Was haltet ihr von dem Gedanken, den Tod zu besiegen?

Dolan

The man with the Devil Luck.
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Tja dann bin ICH tot wie es auch sein sollte. Aber mein Körper bleibt ja mehr oder weniger erhalten, also der Klon ist ja ein perfektes Ebenbild auch wenn er vielleicht anders handelt und denkt. Ein stück von mir wird sicher darin weiterbestehen.

Denke ich nicht, es sei denn du schaffst einen Seelentransfer, was aber wohl unmöglich ist.


Für mich klingt es zwar verlockend das mein Eintrag im Totenbuch nie erscheint, aber dass wird bestimmt nach einer Zeit langweilig. Ich meine immer die gleiche Leier, du siehst Menschen leben und sterben und du weist, du kannst ihnen nicht folgen. Verlängertes Leben ja gerne, aber ewig? Nein danke.
 

Doresh

Forenpuschel
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Tja dann bin ICH tot wie es auch sein sollte. Aber mein Körper bleibt ja mehr oder weniger erhalten, also der Klon ist ja ein perfektes Ebenbild auch wenn er vielleicht anders handelt und denkt. Ein stück von mir wird sicher darin weiterbestehen.
Zum einen hast DU selbst nichts davon, zum anderen ist das dann nur eine kompliziertere und teurere Version von "Nachwuchs zeugen" ^^
 

Jungle-Jazz

( ° -°)
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Aber bewegen sich sämtliche Teilchen unseres Körpers eh nicht ununterbrochen mit rasender Geschwindigkeit? Insofern werden wir ja von Sekunde zu Sekunde ausgetauscht, und bleiben trotzdem die selbe Person. Kann man ja irgendwie auch aufs Klonen übertragen. Obwohl... vergesst es.

Zum eigentlichen Thema: Mein Problem wäre, dass unser Gehirn nicht genügend Kapazität hat, um Erinnerungen von einem solch großen Zeitraum zu behalten. Und auf futuristische Methoden wie "externe Gedankenfestplatten" auszuweichen wäre mir dann doch zu kacke.
 

Lord_Data

*wuff wuff*
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Zum eigentlichen Thema: Mein Problem wäre, dass unser Gehirn nicht genügend Kapazität hat, um Erinnerungen von einem solch großen Zeitraum zu behalten. Und auf futuristische Methoden wie "externe Gedankenfestplatten" auszuweichen wäre mir dann doch zu kacke.
Dann wird einfach vergessen, klappt doch jetzt schon gut.

Fänds auf jeden Fall nicht lohnenswert, ewig zu leben, wobei ich gern mal aufn Mond fliegen würd. Aber dafür reichts bald sicher schon, Milliardär zu sein, und das ist für mich wahrscheinlicher als die Aussicht, plötzlich ewig zu leben.^^
 

Doresh

Forenpuschel
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Aber bewegen sich sämtliche Teilchen unseres Körpers eh nicht ununterbrochen mit rasender Geschwindigkeit? Insofern werden wir ja von Sekunde zu Sekunde ausgetauscht, und bleiben trotzdem die selbe Person. Kann man ja irgendwie auch aufs Klonen übertragen. Obwohl... vergesst es.
Das sind die Details im Kleinen. Im Großen bist du nach wie vor der gleiche. Dein Geist lebt ja auch nicht weiter, wenn du ein Organ spendest oder so ^^
 

Thalos

Broccoli-Vernicht-0-Mat
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Ganz ehrlich bin ich froh, dass ich sterben kann und will dem Tod daher auch nicht aus dem Weg gehen. Ein ewiges Leben "auf diesem Planeten".. ne das muss ich nicht haben :p

 

Artemis

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Wie ich bereits im anderen Unsterblichkeits-Thread sagte, hängt es davon ab, von welcher Art der Unsterblichkeit wir reden.

Das letzte, was ist wollte, wäre es, unsterblich zu sein, obwohl mein Körper lustiger weiter altert. Hoffentlich bleibt mir dann wenigstens noch ein Afro, wenn ich denn dann bloß noch ein Skelett bin.

Aber auch Unsterblichkeit + Regeneration/Unverwundbarkeit kann fürchterlich in die Hose gehen, allein schon bei so trivialen Dingen, wie wenn ich - warum auch immer - metertief verbuddelt bin.

Also da braucht es schon mehr, um die Unsterblichkeit für mich erstrebenswert zu machen. Und das wirklich allerletzte, was ich will, ist es, die Ewigkeit hinweg bei dem ganzen Mist, den unsere Gesellschaft so fabriziert, tatenlos miterleben zu müssen.
 

Thalos

Broccoli-Vernicht-0-Mat
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Und das wirklich allerletzte, was ich will, ist es, die Ewigkeit hinweg bei dem ganzen Mist, den unsere Gesellschaft so fabriziert, tatenlos miterleben zu müssen.
The truth! This man speaks it.

