zu verwenden, wie es ja auch der Keynesianismus dem sich alle Regierungen verschrieben haben fordern würde, anstatt mit neuen Sozialgeschenken neue Ansprüche zu schaffen, die schon in weniger Jahren, oder vieleicht auch früher, je nach Konjunktur wieder zurückgenommen werden müssen.
Aber wie hoch gewisse Steuersätze sind und wie hoch Sozialleistungen genau seien sollen sind Detailfragen.

Das Grundsätzliche Problem was ich mit der Behandlung der AfD, oder grundsätzlichen Positionen die von der AfD gehalten werden habe ist, dass so wie ich es sehe man Deutschland nach min/max-Prinzip aller Wohlstandsmetriken optimieren würde, man Flüchtlinge nicht aufnehmen würde, dieses also keineswegs eine besonders absurde sondern eine sehr rationale Position ist und keineswegs so abwegig wie immer dargestellt, auch in diesem Forum.
Das heisst nun nicht dass das die Position ist, die man verfolgen möchte.
Ich sehe derzeit die Aufnahmeposition nicht wirklich argumentativ belegt speziell mit universalethischen Argumenten. Ich sehe nur Argumente basierend auf situativer Ethik. Gerade die Bundesrepublik Deutschland, bzw. alle Gebietskörperschaften und Institutionen müssen meinem Verständnis nach ihr Verhalten universalethisch begründen können. Wenn das handeln eines Staates nicht universalethisch begründet ist herrscht meiner Meinung nach keine Gleichheit vor dem Gesetz.
 

Lord_Data

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Ich habe das Gefühl, dass es langsam ausufert und wir uns in Detaildiskussionen verstricken, die leider im Forum sehr nervig fortzuführen sind. EIne mehrwöchige Podiumsdiskussion fände ich hingegen sehr interessant. ;-) Deshalb verzichte ich jetzt auf eine Detailantwort.

Das Grundsätzliche Problem was ich mit der Behandlung der AfD, oder grundsätzlichen Positionen die von der AfD gehalten werden habe ist, dass so wie ich es sehe man Deutschland nach min/max-Prinzip aller Wohlstandsmetriken optimieren würde, man Flüchtlinge nicht aufnehmen würde, dieses also keineswegs eine besonders absurde sondern eine sehr rationale Position ist und keineswegs so abwegig wie immer dargestellt, auch in diesem Forum.
Für mich ist ein Grundsatzproblem an der AfD Folgendes:
Man kann von mir aus gegen die Aufnahme von Flüchtlingen sein. Wenn man es, wie in deinem Fall, volkswirtschaftlich begründet, kann ich es ja noch einsehen, aus blankem Rassismus natürlich nicht. Aber: die AfD ist eine Partei mit Gesamtprogramm, das man immer mitwählt. Und das sind abenteuerliche Standpunkte drin, die sich teilweise radikal von Wahlprogramm zu Wahlprogramm ändern (ich erinnere mich, dass in einem früheren Programm für ein Ende der repressiven Drogenpolitik geworben wurde und zwei Jahre später für eine Verschärfung).
Wieso ist den Wählern die Asylfrage so wichtig auf Kosten anderer Punkte, die (so würde ich vermuten) gegen ihre eigene Position geht? Die AfD ist wirtschafts-liberal in vielen Punkten, fischt aber auch bei sozial schwachen, die auf einen Sozialstaat angewiesen sind. Abseits aller rechten Polemik finde ich so eine Politik schon bescheuert.
Flüchtlingspolitik ist ein Thema von vielen. Wieso aber ist das für so viele so immens wichtig, insbesondere da auch die finanziellen Nachteile, die du aufzählst, mittel- bis langfristig sind und indirekt?

Ich sehe derzeit die Aufnahmeposition nicht wirklich argumentativ belegt speziell mit universalethischen Argumenten. Ich sehe nur Argumente basierend auf situativer Ethik. Gerade die Bundesrepublik Deutschland, bzw. alle Gebietskörperschaften und Institutionen müssen meinem Verständnis nach ihr Verhalten universalethisch begründen können. Wenn das handeln eines Staates nicht universalethisch begründet ist herrscht meiner Meinung nach keine Gleichheit vor dem Gesetz.
Ich glaube, ich weiß nur ungefähr, was du sagen willst, kannst du das nochmal genauer erklären?
 

