Organspender

Lord Duran

β
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Genau das stört mich einfach daran, die fehlende Kontrolle über meine Organe. Wenn ich mir die Person aussuchen könnte, welche ein Organ von mir bekommt, dann wäre meine Spendenbereitschaft größer.
Die würden dich mit Sicherheit auch fragen, wenn du dann noch antworten könntest.
 

MicalLex

Linksverwandter Grünmensch
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Mir war auch so, daß wenigstens im Gespräch war, daß jeder automatisch Organspender sein sollte und die Möglichkeit hat, dem zu widersprechen. Find ich im Grunde eigentlich sogar besser als die bisherige Regelung, da viele der Leute, die bisher nicht Organspender waren, dies entweder aus Unwissenheit oder Bequemlichkeit waren. Die Leute, die es ablehnen, sind davon ja nicht betroffen.
Kinder würde ich allerdings da erstmal außen vor lassen, bzw. das in die Verantwortung der Eltern legen (die haben ja auch in anderen medizinischen Fragen die Entscheidungsgewalt). 16 ist dann eine gute Gelegenheit, zusammen mit dem Perso festzulegen, ob Organspende erfolgen soll oder nicht. Mit Reiligionsfreiheit klappt das ja auch. ;)

Zu der gerade vorherrschenden Diskussion: Eigentlich sollte man nicht mehr groß darauf rumreiten, aber wie Lord Data ja schon sagte, hat was von Veganer-Diskussion. Jeder hat so seine Prioritäten im Leben und dabei sollte man es wohl belassen. jeder hat seine guten oder schlechten Gründe, sich so zu verhalten, wie er es tut. Freuen wir uns doch lieber über das, was unserer Meinung nach richtig läuft. Informieren ist besser als Missionieren. ;)

Zu mir: Ich habe früher Organspende vehement abgelehnt im Sinne von Unversehrtheit meines Körpers auch nach dem Tod. Entsprechendes dann bei meiner Bestattung. Inzwischen hab ich davon Abstand genommen und ich steh für mich persönlich der Organspende nicht mehr abgeneigt gegenüber. War bisher allerdings zu nachlässig, mich darum zu kümmern, aber im Zweifel gibt es ja auch noch Patientenverfügung innerhalb der Ehe, also...
Abgesehen von meiner bisherigen Bequemlichkeit spricht aber nichts dagegen. Und ich hoffe, ich setze es demnächst mal um.

An sich ist mir auch egal, wer meine Organe bekommen würde. Natürlich wäre ich rational glücklicher, wenn jemand noch gute dreißig Jahre damit leben kann als wenn es jemand ist, der das Organ aufgrund seiner Lebensweise in zwei Jahren wieder verbraucht hat, aber so ist es dann. Immer noch besser, als wenn beide ohne bleiben müßten.

Und solche Ängste wie "oh, dann nehmen sie mich frühzeitig aus" find ich persönlich eher lächerlich, aber seis drum. Ist dennoch ein berechtigter Grund, wenn man sich davor fürchtet. Aber kann man denn nicht nächstenliebender sein als durch Organspende?
 

Hanniball

Eheuser
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Auch ich habe etwas beizusteuern:

Organspende: Ungereimtheiten im Hirntod-Konzept | Medizin- Berliner Zeitung

Ich besaß bis vor einiger Zeit auch einen Organspendeausweis. Der ist mir aus irgendeinem Grund abhanden gekommen. Darauf stand, dass ich alles spenden würde, außer der Augen. Man kann auch ohne Augen weiter leben, so weit ich weiß. Und meine Ma hatte sich das gewünscht.
Vor einiger Zeit hatte ich einen Artikel in der Berliner Zeitung gelesen, der eben die obige Debatte über die Definition vom Hirntod genauer beleuchtet hatte und noch einige andere Argumente brachte, die gegen eine Organspende sprechen könnten. Die haben mir eingeleuchtet und seit dem stehe ich dem ganzen auch recht kritisch gegenüber. Leider kann ich mich nicht mehr an die Argumente erinnern. Das ändert aber nichts daran, dass ich die Entscheidung getroffen habe, erst einmal kein Organspender sein zu wollen, bis ich vielleicht einmal andere Argumente höre. Ich glaube nicht, dass mich das zu einem schlechten Menschen macht. Hat auch nichts mit "Mein Körper gehört mir" oder so zu tun, sondern einfach damit, dass ich nicht das Gefühl habe dass die ganze Sache wissenschaftlich noch nicht ausgereift ist und auch die Fragen der Ethik hier noch nicht geklärt sind.

@Lord Data: Die Art deiner Posts hier in diesem Thema machen es durchaus nicht besser. Ich fühle mich unter Druck gesetzt, ohne dass du mich ein einziges mal angesprochen hast. Hätte ich eine ausgewogenere Argumentationskette gelesen, wäre das vielleicht anders gewesen.
Echte Argumente für oder gegen eine Organspende habe ich diesem Thema allgemein bisher nicht entnommen, was meine Behauptung von oben nur bestätigt.
 

Clodia

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Lord_Data, um ehrlich zu sein, finde ich deine Ansichten etwas festgefahren und zu undurchdacht. (Ich weiß, du meintest, du wolltest damit keine Diskussion in dieser Richtung auslösen, aber ich habe den Drang, mich trotzdem dazu zu äußern.)

Ich gehöre zu den Menschen, die kein Organ spenden, aber eines annehmen würden. (Das bezieht sich jetzt nur auf das Spenden nach dem Tod.) Und ich fühle mich in keinster Weise heuchlerisch oder doppelmoralisch, sondern eher im Gegenteil - ich tue die Dinge so, wie sie sich für mich persönlich am Richtigsten anfühlen. Und das tun wir doch im Grunde alle, das ist es doch, worauf das ganze Leben aufbaut.

Mein persönlicher Grund ist, dass ich den bloßen Gedanken daran, nach dem Tod aufgeschnitten zu werden, ziemlich abschreckend finde und einfach möchte, dass mein Körper bleibt, wie er ist, weder verbrannt noch andersweitig seiner Form beraubt in einem Stück vergraben werden soll.
Ich weiß nicht, was uns nach dem Tod erwartet und obwohl ich mir ziemlich sicher bin, dass wir unseren Körper nach dem Tod nicht mehr brauchen, möchte ich trotzdem einfach 'ganz' bleiben. Ich möchte wissen, was mit meinem Körper nach dem Tod geschieht. Ich möchte mir vorstellen können (obwohl ich es mir nicht gerne vorstelle), vollständig in einem Sarg vergraben zu werden. (Ich weiß, dass man sich dessen niemals sicher sein kann, aber ich denke, ihr versteht schon, was ich meine.)

Das ist einfach meine Mentalität. Was ist daran so verkehrt? Mein Körper ist das intimste, was ich besitze, und nun soll es moralisch verwerflich sein, dass ich das tue, was mir für meinen intimsten Besitz am liebsten ist, nur weil ich damit potenziell einen Menschen retten könnte?
Lebe ich für mich oder lebe ich für andere? Und nein, das hat nichts mit 'alle anderen auf der Welt sind mir ******egal'-Mentalität zu tun, aber man muss eine Grenze ziehen können zwischen dem, was man für andere tut und dem, was man nicht für andere tut, weil man mehr auf sich selbst bedacht ist. Und eine Grenze bei seinem eigenen Körper zu ziehen finde ich ziemlich nachvollziehbar und absolut nicht moralisch verwerflich. Egal, ob der Körper nun lebt oder nicht.