Egal wie schön das eigene Leben sein mag, egal welchen Sinn ein jeder im Leben sieht; in einer Gesellschaft, die sich langsam aber sicher selbst zerstört Unsterblich sein zu wollen... da muss man schon Masochist sein.
 

Doresh

Forenpuschel
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Das letzte, was ist wollte, wäre es, unsterblich zu sein, obwohl mein Körper lustiger weiter altert. Hoffentlich bleibt mir dann wenigstens noch ein Afro, wenn ich denn dann bloß noch ein Skelett bin.

Damit könnte ich ja noch leben. Wichtiger wäre die Frage, ob Unsterblichkeit auch vor Krankheiten wie Athritis, Demenz oder Parkinson schützt...
 

Ashura

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Ich will nicht "unsterblich" im Sinne eines untötbaren Körpers sein, siehe z.B. der Film "Der Tod steht ihr gut!".

Wenn schon, dann lieber "unsterblich" im Herzen der Menschen die mich gekannt haben oder glauben, dass ich irgendwas Besonderes in ihrem Leben war.

Dolan war mit diesem Kommi schon ziemlich nah dran: Verlängertes Leben ja gerne, aber ewig? Nein danke.

Ein langes Leben haben, okay. Ewig? Nein, danke.

Vermutlich werde ich eh ziemlich alt, wenn ich so zu meiner Oma mütterlicherseits rüberschaue, die mit 92(fast 93) immernoch ne rüstige, alte Dame ist und ihren Garten jeden Tag selber pflegt. Trotz aller Zipperlein des Alters!

Wenn ich mir vorstelle, mehr als eine normale Menschenlebensspanne(sagen wir mal: 200 Jahre) zu haben, würde mich das sicher sehr traurig machen. Besonders weil dann alle meine Freunde, mein Partner und wer auch immer mir etwas bedeutet hat, dann vor mir sterben würden und ich allein zurück bliebe.

Dafür wäre ich einfach nicht gemacht.
 

Idris

Papa Bär
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Die Thematik liegt im Auge des Betrachters: Denn für viele ist der Tod bei weitem nicht das schlechteste Schicksal, zumal das Wissen um die Endlichkeit einem eine gewisse Genugtuung geben kann. Es ist letzten Endes eine Frage des Besitzes und der Macht: Denjenigen, denen das Zuteil ist, haben an einer Lebensverlängerung durchaus Interesse, wohingegen andere Personen sich auf den Tod freuen und ihn mit offenen Armen willkommen heißen, wie etwa Suizidanten und Euthanasie-Befürworter.
 

Artemis

Ehrenuser
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Es ist letzten Endes eine Frage des Besitzes und der Macht: Denjenigen, denen das Zuteil ist, haben an einer Lebensverlängerung durchaus Interesse, wohingegen andere Personen sich auf den Tod freuen und ihn mit offenen Armen willkommen heißen, wie etwa Suizidanten und Euthanasie-Befürworter.
Ich denke nicht, dass man das so einfach sagen kann. Es ist ja nicht so, dass nicht auch besser betuchte Menschen unglücklich und unzufrieden mit dem Leben sein können.

Doch mal anders gefragt: Sei einfach mal vorausgesetzt, dass mit dem Tod einfach alles komplett vorbei ist. Was müsste man euch in dem Fall zusätzlich noch anbieten, damit ihr die Unsterblichkeit annehmen würdet?
 

Ashura

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Doch mal anders gefragt: Sei einfach mal vorausgesetzt, dass mit dem Tod einfach alles komplett vorbei ist. Was müsste man euch in dem Fall zusätzlich noch anbieten, damit ihr die Unsterblichkeit annehmen würdet?
Ganz einfach. Solange meine Lieben alle miteinander ebenfalls unsterblich würden, hätte ich sicher weniger bedenken, bei soewas Irrwitzigem mitzumachen.
 

Idris

Papa Bär
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Ich denke nicht, dass man das so einfach sagen kann. Es ist ja nicht so, dass nicht auch besser betuchte Menschen unglücklich und unzufrieden mit dem Leben sein können.
Gut, stimmt schon, aber Depressionen gibt es überall. Und auch wenn solche Menschen das beste Beispiel dafür sind, das Geld nicht alles im Leben ist, gibt es mehr als genug, die von Habgier zerfressen sind und über Leichen gehen um sie zu befriedigen (das Faß ohne Boden).

Doch mal anders gefragt: Sei einfach mal vorausgesetzt, dass mit dem Tod einfach alles komplett vorbei ist. Was müsste man euch in dem Fall zusätzlich noch anbieten, damit ihr die Unsterblichkeit annehmen würdet?
Nichts. Denn wenn mit dem Tod Alles vorbei wäre, wäre letztendlich das nihilistische Weltbild der Weisheit letzter Schluss. Die Existenz wäre sowieso sinnlos, womit der Hedonismus noch die bestmögliche Option sein würde. Dinge wie Mitgefühl, Moral, Skrupel etc., eben all das, was die Menschlichkeit erst auszeichnet, wären nur ein behindernder Klotz am Bein.
Unsterblichkeit den Schweinen, doch das wäre absolut Nichts für mich.
 