LS

Halbgott
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Ich glaube, ich weiß nur ungefähr, was du sagen willst, kannst du das nochmal genauer erklären?
In der Ethik gibt es die Universalethik und die situative Ethik.
Universalethik ist grob gesagt Prinzipien, situative Ethik ist das, was man denkt in einer Situation das richtige zu tun ist.
zum Beispiel:
Du siehst in der Stadt einen Obdachlosen und denkst dir, es ist das richtige diesem Obdachlosen sagen wir 5€ zu geben. Deine situative Ethik sagt dir: Gib diesem Obdachlosen Geld.
Du hast aber kein Prinzip, dass du jedem Obdachlosen 5€ gibst.
In der Flüchtlingskrise erkenne ich nur das situative ethische Argument, dass man da Flüchtlinge sieht denen es schlecht geht und diesen helfen will.
Ich frage mich nun, was das universalethische Argument ist, also welche Prinzipien unterliegen dem Handeln der Bundesregierung, wie sie dieses seit dem Beginn der Flüchtlingskrise 2015 getan hat?
Als Privatperson ist es ok herumzugehen und meinetwegen zu sagen, ich geb dem Obdachlosen 5€, dem nächsten 10€ und dem übernächsten gar nichts, so kann eine Regierung aber nicht handeln, weil es in Willkür ausartet.
Da wurden teilweise die Grenzen aufgemacht, dann wieder zu, dann wurden Asylanträge mal blanko in Masse genehmigt, dann wieder Einzelverfahren, dann wurden einige Abgeschoben, andere nicht. Wer aus einem Kriegsgebiet kommt oder nicht spielt keine Rolle, einige werden mit dem Türkeideal abgehalten, andere nicht usw.
Deswegen würde ich sagen ist es völlig verständlich, wenn man als Bürger da steht und sagt: Bevor ich dafür bin, will ich erst mal wissen, was hier überhaupt der Plan ist. Nach welchen Prinzipien wird hier jetzt überhaupt gehandelt, wenn nicht nach geltenden Gesetzen?
Heute stand ja in den Nachrichten, dass nach Umfragen ca. 2/3 aller Afrikaner gedenken in naher Zukunft nach Europa auszuwandern.
Hier muss mal ein klares Signal kommen.
Es kann ja auch kein Zustand sein, das immer nur hin und hergeflüchtet wird.
Meiner Meinung nach haben Afghanistan, Irak, Syrien und Lybien bewiesen, dass es uns als Westen nicht möglich ist stabile Staaten zu schaffen, von daher halte ich dieses: Wir müssen die Fluchtursachen bekämpfen für eine naive Traumvorstellung, wenn wir nicht radikal rekolonialisieren.
Ich denke Tunesien im arabischen Frühling hat gezeigt, wie aus einem Land heraus selbst Besserung entstehen kann. Wenn die unzufriedenen einfach geflohen wären, hätte sich nichts geändert. So hart es ist, denke ich, dass diese Länder ihre eigene Entwicklung, die durchaus auch blutig ist durchmachen müssen.

Letztendlich würde ich aber sagen, dass ich nicht nur ökonomisch argumentiere, ein Argument, dass grundsätzlich für jedwege Masseneinwanderung gilt, was neben meinen Auszügen wesentlich ausführlicher dargestellt bei Milton Friedman nachzulesen ist.
Die anderen Literaturempfehlungen die ich ein paar Posts vorher gab zielen vor allem auf die Struktur der Zuwanderung ab. Sie behandeln wesnetliche kulturelle und sonstige Probleme. Ich garantiere die Titel zu lesen würdest du nicht bereuen und sie bieten durchaus Argumente für beide Seiten.
Thomas Sowell beispielsweise hat mich erst verstehen lassen, wie dieser Gedanke, dass kulturelle Vielfalt einen inherenten Nutzen hat entstehen konnte, den er im Makrokontext der Welt gut darstellt. Im Mikrokontext des einzelnen Staates stimme ich diesem zwar nicht zu, aber ich kann den Gedankengang nachvollziehen wie man diese Hypothese aufstellen kann.
Zum konkreten Fall dieser aktuellen Flüchtlingskrise wär da vieleicht noch "Die Getriebenen" von Robin Alexander zu empfehlen, wenn man das Handeln der einzelnen Politiker nachvollziehen will.
 