Der Mensch lebt nun einmal hauptsächlich für sich selbst. Gesellschaft funktioniert trotzdem, weil Menschen ein gewisses Maß an Verantwortungsgefühl, Gewissen und Emotion für ihre Umwelt aufbringen können und es deswegen genug Menschen gibt, die sich gut dabei fühlen, wenn sie wissen, nach dem Tod noch etwas Sinnvolles vollbringen zu können, indem sie ihre Organe spenden. Diese Menschen handeln ebenso nach ihrer Mentalität wie die, die eben sagen, dass sie das nicht möchten, weil ihr Körper so bleiben soll, wie er ist.
Und das ist doch absolut in Ordnung. Wer würde denn einen Organspendeausweis unterschreiben, ohne mit dem Gefühl belohnt zu werden, etwas Richtiges und Gutes getan zu haben? Psychologisch betrachtet interessieren die Menschen, die man damit retten könnte, weniger, als das gute Gefühl, das man damit hat - eben das Gefühl, das Richtige zu tun. Und dieses Gefühl kann man nicht einfach pauschal auf jeden anderen Menschen übertragen. Wenn ich das Gefühl widerlich finde, dass mir meine eigenen Organe entnommen und jemand anderem eingesetzt werden, den ich auch nie kennenlernen werde, der dann mit meinen Organen durchs Leben hüpft, die in meinem Körper gewachsen sind und mich einst am Leben gehalten haben, denke ich eben für mich persönlich nicht, dass ich das Richtige tue, wenn ich meine Organe spende.
Aber wieso sollte ich dann keines annehmen, wenn ich es brauche, von einem Menschen, der eben damit für sich selbst das Richtige tut? Ich sehe die unterstellte Doppelmoral nirgendwo. Das hat einfach was mit Toleranz zu tun und dem Verständnis, dass jeder eine andere Ansicht dazu hat, was für einen selbst am besten ist. Dass es verschiedene Mentalitäten gibt.

Ich finde, Tenwo hat sehr schön zum Ausdruck gebracht, dass es viele Arten gibt, irgendwie irgendwo im Leben etwas zu tun, was anderen hilft. Jeder ist anders gepolt und die, die ihre Organe behalten möchten, tun dann vielleicht Dinge für andere, die die, die lauthals 'Ihr müsst alle Organe spenden, sonst seit ihr schleeeecht!' brüllen, vielleicht nicht machen würden.
 

Zhao Yun

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Ich muss mal einwerfen dass es Unfug dass jeder Mensch ein tolles Gefühl davon hat.
Ich hab garnichts davon Organe zu spenden oder eben Blut.
Ich mach das mit den Organen weils mir egal is und das mim Blut hab ich aus Langeweile angefangen und machs halt immer wenn die vom Kreut grad in der Nähe sind.

Ich finds übrigens schon merkwürdig Dinge anzunehmen die man selbst nie hergeben würde. Du kannst es dir gerne wünschen aber es zu verlangen wäre mehr als dreist.Ich mach dir keinen Vorwurf draus aber wirklich schön finde ich es auch nicht. Allerdings ist mir egal was du tust.
Und dir ist schon bewusst dass du nach deiner Skelletierung wieder ausgegraben und auf einen Knochenhaufen geworfen wirst (um das kurz zusammen zu fassen) So ruhig liegst da nich, schon gar nich ewig. ;)
 

Clodia

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Nun, ich denke, es ist beim Großteil der Menschen so, dass sie es tun, weil sie es für das Richtige halten. Dass es einem total egal sein kann und man es dann trotzdem macht, einfach nur so, finde ich etwas merkwürdig, aber gut, jeder so, wie er mag. Jedenfalls ist ja auch hier der Punkt, dass du dich dabei, wenn du dich nicht gut fühlst, aber auch nicht schlecht fühlst. Nur mal angenommen, du würdest dich dabei schlecht fühlen, würdest du es dann trotzdem machen? (will ich jetzt gar nicht für argumentative Zwecke wissen, es interessiert mich einfach, um deine Ansicht besser nachvollziehen zu können ;))