Ike

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Wieso wäre denn Moral etc. unwichtig, wenn nach dem Tode alles vorbei ist? Das verstehe ich nicht. Im Gegenteil. Wenn man nach dem Tod weiterlebt, bzw. nocheinmal lebt, dann ist Moral in diesem Leben unwichtig, denn dann habe ich ja die Chance, einfach im nächsten Leben oder irgendwann im Laufe der Unendlichkeit einmal etwas zu ändern. Wenn ich aber nur einmal lebe (und das vermutlich zwischen 60 und 80 Jahren oder so), dann ist es doch umso wichtiger, dass ich in dieser Zeit ein moralisches Leben führe, denn wie Sokrates schon wusste, ist unrecht tun schlimmer als unrecht erleiden. Sprich: ohne Moral kein gutes Leben!
 

Doresh

Forenpuschel
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Wenn es nach dem Tod weitergeht besteht die Gefahr, dass man nach seinem Karma bewertet wird. Daher die Moral.
 

Ike

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Ok, das verstehe ich. Aber den Umkehrschluss, den du daraus ziehst kann ich nicht teilen. Ich finde nämlich, dass in diesem Leben (ob es nun das einzige ist das wir haben oder nicht) nur unser Bewusstsein / Wahrnehmung was auch immer, das einzige ist was wir haben. Und wenn wir unmoralisch sind, dann machen wir dadurch unser bewusstsein und damit unser Leben kaputt. Und deshalb halte ich Moral durchaus auch für angebracht und sogar unumgänglich für ein gutes Leben, gerade auch wenn es das einzige ist.
 

Lord_Data

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Ok, das verstehe ich. Aber den Umkehrschluss, den du daraus ziehst kann ich nicht teilen. Ich finde nämlich, dass in diesem Leben (ob es nun das einzige ist das wir haben oder nicht) nur unser Bewusstsein / Wahrnehmung was auch immer, das einzige ist was wir haben. Und wenn wir unmoralisch sind, dann machen wir dadurch unser bewusstsein und damit unser Leben kaputt. Und deshalb halte ich Moral durchaus auch für angebracht und sogar unumgänglich für ein gutes Leben, gerade auch wenn es das einzige ist.
Ich kenn mich nicht so gut mit der Thematik aus, aber ist Karma an sich nicht einfach die Auswirkungen des Handelns, was dann entweder gut oder schlecht ist? Ich weiß nicht genau, ob da Moral überhaupt der richtige Begriff ist, weil im Endeffekt bedeutet das doch nur "Mach nichts was der Welt schadet", um es sehr sehr grob zu sagen. Ob man das als tiefe Ethik bezeichnen könnte...
Und wenn man nach seinem Karma bewertet würde, würde man auch nur wiedergeboren werden, was man eh würde, der schreckliche Zyklus der Wiedergeburt kann ja nur sehr schwer durchbrochen werden.

So, das war meine kurze Diskussion zum Thema Karma. Quelle: Halbwissen. Mir darf aber gern widersprochen werden

Und zum Thema Moral: Es gibt soviele Moralansätze, dass es unmöglich ist, mit 100%iger Sicherheit "Gut" zu handeln. Stellt euch vor, man lebt sein Leben mit dem obersten Gebot der Nächstenliebe, der Gott, der über einen richtet, ist dann aber strenger Utilarist...
 

Ike

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Und zum Thema Moral: Es gibt soviele Moralansätze, dass es unmöglich ist, mit 100%iger Sicherheit "Gut" zu handeln. Stellt euch vor, man lebt sein Leben mit dem obersten Gebot der Nächstenliebe, der Gott, der über einen richtet, ist dann aber strenger Utilarist...
Solange die Nächstenliebe einen großen Nutzen bringt, kann er ja nichts dagegen haben. Und ich bezweifle nicht, dass sie einen größeren Nutzen hat, als jegliches andere Prinzip. aber darüber kann natürlich wiederum gestritten werden. :)
 

Redwolf

Folge der 8 bei den Palmen!
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Und zum Thema Moral: Es gibt soviele Moralansätze, dass es unmöglich ist, mit 100%iger Sicherheit "Gut" zu handeln. Stellt euch vor, man lebt sein Leben mit dem obersten Gebot der Nächstenliebe, der Gott, der über einen richtet, ist dann aber strenger Utilarist...
Wo ist da das Problem bei einem Gott der Utilitarismus fordert und jemanden der sich für Nächstenliebe einsetzt?
 
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