Lord_Data

*wuff wuff*
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Bevor ich dafür bin, will ich erst mal wissen, was hier überhaupt der Plan ist.
Das ist tatsächlich eines der herausragenden Probleme gewesen. Klar, die bürokratische Infrastruktur war überfordert, aber niemand wusste, was wie wo gemacht wird. Die Unterbringung der Flüchtlinge war vielerorts ein akutes Problem, man agierte sehr planlos. Tatsächlich würde ich fast behaupten, dass es gar keinen Masterplan gab und man von Tag zu Tag gedacht hat ....

Meiner Meinung nach haben Afghanistan, Irak, Syrien und Lybien bewiesen, dass es uns als Westen nicht möglich ist stabile Staaten zu schaffen, von daher halte ich dieses: Wir müssen die Fluchtursachen bekämpfen für eine naive Traumvorstellung, wenn wir nicht radikal rekolonialisieren.
Ich denke Tunesien im arabischen Frühling hat gezeigt, wie aus einem Land heraus selbst Besserung entstehen kann. Wenn die unzufriedenen einfach geflohen wären, hätte sich nichts geändert. So hart es ist, denke ich, dass diese Länder ihre eigene Entwicklung, die durchaus auch blutig ist durchmachen müssen.
Naiv, ja, aber ich sage ja auch nicht, dass man einen Demokratieminister vor Ort schicken soll. Aber man müsste sinnvollere Entwicklungshilfe geben; Korruption ist in Afrika quasi das Hauptproblem, weswegen die Staaten an sich machtlos sind (oder diktatorisch regiert werden und es kommt nichts beim Volk an). Da kann man doch nicht hoffen, dass es besser wird, und dann in 10 Jahren schimpfen, dass die ganzen verarmten Afrikaner einfach nach Europa wollen (wenn die Alternative Verhungern oder anderer Tod in der Heimat ist)
Es geht nicht darum, dass wir als Wächter der Demokratie in der Welt ständig eingreifen, aber stabile liberale Systeme sollten unterstützt werden. Stattdessen unterstützt man z. B. Saudi-Arabien - das ist doch nicht erklärbar und unverantwortlich meiner Meinung nach.

Vielleicht komme ich mal dazu, deine Literatur abzuarbeiten. Sarrazin nehme ich aber nichtmal in die Hände.
 

Ashrak

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Zum Glück gibt es bei der AfD ja keine Neonazis und Rassisten, denn eine Facebookseite von denen stachelt wieder Hass gegen alles an was nicht blond und blauäugig ist. Diesmal ist das Opfer ein Pärchen das sich die DAK als Werbefigur gewählt hat:


Facebook-Hetze: Philipp Awounou wurde Opfer eines Shitstorms - SPIEGEL ONLINE

"Mörder." "Vergewaltiger." "Neger." "Zum Kotzen!"

Anfang Februar brennen sich Worte wie diese in mein Gedächtnis. Es sind Facebook-Kommentare. Kommentare über mich.

Der Auslöser der Hetze? Eine Werbung, die meine Freundin Regina und mich zeigt, dazu ein Ultraschallbild und einen flotten Spruch: "Auf einmal steht das Leben Kopf!" Mehr ist auf den Werbeplakaten der Krankenkasse DAK nicht zu sehen, und doch bieten sie genug Anlass für einen rechten Shitstorm. Weil ich nicht weiß bin wie Regina, sondern dunkelhäutig.

"Das ist nicht mehr mein Heimatland!"

Ich bin in Deutschland geboren und als jüngster Sohn einer deutsch-beninischen Familie aufgewachsen. Von Zeit zu Zeit habe ich fremdenfeindliche Erfahrungen machen müssen. Doch mit den Ereignissen rund um das Werbeplakat ist Rassismus in einer neuen Dimension in mein Leben getreten. In Hunderten von Posts und Kommentaren echauffierten sich Menschen über mich, bezeichnen mich als "Afro-Moslem-Flüchtling" und Regina als "muslimische Hure".

(...)