Und ich denke, es sollte generell kein Kriterium sein, ob man nun selber spendet oder nicht, es sollte immer nur nach Dringlichkeit gehen. Wie gesagt, ich sehe das wie Tenwo (ich hoffe einfach mal, ihn richtig verstanden zu haben): Jeder nimmt und gibt verschiedene Dinge im Leben. Und ich finde, dass die Dinge nicht immer gleich sein müssen.
Ich muss ehrlich sagen, ich weiß selbst nicht, ob ich diese Einstellung immer so hardcore durchziehe, wenn ich jemandem etwas geben muss, was der mir aber seinerseits nie geben würde, aber ich kann sagen, dass ich immer versuche, mich selbst an das zu erinnern, was ich vorhin gesagt hab und dementsprechend auch in dieser Richtung zu handeln.
Ich weiß nicht... ich finde das nicht dreist. Im kleinen Stil läuft das in meinem Leben auch öfter so, dass ich Sachen für jemanden mache, die derjenige nicht für mich machen würde und ich das weiß. (Das klingt jetzt so, als würde ich mich ausnutzen lassen, aber in die Kerbe schlägt das nicht.)

Wie gesagt, jeder hat andere Gefühle und Empfindungen Dingen gegenüber, die man hergeben kann.

Und ob ich da nun für ewig liege oder nicht, ist mir in dem Sinne dann auch egal. Mir geht es darum, dass ich meinen Körper unangetastet haben möchte. Wenn nur noch ein Skelett übrig ist, ist mein Körper selbst ja auch vergangen, aber eben... unangetastet. Zumindest nicht aufgeschnitten oder verbrannt.
Klingt vielleicht nicht unbedingt nachvollziehbar, aber für mich ist das nicht nur eine Ausrede der Bequemlichkeit, für mich ist das wirklich wichtig.
 

Zhao Yun

Friedensbewahrer des Silberhammers
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Was nicht in meinen Kopf reingeht ist die Aussage dass du jederzeit Spenderorgane annehmen würdest (wobei du ja definitiv aufgeschnitten wirst allerdings lebendig) aber keine hergeben würdest (wobei du hier schon nichtmehr leben würdest) Das will nicht in meinen Kopf.

Mh, würde ich das schlecht finden würd ich das ja nich machen, ich glaub nur einfach dass ich nach meinem Tod meinen Körper weder spüre noch brauche. Wäre ich gläubig würde das vielleicht anders aussehen. Aber derweil ist es einfach nur so dass wenn ich mal hin bin mich wohl eh nichtsmehr stört.
Und solang ich lebe mach ich mir ums tot sein wenig Gedanken nach Möglichkeit.

Etwas anzunehmen wäre nicht dreist, es wäre aber dreist etwas zu verlangen bspw die Familie eines "sterbenden" dazu auffordern ihn gehen zu lassen damit du gerettet werden kannst.

Ich mache auch Dinge die andere für mich vllt nicht tun würden (weiß ich nicht, nie gefragt) Das sind aber idR Kleinigkeiten.

Ich möchte dich garnicht dazu zwingen deine Organe zu spenden, es ist mir wie oben erwähnt ziemlich egal was du tust.
Sei dir aber bewusst dass es viele menschen gibt die diese Haltung verachten sobald du mal ein organ erhalten solltest.
 

Clodia

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Naja, es geht mir nicht ums 'aufgeschnitten werden' an sich, sondern quasi um die Unversehrtheit nach dem Tod. Rational kann ich das wohl sicher auch nicht erklären, es ist einfach ein Gefühl.
Und irgendwie denke ich, hat das auch was mit Kontrolle zu tun. Wenn ich nicht mehr lebe, nicht mehr denke... dann will ich auch nicht, dass noch irgendetwas mit mir geschieht. Das klingt etwas schwammig, aber ich weiß nicht, wie ich es besser erklären soll.
Und wie gesagt, ich möchte so, wie ich bin, begraben werden, mit all den Teilen in und an mir, die bei meinem Tod in und an mir waren.
Ich denke auch nicht so gerne darüber nach, aber diese Gedanken ploppen immer auf, wenn ich über das Thema Organspende nachdenke.
Ich kann einfach mit dem Gedanken 'wenn ich tot bin, ist es ja auch egal, was mit meinem Körper geschieht' nichts anfangen. Der Gedanke ist ja aber meist die Grundlage für eine Bereitschaft zur Organspende.

Selbst, wenn ich Arztserien sehe oder sowas, wenn dort jemand liegt, bereits tot, Organspender ist und ihm dann deswegen ein Organ entnommen wird, wodurch jemand anderem das Leben gerettet wird... dann hab ich immer dieses komische Gefühl. 'Der Mensch kriegt das nicht mehr mit. Er wird nie wissen, dass seine Leber gerade diesem Kind das Leben gerettet hat. Er liegt da und wurde aufgeschnitten und weiß nicht, was da gerade geschieht. Weiß nicht, dass seine Leber weg ist.' Dass der Mensch bereit tot und dazu noch Organspender war, spielt für dieses Gefühl bei mir dann keine Rolle.
In jedem Film, in jeder Serie, immer, wenn der Satz fällt 'Er ist tot, er braucht sein/e XX nicht mehr', hab ich dieses komische Gefühl.
Erklären kann ich das, wie gesagt, rational nicht, aber die Intensität dieser Gedanken und Gefühle reicht aus, um keine Organspenderin sein zu wollen.

Einer nahestehenden Person eine Niere zu spenden, während ich lebe, das würde ich machen. Weil diese ganze Thematik nicht greift, wenn ich noch lebe. Ich hoffe, das ist einigermaßen verständlich, selbst, wenn man eben anderer Ansicht ist, für sein Leben.

Und naja, dass ich annehmen würde ergibt sich eben auch durch meine Einstellung, dass eben jeder anders mit dem Thema umgeht. Vielleicht auch ein bisschen Egoismus und Selbsterhaltungstrieb, aber ich bleibe trotzdem bei der generellen Ansicht, dass es okay ist, nicht nur für mich.
Ich bin nicht bereit, auf ein mir angebotenes Organ zu verzichten, nur weil ich durch meine Einstellung mich selbst nie überwinden könnte, Organe zu spenden. Es ist ja nicht so, dass ich nur zu faul wäre, mir einen Ausweis zu besorgen oder es mir einfach nur egal wäre. (Und selbst die Leute, die eben einfach zu faul sind, sich damit zu beschäftigen, würde ich nicht verachten, wenn sie ein Organ erhielten.)

Naja, die Familie eines Sterbenden drängen zu wollen, ihn 'gehen zu lassen', weil man selbst überleben will, fände ich selbst dann etwas pietätslos, wenn ein Organspender der Drängende wäre. Obwohl ich es gleichermaßen auch irgendwie nachvollziehen könnte, wenn man Angst um sein eigenes Leben hat, da tut man wahrscheinlich die verrücktesten Sachen, aber selbst tun würde ich sowas nicht.
 
OP
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Lord_Data

Lord_Data

*wuff wuff*
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Hab jetzt endlich auch mal die Wattestäbchen für mögliche Knochenmarkspende angefordert und zurückgeschickt. Hoffe natürlich, dass ich niemals ranmuss... aber dafür kriegt man dafür nen schönes Wochenende. ^^'* Das wärs wert. Achja, man rettet auch noch ein Leben.

*Wenn man wirklich, wirklich, WIRKLICH spenden muss kriegt man wohl ein Hotel für den Aufenthalt bei der Klinik bezahlt und kann da ganz nett leben.
 