Der AfD-Kreisverband Nordwestmecklenburg veröffentlicht am 5. Februar einen Facebook-Post: Es geht um "Asylchaos", die "Flutung unseres Landes mit Migranten", um "triumphierende" Krankenkassen und "deutsche Bürger", welche die Beiträge der meisten Migranten zahlen müssten. Unter den Worten prangt unser Plakat, in den Kommentaren häufen sich rassistische und fremdenfeindliche Parolen.

(...)
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Ashrak

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Für den Ostersonntag habe ich mir extra eine spezielle Meldung aufgehoben:


Unsere AfD-Muschies tappen mal wieder in die Feiertagsfalle der absolut unverhohlenen Neonazis. Nachdem man bereits das Abendland durch die stetige Islamisierung in Gefahr sieht, weil vor gerade einmal 500 Jahren ein Weihnachtsmarkt in Striezelmarkt umbenannt wurde (da war die Flüchtlingskrise schon absehbar, garantiert), ist diesmal unser Glaube in Gefahr, weil REWE statt einem Schoko-Osterhasen einen Traditionshasen im Sortiment hat.

Glaubt ihr nicht? Leider Realität... und wieder einmal ist Erika Steinbach die Gallionsfigur, die sich vor den Karren der AfD und anderen rechten Hetzern spannen lässt. Und sie tappt nicht zum ersten mal in diese Falle, wie ich auch bereits hier im Thread berichtet habe: [Link]

Unter anderem auf Twitter echauffiert sie sich über diese Traditionshasen: [Link]
Der ein oder andere gemäßigte AfD-Wähler fragt sich evt. ob an der Unterstellung was dran wäre, aber dem ist leider nicht so. REWE hatte hierzu auf FAcebook ein Statement veröffentlicht:

„…. bereits seit einem Vierteljahrhundert – genau seit 1992– bezeichnet REWE den allseits bekannten Lindt Goldhasen am Regal und auf dem Kassenbon als „Traditionshasen“. Den Lindt Goldhasen gibt es nach unserem Kenntnisstand bereits seit den frühen 50er Jahren in Deutschland. Insofern ist die begriffliche Reduktion auf dem Etikett am Regal bzw. dem Kassenbon auf „Traditionshase“ durchaus treffend. Viele Grüße, dein REWE Team“

Milka führt übrigens seit 1973 den sogenannten Schmunzelhasen im Sortiment und Lindt seine Goldhasen um genau zu sein seit 1952. Alles natürlich nur um ganz arglistig den Bevölkerungsaustausch der biodeutschen Bevölkerung voranzutreiben. :tja:


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Doresh

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Spoiler das doch mit dem Schmunzel- und Goldhasen nicht. Was soll die denn die nächsten beiden Ostern triggern XD ?!
 

Ashrak

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NPD im Erzgebirge: Neonazis träumen vom eigenen Staat

Mit Unterstützung von AfD-Personal fantasiert die NPD im Erzgebirge über eine Abspaltung von Deutschland. Für Demokraten ist die Region gefährlich geworden.

(...)

Der rechtsextreme Liedermacher Frank Rennicke brüllt ins Mikrofon: „Wenn ich alt genug bin und meine Aufgabe als Vater erfüllt habe – dann nehm ich einen von den Halunken mit und ich freu mich drauf!“ Dann sagt er: „Ich sehe bereits von Herrn Maas und Co die Konzentrationslager für die Patrioten.“ Zwischendurch spielt er völkische Gesänge, Volksweisen und Militärlieder. Mit einem judenfeindlichen Witz verabschiedet er sich und verschwindet zum Bratwurststand.

(...)

Neonazis drohen mit „Hausbesuchen“

Oben an der Burg lehnen sich Touristen über Mauern und Stahlgeländer. Ein Vater dreht sich fassungslos weg: „Ich hab noch nie so viel Schwachsinn auf einmal gehört in so kurzer Zeit.“ Ins Erzgebirge fährt seine Familie so schnell nicht mehr, sagt er: „Wir sind aus dem Westen, das ist hier der Osten – bei solchen Reden muss sich niemand wundern, wenn’s Geschrei gibt und niemand mehr herkommt.“
Drei Lokaljournalisten beobachten das Treiben auf dem Festplatz, von der Bühne aus werden sie von Stefan Hartung angefeindet. Aber das kenne man hier, sagt einer von ihnen. Auch aus Schwarzenberg ist David S., der eigentlich anders heißt. Er engagiert sich gegen die rechte Szene und weiß, wie unangenehm die Neonazis werden können: „Adressen von Gegnern wurden hier schon im Internet verbreitet, auch Fotos von Autos. Und dann wird zu Hausbesuchen aufgerufen.“

(...)