Redwolf

Folge der 8 bei den Palmen!
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Hab nun auch einen Spendeausweis. Meine Krankenkasse kam auf die gloreiche Idee so einen ihrer Infozeitung beizulegen. Einzig Hirn habe ich als Ausnahme exkludiert, obgleich ich weiß, dass sowas eh nicht verpflanzt wird ;). Aber man kann ja nie wissen. Nacher wacht man noch in einem Glas auf XD.
Dass meine Organe jemanden überantwortet werden, der sie nicht verdient hat, mag passieren. Transplantationsskandale schrecken mich nicht ab. Selbst wenn die Organe verramschen würden ist das immer noch besser als eine weitere Person ohne.
Körperliche Unversehrtzeit ist mir auch nicht wichtig. Es gibt genügend Bespiele die aufzeigen, dass nahezu alle Organe redundant sind und entweder durch fremde Organe oder sogar Maschinen erstetzt werden können. Einzig das Hirn und zentrales Nervensystem ist noch nicht weit genug erforscht.
 
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Raven Bloodrage

Manaheld
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Ich hab seit nem Jahr nen Ausweis...
Lebend würd ich auch einiges hergeben, wenn ich drauf verzichten kann.
Nur meine Leber und meine Nieren würd ich nie rausrücken, die brauch ich selbst. :kicher:
 

Doresh

Forenpuschel
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@Redwolf:

"Redundant" bedeutet, dass du komplett ohne das Organ auskommst, nicht dass es sich durch eine Prothese ersetzen lässt. Auch stellt sich die Frage nach möglichen Einschränkungen der Lebensqualität. Maschinen haben mitunter Macken, und bei Organspenden gibt es auch bei perfekter Übereinstimmung das Risiko einer Abstoßung.

Wirklich redundant sind eigentlich nur die Weisheitszähne und der Blinddarm, und die hat unser Körper auch nur noch, weil ein Abbau von Organen mal locker ein paar tausend Generationen benötigt.
 

Szadek

Cash or Octopus
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Neuerdings habe ich auch so einen hübschen Organspendeausweis.

Ist es ungewöhnlich dort für den Fall der Fälle Bestattungswünsche aufzuschreiben?
 

Vash

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Teammitglied
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Organe, die man nicht mehr braucht heißen "Rudiment" und nicht redundant.. Redundanz bedeutet mehrfach vorhanden/im Überfluss sein. Abgesehen von den Nieren kenne ich keine redundanten Organe (und ob man das so sagen kann weiß ich nicht mal). Rudimentäre Organe sind zB die Weisheitszähne oder der Blinddarm. Bitte werft nicht mit Fremdworten um euch, wenn ihr die Bedeutung nicht kennt..
 

Redwolf

Folge der 8 bei den Palmen!
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Bitte werft nicht mit Fremdworten um euch, wenn ihr die Bedeutung nicht kennt..
Verdammt, wo ist ein Pressesprecher, den man als Desinformant denunzieren kann, wenn man ihn braucht? Der Fauxpas ist sogar noch gigantischer: Obgleich ich die Definition gekannt habe und sie falsch appliziert.
"Rudiment" tangiert es aber auch nur peripher, Organe sind ja nicht verkümmert sondern substituierbar.
 
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Raven Bloodrage

Manaheld
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:verr: Dafuq!
Ich hab ja schon nen ausgeprägten Wortschatz, der manchmal auf Missverständnis im Freundeskreis stößt, aber das ist echt zu viel. o_O
 

Doresh

Forenpuschel
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@Vash:

Tja, ein anderes hochtrabendes Wort für unnötig/überflüssig ist mir auf die schnelle nicht eingefallen. Vielleicht gibt es einen Begriff im Beamtendeutsch, aber ich nehme lieber Gift, bevor ich Gebrauch von diesem Unsinn mache :nerv:

(Und wenn man eine Sache nicht braucht, ist bereits ein Exemplar "Im Überfluss vorhanden")
 
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