Und so können Leute wie der AfD-Abgeordnete Teubner mit seinen Träumen vom unabhängigen Staat Erzgebirge praktisch ungestört weitermachen. Eine eigene Währung hat Teubner in Schwarzenberg schon eingeführt. Seine Firma prägt den silbernen Altstadtthaler, der bei vielen Geschäften als 25-Euro-Gutschein anerkannt ist. Seit Teubner eiserne Kreuze auf die Rückseite prägen will, schlägt ihm Kritik entgegen. Das hielt die AfD nicht davon ab, bei ihm einen Satz Sondermünzen zu bestellen.



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Ach, der Frank Rennicke ....

Das geile ist doch, dass die AfD in Sachfragen keine Linie hat. Meuthen hat doch jetzt vorgeschlagen, die gesetzliche Rentenversicherung abzuschaffen. Wenigstens ist da auf einen Populisten wie Höcke Verlass, der sich dagegen stellt. Aber mal sehen, die AfD hat ja gute Chancen, in einem der Ostländer demnächst zu regieren. Dann wirds richtig hoch hergehen ...
 

Ashura

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4.414
Ich krieg wenn ich mir das so ansehe eher Kopfweh, wie wir selbst glauben können so klug und gebildet zu sein, wenn sogar Leute wie ich seit ca. 10 Jahren mit braunen Haaren und Augen als = Südländisch= possible muslimisch= Gefahr gewertet werden.

Ganz ehrlich, Zuwanderung und Kulturelle Bewegung gab es schon seit Jahrtausenden unserer Zeitrechnung, wir tragen sogar Neandertalererbgut in uns, da sollte uns der Islam ansich keine Angst machen, setzen wir uns lieber mit den Leuten auseinander, die jetzt, hier und heute in Deutschland leben. Integration kann nur funktionieren wenn alle mit machen und Berührungsangst abgebaut wird. Die Menschen die hierher kommen sind nicht wirklich so anders als wir, wenn wir genauer hinsehen. Außerdem kann deren Kultur für uns ein Gewinn sein wie Pizza, Pannacotta, gute französische Weine oder auch Hummus und Chicken Tikka Masala!

Deswegen wird mir regelrecht sprichwörtlich schlecht was die Politik da seit Jahrzehnten tut, weil eben keine Einwanderungskultur oder Politik von Deutschland gemacht wird. Jetzt alle wieder abzuschieben nur weil wir Angst haben das Flüchtlinge uns Wohnraum oder Jobs wegnehmen ist schlichtweg lächerlich.

Deswegen höre ich der AfD und den anderen ganz Rechts positionierten ohnehin nicht mehr zu. Wer sich von sowas beeinflussen lässt, sollte mal meine FH besuchen, wo gut die Hälfte der Studenten einen Migrationshintergrund hat und exzellent Deutsch spricht und völlig berechtigt neben mir in Vorlesungen sitzt.

Ehrlichgesagt hoffe ich sogar das der Marokkaner aus meinem jetzigen Semester nach dem Studium hier bleiben kann, seine Freundin täte mir leid, wenn er danach wegen hirnamputierter idiotischer Politiker wieder abgeschoben würde, obwohl er gut gebildet ist.
 
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Braune Haare, braune Augen? Oh Schreck, hab ich auch, die Fremdenpolizei fahndet sicher nach mir. :eek:
Irgendwas läuft falsch, wenn Leute aus der "Nordafrikanerszene" in Innsbruck ungestraft ihr Unwesen treiben und gleichzeitig werden Leute die einer Arbeit nachgehen, Deutsch gelernt haben und sich auch sonst in die Gemeinschaft eingefügt haben, wieder zurückgeschickt werden.
In meinem letzten Schuljahr waren zB zwei lustige Mädels mit kroatischen bzw. russischen Wurzeln und waren die Besten in Deutsch.
 
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